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Krankheiten bei Teichfischen

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Krankheiten bei TeichfischenDer beste Beweis für einen gesunden Teich sind vitale Fische. Doch auch der Umkehrschluss ist leider wahr: Sobald etwas im Teich nicht stimmt, nimmt das Risiko von Krankheiten bei Teichfischen rapide zu. In diesem Beitrag wollen wir uns deshalb mit den Gründen und Symptomen von Krankheiten auseinandersetzen, einige erklären und Ratschläge zur Vermeidung und Behandlung geben.

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Ursachen

Beginnen wir ganz vorne: Bei den Gründen einer Erkrankung der Fische. Ursächlich beteiligt an den meisten Krankheiten bei Teichfischen sind die Haltungsbedingungen. Beispiele hierfür sind falsche Ernährung, schlechte Wasserwerte, ein zu kleiner Teich und eine zu hohe Besatzdichte. Der dadurch ausgelöste Stress führt dann zu einer Schwächung der Abwehrfunktionen der Fische. So steigt die Anfälligkeit für Parasiten, Bakterien und andere Krankheitserreger. Ein weiterer häufiger Grund ist auch, dass Krankheiten durch Neuzugänge eingeschleppt werden. Daher empfiehlt es sich, neu erworbene Fische zunächst in einem Quarantänebecken zu halten, hinsichtlich Auffälligkeiten zu beobachten und sie erst im Anschluss bei Freiheit von Symptomen in den Teich zu setzen. Aufmerksame Teichbesitzer können viele Krankheiten früh erkennen, wenn sie ihre Fische häufig beobachten. Ihnen fällt es leichter Abnormalitäten feststellen.

Anzeichen

Es ist häufig gar nicht so schwer, Krankheiten frühzeitig zu erkennen – man muss nur wissen, wonach man schauen muss. Zuerst einmal ist da die Veränderung des Verhaltens: Beispielsweise mangelnder Fluchtreflex, fehlender Appetit, langes Umherstehen an der Oberfläche oder das Liegen auf dem Bodengrund. Auch Schwimmstörungen wie Umhertorkeln und Kopfstehen lassen sich leicht erkennen. Eher abgetan wird Scheuern am Bodengrund oder Teichrand und vorschießendes Schwimmen – aber auch diese Verhaltensweisen sind oft Krankheitsanzeichen. Ebenso springen Fische, die von Juckreiz geplagt sind, gelegentlich aus dem Wasser. Veränderungen in der Atmung sind oft schlechter zu beurteilen: Sehr schnelle Kiemenbewegung ist im normalen Teich nur schwer festzustellen, Notatmung an der Wasseroberfläche dagegen leichter. Außerdem können Krankheiten zu körperlichen Veränderungen führen, die in vielfältigen Varianten vorkommen können. Das können Farbveränderungen, Beläge auf der Hautoberfläche, Abmagerung oder Veränderungen der Körperform sein. Unsere Aufzählung hier hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Denn natürlich können – je nach Krankheit – auch noch weitere Symptome bemerkbar werden.

Wichtig: Im Wasser können sich viele Erreger äußerst gut vermehren und schnell verbreiten. Nimmst du also erste Krankheitssymptome wahr, reagiere unverzüglich!

Behandlung

Je nach Krankheit kannst du deine Fische auch selbstständig behandeln. Zum Beispiel mit Salzbädern oder freiverkäuflichen Heilmitteln aus dem Zoofachhandel. Häufig hilft auch ein großer Teilwasserwechsel weiter. Eine möglichst genaue Diagnose ist aber bei der Behandlung von Krankheiten wichtig! Denn auch, wenn es Medikamente gibt, die gegen mehrere verschiedene Krankheiten gut wirksam sind: Das eine Breitbandmittel “gegen Alles” gibt es nicht. Und unnötige medikamentöse Behandlungen belasten den Organismus deiner Fische nur zusätzlich und führen eventuell zu unerwünschten Resistenzen. Daher raten wir dir dazu, im Krankheitsfall einen auf Fische spezialisierten Tierarzt hinzu zu ziehen. Er kann deinen Fischen mit einer gezielten Behandlung helfen und dir mit fachkundigem Rat zur Seite stehen.

Häufige Fischkrankheiten im Teich

Hier findest du einige wichtige Beispiele für Fischkrankheiten und ihre Behandlungen. Wir empfehlen dir, bei dem Verdacht auf eine Krankheit vor der Behandlung in jedem Fall den Rat eines Tierarztes einzuholen, der sich auf Fische spezialisiert hat. So kann eine präzise Diagnose gestellt und eine korrekte Behandlung eingeleitet werden. Unnötige und falsche Behandlungen sollten zum Wohle deiner Fische unbedingt vermieden werden.

