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Leinenpflicht für Hunde: Verschärfte Maßnahmen

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LeinenpflichtDie Leinenpflicht für Hunde hat sich in vielen Bundesländern verschäft. Für Hundebesitzer bedeutet dies vielerorts, dass sie dazu verpflichtet sind, ihre Vierbeiner an der Leine zu führen. Erfahre hier, was du alles zur Leinenpflicht für Hunde wissen solltest.

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Leinenpflicht für Hunde in der Brut- und Setzzeit

Der betreffende Erlass zur Leinenpflicht besagt, dass in der sogenannten Brut- und Setzzeit der Vögel, eben jener Zeit, wo die Tiere Junge zur Welt bringen (1. April bis 15. Juli 2015), weder im Wald noch in der freien Landschaft Hunde ohne Leine geführt werden dürfen. Sinn dieser Maßnahme ist der Schutz der Brut- und Rückzugsgebiete der Tierwelt. Im Mittelpunkt stehen hierbei insbesondere bodenbrütende Vögel.

Zudem wird während dieser Zeit auch vermehrt kontrolliert, ob die Vierbeiner ordnungsgemäß zur gemeindlichen Hundesteuer angemeldet wurden. Aus personellen Gründen wird es jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit auch in diesem Jahr nur vereinzelt zu Kontrollen kommen. Verstöße werden mit einem Bußgeld von circa 35 Euro geahndet. In Extremfällen werden Hundehaltern bei derartigen Ordnungswidrigkeiten sogar Strafen von bis zu 5000 Euro auferlegt.

Individuelle Regelungen führen zu Protesten

Da ein jeder um die Tier- und Artenvielfalt in unserer Natur besorgt sein sollte, dürfte die Leinenpflicht theoretisch zu keinen größeren Protesten führen. Doch die Realität sieht anders aus. Gegner der Leinenregelung sammeln eifrig Unterschriften, um diese beim Landwirtschaftsministerium einzureichen und so gegen das pauschale Freilaufverbot vorzugehen.

Fakt ist, dass jedes Bundesland hinsichtlich des Leinenzwangs eigene Regelungen erlassen kann. In Nordrhein-Westfalen spielen sowohl das Landeshundegesetz als auch das Landesforst- und Jagdgesetz eine tragende Rolle, um die Leinenpflicht in allen ihren Facetten nachvollziehen zu können. Zahlreiche Gemeinden und Städte setzen sich immer wieder für eine allgemeine Leinenpflicht ein. Da ihnen jedoch das Recht fehlt, entsprechende Gesetze zu erlassen, scheitern diese vor Gericht zumeist kläglich.

So ergaben beispielsweise Beschlüsse des Oberverwaltungsgerichts in Münster, dass Städte und Gemeinden nicht dazu befugt sind, im Wald eine Anleinpflicht zu verordnen. Vielmehr entschied man, dass in derartigen Angelegenheiten der Landesbetrieb Wald und Holz zuständig sei.

Hundeführerschein in Berlin

Der Berliner Senat hat ein neues Hundegesetz verabschiedet. Schon bald soll in Berlin eine generelle Leinenpflicht gelten. Es ist der Entwurf des Justizsenators Thomas Heilmann (CDU), der bei zahlreichen Tierschützern die Alarmglocken läuten lässt. Stichprobenartig soll fortan durch das Ordnungsamt kontrolliert werden, ob Tierhalter über einen Sachkundenachweis verfügen. Nur mit diesem Hundeführerschein darf man seinen Vierbeiner auf ausgewiesenen Flächen ohne Leine laufen lassen. Das Verantwortungsbewusstsein zahlreicher Hundehalter soll durch diese Maßnahme gestärkt werden. Auch das Mitführen eines Kotbeutels ist beim Gassi gehen fortan verpflichtend vorgesehen.

Heilmann erklärte, dass das Land jedem Bezirk zwei zusätzliche Stellen zur Verfügung stelle, um die Einhaltung der Vorschriften zu kontrollieren. Weiter führte er aus, dass es mehr Hundeauslaufgebiete geben soll, in denen der Leinenzwang keine Gültigkeit besitzt.

Der Rat der Bürgermeister und das Abgeordnetenhaus müssen das Gesetzt allerdings noch verabschieden. Widerstand erwartet man jedoch keinen. Ein Inkrafttreten des Leinenpflicht-Gesetzes wird frühestens 2016 erwartet. Folgt man Paragraph 2 der Tierschutz-Hundehaltungsverordnung, der für die Vierbeiner einen ausreichenden Auslauf im Freien vorsieht, so wird die Position der Kritiker transparent. Eine tiergerechte Haltung wird mit dem Vorhaben in der Stadt in vielen Fällen erschwert.

