Alopekis im Rasseportrait

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Alopekis

Rassemerkmale und Erscheinungsbild

Wie sieht ein Alopekis aus?

Der Alopekis ist ein kleiner bis mittelgroßer Hund aus Griechenland. Er repräsentiert einen dort verbreiten Schlag der Haus- und Hofhunde. Einen Standard gibt es nicht und er findet auch keine Anerkennung als Hunderasse. So ist seine Erscheinung recht vielfältig, was keinen Nachteil bedeuten muss. Die Widerristhöhe dieser Hunde liegt bei 20 bis 30 cm. Ihr Gewicht liegt in der Regel zwischen 4 und 7 kg. Den Alopekis gibt es in allen Fellvarianten. Meist ist sein Haarkleid jedoch kurz oder mittellang. Es ist meist hart und glatt. Zuweilen sieht man ihn mit rauhaarigem Fell. Er hat meist eine dichte Unterwolle. Sein Kopf erinnert an einen Mittelspitz. Er ist spitz, die Augen hellwach. Die Ohren sind allerdings, anders als beim Spitz, meist hängend. Der Alopekis sollte in aller Regel robust und langlebig sein. Belastbare Daten gibt es aber nicht.

Wesenszüge und Charaktereigenschaften

Welche Eigenschaften hat ein Alopekis?

Der Alopekis ist von seinem Wesen her in erster Linie ein Wach- und Hofhund. Er zeigt ein gewisses Misstrauen Fremden gegenüber. Er ist weder ängstlich noch aggressiv. Alopekis gelten als aktiv und verspielt. Als Wächter hat er eine eher niedrige Reizschwelle und kann unter Umständen zum Kläffer werden, insbesondere dann, wenn er gelangweilt ist. Wenn das emotionale Verhältnis stimmt, wird sich der Alopekis sehr bemühen, nichts zu tun, was Herrchen oder Frauchen nicht mögen - und beispielsweise auf sein Bellen weitgehend verzichten. Er ist spielfreudig, liebenswürdig und mit seinen Menschen verbunden. Anders als ein Deutscher Spitz hat er aber noch Jagdtrieb und insbesondere einen starken Freiheitsdrang. Er ist es gewohnt, sich ohne Leine frei auf einem Hof zu bewegen und nach Lust und Laune auch mal ausgedehnt durchs Dorf zu spazieren - wie früher die Dorfhunde in Deutschland auch. Diese Zeiten der Freiheit für Hunde sind hier leider vorbei. Das kann für eine artgerechte Haltung eines Alopekis problematisch sein. Von daher ist er nicht unbedingt als Hund für die Stadt oder für Anfänger zu empfehlen.

Herkunft & Geschichte

Wo kommt der Alopekis ursprünglich her?

Der Alopekis ist ein Hundeschlag aus dem Nordosten Griechenlands. Sein Name bedeutet soviel wie "kleiner Fuchs" nach dem griechischen Wort für Fuchs: "Alepoú". Genaueres zu seiner Geschichte ist nicht bekannt. Jedoch spricht vieles dafür, dass der Alopekis schon seit Jahrhunderten in Haus und Hof der Menschen lebt. Hier erledigt er alles, was im ländlichen Gebiet anfällt. Insbesondere ist er ein guter Wächter. Er hält außerdem Mäuse, Ratten und Schlangen klein. Er beschützt die Hühner und Kaninchen vor Marder und Fuchs. Du kannst seine Aufgaben in etwa mit denen vergleichen, die früher in Mitteleuropa allen Ortes von Spitzen erledigt wurden. So erinnert die Erscheinung des Alopekis auch ein wenig an einen Spitz. Die Population des Alopekis geht fließend über in die des Kokonis, der etwas länger in Körperbau und Haarwuchs daherkommt.

Pflege, Gesundheit und Krankheiten

Wie viel Pflege braucht ein Alopekis?

Der Alopekis ist ausgesprochen pflegeleicht und anspruchslos. Hie und da das Fell bürsten reicht. Rassetypische Krankheiten sind nicht dokumentiert.

