Über 300 Marken
Kostenloser Versand in Deutschland ab 19€
25 Jahre Erfahrung

Krankheiten bei Teichfischen

374
43

krankheiten-bei-teichfischen

Der beste Beweis für einen gesunden Teich sind gesunde und starke Fische. Doch auch der Umkehrschluss ist leider wahr: Sobald die Wasserwerte nicht stimmen, steigt das Risiko von Krankheiten bei Teichfischen rapide an. In diesem Beitrag wollen wir uns deshalb den Gründen und Symptomen von Krankheiten auseinandersetzen, einige erklären und Ratschläge zur Behandlung geben.

Zum Teich Shop

Gründe

Beginnen wir beim Anfang: Den Gründen für die Erkrankung der Fische. Solche Krankheiten bei Teichfischen sind fast immer – Ausnahmen bilden Viruserkrankungen – ausgelöst von den Haltungsbedingungen. Diese „Schwäche-Erkrankungen“ treten dann auf, wenn die Fische eine schwache Kondition besitzen. Grund hierfür sind am häufigsten verdorbenes Fischfutter, schlechte Wasserwerte und Stress beispielsweise aufgrund von zu vielen Fischen in einem zu kleinem Teich. Dieser Stress führt dann zu Folgeerkrankungen und Anfälligkeit für Parasiten. Ein weiterer häufiger Grund ist auch, dass neue Fische ohne Quarantäne direkt ins heimische Becken gesetzt werden. Aufmerksame Teichbesitzer können zudem viele Krankheiten früh erkennen, weil sie ihre Fische ständig beobachten und so Verhaltens- oder Hautveränderungen schneller feststellen.

Symptome

Dabei ist es häufig gar nicht so schwer, Symptome frühzeitig zu erkennen – man muss nur wissen, nach was man schauen muss. Zuerst einmal ist da die Veränderung des Verhaltens: Beispielsweise mangelnder Fluchtreflex, fehlende Fresslust oder langes Umherstehen an der Oberfläche. Auch Schwimmstörungen wie Umhertorkeln und Kopfstehen lassen sich leicht erkennen. Veränderungen in der Atmung sind da schon schwieriger: Sehr schnelle Kiemenbewegung ist im normalen Teich fast unmöglich festzustellen, Notatmung an der Wasseroberfläche dagegen schon. Zuletzt bleiben noch Körperveränderungen, die in vielfältigen Formen auftauchen können. Da sind Farbveränderungen, Abmagerung oder Veränderung der Körperform durch innere Blutungen oder Einlagerung von Flüssigkeiten. Außerdem kann ein verkrümmtes Skelett oder ein „Gummi-Skelett“ Schuld sein.

Probleme

Leider ist es nicht so einfach mit der Behandlung von Krankheiten bei Teichfischen. Zum einen verursachen mehrere Krankheiten ähnliche Krankheitsbilder, zum anderen lassen sich Teichfische schlechter beobachten als Aquarienbewohner. So erfolgt der Befall oft nur schwer erkennbar und schleichend – wenn man es dann bemerkt, ist die Zeit meistens sehr knapp. Umso wichtiger ist es, dass jede Behandlung auf die Fischart abgestimmt sein muss. Hierfür bedarf es einem erfahrenen Veterinär, der sich mit Fischen auskennt.

Behandlung

Manche Krankheiten kannst du selber behandeln, bei anderen muss der Tierarzt ran. Generell werden Medikamentenbehandlungen im Idealfall in einem separatem Quarantänebecken durchgeführt. Häufig wird dazu ein meist kupferfreies Breitband-Arzneimittel gegeben, welches gezielt die häufigsten Krankheiten bei Teichfischen bekämpft. Zudem wirkt es entzündungshemmend und wird von Fischen und Pflanzen gut vertragen. Die Anwendung eines solchen Medikaments wird vor allem empfohlen, wenn viele Fische im Teich sind oder die Behandlung in einem Quarantänebecken nicht möglich ist.

Krankheiten bei Teichfischen: diese Arten gibt es

Im Folgenden wollen wir die häufigsten Arten von Krankheiten vorstellen.

Bakterielle Erkrankungen sind die häufigste Erkrankungsform, die sich durch vielfältige Symptome bemerkbar macht. Ein leider häufiges Beispiel bei Teichfischen ist hier die Bauchwassersucht, die i.d.R. durch Aeromonas hydrophilia Bakterien ausgelöst wird. Das Symptom für diese Krankheit ist der geschwollene Bauch, der sich aber erst zeigt, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist. Dazu kommen trübe Körperstellen, abstehende Schuppen und Bläschen an den Körperseiten. Auch diese Krankheit kommt vor allem bei geschwächten Fischen vor, da sie auch eine Mangelerkrankung ist. Eine Diagnose ist nur durch den Tierarzt möglich und erfolgt diese frühzeitig, kann man sie mit im Handel erhältlichen Mitteln behandeln.