Beispiele aus der Praxis

Informationen bezüglich der Anleinpflicht und auch der Maulkorbpflicht erhält man meist direkt auf den Internetseiten der betreffenden Städte. Folgt man beispielsweise den Ausführungen der Stadt Köln, so gilt unter anderem in Fußgängerzonen, öffentlichen Gebäuden sowie in Park- und Grünanlagen eine allgemeine Anleinpflicht. Darüber hinaus unterscheidet die Stadt zwischen speziellen Regelungen für die Kategorie „Große Hunde“ sowie „Gefährliche Hunde“ und „Hunde bestimmter Rassen“. Gehört der jeweilige Vierbeiner zu einer der beiden letzteren Kategorien, dann darf er grundsätzlich überall nur mit einer Leine Gassi geführt werden.

Besteht der Hund allerdings einen speziellen Verhaltenstest, so kann eine Befreiung der Anleinpflicht beantragt werden. Im Mittelpunkt steht hierbei der Gehorsam des Vierbeiners und dessen Verhalten gegenüber anderen Artgenossen und fremden Personen. Dieses wird in einer alltagstypischen Situation überprüft. Möchte man seinen Hund vom Maulkorb befreien, so muss dieser an der Leine gut zu führen sein und darf weder gegenüber Personen noch gegenüber anderen Artgenossen ein aggressives Verhalten zeigen. Geht der Hund auf Provokationen ein, was ihm natürlich gestattet ist, so muss er aber zumindest von seinem Herrchen jederzeit unter Kontrolle gehalten und wieder besänftigt werden können. Um den Vierbeiner auch von der Leine befreien zu dürfen, muss dieser im Beisein anderer Hunde ohne Leine ebenfalls den Befehlen seiner Besitzerin oder seines Besitzers folgen.

Ausnahmen und weitere Bestimmungen

Neben Diensthunden von Behörden sind von der Leinenpflicht auch Hunde des Rettungsdienstes, des Katastrophenschutzes sowie Blindenhunde grundsätzlich ausgenommen. Selbiges gilt zudem für Herdengebrauchshunde und brauchbare Jagdhunde, sofern diese im Rahmen ihres bestimmungsgemäßen Einsatzes agieren.

Natürlich sollte man stets bedenken, dass vielerorts das Mitführen von Hunden selbst mit Leine untersagt ist. Häufig gilt dieses absolute Hundeverbot insbesondere auf Liegewiesen, Spielwiesen und Friedhöfen. Verstöße dagegen stellen ausdrücklich eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 250 Euro geahndet werden kann.

Leinenpflicht für Hunde nach Bundesländern

Hier findet ihr eine Tabelle mit den aktuellen Bestimmungen nach Bundesländern gegliedert. Beachtet jedoch, dass die nachfolgenden Regelungen ständigen Änderungen unterliegen können, sodass ZooRoyal keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben übernimmt.

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(Quelle:
http://allesmithund.de/unterwegs/leinenpflicht-zur-brut-und-setzzeit/regelungen-der-bundeslander 24.04.2015)

Quelle Artikelbild: Budimir Jevtic / Fotolia.com

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Kommentare, Fragen und Antworten
  1. Sabine Dreckmann sagt:

    Die Leinenpflicht der Hunde ist nicht unbedingt erforderlich. Wie ich eben gelesen habe, gibt es sogar Bundesländer in DEUTSCHLAND, die keine Leinenpflicht haben und die Vögel sowie andere Tiere trotzdem Leben. Ich wohne auf einen Dorf in Niedersachsen mit meinen 2 kleinen Hunden und stelle immer wieder fest, dass es Bauern gibt, die 14 Tage nach Anfang der Setzzeit erst anfangen ihre Felder zu bearbeiten, obwohl das Gras schon 20cm hoch ist oder mitten in dieser Zeit BÄUME gefällt werden. Wo bleiben da die Tiere??? Das die Felder bestellt werden müssen ist klar, aber ICH Frage mich nur, “ wer stellt den größeren Schaden an? Der Mensch mit einen einzelnen Tier oder der Mensch mit seinen Maschinen???“ Leute, die Hunde mit Jagdtrieb haben, leinen ihre Hunde sowieso an, da sie sonnst weg sind. Was ist eigendlich mit den freilaufenden Katzen und den Vögeln in den Feldern oder im Gras??? Wie gesagt, es gibt einfach Bundesländer,die wetier Denken und das finde ich sehr vorteilhaft!!!

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