Parasiten

Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthirius multifiliis)

Dieser einzellige Parasit verursacht typische, weiße Punkte auf der Schleimhaut seiner Wirte. Gelegentlich sind auch die Augen der Fische betroffen. Kiemenschädigungen durch die Weißpünktchenkrankheit führen zu Atemnot.
Der komplizierte lateinische Name des Einzellers wird oft abgekürzt verwendet („Ichthyo“). Ichthyo vermehrt sich mit brisanter Geschwindigkeit. Die pockigen weißen Auswüchse fallen nach einiger Zeit vom Fisch ab und zu Boden. Dort entstehen daraus nach etwa 24h (abhängig von der Wassertemperatur) bis zu 1000 frei schwimmende Schwärmer, die erneut die Fische befallen. Für die Behandlung gilt also: je eher, desto besser. Eine Therapie ist beispielsweise mit Malachitgrün möglich, muss aber über mindestens (!) 5 Tage durchgeführt werden. Manchmal ist durchaus eine längere Behandlungsdauer nötig.

Costia (Ichthyobodo necator)

Diese Hauttrüber sind klassische Schwächeparasiten. Bei ausgewachsenen Fischen mit gesundem und funktionstüchtigem Immunsystem haben die Einzeller kaum eine Chance, Schaden anzurichten. Sind die Teichbewohner allerdings noch sehr jung oder bereits durch andere Krankheiten geschwächt, haben diese Flagellaten leichtes Spiel. Auch das Sinken der Wassertemperatur auf unter 15 °C begünstigt einen Befall. Die Parasiten reizen dann die Schleimhaut. Daher bilden sich weiß-bläulich schimmernde Trübungen. Durch Schädigung der Schleimhaut sind sie Wegbereiter für zusätzliche Infektionen, zum Beispiel mit Pilzen. Daher führt massiver Befall oft zu Todesfällen. Manchmal reichen Salzbäder zur Behandlung aus. Sie unterstützen den Stoffwechsel der Fische und stabilisieren so auch das Immunsystem. Vor einer medikamentösen Behandlung sollte man in jedem Fall auf Ursachenforschung gehen. Denn bei einem Costiabefall gilt es immer nicht nur diesen zu behandeln, sondern auch den Grund für die Immunschwäche zu finden und zu eliminieren. Andernfalls wird man den Parasiten nie den Garaus machen können und nur Resistenzen provozieren. Bei Unklarheiten wende dich deshalb besser an den Fischtierarzt deines Vertrauens.

Saugwürmer (Gyrodactylus spp., Dactylogyrus spp.)

Diese winzig kleinen Würmer können deinen Teichbewohnern sehr lästig werden. Mit bloßem Auge sind sie in der Regel nicht zu erkennen. Nur mit einem Mikroskop sind sie sicher nachweisbar.
Man unterscheidet Hautsaugwürmer (Gyrodactylus spp.) und Kiemensaugwürmer (Dactylogyrus spp.).
Den Hautsaugwurm findet man vor allem auf der äußeren Haut. Er schädigt die Schleimhautschicht und ist so Wegbereiter für andere Probleme: Entzündungen der Schuppentaschen, Algen- und Pilzbefall sind mögliche Folgen. Betroffene Tiere scheuern sich gelegentlich oder springen, ihre Haut kann trüb erscheinen. Gyrodactylus bringt lebende Jungtiere zur Welt und legt im Gegensatz zu Dactylogyrus keine Eier.
Der eierlegende Kiemensaugwurm ist vorwiegend – aber nicht ausschließlich – an den Kiemen vorzufinden. Betroffene Fische haben Atemprobleme, da die Kiemen durch den Befall gereizt werden und anschwellen.
Gegen Saugwürmer gibt es wirksame Präparate. Bei geringgradigem Befall helfen oft schon einfache Salzbäder. Nach sicherer Diagnose können Präparate aus dem Zoofachhandel (Packungsbeilage unbedingt beachten!) oder vom Tierarzt verschriebene Medikamente verwendet werden. Unnötige Behandlungen mit Antiparasitika sind unbedingt zu vermeiden. Sonst werden Resistenzen gefördert!

Karpfenlaus (Argulus sp.)

