Goldfisch

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Goldfisch

Rassemerkmale und Erscheinungsbild

Wie sieht ein Goldfisch aus?

Goldfische leben in Süßwasser und sind die ältesten bekannten Haustiere. Vor vielen tausend Jahren wurde der braune Natur-Goldfisch in China bereits gezüchtet, er galt dort als Glücksbringer. So entstand dann auch die kräftig orangene Farbe, später weitere Farben und auch gemusterte Exemplare. Heute gibt es nicht nur verschiedene Farben und Muster, sondern auch verschiedene Körperformen, von schmal und lang bis rund und kurz, mit kurzen und langen Flossen bis zu ein- und mehrfarbig.

Es gibt Züchtungen mit einer Körperlänge von nur 6 cm und andere die bis zu 35cm lang werden. Die Lebenserwartung liegt bei 15-20 Jahren, es soll auch Tiere geben die 40 Jahre alt geworden sind. Somit sind es Begleiter über viele Jahre, was bei der Anschaffung unbedingt beachtet werden muss.

Das Geschlecht ist bei Jungtieren nicht zu erkennen. Goldfische sind mit 1-2 Jahren geschlechtsreif, die Balz findet im Frühjahr nach der Überwinterung statt. Je nach Art und Alter können Goldfische bis zu 3000 Eier ablegen. Die abgelegten Eier werden vom Männchen befruchtet und wenige Tage später schlüpfen die 1-2mm kleinen Goldfischbabys, sie brauchen nun viel Schutz und kleinstes Futter.

Welche Eigenschaften hat ein Goldfisch?

Der gesellige und friedliche Fisch möchte nicht alleine sein, er fühlt sich erst in großen Gruppen so richtig wohl. Du kannst ihn auch mit anderen friedlichen und ruhigen Fischen vergesellschaften. Er ist zudem sehr schlau und baut einen Bezug zu seinem Besitzer auf. Sie fressen dir wortwörtlich aus der Hand. Aber nicht nur wenn es ums Fressen geht, er beobachtet euch gerne und folgt euch. Daher sind auch Arbeiten im Teich problemlos möglich.

Herkunft und Geschichte

Wo kommt der Goldfisch ursprünglich her?

Die Vorfahren, die Silberkarauschen, der heutigen Goldfische stammen aus Asien, dort wurden dann auch die heute bekannten Zuchtformen geboren. Heute sind sie weltweit verbreitet und leben sogar in einigen Seen und Flüssen Europas.

Gibt es noch andere Goldfisch-Arten?

Goldfisch ist nicht gleich Goldfisch, mittlerweile gibt es weit über 100 verschiedene Zuchtformen. Sie unterscheiden sich in der Größe, der Form, der Farbe und der Musterung stark.
Die bekanntesten und beliebtesten Arten, neben dem klassischen Goldfisch, sind:

  • Schleierschwanz
  • Oranda
  • Ryukin
  • Kometenschweif
  • Shubunkin

Leider ist nicht jede Zuchtform artgerecht, so gibt es auch Arten, die Probleme beim Schwimmen, Sehen oder Fressen haben.

Ernährung, Haltung und Pflege

Gibt es bei Goldfischen rassetypische Krankheiten?

Rassetypisch nein, allgemeine Teich-Krankheiten sind Ichthyos, Pilze, Bakterien und Viren, Würmer und Erkrankungen der Schwimmblase. Meist ausgelöst durch Stress oder fehlerhafte Haltung. Achte immer auf eine gute Wasserqualität und ein hochwertiges Futter.

Ein paar Zuchtformen sind anfälliger auf Wasserqualität und Temperatur als andere, lass dich daher bitte beim Kauf gut beraten.

Welches Futter braucht ein Goldfisch?

Goldfische sind Allesfresser und Dauerfresser, sie könnten wirklich den ganzen Tag fressen. Nahrung finden sie auch im Teich, wie Pflanzen, Algen und Insekten. Daher sollte man mit dem Zufüttern nicht übertreiben, sie neigen dazu, sich zu überfressen.

