Krankheiten bei Teichfischen

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Krankheiten bei TeichfischenDer beste Beweis für einen gesunden Teich sind vitale Fische. Doch auch der Umkehrschluss ist leider wahr: Sobald etwas im Teich nicht stimmt, nimmt das Risiko von Krankheiten bei Teichfischen rapide zu. In diesem Beitrag wollen wir uns deshalb mit den Gründen und Symptomen von Krankheiten auseinandersetzen, einige erklären und Ratschläge zur Vermeidung und Behandlung geben.

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Ursachen

Beginnen wir ganz vorne: Bei den Gründen einer Erkrankung der Fische. Ursächlich beteiligt an den meisten Krankheiten bei Teichfischen sind die Haltungsbedingungen. Beispiele hierfür sind falsche Ernährung, schlechte Wasserwerte, ein zu kleiner Teich und eine zu hohe Besatzdichte. Der dadurch ausgelöste Stress führt dann zu einer Schwächung der Abwehrfunktionen der Fische. So steigt die Anfälligkeit für Parasiten, Bakterien und andere Krankheitserreger. Ein weiterer häufiger Grund ist auch, dass Krankheiten durch Neuzugänge eingeschleppt werden. Daher empfiehlt es sich, neu erworbene Fische zunächst in einem Quarantänebecken zu halten, hinsichtlich Auffälligkeiten zu beobachten und sie erst im Anschluss bei Freiheit von Symptomen in den Teich zu setzen. Aufmerksame Teichbesitzer können viele Krankheiten früh erkennen, wenn sie ihre Fische häufig beobachten. Ihnen fällt es leichter Abnormalitäten feststellen.

Anzeichen

Es ist häufig gar nicht so schwer, Krankheiten frühzeitig zu erkennen – man muss nur wissen, wonach man schauen muss. Zuerst einmal ist da die Veränderung des Verhaltens: Beispielsweise mangelnder Fluchtreflex, fehlender Appetit, langes Umherstehen an der Oberfläche oder das Liegen auf dem Bodengrund. Auch Schwimmstörungen wie Umhertorkeln und Kopfstehen lassen sich leicht erkennen. Eher abgetan wird Scheuern am Bodengrund oder Teichrand und vorschießendes Schwimmen – aber auch diese Verhaltensweisen sind oft Krankheitsanzeichen. Ebenso springen Fische, die von Juckreiz geplagt sind, gelegentlich aus dem Wasser. Veränderungen in der Atmung sind oft schlechter zu beurteilen: Sehr schnelle Kiemenbewegung ist im normalen Teich nur schwer festzustellen, Notatmung an der Wasseroberfläche dagegen leichter. Außerdem können Krankheiten zu körperlichen Veränderungen führen, die in vielfältigen Varianten vorkommen können. Das können Farbveränderungen, Beläge auf der Hautoberfläche, Abmagerung oder Veränderungen der Körperform sein. Unsere Aufzählung hier hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Denn natürlich können – je nach Krankheit – auch noch weitere Symptome bemerkbar werden.

Wichtig: Im Wasser können sich viele Erreger äußerst gut vermehren und schnell verbreiten. Nimmst du also erste Krankheitssymptome wahr, reagiere unverzüglich!

Behandlung

Je nach Krankheit kannst du deine Fische auch selbstständig behandeln. Zum Beispiel mit Salzbädern oder freiverkäuflichen Heilmitteln aus dem Zoofachhandel. Häufig hilft auch ein großer Teilwasserwechsel weiter. Eine möglichst genaue Diagnose ist aber bei der Behandlung von Krankheiten wichtig! Denn auch, wenn es Medikamente gibt, die gegen mehrere verschiedene Krankheiten gut wirksam sind: Das eine Breitbandmittel “gegen Alles” gibt es nicht. Und unnötige medikamentöse Behandlungen belasten den Organismus deiner Fische nur zusätzlich und führen eventuell zu unerwünschten Resistenzen. Daher raten wir dir dazu, im Krankheitsfall einen auf Fische spezialisierten Tierarzt hinzu zu ziehen. Er kann deinen Fischen mit einer gezielten Behandlung helfen und dir mit fachkundigem Rat zur Seite stehen.

