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Staffordshire Bullterrier im Rasseportrait

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Staffordshire BullterrierHerkunft und Rassegeschichte: in Deutschland Kampfhund, in England Nanny Dog

Wie der Name schon vermuten lässt, stammt der Staffordshire Bullterrier aus der englischen Stadt Stafford und ist eine Kreuzung aus unterschiedlichen Terriern. Im 18. Jahrhundert war der Staffordshire Bullterrier vor allem bei Hundekämpfern und als Rattenbeißer beliebt. Anders als in Deutschland, wo die Rasse als Kampfhund gilt, ist sie in Großbritannien ein sehr beliebter Familienhund. Dort wird der Staff auf Grund seiner Kinderfreundlichkeit auch „Babysitter Dog“ oder „Nanny Dog“ genannt und gehört zu den fünf häufigsten Hunderassen.

Beschreibung

Der Staffordshire Bullterrier ist von mittlerer Größe und hat eine kompakte, muskulöse, fast schon bullige Statur. Charakteristisch sind seine Ohren, die hochgesetzt sind undleicht nach vorne wegkippen.

Größe

Die Widerristhöhe von Rüden beträgt 36 – 41 cm, bei Hündinnen liegt sie bei 33 – 48 cm.

Gewicht

Sowohl Rüden, als auch Hündinnen erreichen ein Gewicht zwischen 10 und 17 kg.

Fellfarben und –länge

Das Fell des Staffs ist kurz, glatt und einfarbig. Es können die Farben Rot, Weiß, Schwarz, Falb, Blau oder gestromt vorkommen.

Charakter und Wesen: hartnäckig und dominant

Der Charakter des Staffordshire Bullterriers hängt stark von seiner Haltung ab. Er hat ein furchtloses, mutiges Wesen und ist von Grund auf treu und gutmütig. Bei liebevoller, aber dennoch strenger Haltung mit engem Familienanschluss, kann sich der Staff durchaus zu einem anhänglichen Begleiter entwickeln. Zudem gilt er als treu, hartnäckig und dominant. Vor allem diese Charaktereigenschaften werden leider von vielen Hundehaltern ausgenutzt, die den Staffordshire Bullterrier falsch erziehen und auf Schärfe und Aggressivität abrichten.

Haltung mit Familienanschluss

In den meisten Bundesländern wird der Staffordshire Bullterrier als gefährlicher Kampfhund eingestuft. Seine Haltung ist hier stark eingeschränkt und der Import der Rasse nach Deutschland verboten. Abgesehen davon ist  der Staff unkompliziert in der Haltung, da er sehr anpassungsfähig ist. Er kann sowohl in einem Haus, als auch einer Stadtwohnung gehalten werden. Er braucht Familienanschluss und Nähe zu seinem Herrchen. Für eine Haltung im Zwinger ist er daher keinesfalls geeignet. Der Staff hat einen großen Bewegungsdrang und spielt gerne. Täglich viel Auslauf in Kombination mit ausgiebigen Ballspielen ist daher ein Muss.

Liebevolle und konsequente Erziehung

Der Staff ist keinesfalls ein Hund für Anfänger. Bei der Erziehung dieser Rasse kommt es darauf an, die guten Charaktereigenschaften mit Konsequenz und liebevoller Strenge hervorzuholen. Eigenschaften wie Hartnäckigkeit, Dominanz und Furchtlosigkeit gilt es dagegen unter Kontrolle zu haben. Auf Härte sollte bei der Erziehung verzichtet werden, damit der Hund nicht aggressiv und scharf wird. Um den Staff bereits als Welpen an andere Hunde zu gewöhnen und sehr gut zu sozialisieren, ist ein Besuch in der Hundeschule angebracht. Besonders wichtig bei der Erziehung ist die Rangordnung. Schon als Welpen testen Staffordshire Bullterrier gerne ihre Grenzen aus und versuchen das Kommando zu übernehmen. Als Besitzer darf man sich aber niemals von seinem Hund einschüchtern lassen und muss ihm klar aber dennoch liebevoll klar machen, dass man in der Rangordnung höher steht.

Pflege und Gesundheit

Fellpflege

Das Fell des Staffordshire Bullterriers ist sehr pflegeleicht. Gelegentliches Bürsten, um Schmutz und Staub zu entfernen und die Durchblutung anzuregen, genügt vollkommen.

Rassetypische Krankheiten

Als typische Krankheiten können bei Staffordshire Bullterriern Fehlentwicklungen der Hüfte (Hüftgelenksdysplasie) und der Ellbogen (Ellbogendysplasie) und Verrenkungen der Kniescheibe (Patellaluxation) auftreten. Auch Augenerkrankungen wie der Graue Star sind rassetypisch. Die meisten Krankheiten können allerdings durch einen regelmäßigen Arztbesuch früh erkannt und gut behandelt werden.

Ernährung/Futter

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung bildet den Grundstein für ein langes Hundeleben. Den Staffordshire Bullterrier mit hochwertigem Futter bzw. hochwertigen Zutaten zu füttern, ist daher ein Muss. Ob der Hund mit Trockenfutter, Nassfutter oder BARF ernährt wird, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist nur, dass das Futter frei von Farb- und Konservierungsstoffen und Zucker ist und einen hohen Fleischanteil hat.

Lebenserwartung

Bleibt der Staff bei guter Gesundheit und wird er gut gepflegt, erreicht er problemlos ein Alter zwischen 12 und 14 Jahren.

Staffordshire Bullterrier kaufen

Der Staff wird in fast allen deutschen Bundesländern als Kampfhund eingestuft und seine Haltung mit einer Vielzahl von Auflagen belegt. Vor dem Kauf sollte man sich daher gründlich über die Rasse und die Beschränkungen informieren. Wenn die Entscheidung für den Kauf gefallen ist, sollte man sich zunächst mehrere Züchter und Tiere ansehen. Als Welpe von einem eingetragenen Züchter kostet ein Staffordshire Terrier um die 1000 Euro. Ein Hund aus dem Tierheim, oder von einer Tierschutzorganisation wie „Terrier in Not“, ist wesentlich günstiger. Gerade ältere Hunde sollten aber nicht von Anfängern aufgenommen werden, da sie in ihrer Erziehung unter Umständen schwieriger sind, als Welpen.

 

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