Pilzerkrankungen sind immer ein deutliches Warnsignal. Sie zeigen immer eine schwerwiegende Störung des natürlichen Gleichgewichts im Teich an. Normalerweise kann man einen weißen, watteähnlichen Belag auf den Fischen erkennen. Auch er befällt geschwächte Tiere und ist sehr hartnäckig, da die meisten Pilze keine großen Ansprüche an ihre Umgebung stellen. Zur Behandlung muss unbedingt ein Wasserwechsel vorgenommen werden, damit die Wasserwerte wieder ins Gleichgewicht kommen. Den Fisch selber kann man mit Pilzbefallmitteln behandeln, die man im Fachhandel kriegt.

Hauttrübung durch einzellige Parasiten oder auch „Weißpünktchenkrankheit“ genannt, ist auch für Laien gut erkennbar. Die Krankheit macht sich durch weiße Pünktchen bemerkbar, die sich auf einmal auf der Fischhaut befinden. Am häufigsten tritt diese Krankheit auf, wenn neue Fische ohne in den Teich gesetzt werden. Dieser Stress macht die Fische anfällig und prädestiniert für diese parasitäre Krankheit. Wird die Krankheit schnell diagnostiziert, kann man sie gut behandeln. Bis zu 20 Tage kann es dauern, bis wirklich alle Parasiten verschwunden sind. Am besten ist die Medikamentenbehandlung, doch auch eine Aufsalzung kann helfen. Hiervor muss man sich allerdings gut informieren.

Parasiten „innen“: Haut- und Kiemenwürmer werden ebenfalls meist durch neue Fische in den Teich gebracht. Wenige Würmer schaden generell nicht, bedrohlich wird es allerdings, wenn sich die Würmer bei geschwächten Fischen seuchenähnlich vermehren. Sie verankern sich in der Fischhaut und rufen einen starken Juckreiz hervor. Dieser führt dann zu Scheuerstellen und so Hautinfektionen. Solche Würmer können mit handelsüblichen Medikamenten besiegt werden, was jedoch bei den eierlegenden Kiemenwürmern schwerer ist. Diese zeigen sich häufig resistent gegen herkömmliche Mittel.

Parasiten „außen“: Fischegel und Karpfenläuse gelangen vor allem durch Wasservögel von Teich zu Teich. Sie setzen sich auf Wasserpflanzen und warten, bis ein geeigneter Wirt vorbeikommt. Karpfenläuse sind kleine graubraune Krebstierchen, die auf den Fischen sitzen; Fischegel sehen aus wie kleine Würmer. Häufig entstehen durch ihr Werk große Wundflächen, die sich dann Entzünden. Erkennt man diese Übeltäter sollte man unbedingt die Wasserpflanzen reduzieren. Zum einen legen sie dort ihre Eier und lauern dort, zum anderen verhindern zu viele Pflanzen die effiziente Vermischung des Teichwassers mit zugegebenen Medikamenten zur Schädlingsbekämpfung.

Weiterführende Informationen zum Thema

Helfen Sie uns, unseren Service weiter zu verbessern. War dieser Artikel hilfreich für dich?

Kommentare, Fragen und Antworten
  1. Klaus Stricker sagt:

    Hallo,
    habe zur Zeit grössere Verluste an Koi in meinen Gartenteich.Orfen und Störe geht es gut.
    Auch die übrig gebliebenden zwei grossen Koi sind gut drauf.
    Krankheitssymtome: Absonderung, Futterverweigerung, schnellere Atmung,
    aufgsperrtes Maul, teilweise offene Stellen am Körper,Tiere innerhalb von einer Woche verendet.
    Medikament gegen Bakterien und Saugwürmer kam zum Einsatz.
    Wasserwerte soweit ok.(PH-7,5 KH-6 dH )
    Was ist die Ursache?
    Gruss Klaus

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Klaus

      Du solltest unbedingt einen Fachmann zu Rate ziehen, wenn du bereits Medikamente – leider unwirksam – eingesetzt hast. Eine Ferndiagnose ist nicht immer möglich, erst recht wenn es keine spezifischen Symptome gibt und die Wasserwerte in Ordnung sind.

      Alles Gute
      Dein ZooRoyal Team

  2. Frank Hahn sagt:

    Hallo!

    Mein Name ist Frank, in meinem Teich ist nun schon ein zweiter Goldfisch mit einem grünen Moosbelag befallen.
    Was ist das und was kann man dagegen tun, bevor der ganze Fischbestand befallen ist.