Karpfenläuse gehören – anders als der Name vermuten lässt – zu den Krebstieren. Auch mit bloßem Auge lassen sich diese bis etwa 13 mm großen Parasiten gut erkennen. Eingeschleppt werden sie oft durch Wasservögel. Sie sitzen festgesaugt auf der Haut und an den Schuppentaschen. Mögliche Folge eines Befalls sind Rötungen auf der Haut, hervorgerufen durch Einblutungen oder Entzündungen. Meist tritt massiver Juckreiz auf. Betroffene Fische scheuern sich daher beispielsweise oder schießen völlig unvermittelt durch den Teich. Einzelne Karpfenläuse können abgesammelt werden. Bei starkem Befall muss medikamentös gegen sie vorgegangen werden. Hierzu gibt es freiverkäufliche Heilmittel im Handel oder Arzneimittel von deinem fischkundigen Tierarzt.

Pilze

Fischschimmel (Saprolegnia parasitica)

Dieser Erreger ist quasi allgegenwärtig. Gesunden Fischen mit funktionierendem Immunsystem kann er in aller Regel nichts anhaben. Brenzlig wird es, wenn das Immunsystem geschwächt ist, zum Beispiel aufgrund niedriger Temperaturen im Winter. Auch Läsionen in der Schleimhaut der Fische (z. B. durch Juckreiz und dadurch bedingtes Scheuern) ermöglichen eine Saprolegnia-Infektion. Vor allem länger bestehende und bereits infizierte Wunden werden gerne zusätzlich von diesem Pilz überwuchert. Das äußert sich typischerweise in watteartigen Belägen. Sie sind zunächst weißlich, können aber auch eine grünlich-graue Färbung annehmen. Besonders gefährdet sind übrigens die Gelege der Fische. Hier führt Fischschimmel regelmäßig zu großen Verlusten.
Mit handelsüblichen malachitgrünhaltigen Heilmitteln kannst du bei einem Befall mit Fischschimmel Abhilfe schaffen. Oft bringen auch höher konzentrierte Kurzzeit-Salzbäder Linderung.

Bakterielle Erkrankungen

Die Erscheinungsbilder und Verläufe bakterieller Krankheitsgeschehen im Teich sind sehr variantenreich. Es gibt fast keine Bakterien, deren Anwesenheit zwingend die Erkrankung der Fische zur Folge hat. Viel häufiger sind bakterielle Krankheiten durch Bakterien verursacht, die eh im Teich vorkommen und normalerweise keinen Schaden anrichten. “Entgleist” das stabile System, führen diese Bakterien bei massenhafter Vermehrung zu Erkrankungen. Die daraus entstehenden Krankheiten sind meist nach ihrer Symptomatik benannt.

“Lochkrankheit”

Die “Lochkrankheit”, auch Erythrodermatitis, ist in aller Regel bakteriell bedingt. Aber auch andere Erreger und – wie so oft – unpassende Umweltbedingungen spielen eine Rolle. Betroffene Tiere zeigen große, geschwürartige Löcher in der Haut. Diese sitzen meist am Rumpf oder etwas weiter hinten Richtung Schwanzflosse. Mitunter kann man bis auf die Muskulatur des erkrankten Fisches schauen. Je nach Auslöser und Umweltbedingungen schreitet die Erkrankung rasend schnell voran. Plötzliche Todesfälle und hohe Verluste sind möglich. Ratsam ist es hier, schnellstmöglich einen auf Fische spezialisierten Tierarzt hinzuzuziehen. Er kann mit Hilfe eines Abstrichs den Erreger feststellen, eine Resistenzprüfung vornehmen und eine geeignete Therapie einleiten.

„Flossenfäule“

Ausgefranste Flossen, milchig-trübe oder rote Verfärbungen an den Flossenrändern: So sieht die “Flossenfäule” aus. Das generalisierte Auftreten dieser Krankheit spricht für suboptimale Haltungsbedingungen. Gelegentlich sind einzelne Fische auch nur lokal betroffen, hier ist oft eine Verletzung ursächlich beteiligt gewesen. Eine tierärztliche Untersuchung und Behandlung ist auch bei dieser Krankheit absolut ratsam. Denn auch andere Krankheitserreger können zusätzlich eine Rolle spielen. Deshalb sollte vor der Entscheidung für eine bestimmte Behandlungsmethode eine eingehende Diagnostik vorgenommen werden. Denn ohne das Ausschalten der eigentlichen Ursache und ohne Verbesserung der Haltungsbedingungen ist eine Bekämpfung der Krankheit nicht möglich.