Häufige Fischkrankheiten im Teich

Hier findest du einige wichtige Beispiele für Fischkrankheiten und ihre Behandlungen. Wir empfehlen dir, bei dem Verdacht auf eine Krankheit vor der Behandlung in jedem Fall den Rat eines Tierarztes einzuholen, der sich auf Fische spezialisiert hat. So kann eine präzise Diagnose gestellt und eine korrekte Behandlung eingeleitet werden. Unnötige und falsche Behandlungen sollten zum Wohle deiner Fische unbedingt vermieden werden.

Parasiten

Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthirius multifiliis)

Dieser einzellige Parasit verursacht typische, weiße Punkte auf der Schleimhaut seiner Wirte. Gelegentlich sind auch die Augen der Fische betroffen. Kiemenschädigungen durch die Weißpünktchenkrankheit führen zu Atemnot.
Der komplizierte lateinische Name des Einzellers wird oft abgekürzt verwendet („Ichthyo“). Ichthyo vermehrt sich mit brisanter Geschwindigkeit. Die pockigen weißen Auswüchse fallen nach einiger Zeit vom Fisch ab und zu Boden. Dort entstehen daraus nach etwa 24h (abhängig von der Wassertemperatur) bis zu 1000 frei schwimmende Schwärmer, die erneut die Fische befallen. Für die Behandlung gilt also: je eher, desto besser. Eine Therapie ist beispielsweise mit Malachitgrün möglich, muss aber über mindestens (!) 5 Tage durchgeführt werden. Manchmal ist durchaus eine längere Behandlungsdauer nötig.

Costia (Ichthyobodo necator)

Diese Hauttrüber sind klassische Schwächeparasiten. Bei ausgewachsenen Fischen mit gesundem und funktionstüchtigem Immunsystem haben die Einzeller kaum eine Chance, Schaden anzurichten. Sind die Teichbewohner allerdings noch sehr jung oder bereits durch andere Krankheiten geschwächt, haben diese Flagellaten leichtes Spiel. Auch das Sinken der Wassertemperatur auf unter 15 °C begünstigt einen Befall. Die Parasiten reizen dann die Schleimhaut. Daher bilden sich weiß-bläulich schimmernde Trübungen. Durch Schädigung der Schleimhaut sind sie Wegbereiter für zusätzliche Infektionen, zum Beispiel mit Pilzen. Daher führt massiver Befall oft zu Todesfällen. Manchmal reichen Salzbäder zur Behandlung aus. Sie unterstützen den Stoffwechsel der Fische und stabilisieren so auch das Immunsystem. Vor einer medikamentösen Behandlung sollte man in jedem Fall auf Ursachenforschung gehen. Denn bei einem Costiabefall gilt es immer nicht nur diesen zu behandeln, sondern auch den Grund für die Immunschwäche zu finden und zu eliminieren. Andernfalls wird man den Parasiten nie den Garaus machen können und nur Resistenzen provozieren. Bei Unklarheiten wende dich deshalb besser an den Fischtierarzt deines Vertrauens.

Saugwürmer (Gyrodactylus spp., Dactylogyrus spp.)

