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Katze im Sommer – Tipps zur Abkühlung

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Katze im SommerDösende Katzen in der Mittagshitze im Süden von Italien oder Spanien sind ein beliebtes Postkartenmotiv. Diese führen den Katzenliebhaber aber schnell in die Irre. Zwar lieben die ursprünglich aus Wüstengegenden kommenden Tiere warmes Wetter und sind dann besonders aktiv, klettern die Temperaturen im Sommer aber über 30 Grad, dann wird das Leben auch für deine Mieze beschwerlich. Da die Stubentiger nur wenige Schweißdrüsen an den Lippen, am After, um die Milchleiste und an den Pfotenballen besitzen, können sie ihren Körper nicht selbst kühlen. Zwar lecken sich viele Katzen bei hohen Temperaturen häufiger das Fell, um sich etwas Kühlung zu verschaffen, aber meist ist diese Abkühlung nur von kurzer Dauer. Daher ist es wichtig, sich gut auf den Hochsommer vorzubereiten und deinem Haustier die heiße Zeit zu erleichtern.

Wohlfühlatmosphäre an heißen Tagen

Ist deine Katze ein Freigänger, dann wird sie sich im Sommer in den heißen Mittagsstunden einen kühlen Platz im Freien suchen. Achte darauf, dass sie auch draußen sauberes Wasser findet, denn im Notfall wird sie sich an Gießkannen oder anderen erreichbaren Wasserquellen bedienen. Für eine Mieze, die sich in der Wohnung aufhält, solltest du einige Vorkehrungen treffen, da sich die Räume im Haus sehr aufheizen können. Hier einige Tipps für die Gestaltung der Wohnung:

  • Es ist es wichtig, dass deine Katze einen kühlen Rückzugsort aufsuchen kann. Beliebte Orte sind der Keller oder die kühlen Fliesen im Bad. In einer Dachwohnung solltest du auch am Tag die Rollläden geschlossen halten, damit sich die Wohnung nicht zu sehr aufheizt. Achte darauf, dass sich deine Katze frei bewegen kann und so auch in deiner Abwesenheit den für sie angenehmsten Ort aufsuchen kann. Ist es in der Wohnung sehr heiß, versuche deinen Stubentiger mit einem feuchten Tuch abzureiben oder seine Pfoten in kaltes Wasser zu halten. So kannst du ihm etwas Kühlung verschaffen.
  • Wie für uns Menschen ist es auch für Tiere an heißen Tagen wichtig, dass sie ausreichend Wasser trinken. Verteile mehrere Wasserschalen in der Wohnung und fülle regelmäßig frisches Leitungswasser nach. Wenn du länger unterwegs bist, kannst du auch das Waschbecken im Bad mit etwas Wasser füllen. Achte aber darauf, dass dein Liebling sich nicht verletzen oder im Wasser ausrutschen kann.
  • Der Appetit ist auch bei Vierbeinern an Tagen mit hochsommerlichen Temperaturen nicht groß. Daher ist es sinnvoll, über den Tag verteilt kleine Portionen anzubieten. Bekommt deine Katze Nassfutter, dann nimmt sie damit auch Feuchtigkeit auf. Allerdings solltest du darauf achten, dass deine Mieze nur frisches Futter zur Verfügung hat. Steht das Nassfutter längere Zeit in einem warmen Raum, dann wird es zur willkommenen Eiablagestelle für Fliegen und verdirbt sehr schnell. Das kann zu Magenproblemen bei deinem Liebling führen. Auch wenn der Kühlschrank als geeigneter Ort für die Aufbewahrung des Futters erscheint, sollte deine Katze kein zu kaltes Futter erhalten, da das ihren empfindlichen Magen reizen kann.
  • Zwar lieben wir an heißen Tagen einen angenehm kühlen Luftzug, dieser kann für die Katze aber zur Gefahr werden. Gekippte Fenster können den Stubentiger dazu verleiten, einen Ausbruchsversuch zu wagen. Hierbei ziehen sich die Vierbeiner in der Regel heftige Quetschungen zu. Lasse daher ein gekipptes Fenster nie unbeaufsichtigt. Klimaanlagen und Ventilatoren können zum Auslöser von Erkältungen und Bindehautentzündungen werden. Ist deine Mieze sehr neugierig, kann der Ventilator für sie zudem zur Quelle von Verletzungen werden.
  • Gerade Stubentiger mit langen Haaren wie die Maine Coon oder eine Perserkatze leiden sehr unter sommerlichen Temperaturen, da ihr Fell sie zusätzlich wärmt und sie aufgrund der hohen Temperaturen vermehrt Haare verlieren. Aus diesem Grund solltest du das Fell regelmäßig bürsten, um deinen Liebling von ausgegangenen Haaren zu befreien.
  • Da sich die Katze durch das Lecken des Fells Kühlung verschafft, ist es im Sommer gerade für Langhaarkatzen wichtig, Katzengras anzubieten. Dieses hilft den Vierbeinern dabei, verschluckte Haare wieder auszustoßen und verhindert so Verdauungsprobleme.