Virale Erkrankungen

Koi-Herpesvirus (KHV)

Seit gerade mal etwa 20 Jahren ist diese Krankheit beschrieben: Die Infektion mit dem Koi-Herpes-Virus. Es handelt sich hierbei um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Auffälligstes Symptom dieser Krankheit sind massive Schäden der Kiemen. Das Virus befällt allerdings auch andere Organe, zum Beispiel Haut, Darm und Nieren. Die Fische können unauffällig infiziert sein. In aller Regel bringt erst Stress in Verbindung mit Temperaturen zwischen 16-28°C die Krankheit zum Ausbruch. Es kommt zur Apathie und mangelndem Appetit. Hautschäden können auftreten. Die Tiere werden insgesamt anfälliger auch für andere Krankheiten. Am auffälligsten ist die zum Teil massive Atemnot, bedingt durch die Kiemenschäden. Die Fische stehen an der Wasseroberfläche oder dem Filterausströmer und schnappen regelrecht nach Luft. Massenhafte Todesfälle können auftreten. Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich. Für erkrankte Fische bleibt lediglich die Optimierung der Haltungsbedingungen sowie die Isolationshaltung. Zum PCR-gestützten Nachweis des Koi-Herpes-Virus entnimmt der Tierarzt eine kleine Gewebeprobe aus den Kiemen.
Andere Fische (außer Nutzkarpfen) im Teich erkranken nicht, können das Virus aber übertragen.

Karpfenpocken (CHV-1)

Sinken die Temperaturen im Teich, kann man sie gelegentlich beobachten: Karpfenpocken oder Koipocken. Sie erscheinen als weißlich durchscheinende, wachsartige Auflagerungen auf der Haut oder den Flossen. Die kleinen Wucherungen wachsen bei infizierten Tieren immer dann, wenn das Immunsystem schwächelt, vor allem bei schlechten Umweltbedingungen und zu kaltem Wasser (<12°C). Eine “Heilung” im eigentlichen Sinne ist nicht möglich, denn betroffene Fische tragen das Virus fortwährend in sich. Wohl aber möglich ist es, dass die Pocken verschwinden. Das erreicht man durch die Optimierung der Haltungsbedingungen.
In aller Regel bieten Koipocken keinen Anlass zur Sorge, es handelt sich lediglich um Schönheitsfehler. Nur in extremen und äußerst seltenen Ausnahmefällen schaden sie ernsthaft.

Andere Erkrankungen

Schwimmblasenentzündung

Eine Entzündung der Schwimmblase kennzeichnet sich vor allem dadurch, dass der betroffene Fisch nicht mehr eigenständig kontrolliert für Auftrieb sorgen kann. Im schlimmsten Fall liegt das Tier ständig auf dem Grund des Teiches. Nur mit Flossenkraft kann es sich mühsam auf und ab bewegen. Dieser Kraftaufwand zehrt es auf und zudem bekommt es alsbald Liegeschwielen. Meist sind bloß einzelne Tiere betroffen.
Ursächlich beteiligt sind in aller Regel Parasiten, Bakterien oder Stoffwechselstörungen. Die geeignete Behandlungsmethode ergibt sich aus der Ursache und muss durch einen fachkundigen Tierarzt bestimmt werden. Unabhängig von der Ursache der Schwimmblasenentzündung hilft meist eine Erhöhung der Wassertemperatur auf etwa 25-27°C und die Zugabe von jodfreiem Kochsalz zur Unterstützung der Nierenfunktion. Einmal erkrankte Tiere neigen leider dazu, erneut Schwimmblasenprobleme zu bekommen.

Energiemangelsyndrom (EMS)