Diese winzig kleinen Würmer können deinen Teichbewohnern sehr lästig werden. Mit bloßem Auge sind sie in der Regel nicht zu erkennen. Nur mit einem Mikroskop sind sie sicher nachweisbar.
Man unterscheidet Hautsaugwürmer (Gyrodactylus spp.) und Kiemensaugwürmer (Dactylogyrus spp.).
Den Hautsaugwurm findet man vor allem auf der äußeren Haut. Er schädigt die Schleimhautschicht und ist so Wegbereiter für andere Probleme: Entzündungen der Schuppentaschen, Algen- und Pilzbefall sind mögliche Folgen. Betroffene Tiere scheuern sich gelegentlich oder springen, ihre Haut kann trüb erscheinen. Gyrodactylus bringt lebende Jungtiere zur Welt und legt im Gegensatz zu Dactylogyrus keine Eier.
Der eierlegende Kiemensaugwurm ist vorwiegend – aber nicht ausschließlich – an den Kiemen vorzufinden. Betroffene Fische haben Atemprobleme, da die Kiemen durch den Befall gereizt werden und anschwellen.
Gegen Saugwürmer gibt es wirksame Präparate. Bei geringgradigem Befall helfen oft schon einfache Salzbäder. Nach sicherer Diagnose können Präparate aus dem Zoofachhandel (Packungsbeilage unbedingt beachten!) oder vom Tierarzt verschriebene Medikamente verwendet werden. Unnötige Behandlungen mit Antiparasitika sind unbedingt zu vermeiden. Sonst werden Resistenzen gefördert!

Karpfenlaus (Argulus sp.)

Karpfenläuse gehören – anders als der Name vermuten lässt – zu den Krebstieren. Auch mit bloßem Auge lassen sich diese bis etwa 13 mm großen Parasiten gut erkennen. Eingeschleppt werden sie oft durch Wasservögel. Sie sitzen festgesaugt auf der Haut und an den Schuppentaschen. Mögliche Folge eines Befalls sind Rötungen auf der Haut, hervorgerufen durch Einblutungen oder Entzündungen. Meist tritt massiver Juckreiz auf. Betroffene Fische scheuern sich daher beispielsweise oder schießen völlig unvermittelt durch den Teich. Einzelne Karpfenläuse können abgesammelt werden. Bei starkem Befall muss medikamentös gegen sie vorgegangen werden. Hierzu gibt es freiverkäufliche Heilmittel im Handel oder Arzneimittel von deinem fischkundigen Tierarzt.

Pilze

Fischschimmel (Saprolegnia parasitica)

Dieser Erreger ist quasi allgegenwärtig. Gesunden Fischen mit funktionierendem Immunsystem kann er in aller Regel nichts anhaben. Brenzlig wird es, wenn das Immunsystem geschwächt ist, zum Beispiel aufgrund niedriger Temperaturen im Winter. Auch Läsionen in der Schleimhaut der Fische (z. B. durch Juckreiz und dadurch bedingtes Scheuern) ermöglichen eine Saprolegnia-Infektion. Vor allem länger bestehende und bereits infizierte Wunden werden gerne zusätzlich von diesem Pilz überwuchert. Das äußert sich typischerweise in watteartigen Belägen. Sie sind zunächst weißlich, können aber auch eine grünlich-graue Färbung annehmen. Besonders gefährdet sind übrigens die Gelege der Fische. Hier führt Fischschimmel regelmäßig zu großen Verlusten.
Mit handelsüblichen malachitgrünhaltigen Heilmitteln kannst du bei einem Befall mit Fischschimmel Abhilfe schaffen. Oft bringen auch höher konzentrierte Kurzzeit-Salzbäder Linderung.

Bakterielle Erkrankungen

Die Erscheinungsbilder und Verläufe bakterieller Krankheitsgeschehen im Teich sind sehr variantenreich. Es gibt fast keine Bakterien, deren Anwesenheit zwingend die Erkrankung der Fische zur Folge hat. Viel häufiger sind bakterielle Krankheiten durch Bakterien verursacht, die eh im Teich vorkommen und normalerweise keinen Schaden anrichten. “Entgleist” das stabile System, führen diese Bakterien bei massenhafter Vermehrung zu Erkrankungen. Die daraus entstehenden Krankheiten sind meist nach ihrer Symptomatik benannt.