    Grüße Frank Hahn

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Frank,

      der grüne Moosbelag scheint eine veralgte (Pilz-)Infektion zu sein. Prüfe bitte alle Wasserwerte. Wenn ausschließlich alle Werte ok sind, solltest Du ein Anti-Pilz-Präparat verwenden. Da wir von hieraus jedoch nur eine Ferndiagnose erstellen können, bitten wir dich, im nächsten Zoofachmarkt, der eine Mikroskopie anbietet, die Parasiten näher bestimmen zu lassen, bevor das falsche Medikament verwendet wird.

      Liebe Grüße,
      Dein ZooRoyal Team

  3. Jana Rüdiger sagt:

    Hallo,

    unsere Fische fressen kaum, sind immer am Sprudler und an der Oberfläche, lassen sich einfach fangen und haben wie kleine weiße Beulen an der Schwanzflosse und an den Seiten. Der Wassertest war gut und trotz Wasserwechsel sind jetzt schon innerhalb einer Woche 2 Fische gestorben, die hatten aber keine Beulen. Was kann das sein?

    Ich bitte um Hilfe.

    Lg Jana

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Jana,

      in dem Fall sollte der Wassertest mit Tropfentests durchgeführt werden. Leider hast du nicht erwähnt, ob du Streifen- oder Tropfentests verwendet hast. Eine Methämöglobinämie durch eine Nitritvergiftung oder ein Überschuss an Ammoniak liegt hier nahe, lass diese Werte gegebenenfalls mal gegenchecken! Die Beulen können auf eine bakterielle Infektion deuten. Sobald zu 100% sichergestellt ist, dass wirklich ALLE Wasserwerte ok sind, kann man ein geeignetes „Medikament“ verwenden. Ein erfahrener Zoofachhändler sollte sich deine erkrankten Tiere einmal ansehen und entscheiden können, welches Mittel am besten hilft. Viel Erfolg!

      Liebe Grüße,
      Dein ZooRoyal Team

  4. Evelyn Koepke sagt:

    Täglich sterben zwischen drei und fünf Fische in meinem Teich – ich habe schon alles versucht. Laut Wasseranalyse ist der Sauerstoffgehalt zu niedrig. Also habe ich am 2.8. bei Zooroyal ein Teichbelüftungsset bestellt und per Paypal sofort bezahlt. Angeblich wurde die Bestellung am 2.8. „komplett abgeschlossen“, merkwürdigerweise ging sie aber erst am Freitag, 5.8. nachmittags zum Startpaketzentrum. Gestern starben wieder 4 Fische und heute 3 Fische. Der Teichbelüfter kommt auch morgen nicht, da er da erst von dhl am Startzentrum bearbeitet wird. Danke für die „schnelle“ Bearbeitung, zooroyal

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Evelyn,

      wende dich bezüglich der verzögerten Lieferzeit bitte an unseren Kundendienst. Von dort aus kann dir sicherlich geholfen werden.
      Der Sauerstoffgehalt sinkt entweder durch massiven Überbesatz an Teichfischen, zu vielen organischen Abfallstoffen (Kot, Schlamm, etc.), massivem Algenbefall oder durch unzureichenden Gasaustausch. Dass du als Erstmaßnahme einen Belüfter verwenden wolltest, war zunächst eine gute Idee! In dringenden Notfällen hilft ein täglicher Teilwasserwechsel mit Leitungswasser und das Bewegen des Wassers durch Pumpen oder auch notfalls, in sehr akuten Fällen, von Hand, indem man einfach für einige Minuten Luft ins Wasser „schäumt“. Eine Dauerlösung ist das aber natürlich nicht. Welche Ergebnisse hast du bei den Werten NO2, NH3/4, KH und pH ermittelt?

      Liebe Grüße
      Dein ZooRoyal Team

  5. Cindy sagt:

    Hallo ich hab ein Riesen Problem ich hab einen kleinen Hochteich in dem ich 4 Fische seid 3 Jahren gehalten hab es war auch immer alles in Ordnung und seid letzte Woche sind alle 4 Fische ohne erkennbaren Grund gestorben es handelt sich hierbei um Goldfische 🙁 wir haben daraufhin den Teich komplett gereinigt und neues Wasser rein gelassen. Wir haben eine kleine Teichpumpe und haben diese auch samt Filter gereingt dann haben wir uns 4 neue Fische geholt doch diese sind auch innerhalb von 2 Tagen alle gestorben. Die Wasserwerte sind laut Teststreifen alle in Ordnung und das Wasser riecht auch ganz normal. Ach und wir haben die Fische da sie von außen ganz normal ausehen aufgeschnitten um zu schauen ob da etwas nicht stimmt dabei haben wir gesehen das bei allen sich ein Blutgerinse bei der Lunge gebildet hat. Ich weiß mir leider keinen Rat mehr und hoffe das mir jemand weiterhelfen kann was das sein könnte.