Das Energiemangelsyndrom ist eine klassische Frühjahrskrankheit. Es tritt auf, wenn ein Defizit zwischen der benötigten und der verfügbaren Energie vorliegt. Mögliche Gründe für diesen Energiemangel kann eine mangelhafte Ernährung in den Sommermonate oder zu frühes Einstellen der Fütterung zum Winter hin sein. Ebenso begünstigt eine geringe Sauerstoffkonzentration im Wasser die Entstehung des EMS. Besonders gefährdet sind logischerweise abgemagerte, ausgezehrte Tiere. Paradoxerweise tritt das Energiemangelsyndrom vergleichsweise häufig ebenfalls bei verfetteten weiblichen Tieren auf – denn sie können ihre Fettreserven bei niedrigen Temperaturen nicht für sich nutzen.
Die vom EMS betroffenen Fische zeigen ein unkoordiniertes Schwimmverhalten, stark verlangsamte Reaktionen und eine flache Atmung. Ihre Nierenfunktion ist stark eingeschränkt, wodurch Wasseransammlungen in der Leibeshöhle vorkommen. Betroffene Tiere erscheinen dick und aufgequollen. Tannenzapfenartig können die Schuppen abstehen, die Augen treten hervor. Von EMS betroffenen Tieren hilft man mit einer langsamen Erwärmung des Wassers um nicht mehr als 2°C pro Tag und einer moderaten Salzzugabe zum Wasser. Die Fütterung mit hochverdaulichem Futter kann begonnen werden, wenn der Fisch wieder ein annähernd normales Verhalten zeigt. Beim EMS handelt es sich um einen Notfall! Todesfälle sind nicht selten.

Fischkrankheiten vorbeugen

Vorbeugen ist besser als heilen! Denn wie bereits erwähnt, kann eine Krankheit im Teich schnell um sich greifen und mitunter auch tödlichen Ausgang nehmen. Biete deinen Fischen optimale Haltungsbedingungen, um das zu verhindern. Achte auf eine gute Wasserqualität und angemessene Filterung. Die Größe des Teichs sollte zur Anzahl der gehaltenen Fische und den Ansprüchen der von dir gepflegten Arten passen. Achte auf eine ausgewogene Ernährung. Lagere das Futter kühl, trocken und luftgeschützt. So ist es vor vorzeitigem Verderb geschützt. Gegebenenfalls kann eine Ergänzung der Ration mit Vitaminen sinnvoll sein.
Kümmere dich außerdem darum, einen fachkundigen Fischtierarzt auszumachen. Im Fall der Fälle solltest du seine Kontaktdaten schon vorliegen haben und nicht erst nach einem geeigneten Tiermediziner suchen müssen.
Von vorbeugenden Behandlungen deiner Fische mit Arzneimitteln raten wir dir ab. Unnötige Behandlungen belasten den empfindlichen Fischorganismus und führen vielleicht sogar zu Resistenzen bei den Erregern. Das gilt es unbedingt zu vermeiden!
Vorbeugende Untersuchungen dagegen machen wirklich Sinn. Viele Fischtierärzte bieten Frühjahrs- und Herbst-Check-Ups an. In den kritischen Übergangsphasen hat man so einen besseren Überblick über den Gesundheitsstatus und damit ein höheres Maß an Sicherheit.
Die Wasserwerte kannst und solltest du dagegen selbstständig regelmäßig überprüfen. Bei Veränderungen zum negativen kannst du entsprechend frühzeitig gegensteuern. Eine aktive Belüftung des Teiches über Luftpumpen oder den Filterausströmer bringt Sauerstoff ins Wasser. Das hilft den Fischen, plötzlich auftretende Stresssituationen besser zu überstehen.
Verzichte bei niedrigen oder niedriger werdenden Temperaturen auf größere Veränderungen – solange diese nicht unbedingt notwendig sind. Das heißt auch, dass keine Neuzugänge eingesetzt werden sollten.

Beobachte deine Fische stets gut. So lernst du viel über ihr natürliches Verhalten und erkennst Krankheitssymptome umso eher.

 

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Kommentare, Fragen und Antworten
  1. Marianne sagt:

    Hallo liebes ZooRoyal Team,

    einer unserer weißen Goldfische schwomm gestern seitlich an der Wasseroberfläche, berührte man ihn schwomm er etwas träge nach unten fort – um dann etwas später wieder an der Oberfläche zu landen. Dann hat er sich aber unten versteckt und ist seitdem nicht mehr zu sehen.
    Den anderen Fischen fehlt nichts.

    Viele Grüße,
    Marianne

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Marianne,

      eine Ferndiagnose ist hier nur schwer möglich. Bitte verliere keine wertvolle Zeit und hole dir zur Sicherheit einen Rat von einem Tierarzt ein.

      Viele Grüße,
      Dein ZooRoyal Team

  2. Susanne Becker sagt:

    Guten Abend!

    Wir halten in einem 250 Liter Teich vier Goldfische. Beim Füttern ist mir heute aufgefallen, dass einer der Fische ein milchiges Auge hat, das zudem scheinbar hervorsteht.

    Er frisst ganz normal und jagt sich mit den anderen Tieren durch den Teich.