“Lochkrankheit”

Die “Lochkrankheit”, auch Erythrodermatitis, ist in aller Regel bakteriell bedingt. Aber auch andere Erreger und – wie so oft – unpassende Umweltbedingungen spielen eine Rolle. Betroffene Tiere zeigen große, geschwürartige Löcher in der Haut. Diese sitzen meist am Rumpf oder etwas weiter hinten Richtung Schwanzflosse. Mitunter kann man bis auf die Muskulatur des erkrankten Fisches schauen. Je nach Auslöser und Umweltbedingungen schreitet die Erkrankung rasend schnell voran. Plötzliche Todesfälle und hohe Verluste sind möglich. Ratsam ist es hier, schnellstmöglich einen auf Fische spezialisierten Tierarzt hinzuzuziehen. Er kann mit Hilfe eines Abstrichs den Erreger feststellen, eine Resistenzprüfung vornehmen und eine geeignete Therapie einleiten.

„Flossenfäule“

Ausgefranste Flossen, milchig-trübe oder rote Verfärbungen an den Flossenrändern: So sieht die “Flossenfäule” aus. Das generalisierte Auftreten dieser Krankheit spricht für suboptimale Haltungsbedingungen. Gelegentlich sind einzelne Fische auch nur lokal betroffen, hier ist oft eine Verletzung ursächlich beteiligt gewesen. Eine tierärztliche Untersuchung und Behandlung ist auch bei dieser Krankheit absolut ratsam. Denn auch andere Krankheitserreger können zusätzlich eine Rolle spielen. Deshalb sollte vor der Entscheidung für eine bestimmte Behandlungsmethode eine eingehende Diagnostik vorgenommen werden. Denn ohne das Ausschalten der eigentlichen Ursache und ohne Verbesserung der Haltungsbedingungen ist eine Bekämpfung der Krankheit nicht möglich.

Virale Erkrankungen

Koi-Herpesvirus (KHV)

Seit gerade mal etwa 20 Jahren ist diese Krankheit beschrieben: Die Infektion mit dem Koi-Herpes-Virus. Es handelt sich hierbei um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Auffälligstes Symptom dieser Krankheit sind massive Schäden der Kiemen. Das Virus befällt allerdings auch andere Organe, zum Beispiel Haut, Darm und Nieren. Die Fische können unauffällig infiziert sein. In aller Regel bringt erst Stress in Verbindung mit Temperaturen zwischen 16-28°C die Krankheit zum Ausbruch. Es kommt zur Apathie und mangelndem Appetit. Hautschäden können auftreten. Die Tiere werden insgesamt anfälliger auch für andere Krankheiten. Am auffälligsten ist die zum Teil massive Atemnot, bedingt durch die Kiemenschäden. Die Fische stehen an der Wasseroberfläche oder dem Filterausströmer und schnappen regelrecht nach Luft. Massenhafte Todesfälle können auftreten. Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich. Für erkrankte Fische bleibt lediglich die Optimierung der Haltungsbedingungen sowie die Isolationshaltung. Zum PCR-gestützten Nachweis des Koi-Herpes-Virus entnimmt der Tierarzt eine kleine Gewebeprobe aus den Kiemen.
Andere Fische (außer Nutzkarpfen) im Teich erkranken nicht, können das Virus aber übertragen.

Karpfenpocken (CHV-1)

Sinken die Temperaturen im Teich, kann man sie gelegentlich beobachten: Karpfenpocken oder Koipocken. Sie erscheinen als weißlich durchscheinende, wachsartige Auflagerungen auf der Haut oder den Flossen. Die kleinen Wucherungen wachsen bei infizierten Tieren immer dann, wenn das Immunsystem schwächelt, vor allem bei schlechten Umweltbedingungen und zu kaltem Wasser (<12°C). Eine “Heilung” im eigentlichen Sinne ist nicht möglich, denn betroffene Fische tragen das Virus fortwährend in sich. Wohl aber möglich ist es, dass die Pocken verschwinden. Das erreicht man durch die Optimierung der Haltungsbedingungen.
In aller Regel bieten Koipocken keinen Anlass zur Sorge, es handelt sich lediglich um Schönheitsfehler. Nur in extremen und äußerst seltenen Ausnahmefällen schaden sie ernsthaft.

