Hybridhunde: die 5 beliebtesten Rassen

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Hybridhunde

Hybridhunde erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie sind regelrecht zum Trend geworden. Die Nachfrage nach solchen Kreuzungen ist sehr groß und mit der Zeit sind auch immer mehr Verpaarungen dieser Art entstanden.

Die 5 beliebtesten Hybridhunde:

  1. Labradoodle
  2. Goldendoodle
  3. Cockapoo
  4. Maltipoo
  5. Schnoodle

Was sind Hybridhunde?

Du kennst bestimmt den Golden Retriever oder Labrador Retriever, Schnauzer, Malteser, Mops oder Beagle. All diese Hunde und noch viele mehr sind im Laufe der Zeit mit anderen Rassen gekreuzt worden – ob Labradoodle, Goldendoodle, Schnoodle, Cockapoo oder Puggle. Die Namen dieser neuen Hunderassen haben sich mittlerweile weit verbreitet und das häufig anzutreffende „doodle“ am Ende der Bezeichnung lässt bereits erahnen, dass ein Pudel eingekreuzt wurde. Bei diesen Hunden handelt es sich um Hybridzüchtungen.

Hybridhunde entstammen einer gezielten Verpaarung zweier Hunde, die zwei unterschiedlichen Rassen angehören und reinrassig sind. Ziel dieser Kreuzung ist es, Nachkommen zu erzeugen, die die positiven Eigenschaften beider Rassen vereinen – sei es das Aussehen, die Fähigkeiten oder das Wesen. Die Kreuzung mit dem Pudel ist eine sehr verbreitete Züchtung. Der Pudel gilt als nicht haarend und macht auch nicht den typischen saisonalen Fellwechsel durch. Dies soll auch Menschen mit einer Hundehaarallergie helfen, sich den Wunsch eines eigenen Vierbeiners zu erfüllen. Die Hybridhunde selbst werden meist nicht zur Weiterzucht eingesetzt, sondern die Elterntiere zweier neuer reinrassiger Tiere.

Genetik

Hier fällt oft der Begriff Heterosiseffekt. Dieser wird auch als Hybrideffekt bezeichnet. Es bedeutet, dass die erste Nachkommen-Generation F1 leistungsfähiger und vitaler bezüglich ihrer Gesundheit ist als die Elterntiere selbst. Dieser Effekt wird dadurch erzielt, dass die Elternteile jeweils verschiedenen Rassen angehören und reinerbig sind. Sie sind nicht miteinander verwandt und geben jeweils ihre Gen-Varianten an die Nachkommen-Generation weiter, so zum Beispiel die Kreuzung von einem Labrador mit einem Pudel. Nicht nur in der Hundezucht tritt dieser Effekt auf. Auch bei der Zucht von Nutztieren oder im Getreideanbau macht man sich diesen Effekt zunutze.

Die gezielte Kreuzung zweier verschiedener reiner Rassen gab es schon früher. So ist der Lurcher ein gutes Beispiel dafür. Dieser Hybridhund wurde in England und Irland aus Windhund und Hirtenhund gekreuzt. Der Sinn dahinter war die Erschaffung eines guten Gebrauchshundes, der zum Wildern von Hasen u. ä. genutzt werden konnte.

Die beliebtesten Hybridhunde

Labradoodle

Labradoodle-Hybridhunde

Er zählt immer noch zu den beliebtesten Hybridhunden. Diese gezielte Zucht aus Labrador Retriever und Pudel war der Vorreiter für den Trend, weitere Rassen mit dem Pudel zu kombinieren. Der Labradoodle gilt als freundlich, intelligent und gelehrig. Ihn gibt es in verschiedenen Größen und Farbschlägen. Ebenso die Fellstruktur variiert von kurz- zu langhaarig, von glattem bis zu gelocktem Fell. In Australien wird versucht, einen einheitlichen Rassestandard für Labradoodles zu erlangen. Dabei wird mit den Nachkommen weitergezüchtet. Jedoch gibt es hierzulande auch immer noch genügend Verpaarungen von verschiedenen reinerbigen Elternteilen.