Wissenswertes über die Ernährung des Alopekis

Welches Futter ist für den Alopekis am besten?

Der Alopekis stellt keine besonderen Ansprüche an seine Ernährung. Er ist es seit Jahrhunderten gewohnt, die Reste der menschlichen Nahrung zu verwerten. Das hat seiner Gesundheit und robusten Konstitution nicht geschadet. Das heißt aber nicht, dass wir ihm nicht hochwertige Nahrung, ob trocken oder nass und regelmäßig auch frisches Fleisch gönnen sollten.

Aktivitäten mit dem Alopekis

Der Alopekis sollte durchaus für etwas Hundesport geeignet sein. Er ist beweglich, agil, lernbegierig und intelligent. Somit bringt er alle Voraussetzungen für Hundesport mit. Zudem ist der fit und gesund und kann einen durchschnittlichen Menschen in allen Lebenslagen locker begleiten. Allerdings ist er nicht direkt begierig darauf, seinen Menschen aufs Wort zu folgen, besonders, wenn er den Sinn nicht einsieht.

Überlegungen vor der Anschaffung

Was muss man bei der Anschaffung beachten?

Willst du einen Alopekis-Welpen anschaffen, solltest du dich vor Ort bei einem Tierheim umschauen. Der Import über den so genannten Auslandstierschutz ist nicht unbedingt zu empfehlen, da bei den meisten dieser Organisationen Transparenz und andere fundamentale Qualitätsstandards fehlen. Du musst hier dreimal hinschauen, da sich hinter dem Etikett Tierschutz nicht selten Geschäftemacherei auf Kosten der Hunde versteckt. Bedenke auch, dass ein Alopekis viel mehr Freiheit gewöhnt ist, als du ihm - in aller Regel - in der Mitte Europas bieten kannst.

Erziehung und Haltung

Passt ein Alopekis zu mir?

Der Alopekis hat zwei Seiten. Zum einen ist er ein ernsthafter Wächter, der auch gerne mal bellt. Zum anderen ist er ein verspielter Begleiter. Er liebt Aktivitäten mit Herrchen und Frauchen. Aber er ist nicht unbedingt ein Hund für Agility oder Obedience. Er braucht eine konsequente Hand am anderen Ende der Leine, der er dann willig folgt. Gegenüber anderen Hunden zeigt er für einen solch kernigen Hund wenig Dominanzgebaren oder gar Aggressivität. Seine Haltung ist von den äußeren Ansprüchen unproblematisch. Er ist kein Stubenhocker und will immer wieder etwas Neues erleben. Er hat allerdings einen starken Freiheitswillen und darüber hinaus lebendigen Jagdtrieb. Das fordert von dir beim Spazierengehen in der Natur gute Erziehung und hohe Aufmerksamkeit. Er will und kann lernen, sich den Gewohnheiten seiner Menschen anpassen. Der Alopekis muss wie ein großer Hund mit aller Ernsthaftigkeit vom Welpen an erzogen werden. Der Alopekis braucht klare Ansagen und Regeln, kurz: Führung durch Herrchen oder Frauchen auf Basis einer vertrauensvollen Bindung. Diese nimmt er gerne an. Im Auto nimmst du ihn am besten in einer Transportbox aus Alu mit.

Interessantes, Wissenswertes & Extras

Der Alopekis ist ein uralter Hundeschlag, der in Griechenland alle Aufgaben eine Wach- und Hofhundes erledigt.

 


Christoph JungChristoph Jung Seit seiner Kindheit gehören Hunde zu den besten Freunden des Hundeforschers. Die Beziehung Mensch – Hund ist für ihn ein faszinierendes Thema, das ihn täglich beschäftigt und für das er sich auch öffentlich engagiert. Aus seiner täglichen Forschung entstand das Buch „Tierisch beste Freunde“. Jung lebt mit seiner Familie und seinen Hunden in der Nähe von Halle.


 

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