    An den anderen Fischen kann ich keine Symptome erkennen.

    Was könnte das sein?

    Vielen Dank vorab.

    Mit freundlichen Grüßen

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Susanne,

      ein hervorstehendes, milchig wirkendes Auge kann mehrere Ursachen haben. Wenn es bei beiden Augen gleichzeitig auftritt, redet man von Exopthalmus, verursacht durch internistische Probleme der Fische. Wahrscheinlich kann das Tier nicht konsequent Körpergifte an die Umgebung abgeben, sprich Niere etc. sind beeinträchtigt. Da es bisher nur an einem Auge auftritt kann man entweder von einer mechanischen Verletzung (irgendwo angestoßen) oder von einer bakteriellen Infektion der Linse ausgehen, wodurch das Augenhintergewebe durch die höhere Durchblutung als Abwehrmechanismus des Körpers etwas anschwillt. Bei 250 Litern Wasser tritt häufig eine erhöhte Keimbelastung auf (viele Lebewesen in relativ wenig Wasser). Bitte prüfe folgende Wasserwerte: pH Wert, KH, GH, Nitrit, Nitrat und Ammonium. Korrigiere diese gegebenenfalls und beobachte, was passiert. In seltenen Fällen heilt das nach einigen Tagen wieder ab, Du kannst aber vorbeugend antibakterielle Breitband-Heilmittel für Zierfische dosieren. Sollte es sich auf weitere Tiere übertragen, wende Dich bitte an einen Tierarzt.

      Liebe Grüße,
      Dein ZooRoyal Team

  3. Diana Heidemann sagt:

    Hallo
    In unserem Fischteich ist ein GoldClownFisch befallen. Er hat an den Unterflossen fleischähnliche Wucherungen. Direkt an der Auswuchsstelle der Flossen. Beidseitig.
    Mit freundlichen Grüßen und lieben Dank
    Diana Heidemann

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Diana,

      Ferndiagnosen sind natürlich von uns aus nicht möglich, da die Beschreibung auf mehrere Erkrankungen zutreffen kann. Von tumorüsen Veränderung bis bakteriellen Infektionen oder Viruserkrankungen kann alles dabei sein. Zunächst solltest du alle Wasserwerte prüfen, vor allem Nitrit, Ammonium, Karbonathärte, Nitrat und Phosphat (hier in der Reihenfolge der biologischen Plausibilität). Zur genaueren Diagnose empfehlen wir, das Tier einem Fachtierarzt vorzustellen.

      Liebe Grüße
      Dein ZooRoyal Team

  4. Annie Kofmel sagt:

    Hallo ZooRoyal Team

    wir haben einen 750 Liter Teich mit 2 Goldorfen und einigen Goldfischen verschiedenen Alters. Ein Goldfisch hat seit geraumer Zeit weisse Kiemenränder und und auf der einen Seite hat sich der Fleck vergrössert. Es ist nicht pelzig, aber der grössere Teil ist wie etwas eingefallen. Er reibt sich nicht scheint keine Probleme zu haben. Wir haben den Teich mit Pilzmittel behandelt ohne Erfolg. Der Fisch benimmt sich normal, und er ist der einzige der befallen ist.. Um welche Krankheit handelt es sich hier?
    Besten Dank für Ihre Rückmeldung.

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Annie,

      wenn es sich nicht vom normalen Niveau der Haut abhebt, wird es wahrscheinlich keine Pilzinfektion sein. Da bakterielle Infektionen meistens mit einer rötlichen Entzündung oder Wundaufbrüchen einhergehen, ist diese Ursache auch eher ausgeschlossen. Wenn sich nur weiße Stellen bilden, aber sonst keine Probleme bemerkbar sind, wird es sich vielleicht um Pigmentveränderungen handeln, die bei Goldfischen zu jeder Zeit auftreten können.
      Die spezifische Erkrankung können wir natürlich von hier aus nicht feststellen, dazu kannst Du im Notfall aber einen Tierarzt kontaktieren.

      Liebe Grüße
      Dein ZooRoyal Team

  5. harald rau sagt:

    ich habe einen Goldfisch der bewegt sich sehr langsam.ist immer allein am Rand.hauptsächlich inwasserfall Nähe.er atmet sehr schnell.an den kiemenklappen habe ich große Runde weiße Flecken entdeckt die in der Mitte wie Schimmel aussehen

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Harald,

      eine Veränderung der Kiemendeckel kann auf eine parasitäre Erkrankung hindeuten, es können zum Beispiel Argulus (Karpfenläuse) sein. Es lohnt sich, die Wasserwerte einmal komplett zu checken, vorzugsweise mit Tropfentests. Dass er sich in der Nähe des Wasserfalls aufhält, kann die Vermutung bestätigen, dort fällt es ihm wahrscheinlich leichter, Sauerstoff trotz der Behinderung aufzunehmen. Welche Erkrankung es genau ist, können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen. Wir empfehlen dir, einen Tierarzt vor Ort zu befragen.