Goldendoodle

Goldendoodle-Hybridhunde

Entstanden ist er aus der Kombination aus Golden Retriever und Pudel. Ihn gibt es in groß oder klein, je nachdem, ob ein Groß- oder eben ein Kleinpudel eingekreuzt wurde. Zudem gibt es verschiedene Farbvarianten. Auch die Fellstruktur kann variieren. Der Goldendoodle gilt als freundlich, aufgeschlossen und aktiv.

Cockapoo

Cockapoo-Hybridhunde

Ein Cockapoo ist durch die Kreuzung eines Cockerspaniels und eines Pudels hervorgegangen. Meist haben diese Hunde etwas längeres Fell und kommen in diversen Farbschlägen vor. Durch die Einkreuzung des Cocker Spaniels ist die Aktivität des Hundes nicht zu unterschätzen. Der Cockapoo möchte beschäftigt und ausgelastet werden. Ein sportliches Zuhause ist das Richtige für diesen Fellfreund.

Maltipoo

Maltipoo-Hybridhunde

Ein Maltipoo ist aus der gezielten Kreuzung eines Maltesers und eines Zwerg- oder Kleinpudels entstanden. Er hat meist mittellanges, dichtes Fell, welches in verschiedenen Farben anzutreffen ist. Er ist freundlich, selbstbewusst und möchte auch geistig und körperlich gefördert werden.

Schnoodle

Schnoodle

Hier wurde ein Schnauzer mit einem Pudel gekreuzt. Ihn gibt es in verschiedenen Größen, je nachdem, welche Art von Schnauzer und Pudel miteinander verpaart wurden. Ebenso die Fellbeschaffenheit sowie die Fellfarbe können sehr stark variieren. Diese Hunde gelten als freundlich, intelligent und aufgeschlossen.

Was sollte ich beachten, wenn ich einen Hybridhund kaufen möchte?

Hast du dich für einen Hybridhund entschieden, dann hast du sicherlich auch eine bestimmte Vorstellung davon, welcher dieser vielen Hybridhunde für dich in Frage kommt. Wie bei jedem anderen Hundewunsch auch, solltest du dich vorab über die Rassen informieren und dir überlegen, welcher Hundetyp in deinen Alltag und in dein Leben passt.

Da es sich bei Hybridhunden um Trendhunde handelt, ist die Nachfrage entsprechend groß. Die Preise können sich von Züchter zu Züchter stark unterscheiden. Informiere Dich in Ruhe und suche einen geeigneten Züchter.

Informiere Dich über deinen Wunschzüchter und schaue dir das Umfeld der Welpen genau an. Wie leben die Hündin und ihre Welpen? Sind vielleicht sogar beide Elternteile vor Ort? Falls der Vater nicht mit im Rudel lebt, lass dir Fotos zeigen. Ebenso sollten Gesundheitsunterlagen der Elterntiere vorhanden sein. Stelle ruhig viele Fragen. Seriöse Züchter wünschen sich ein gutes Zuhause für die Kleinen und beantworten die Fragen offenherzig. Ebenso wird ein seriöser Züchter wissen wollen, wie das neue Heim des Welpen aussehen wird und dir ebenso Fragen stellen wollen.


KristinaKristina Ziemer-Falke ist zertifizierte Hundetrainerin und Verhaltensberaterin durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein und das Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Darüber hinaus verfügt sie über viele Zusatzausbildungen und Schwerpunkte und ist im Prüfungsausschuss der Tierärztekammer Niedersachsen für die Hundetrainerzertifizierungen.
Mit ihrem Mann Jörg Ziemer gründete sie das Schulungszentrum Ziemer & Falke, in dem sie seit vielen Jahren mit viel Herz, Leidenschaft und Kompetenz Hundetrainer in ganz Deutschland ausbilden und viele Weiterbildungsangebote anbieten. Viele kennen Kristina außerdem als erfolgreiche Autorin von Fachbüchern für Hundetrainer und Hundehalter sowie aus Artikeln beliebter Hundezeitschriften.


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