Caracat

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Caracat

Caracat Steckbrief

Name
Caracat Steckbrief
FIFe-Standard
Kein Rassestandard vorhanden
Funktion
Wildkatze
Lebenserwartung
Keine Angaben
Charakter/Wesen
In dieser Katze steckt eine Wildkatze
Größe
Groß
Herkunft
USA
Körperbau
Sehr große Katzen
Fellfarbe
Leicht rotbraunes Fell
Felllänge und Fellstruktur
Kurzhaar
Kopfform
Der Kopf erinnert an einen Luchs
Pflege
Regelmäßiges Bürsten
Klassifikation
Kurzhaarkatze
Häufige Krankheiten
Eine robuste Katzenrasse, aber die Zucht ist nicht einfach
Ernährung
Barfen ist hier die richtige Entscheidung
Besonderheiten

Die Zucht ist schwierig, es kann sogar zu Verletzungen kommen

Rassemerkmale und Erscheinungsbild

Wie sieht die Caracat aus?

Das Aussehen der Caracat zu beschreiben ist schwierig, denn es gibt keinen richtigen Rassestandard. Das Erscheinungsbild der Nachkommen ist nie einheitlich. Es dauert nämlich mehrere Generationen, bis man einheitliche Typen erzielt, dies ist bei der Caracat noch nicht geschehen. Bei den direkten Nachkommen eines Karakals und einer Hauskatze, also der F1-Generation, sieht man meist überdurchschnittlich große Katzen. Sie tragen auch exotische Muster des Karakals und die begehrten Luchspinsel an den Ohren. Es gibt aber zurzeit keine gezielte Caracatzucht.

Gibt es noch andere Arten der Caracat?

Da es keine gezielte Zucht gibt, gibt es auch keinen Standard. Die ursprüngliche Idee ist, Hauskatzen mit Karakal-Katzen zu kreuzen. Allerdings wurden zum Beispiel in den USA Abessinier Katzen eingekreuzt.

Welche Eigenschaften hat die Caracat?

Welche Eigenschaften die Caracat mit sich bringt, kann man ebenso nicht genau beantworten. Denn: Man weiß bei einer Hybridzucht nämlich nie, welche Eigenschaften die Eltern mitbringen und vererben. Bei den Kitten kann also durchaus auch das wilde Wesen der Eltern zum Vorschein kommen. Dabei kommt es dann oft zu aggressivem Verhalten sowie starkem Markieren.
Bei Wildkatzenhybriden bis zur vierten Generation gelten in sehr vielen Ländern strenge Haltungsbedingungen. Manche holen sich deshalb direkt einen Karakal. Allerdings kann es bei der Haltung dieser trotz Freilaufgehege und Verhaltensproblemen kommen.

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Herkunft und Geschichte

Wo kommt die Caracat ursprünglich her?

Die Caracat entstamm dem Hype rund um Wildkatzenhybriden. Zu den bekanntesten und beliebtesten zählen Bengalen und Savannah-Katzen. Sie geht aus der Kreuzung von Hauskatzen mit dem Karakal hervor. Bei dem Karakal handelt es sich um eine Raubkatze, welche in Westasien, dem Mittleren Osten sowie Afrika auftaucht. Sie bringt bis zu 18 Kilogramm auf die Waage. Ganz oft wird der Karakal auch „Wüstenluchs“ genannt, obwohl er nicht mit dem Luchs verwandt ist, aber das Aussehen sehr an einen Luchs erinnert. Karakalkatzen können außerdem bis zu drei Meter hoch aus dem Stand springen. Wir sprechen hier also von allem anderen als einer Schmusekatze. Die Idee für die Caracat-Zucht stammt aus der USA. Dort kreuzte man gezielt Abessinierkatzen und Karakalkatzen. Auch in Österreich hatte man eine Idee, nämlich die Maine Coon mit einer Karakalkatze zu kreuzen, allerdings verschwanden fast alle Ideen wieder. Es gibt also bis heute keine gezielte Zucht der Caracat.

Pflege und Gesundheit

Gibt es bei der Caracat rassetypische Krankheiten?

Darüber kann man keine Aussage treffen, da es keine Aufzeichnungen zu dieser Hybridkatze gibt.

Welches Futter braucht die Caracat?

Sie ernährt sich in der freien Natur von Hasen, Mäusen, Vögeln und mehr. Das heißt, dass eine Caracat sicherlich gerne Fleisch isst, sowie jede andere Katze. Nachdem sie nicht selbst auf die Jagd gehen kann, sollte man sich für das Barfen entscheiden. Man kann und sollte sich hier allerdings beraten lassen.

Wie pflegt man die Caracat?

Bei der Caracat gibt es keine besondere Fellpflege. Dabei hängt die Fellbeschaffenheit allerdings von der eingekreuzten Katzenrasse ab.

Erziehung und Haltung

Wie viel Bewegung braucht eine Caracat?

Es handelt sich um einen Wildkatzenhybrid. Um einen gesicherten Freilauf - also einen eingezäunten Garten - kommt man nicht herum. Dennoch kann es zu Verhaltensproblemen kommen, denn es handelt sich eigentlich um eine Wildkatze.

Was brauche ich für die Haltung einer Caracat?

Die Caracat kann man grundsätzlich an das Geschirr gewöhnen. Um den Drang nach Freiheit zu stillen, sollte es einen gesicherten und großen Freilauf geben. Da die Katzen oft sehr groß werden und sind, sollte die Wohnung auch ausreichend groß sein. Man sollte außerdem ausreichend Jagdspiele anbieten und sich auf eventuelles Markierverhalten einstellen, welches ganz natürlich ist.

Überlegungen vor der Anschaffung

Wo kann man eine Caracat kaufen?

Die Caracat kann man nicht einfach so kaufen. Bis heute hat man die vierte Generation nicht erreicht. Man muss auf die Haltungsvorschriften im eigenen Land achten, denn wir sprechen hier von einem Wildkatzenhybrid.

Gibt es Besonderheiten bei der Caracat?

Die Zucht der Caracat ist nicht einfach, weshalb wir darauf an dieser Stelle kurz eingehen möchten. Der erste Unterschied liegt bei der Tragezeit. Während diese bei der Hauskatze durchschnittlich 63 Tage dauert, dauert diese bei der Karakalkatze rund fünf bis fünfzehn Tage länger. Wenn eine Hauskatze die Kitten früher zur Welt bringt, können sie unreif sein. Wenn die Kitten zu groß sind, gefährden sie die Mutterkatze. Aufgrund der unterschiedlichen Chromosomenansätzen kommt es außerdem oft zu unfruchtbaren Nachkommen. Dies erklärt auch, warum die Zucht dieser Hybridkatze nicht weiter vorangetrieben wurde. Bei der Verpaarung kommt es zudem immer wieder zu Verletzungen.

 


Laura GentileLaura Gentile ist Coach für Mensch&Tier und unterstützt als geprüfte Katzenverhaltensberaterin und Hundetrainerin Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Ursprünglich hat die Halbitalienerin Medien und Kommunikationswissenschaften studiert. Durch ihre eigenen Haustiere kam sie dann zu ihrer Berufung. Katze Kiwi und Hündin Lychee unterstützen Laura auch in ihrem beruflichen Alltag. Pfötchentraining ist spezialisiert auf Problemfälle und unterstützt seit Jahren Menschen dabei, mit ihrem Haustier endlich einen entspannten Alltag zu führen.


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