      Viele Grüße
      Dein ZooRoyal Team

  6. Wiedemann Roswitha sagt:

    Hallo ZooRoyal Team
    wir haben einen Gartenteich (4x3m 1,5m tief) in den letzten 4 Wochen sind uns, in unregelmäßigen Abständen 17 Fische (versch. Große u. Alter) gestorben. Den Fischen war äußerlich nichts anzusehen, haben die Hälfte des Wassers rausgelassen und frisches aufgefüllt, Pumpe gesäbert und neue Schwämme eingesetzt.
    2 Wochen lang kein Fischsterben mehr, gestern erneut einer verstorben. An diesem Golfisch waren dunkle kleine( 2cm) Würmer? Bluteegel ? Die sich etwas bewegten. Bei erneuter Reinigung der Pumpe sind uns diese keinen Würmer auch am Pumpenrand aufgefallen.
    Sind jetzt sehr beunruhigt da der Winter vor der Tür steht und wir unbedingt was unternehmen müssen.
    Unser Tierarzt konnte uns in den letzten Fällen leider nicht helfen.
    Freuen uns auf Ratschläge oder Kontaktadresse.

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Roswitha,

      um dir weiterhelfen zu können, müsstest du zunächst die folgenden Wasserwerte ermitteln: pH, KH, GH, NO2, NO3, NH3/4, PO4
      Erst mit diesen Parametern ist es uns möglich, dir eine seriöse Auskunft zu geben.

      Was du probieren könntest, ist die Anwendung eines Teich-Grundpflegemittels. Dieses kannst du in doppelter Dosis unverdünnt im Teich verteilen. Es stabilisiert die Wasserwerte und kann Besserung schaffen, dient aber nicht als spezifische Problemlösung (denn um das Problem zu identifizieren, benötigen wir zunächst die Angabe über die Wasserwerte). Einen Versuch könnte es wert sein, schaden wird das Mittel deinem Teich nicht.

      Viele Grüße
      dein ZooRoyal-Team

  7. conrad sagt:

    Mein Goldfisch zeigt ungewöhnliche dicke Flanken beiderseits welche Krankheit steckt dahinter,kann
    er bei den anderen Fischen bleiben

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Conrad,

      es ist toll, dass du deine Fische gut beobachtest und dir dadurch die Veränderungen bei deinem Goldfisch aufgefallen sind. Außerdem freut es uns sehr, dass du um sein Wohlergehen so bemüht bist. Tatsächlich gibt es viele Krankheiten, die zu den von dir beschriebenen aufgetriebenen Flanken führen können. Dazu zählen beispielsweise Störungen der Nierenfunktion, Infektionskrankheiten (z. B. parasitäre Erkrankungen oder auch die Fischtuberkulose) und das Energie-Mangel-Syndrom. Anhand einer Beschreibung können wird dir nicht sicher sagen, woran dein Goldfisch leidet. Wir empfehlen dir daher, für eine korrekte Diagnose den Rat eines auf Fische spezialisierten Tierarztes einzuholen. Deine Idee, den Fisch separat zu halten, ist sehr gut. Denn es ist nicht auszuschließen, dass es sich um eine infektiöse Krankheit handelt. Hältst du deinen Goldfisch im Teich oder im Aquarium? Bitte teste auch die wichtigsten Wasserwerte und teile sie uns mit, falls du weitere Ratschläge benötigen solltest. Zu diesen zählen vor allem pH-Wert, Karbonathärte (KH), Gesamthärte (GH), Nitrit (NO2), Nitrat (NO3), Ammoniak/Ammonium (NH3/NH4), Phosphat (PO4) und die Wassertemperatur.

      Wir wünschen dir alles Gute und deinem Goldfisch eine schnelle Genesung!

      Viele Grüße
      dein ZooRoyal-Team

  8. Andy sagt:

    Hallo ZooRoyal-Team,

    Danke für den Artikel. Ich finde es gut, dass ihr hier individuelle Beratung gebt. Man kann sich schon mit euren Antworten auf die anderen Kommentare super helfen.