Um abwechslungsreich zu füttern, kannst du auf hochwertiges Trockenfutter, in Form von Flocken oder Pellets, aber auch auf Frost-/Lebendfutter zurückgreifen. Trockenfutter idealerweise abwechselnd pflanzlich und tierisch. Beim Frost- und Lebendfutter kannst du zwischen verschiedenen Würmern, Mückenlarven, Artemia und Wasserflöhen wechseln.

Eigentlich sind sie nicht sehr wählerisch und freuen sich über alles sehr. Füttere sie täglich mit einer kleinen Menge, das reicht vollkommen aus.

Überlegungen vor der Anschaffung

Wo kann man Goldfische kaufen?

In fast jedem Aquaristik- und auch Gartenfachgeschäft, in Online-Fachgeschäften, bei Züchtern direkt oder von privaten Teich-Auflösungen. Lass dich vorab gut beraten und schaue dir die Tiere genau an.

Was brauche ich für die Haltung eines Goldfisches?

Ein Goldfisch ist schwimmfreudig und aktiv, daher benötigst du einen Gartenteich. Für eine artgerechte Haltung ein Volumen von mindestens 2000 Liter, größer gilt jedoch immer als besser. Für eine 20er Gruppe wäre eine Größe von 4000 Liter und zum Überwintern eine Tiefe von 1,2 Meter ideal. Natürlich ist es auch immer abhängig von der Art, die du pflegen möchtest, den Beifischen und der Bepflanzung. Am besten lässt du dich hier von einem Fachmann beraten.

Der Teich soll Sonne bekommen aber nicht ganztägig in der Sonne stehen. Ansonsten kann die Wassertemperatur zu hoch ansteigen und begünstigt das Algenwachstum. Der Teich muss mit einer guten Filterung und Luftzufuhr ausgestattet sein. Sand oder ein steiniger Boden sorgen für eine schöne Optik. Pflanzen und Wurzeln für eine gute Biologie, außerdem bieten sie Verstecke und Schutz. Teste regelmäßig das Wasser und mache 1-3mal im Monat einen kleinen Wasserwechsel. Das Wasser sollte 15-24°C Temperatur, einen PH von 6,5-8 und eine Härte von 10-25°dGH haben.

Überlege dir auch wie du deine Goldfische überwinterst. Ist dein Teich tief genug, ist es vielleicht möglich, sie im Teich zu überwintern. Lass dich dazu aber bitte gut beraten. Es sind dabei einige Dinge zu beachten. Ist dies nicht möglich, überwinterst du sie in einer großen Tonne mit Filteranlage, im Keller oder in der Garage.

Achtung aber bitte bei speziellen Züchtungen, manche Arten eignen sich aufgrund ihrer Sensibilität nicht für den Gartenteich und sollten daher in einem Großen Aquarium gepflegt werden.

Wissenswertes über den Goldfisch

  • Bereits in Chinesischen Schriften aus den Dreitausender-Jahren wurden Goldfische als Haustiere genannt.
  • Die ersten Goldfische wurden im 17 Jahrhundert nach Europa importiert.
  • Anders als der Vorfahre, standen Goldfische nie auf dem Speiseplan.
  • Die Stammform der Goldfische ist die Silberkarausche.
  • Goldfische sind Laichräuber, wenn du die Jungtiere aufziehen möchtest, musst du genug Pflanzen und Wurzeln als Schutz anbieten.
  • In ganz Europa sind sie immer wieder in der Natur ausgesetzt worden, wo sie sich auch wohlfühlen und stark vermehren.

Shaka Animal StudioShaka Animal Studio, Jacky und Tobi. Jacky hat die Faszination Reptilien schon vor langer Zeit gepackt. Seit über 15 Jahren hält sie Reptilien aller Art. Sie ist gelernte Tierpflegerin und Tiertherapeutin. Sie hat Berufserfahrung sowohl in Zoos als auch bei Tierärzten. Tobi ist Fotograf und von klein auf begeistert von der Tierwelt. Die Unterwasserwelten sind sein Herzstück, die er schon seit vielen Jahren betreibt. Im Laufe der Zeit entstand zu Hause ein privater Zoo, den sie täglich voller Liebe gemeinsam versorgen und den sie regelmäßig auf ihrem. Youtube Kanal präsentieren.


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Kommentare, Fragen und Antworten
  1. Möllerke Hans-Jürgen sagt:

    Diese seriöse Firma ist immer eine Empfehlung wert.

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