Welchen Geruch mögen Katzen nicht und welchen schon?

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Welchen Geruch mögen Katzen nicht

Katzen haben einen ausgeprägteren Geruchssinn als die meisten von uns es denken. Insgesamt haben Katzen nämlich 65 Millionen Riechzellen sowie den Jacobsonschen Organ am Gaumen, welcher die Katze zusätzlich beim Riechvermögen unterstützt. Zum Vergleich: Wir Menschen haben nur 20 Millionen Riechzellen und riechen damit weitaus schlechter. Katzen reagieren also ganz stark auf Gerüche, doch nicht alle finden sie gleich gut oder schlecht.

Welchen Geruch mögen Katzen im Haushalt nicht?

Natürlich ist jede Katze individuell, sodass man diese Frage auch nicht völlig allgemein beantworten kann. Aber sehr oft mögen Katzen keine Küchendüfte wie zum Beispiel Zitrusaromen oder Kaffeesatz. Auch Bananenschalen, Zwiebeln, Knoblauch oder Essig sind für Katzen keine angenehmen Gerüche. Bei Haushaltsreinigern muss man ebenso aufpassen, denn auch diese können für Katzen wirklich ekelig riechen. Wenn man dann den Falschen verwendet, kann es sogar passieren, dass Katzen ihr Katzenklo nicht mehr nutzen, weil man dieses mit diesem Reiniger geputzt hat.

Die Gerüche mögen Katzen oft nicht:

  • Zitrusaromen
  • Parfums
  • Zwiebel
  • Essig
  • Knoblauch
  • Bananenschalen
  • Diverse Haushaltsreiniger

Mögen Katzen den Lavendel Geruch?

Bei Lavendel ist es tatsächlich so, dass manche Katzen diesen Duft regelrecht anziehend finden, während andere sich sofort ihre empfindliche Nase rümpfen. Das größte Problem am Lavendel im Katzenhaushalt ist, dass dieser ein regelrechter Magnet für Bienen ist. Das ist ein spannendes Jagdobjekt für Katzen, an welchem sich diese aber schnell verletzen können. Wir empfehlen Katzenliebhabern diese Pflanze nicht. Sollte Deine Katze einmal gestochen werden, kontaktiere bitte umgehend Deinen Tierarzt.

Welchen Geruch mögen Katzen im Garten nicht?

Wenn Du im Garten die Pflanze Storchschnabel hast, dann wird Deine Katze vermutlich wenig begeistert sein. Denn das ätherische Öl dieses Bodendeckers empfinden die Katzen als unangenehm. Auch beim Harfenstrauch sieht es ähnlich aus. Dieser Strauch verbreitet während der Blütezeit nämlich einen eigentümlichen Geruch, welcher an Mundwasser erinnert. Mit unbeliebten Gerüchen kann man Katzen angeblich von gewissen Bereichen fernhalten. Doch so gut ist das nicht, denn man sollte hier lieber auf konsequente Erziehung setzen. Denn ein unangenehmer und intensiver Geruch kann für Deine Katze ein enormer und lang anhaltender Stressfaktor sein, welcher wiederum zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Folgende Gerüche sind bei Katzen nicht so beliebt:

  • Lavendel (je nach Katze)
  • Storchschnabel
  • Harfenstrauch

Welchen Geruch mögen Katzen?

Katzen sind so individuell wie wir Menschen. Es ist quasi unmöglich zu sagen, welchen Geruch Katzen mögen und welchen nicht. Oft wird behauptet, dass vor allem Baldrian und Katzenminze der Renner bei Katzen sind. Doch dem ist nicht immer so. Es gibt Katzen, die lieben Baldrian, es gibt aber auch Katzen, die interessieren sich gar nicht dafür. Dasselbe gilt für Katzenminze. Was Du aber wissen solltest, ist, dass sowohl Katzenminze als auch Baldrian eine euphorisierende Wirkung auf Katzen haben. Katzen beginnen oft, sich über den Boden zu rollen oder auch zu spielen. Auf Menschen wirken Katzen oft regelrecht verzückt. Doch die berauschende Wirkung lässt in der Regel nach nur wenigen Minuten nach. Hinter der berauschenden Wirkung stecken vermutlich Alkaloid Actinidin sowie der sekundäre Pflanzestoof Nepetalacton. Diese zwei Komponenten weisen Ähnlichkeiten mit jenen Katzen-Pheromonen auf, welche auch in der Paarungszeit abgesetzt werden.

Der Großteil unserer Katzen mag zumindest einen der beiden Gerüchen. Es bietet sich also an, solch eine Pflanze auch am Balkon oder sonst irgendwo im Katzenhaushalt anzubringen. Doch wir wissen, dass der Geruch dieser beiden Pflanzen beim Menschen nicht immer gut ankommt. Eine Alternative ist der Japanische Strahlengriffel, vielen auch als Silberwein bekannt. Du hast im Fachhandel vielleicht schon einmal Kaustäbe für Katzen gesehen, unter dem Namen „Matatabi“. Diese Stäbe werden aus dem Pflanzholz des Japanischen Strahelngriffels hergestellt.

Wir können empfehlen, dass Du Deine Katze gut beobachtest im Umgang mit Pflanzen. Damit kannst Du sichergehen, dass Deine Katze den Geruch wirklich mag. Verzichte bestenfalls Deiner Katze zuliebe auf Raumdüfte oder ähnliches, viele Katzen fühlen sich dadurch nämlich unwohl.

 


Laura GentileLaura Gentile ist Coach für Mensch&Tier und unterstützt als geprüfte Katzenverhaltensberaterin und Hundetrainerin Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Ursprünglich hat die Halbitalienerin Medien und Kommunikationswissenschaften studiert. Durch ihre eigenen Haustiere kam sie dann zu ihrer Berufung. Katze Kiwi und Hündin Lychee unterstützen Laura auch in ihrem beruflichen Alltag. Pfötchentraining ist spezialisiert auf Problemfälle und unterstützt seit Jahren Menschen dabei, mit ihrem Haustier endlich einen entspannten Alltag zu führen.


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