Andere Erkrankungen

Schwimmblasenentzündung

Eine Entzündung der Schwimmblase kennzeichnet sich vor allem dadurch, dass der betroffene Fisch nicht mehr eigenständig kontrolliert für Auftrieb sorgen kann. Im schlimmsten Fall liegt das Tier ständig auf dem Grund des Teiches. Nur mit Flossenkraft kann es sich mühsam auf und ab bewegen. Dieser Kraftaufwand zehrt es auf und zudem bekommt es alsbald Liegeschwielen. Meist sind bloß einzelne Tiere betroffen.
Ursächlich beteiligt sind in aller Regel Parasiten, Bakterien oder Stoffwechselstörungen. Die geeignete Behandlungsmethode ergibt sich aus der Ursache und muss durch einen fachkundigen Tierarzt bestimmt werden. Unabhängig von der Ursache der Schwimmblasenentzündung hilft meist eine Erhöhung der Wassertemperatur auf etwa 25-27°C und die Zugabe von jodfreiem Kochsalz zur Unterstützung der Nierenfunktion. Einmal erkrankte Tiere neigen leider dazu, erneut Schwimmblasenprobleme zu bekommen.

Energiemangelsyndrom (EMS)

Das Energiemangelsyndrom ist eine klassische Frühjahrskrankheit. Es tritt auf, wenn ein Defizit zwischen der benötigten und der verfügbaren Energie vorliegt. Mögliche Gründe für diesen Energiemangel kann eine mangelhafte Ernährung in den Sommermonate oder zu frühes Einstellen der Fütterung zum Winter hin sein. Ebenso begünstigt eine geringe Sauerstoffkonzentration im Wasser die Entstehung des EMS. Besonders gefährdet sind logischerweise abgemagerte, ausgezehrte Tiere. Paradoxerweise tritt das Energiemangelsyndrom vergleichsweise häufig ebenfalls bei verfetteten Tieren auf – denn sie können ihre Fettreserven bei niedrigen Temperaturen nicht für sich nutzen.
Die vom EMS betroffenen Fische zeigen ein unkoordiniertes Schwimmverhalten, stark verlangsamte Reaktionen und eine flache Atmung. Ihre Nierenfunktion ist stark eingeschränkt, wodurch Wasseransammlungen in der Leibeshöhle vorkommen. Betroffene Tiere erscheinen zum Teil dick und aufgequollen. Tannenzapfenartig können die Schuppen abstehen, die Augen treten hervor. Von EMS betroffenen Tieren hilft man mit einer langsamen Erwärmung des Wassers um nicht mehr als 2°C pro Tag und einer moderaten Salzzugabe zum Wasser. Die Fütterung mit hochverdaulichem Futter kann begonnen werden, wenn der Fisch wieder ein annähernd normales Verhalten zeigt. Beim EMS handelt es sich um einen Notfall! Todesfälle sind nicht selten.

