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Bullmastiff im Rasseportrait

1991
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BullmastiffHerkunft und Rassegeschichte

Der Bullmastiff entstand im 19. Jahrhundert in England. Er besteht zu 60 % aus dem englischen Mastiff und zu 40 % aus der englischen Bulldogge und wurde entwickelt, um Wildhüter zu begleiten und sie vor Wilderern zu schützen. Der Bullmastiff sollte beweglich sein, dennoch ein mäßiges Temperament besitzen und im Ernstfall den Wilderer zu Boden werfen und ihn festhalten, ohne ihn zu verletzen. Sein damaliger Name war  „Gamekeeper`s Night Dog“, erst später bürgerte sich der Rassename „Bullmastiff“ ein. Die Rasse wurde 1924 in die FCI aufgenommen und ist weltweit anerkannt.

Beschreibung

Größe

Die Schulterhöhe beträgt bei Rüden 63,5 – 68,5 cm, bei Hündinnen 61,0 – 66,0 cm.

Gewicht

Rüden erreichen ein Gewicht zwischen 50 und 59 kg, Hündinnen 41 – 50 kg.

Fellfarben und –länge

Die anerkannten Farben sind falb, Rot und gestromt. Das Haarkleid des Bullmastiffs ist kurz und glatt.

Charakter und Wesen

Der Bullmastiff vereint viele gute Eigenschaften in sich. Er ist ausgeglichen, sehr menschenbezogen und passt sich seinem Rudel an. Er kann auch ein Dickkopf sein und stellt Anforderungen auch mal „in Frage“, wenn er sie nicht versteht. Der Bullmastiff geht gerne spazieren. Sportliche Aktivitäten wie Fährtenarbeit oder Unterordnung sind eine gute Auslastung und Beschäftigung. Auch wenn man es ihm nicht unbedingt ansieht, so ist er ein sehr guter Wachhund. Er kann sehr gut einschätzen, ob Gefahr besteht oder nicht. Mit einem kurzen, tiefen Bellen meldet er, wenn sich etwas im Haus oder am Grundstück tut.

Haltung

Der Bullmastiff ist ein „Menschenhund“ und gehört in die Familie. Er braucht zwingend Familienanschluss, sonst ist er kein glücklicher Hund. Der Bullmastiff kann teilweise auch draußen gehalten werden, aber nicht ausschließlich und keinesfalls im Zwinger. Er freut sich über jede Art von Zuwendung und wird sie immer mit einem freudigen Schwanzwedeln belohnen.

Erziehung

Wichtig ist eine liebevolle, aber konsequente Erziehung vom ersten Tag an.

Eine Hundeschule mit Welpenstunde und anschließendem weiteren Training sind für den Bullmastiff in der Sozialisierung sehr wichtig. Vor allem, wenn er als Einzelhund gehalten wird. Sämtliche Umweltsituationen sollte man frühzeitig mit ihm üben, damit er später souverän damit umgehen kann. Der Bullmastiff lässt sich gut mit der Stimme motivieren und mit Leckerlis erziehen. Hat er erst einmal ein Kommando verinnerlicht, wird es dies mit Freude erfüllen.

Pflege und Gesundheit

Fellpflege

Das Haarkleid des Bullmastiffs ist kurz und dicht. Ein Handschuh mit Noppen ist ideal zur Entfernung loser Haare und eine entsprechende Bürste eignet sich dazu das Fell zu pflegen. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. Auch eine regelmäßige Kontrolle auf Zecken, Flöhen und andere Parasiten ist wichtig. Nach jedem Spaziergang streicht man den Hund ab. Findet man eine Zecke, welche sich schon festgebissen hat, kann man diese mit einer Zeckenzange entfernen. Traut man sich dies nicht zu, sucht man den Tierarzt auf. Schüttelt der Hund öfters den Kopf oder versucht sich mit der Pfote zu kratzen, empfiehlt sich ein Gang zum Tierarzt.

Rassetypische Krankheiten

Der Bullmastiff gehört zu den schweren Hunderassen. Als rassetypische Krankheit kommt eine Hüftgelenksdysplasie vor. Ebenfalls vorkommen können sogenannte Rolllieder (Ektropium/Entropium), Hündinnen können an Gesäugetumoren erkranken. Kreuzbandrisse können bei zu früher und zu viel Belastung im Welpen/Junghundalter auftreten.

Ernährung / Futter

Der Bullmastiff ist ein „Allesfresser“ und nimmt jegliche Art von Futter zu sich. Leider auch das was er draußen findet. Ansonsten ist er zufrieden mit Trockenfutter oder BARF und leckeren Extras im Napf. Dazu gehören, Quark, Eier und Nudeln.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung beim Bullmastiff ist unterschiedlich. Soweit der Bullmastiff gesund ist und entsprechend gehalten und behandelt wird, hat er eine hohe Lebenserwartung von 10 Jahren und älter.

Bullmastiff kaufen

Die Entscheidung für einen Bullmastiff sollte lange und wohl überlegt sein. Seriöse Züchter finden sich über den VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) oder über die FCI (Federation Cynologique intenationale). Es empfiehlt sich zu mehreren Züchtern Kontakt aufzunehmen und einen Besuchstermin zu vereinbaren. Ein seriöser Züchter wird einem Besuch bei sich und seinen Hunden zustimmen. Er wird alle entstehenden Fragen beantworten und sämtliche Dokumente zur Einsicht haben. So haben beide Parteien die Möglichkeit sich kennenzulernen und auszutauschen und sich ein Bild über die Haltung der Hunde und die Aufzucht der Welpen zu machen. Ein verantwortungsvoller Züchter wird seine Welpen und deren Familien auch weiterhin begleiten und unterstützen.

Hat man sich für einen Züchter entschieden und alle Fragen zur Zufriedenheit geklärt, steht dem Einzug eines neuen Familienmitgliedes nichts mehr im Weg.

 

Text zur Verfügung gestellt von Jeannette Wolf, Züchterin von Night Guardians.

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