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Cindy,

      es ist super wichtig, das Lebensumfeld der Tiere, die man pflegt, regelmäßig zu überprüfen. In deinem Fall gehen wir davon aus, dass es an der Wasserqualität gelegen hat/liegt. Teststreifen geben nur eine grobe Aussage über die Beschaffenheit des Wassers, da Teststreifen a) nur einen Teil der wichtigen Werte anzeigen und b) die Genauigkeit gegenüber Tropfentests eher niedrig ist. Die Reinigung des Teiches und des Filters war bestimmt gut gemeint, bedeutet aber eine komplette Destabilisierung der Mikrobiologie und der Selbstreinigungskraft des Wassers. Du hast somit zwar auch Dreck entfernt, aber auch die wichtigen Reinigungsbakterien, die giftige Ausscheidungen entfernen. Wenn ein Teich grundgereinigt wurde, benötigt dieser samt Filter wieder mindestens 1-2 Wochen Einlaufzeit, bevor neue Fische eingesetzt werden dürfen. Dazu sollten stets Wasseraufbereiter und Filterstarterbakterien verwendet werden, um das neue (aggressive) Wasser fischgerecht aufzubereiten. Ist euer Filter auch wirklich ein Filter? Ein mechanischer Grobschmutzschutz vor einer Förderpumpe zählt nicht dazu. 🙂
      Unser Tipp: Teste die Wasserqualität mit Hilfe von Tropfentests (es gibt komplette Sets im Koffer), wichtig sind folgende Werte: pH Wert, Karbonathärte, Gesamthärte, Ammonium, Nitrit, Nitrat, und Sauerstoff. Diese solltest du die nächsten Wochen im Auge behalten und erst neue Tiere einsetzen, wenn ALLE Werte über einen Zeitraum von mind. 2 Wochen stabil sind. Danach sollte es wieder klappen 
      PS: Jeder Goldfisch sollte JEWEILS etwa 200 Liter (oder mehr) zur Verfügung haben. 🙂

      Liebe Grüße
      Dein ZooRoyal Team

  6. Vasil Marinov sagt:

    Hallo,
    seit ca. 4 Jahren haben wir ein 60l-Aquarium mit 2 Goldfischen und 2 Welsen. Vor 3 Tagen traten bei den Goldfischen weiße Flecken auf der Haut, die Flossenränder sahen wie zerfressen aus. Der eine Goldfisch versteckte sich die ganze Zeit unter dem Filter und wollte nichts fressen. Nach Wasserwechsel verschwanden die weißen Flecken, die Flossen sind schon fast normal. Dem o.g. Goldfisch ging es für kurze Zeit etwas besser, fraß aber weiterhin nichts. Seit gestern liegt er nur seitlich auf dem Boden. Am Anfang zappelte er viel, als ob er sich viel quälte. Heute schnappt er nur ab und zu nach Luft. Die Nitritwerte waren die ganze Zeit in Ordnung. Den anderen Fischen geht es offenbar nicht schlecht. Was könnte man machen?

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo,

      du solltest auf jeden Fall deinen Tierarzt um Hilfe beten, aus der Ferne ist es immer sehr schwer eine Diagnose zu stellen.

      Liebe Grüße und gute Besserung für deinen Fisch,
      dein ZooRoyal Team

  7. Norbert Schwierz sagt:

    Hallo zusammen,hab einen Gartenteich von ca.6 m3. Umwälzung i.O. Hegemaßnahne wird von Reiher vollzogen.
    Es gibt 2Goldfische ca.15-20cm länge und 8Jahre alt die nicht beschwerdefreies Leben aufzeigen.
    Symtome:S-förmiges Rückrat, Leichbäuchig (annomal für diese Jahreszeit), Kiel obenstehen im Schilf oder seitenlage am Grund, After gerötet und geschwollen. Aber nicht leich zu fangen mit Silikonkescher. Abstreifen
    ergebnislos.Schuppenkleid sitzt seher locker. Habe nach mehmaligen Kontakt Hautrötungen/reizungen.
    Liegt hier Tuberkulose vor? Ist es Übertragbar? Erlössung der Tiere sinnvoll?

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Nobert,

      bitte frage auf jeden Fall deinen Tierarzt um Hilfe! Aus der Ferne ist es sehr schwer, eine Diagnose zu stellen, zumal das Urteil eines Tierarztes immer am besten ist.

      Liebe Grüße und gute Besserung für deine Fische,
      dein ZooRoyal Team

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.