Winterschlaf: welche Tiere schlafen wann?

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Winterschlaf

Mit dem Winter beginnt eine Zeit, die so still und besonders ist wie keine andere. Die klare, kalte Luft, der Schnee und die Ruhe, die er mit sich bringt, sind nach einem ereignisreichen Jahr wie ein Geschenk. Aber kennst du das auch? Es gibt diese eisigen grauen Tage, wenn es draußen so ungemütlich wird, dass du am liebsten unter die warme Decke kriechen und bis zum Frühling nicht mehr aufstehen möchtest. An solchen Tagen beneide ich die Tiere, die friedlich Winterschlaf halten.

Was ist Winterschlaf?

Der Winterschlaf ist ein genialer Einfall der Natur, denn die Schläfer lösen durch ihn gleich zwei Probleme: sie trotzen der strengen Witterung und entgehen der Nahrungsknappheit. Während des Winterschlafes werden alle lebenswichtigen Funktionen heruntergefahren und die Körpertemperatur der Tiere reduziert sich deutlich. Das bedeutet, dass alles, was normalerweise viel Energie verbraucht, nun auf Sparflamme läuft.

Was ist der Unterschied zwischen Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre?

Ein wenig anders verhält es sich, wenn ein Tier Winterruhe hält. Die Winterruhe ist weniger tief als der Winterschlaf und von häufigen Wachphasen begleitet, um Nahrung aufzunehmen. Außerdem behalten die Tiere fast ihre normale Körpertemperatur bei.

In die Winterstarre fallen Amphibien und Reptilien. Sie verlieren die vollständige Kontrolle über ihren Wärmehaushalt. Ihre Körper passen sich der Außentemperatur an. Sie befinden sich in einer Kältestarre, die ihnen das Überleben ermöglicht.

Im Allgemeinen sprechen wir Menschen einfach vom Winterschlaf der Tiere und unterscheiden nicht zwischen den Dreien. Ob die Schildkröte Winterschlaf hält, oder der Bär und das Eichhörnchen, oder oben sie doch eher ruhen oder erstarren, das schauen wir uns gemeinsam an.

Welche Tiere halten Winterschlaf?

  • Igel
  • Siebenschläfer
  • Murmeltiere
  • Fledermäuse
  • Haselmaus

Welche Tiere halten Winterruhe?

Welche Tiere fallen in Winterstarre?

  • Schlangen
  • Schildkröten
  • Frösche
  • Kröten
  • Insekten
  • Schnecken

Wie kannst du Tiere vor dem Winterschlaf unterstützen?

So kuschelig es sich anhört: Der Winterschlaf, der ihr Überleben sichert, stellt die Tiere vor etliche Herausforderungen und bringt auch einige Risiken mit sich. Das Herz einer Fledermaus schlägt normal 250 bis 450 Mal pro Minute. Im Winterschlaf kommt es gerade Mal auf 20 bis 80 Schläge und die Pause zwischen zwei Atemzüge kann 60 Minuten und länger betragen.

Tiere im Winterschlaf verlangsamen ihre Körperfunktionen, um Energie zu sparen. Das macht sie allerdings schwächer und anfälliger für Krankheiten. Außerdem können Raubtiere eine größere Bedrohung darstellen, da die Tiere weniger reaktionsfähig sind. Eine der größten Gefahren entsteht, wenn sie nicht genug Fettreserven angesammelt haben. Ohne ausreichende Depots können sie die kalten Monate nicht überstehen und riskieren, zu verhungern. Es ist also entscheidend, dass sie sich vor dem Winter gut ernähren, um für diese Zeit gewappnet zu sein. Werden die Tiere in ihrem Winterschlaf gestört, zum Beispiel durch uns Menschen, kostet sie das Aufwachen eine Menge extra Kraft und schwächt sie zusätzlich.

Es gibt Einiges, das du tun kannst, um Siebenschläfer, Fledermaus und Co eine echte Hilfe zu sein:

  1. Nahrungsquellen bereitstellen: Wenn dein Garten viele einheimische Pflanzen beheimatet, die Nektar, Samen und Früchte bieten, können die Winterschläfer ihre Fettreserven ausreichend aufbauen.
  2. Sichere Lebensräume schaffen: Belasse deinen Garten so natürlich wie möglich, indem du für Laubhaufen, Totholz und ungestörte Bereiche sorgst. So finden die Tiere geschützte Bereiche für ihr Winterquartier. Ein Igelhaus bauen kann auch eine Möglichkeit sein.
  3. Störungen vermeiden: Versuche, potenzielle Winterschlafplätze wie Dachböden und Bereiche deines Gartens, in Ruhe zu lassen.
  4. Wasser- und Futterquellen aufstellen: Versorge Winterschläfer vor dem Eintreten des Winterschlafes mit Nahrung, wenn zu wenig natürliche Nahrung auffindbar ist. Tiere, die sich in Winterruhe befinden, profitieren auch währenddessen davon, da sie häufig auf Nahrungssuche gehen.
  5. Informieren: Je mehr du dich und deine Freunde und Familie aufklärst, desto gezielter kannst du helfen.

Winterschlaf respektieren

Der Winterschlaf ein komplexer und empfindlicher Prozess, der von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird. Wenn wir verantwortungs- und respektvoll handeln, bilden Mensch, Tier und Natur ein starkes Team, das das Überleben vieler Tierarten sichert.


Melanie RoloffMelanie Roloff ist dreifache Mutter, Ehefrau und Tierbesitzerin. Als leidenschaftliche Yogalehrerin und Hobbyautorin inspiriert sie Menschen mit ihren Geschichten. Gemeinsam mit ihrer Familie und ihren zwei Hunden Phaléne Lilly und Chihuahua Sammy, lebt sie in Bayern.


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