    Schöne Grüße

    Andy

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Andy,

      vielen Dank für dein Lob! 🙂

      Viele Grüße,
      dein ZooRoyal Team

  9. Michael Hömske sagt:

    Hallo ZooRoyal Team,
    wir haben vor zwei Monaten unseren Gartenteich neu angelegt. Unsere Anlage umfasst nun etwa 21.000 Liter. Die Fische waren in der Umbauphase in zwei großen Becken untergebracht.
    Nachdem der Umbau vorbei war und die Fische im neuen Teich waren, haben wir nach etwa 14 Tagen festgestellt, das die Spiegelkarpfen weiße buschige Stellen bekommen haben.
    Wir haben das auf den Stress des Umbaus geschoben und erstmal nichts unternommen.
    Nun wurden diese Stellen immer mehr und unsere Goldfische bekamen zudem auch noch eine Flossenfäule.
    Wir haben in den Teich ein Medikament getan (Oase AquaMed Universal) und die Behandlungsdauer ist nun um. Mittlerweile sind ein Karpfen und ein Goldfisch verstorben.
    Ich konnte bisher keine Verbesserung der Krankheitsbilder erkennen. Nun ist in den letzten Tagen die Wassertemperatur auf etwa 8°C gefallen und wenn ich richtig informiert bin, soll man keine medizinische Behandlung bei den Temperaturen durchführen.
    Die Wasserwerte haben wir mittels Teststreifen geprüft und es sind überhaupt keine Auffälligkeiten zu erkennen. Alle Werte auf den Streifen waren in Ordnung.
    Wir haben neben Karpfen, Goldfischen, Rotfedern, Schleie auch noch Kois im Teich und die Angst geht um, das wir noch mehr Fische verlieren.
    Die Fische springen auch viel und scheuern sich an der Folie. Es wurde nach dem Umbau auch eine neue Filteranlage mit UV Gerät installiert und Starterbakterien (Oase) wurden auch in den Teich getan.
    Ich habe nun nach Abschluß der Medikamentenbehandlung die Filteranlage und das UV Gerät wieder in Betrieb genommen um das Wasser für den Winter nochmal schön klar zu bekommen und eventuelle Keime abzutöten.
    Meine Frage ist nun, was kann man jetzt noch machen?

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Michael,

      das klingt nach einem äußerst unschönen Geschehen in eurem Gartenteich. Bei Stress kann es vorkommen, dass das Immunsystem der Fische schwächer wird. Dieser Stress wird wohl – wie auch schon von euch vermutet – durch den ersten Umzug in die Aquarien und den zweiten danach in den noch nicht ganz stabil laufenden Teich verursacht worden sein. Es kann gut sein, dass eure Fische bereits vor dem Umbau mit Krankheitserregern infiziert waren. Symptome müssen sich dabei auch gar nicht zwangsläufig gezeigt haben, solange das Immunsystem stark genug war. Die dichte Haltung im Aquarium sorgte wahrscheinlich dann zum einen für Stress (Immunsystem wird geschwächt), zum anderen gibt es plötzlich auf vergleichsweise kleinem Raum relativ viele Krankheitserreger (Infektionsdruck steigt). Und auch die erste Phase danach im Teich mit immungeschwächten Fischen ist leider eine wahre Freude für jeden Parasiten/Pilz/Keim, der sich auf Kosten deiner Pfleglinge wohlfühlt. So können diverse Krankheiten zum Ausbruch kommen. In eurem Teich scheinen auch verschiedene Erreger eine Rolle zu spielen, wie man anhand der von euch beschriebenen Symptome vermuten kann.

      Nun kommen noch die niedrigen Außentemperaturen hinzu. Das schwächt die Abwehrfunktionen eurer Fische zusätzlich. Wir können euch daher nichts anderes empfehlen, als dass ihr dringend Rücksprache mit einem auf Fische spezialisierten Tierarzt halten solltet! Sonst wird die nun anstehende Winterruhe unter Umständen zur tödlichen Falle für eure Schützlinge.

      Wir drücken euch hier alle fest die Daumen und wünschen euch von ganzem Herzen, dass ihr mit den Ratschlägen des Tierarztes das Problem schnell in den Griff bekommst! Es würde uns sehr freuen, wenn ihr uns auf dem Laufenden haltet. Falls wir euch weiter unterstützen können, meldet euch gerne!
      Viele Grüße
      dein ZooRoyal Team

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