Cookie zieht ein

597
0

Im Juni diesen Jahres bekamen mein Mann und ich wie des öfteren Besuch von meiner Mutter. Es klingelte und wir machten die Tür auf und da saß auf der Treppe ein kleines schottisches Faltohr Kätzchen. Wir nahmen es erstmal mit zu uns rein und mein Mann klingelte bei den Nachbarn, von denen einige nicht die Türen aufmachten.

Da wir oft den Kater meiner Mutter zu Besuch haben, hatten wir alles für eine Katze da und versorgten sie erstmal. Mein Mann druckte zwischenzeitlich einen Fundzettel aus, den wir in den Hausflur hingen. Ziemlich komisch war die Tatsache, dass meine Mutter uns permanent davon abhalten wollte, den Zettel aufzuhängen. Und da meine Mutter ziemlich viele Leute kennt, die Katzen besitzen, unter anderem meine Oma – eine Katzenlady, wie sie im Bilderbuch steht – dachten wir sie hätte das Kätzchen mitgebracht, hätte es oben abgesetzt und hätte unten geklingelt. Auch einen Namen wusste sie direkt, Kiki. Auch am späten Abend hatte sich noch keiner gemeldet. Damit rechneten wir auch nicht, denn wir hatten ja unseren Verdacht. Also blieb das Kleine über Nacht bei uns und schlief sogar sofort bei uns im Bett. Am nächsten Morgen ging ich zur Arbeit und mein Mann besorgte extra Juniorfutter.

Doch dann folgte die Ernüchterung. Gegen 13 Uhr klingelte es: Die Besitzer! Der kleine Schatz wurde tatsächlich abgeholt. Die Enttäuschung, als ich auf der Arbeit die Nachricht las, war riesengroß, zumal es eine Katze von meiner Lieblingsrasse war und wir uns in der nächsten Zeit eh so eine Fellnase zulegen wollten. Dennoch war ich froh, dass die eigentlichen Besitzer ihr Kätzchen zurück hatten.

Knapp zwei Monate später schaute mein Mann, wie des Öfteren, die Online-Kleinanzeigen durch. Er holte mich an dem Tag von der Arbeit ab und meinte, er müsse mir was zeigen. Ich dachte schon: Ohjeee … Doch dann traute ich meinen Augen nicht: DAS Kätzchen wurde zum Verkauf angeboten!
Für uns war klar: Das Kleine kommt zu uns! Am nächsten Tag klingelte mein Mann bei den Nachbarn und fragte, ob die Anzeige von ihnen sei. Die Nachbarin bejahte. Die kleine Tochter der Nachbarin wusste sofort, wer mein Mann war: „Du hast ihn doch damals zurückgebracht!“ Sowohl Mutter und Tochter waren total glücklich, dass wir das Kleine zu uns nehmen wollten und es somit im Haus bleibt.

Doch eine Sache blieb vorerst ungeklärt: War es ein Männchen oder ein Weibchen? Denn die bisherigen Besitzer wussten es selbst nicht so richtig. Die kleine Tochter war der Überzeugung es ist ein Weibchen, wobei die Mutter meinte es sei ein Männchen. So wurde es erstmal Louis gerufen. Da wir das Kleine an einem Samstag holten, konnten wir sowohl das Geschlecht als auch alle anderen Aspekte erst Montag beim Tierarzt klären. So verbrachten wir einen tollen Samstag und Sonntag zusammen, bevor der Tierarztbesuch bevorstand.

Dann war es Montag und wir gingen zum Tierarzt. War es gesund? Welches Geschlecht hatte es? Ist der Tierarzt nett? Fragen über Fragen. Doch Erleichterung beim Doc. Ein Gesundes Kätzchen, dem lediglich ein Zahn fehlt. Und das Geschlecht? Würde es ein Mädchen sein, wäre der Name klar gewesen: Kiki. Doch es war ein Junge, den wir ganz sicher nicht Louis nennen wollten. Also wurde es ein kleiner Cookie.

Cookie fühlt sich bei uns total wohl und genießt viele Streicheleinheiten und wer weiß, vielleicht bekommt er irgendwann einen Spielkameraden oder eine -kameradin. Bei einer Katze würde der Name zumindest schonmal feststehen.

 

Dieser Beitrag wurde eingereicht von Charleen M. – vielen Dank für deine schöne Geschichte!

Hilf uns, unseren Service weiter zu verbessern. War dieser Artikel hilfreich für dich?

Kommentare, Fragen und Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.