Wenn sich ein Transport nicht vermeiden lässt

Besonders problematisch ist der Transport von Tieren im Hochsommer. Für alle Vierbeiner gilt, dass Auto- und Bahnfahrten in den frühen Morgenstunden oder am Abend die angenehmste Transportvariante darstellen. Eine eingebaute Klimaanlage bringt nicht nur dem Fahrer, sondern auch deiner Mieze etwas Entspannung. Die Fenster solltest du nur im Notfall öffnen, da der Luftzug – ähnlich der in der Wohnung installierten Klimaanlage – zu Erkrankungen deines Lieblings führen kann. Auf keinen Fall darfst du die Katze im Auto alleine lassen. Bei Sonneneinstrahlungen steigen die Temperaturen im Fahrzeug sehr schnell an und bringen den Kreislauf des Tieres zum Kollabieren.

Auch für deine Mieze eine Gefahr: der Sonnenbrand

Zwar ist der Körper deiner Katze über und über mit Fell bedeckt, dennoch kann auch eine Katze einen Sonnenbrand bekommen, wenn sie zu lange der prallen Sonne ausgesetzt ist. Dieser ist nicht nur unangenehm, sondern kann – wie beim Menschen auch – zum Auslöser von Hautkrebs werden. Anfällig sind vor allem die Ohren und der Nasenrücken. Wenn du Glück hast, erlaubt dir deine Mieze, ihre Ohren vorsichtig mit einer parfümfreien Babysonnencreme einzucremen, dann ist dieser zarte Körperteil etwas geschützt. Besonders empfindlich sind Katzen mit sehr hellem Fell wie zum Beispiel die Weiße Siamkatze. Diese sollten sich in der Mittagszeit möglichst nicht im Freien aufhalten.

Wie erkennst du einen Hitzschlag bei deiner Katze?

Die extremste Reaktion auf ein Zuviel an Sonne ist der Hitzschlag. Dieser kündigt sich meist durch ein unruhiges Auf- und Abgehen des Haustieres an. Ein erhöhter Herzschlag und eine schnelle Atmung lassen sie nicht zur Ruhe kommen. Meist ist das Zahnfleisch dunkelrot und die Körpertemperatur steigt über 39 Grad. Die Katze versucht sich Kühlung zu verschaffen, in dem sie wie ein Hund hechelt. Ist ein leichtes Hecheln völlig unproblematisch, so solltest du hellhörig werden, wenn deine Katze dabei auf dem Bauch liegt und apathisch wirkt. Eventuell beginnt sie trotz der hohen Temperaturen auch zu zittern und krampft. In diesem Fall benötigt sie dringend schnelle Hilfe. Suche mit deiner Mieze sofort den nächsten Tierarzt auf. Für den Transport wickelst du sie in ein feuchtes Tuch oder legst dieses in die Transportbox, das verschafft ihr etwas Kühlung.

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