Fischkrankheiten vorbeugen

Vorbeugen ist besser als heilen! Denn wie bereits erwähnt, kann eine Krankheit im Teich schnell um sich greifen und mitunter auch tödlichen Ausgang nehmen. Biete deinen Fischen optimale Haltungsbedingungen, um das zu verhindern. Achte auf eine gute Wasserqualität und angemessene Filterung. Die Größe des Teichs sollte zur Anzahl der gehaltenen Fische und den Ansprüchen der von dir gepflegten Arten passen. Achte auf eine ausgewogene Ernährung. Lagere das Futter kühl, trocken und luftgeschützt. So ist es vor vorzeitigem Verderb geschützt. Gegebenenfalls kann eine Ergänzung der Ration mit Vitaminen sinnvoll sein.
Kümmere dich außerdem darum, einen fachkundigen Fischtierarzt auszumachen. Im Fall der Fälle solltest du seine Kontaktdaten schon vorliegen haben und nicht erst nach einem geeigneten Tiermediziner suchen müssen.
Von vorbeugenden Behandlungen deiner Fische mit Arzneimitteln raten wir dir ab. Unnötige Behandlungen belasten den empfindlichen Fischorganismus und führen vielleicht sogar zu Resistenzen bei den Erregern. Das gilt es unbedingt zu vermeiden!
Vorbeugende Untersuchungen dagegen machen wirklich Sinn. Viele Fischtierärzte bieten Frühjahrs- und Herbst-Check-Ups an. In den kritischen Übergangsphasen hat man so einen besseren Überblick über den Gesundheitsstatus und damit ein höheres Maß an Sicherheit.
Die Wasserwerte kannst und solltest du dagegen selbstständig regelmäßig überprüfen. Bei Veränderungen zum negativen kannst du entsprechend frühzeitig gegensteuern. Eine aktive Belüftung des Teiches über Luftpumpen oder den Filterausströmer bringt Sauerstoff ins Wasser. Das hilft den Fischen, plötzlich auftretende Stresssituationen besser zu überstehen.
Verzichte bei niedrigen oder niedriger werdenden Temperaturen auf größere Veränderungen – solange diese nicht unbedingt notwendig sind. Das heißt auch, dass keine Neuzugänge eingesetzt werden sollten.

Beobachte deine Fische stets gut. So lernst du viel über ihr natürliches Verhalten und erkennst Krankheitssymptome umso eher.

 

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Kommentare, Fragen und Antworten
  1. hallo ihr hübschen,
    ich hätte mal eine frage an euch: wie ist es wenn man den fischen 1mal im jahr eine salzkur macht. ist das schädlich, oder sollte man das generell unterlassen, was meint ihr?

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Eri,

      eine Salzkur ist für den therapeutischen Zweck gedacht und setzt eine Notwendigkeit voraus. Wenn die Aquariumbewohner keine Auffälligkeiten zeigen, ist eine Salzkur nicht zu empfehlen, wobei der Begriff Salzkur ja nicht eindeutig ist: man kann einzelne erkrankte Tiere sowohl in einem Kurzbad als auch in einem separaten Dauerbad gegen Ektoparasiten behandeln oder auch das Aquarium dauerhaft leicht (!) aufsalzen, wenn sich immer wieder mal Fische kränklich zeigen oder Nitritpeaks neutralisiert werden sollen. Eine allgemeine hervorragende Wasserqualität und abwechslungsreiche Ernährung sind jedoch die wichtigeren Faktoren, Tiere gesund zu halten.

      Viele Grüße,
      dein ZooRoyal-Team

  2. Haeflinger Rene sagt:

    meine grosse Karpfen im Teich zusammen mit Koi hatt eine weisse Fläche auf Kopf und Nacken,kommt nicht mehr zum Füttern,hält sich immer in der gleichen Ecke des Teichs auf mit dem Kopf an der Oberfläche. Da ich wenig Erfahrung habe wäre ich dankbar für jeden guten Rat.

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Rene,
      Ferndiagnosen können und möchten wir nicht aussprechen, denn die Möglichkeiten der Ursachen und Diagnosen sind zu unterschiedlich. Da hier der Fisch augenscheinlich ernsthaft erkrankt ist, raten wir dazu, einen auf Fische spezialisierten Tierarzt zu kontaktieren. Grundsätzlich solltest du aber jetzt schon die Wasserwerte überprüfen und gegebenenfalls korrigieren; oft sind schlechte Wasserwerte Auslöser von Krankheiten. Ein einzelner Fisch fängt mit der Auffälligkeit an, oft folgen weitere … Wir hoffen, du hast Verständnis dafür, dass wir hier keine weitere Aussagen treffen können und wünschen deinen Fischen alles Gute!

      Viele Grüße,
      dein ZooRoyal Team

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