Katze kratzt an Tür – Gründe & Lösungen

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Katze kratzt an Tür

Katzen kratzen, um die eigenen Krallen zu schärfen sowie um zu markieren. Das ist also ein ganz natürliches Verhalten. Das Verhalten wird zum Problem, wenn die Katze nicht den Kratzbaum benutzt, sondern mehrmals täglich an Möbeln kratzt.

Viele Katzenbesitzer kennen es: Vor allem nachts kratzt die Katze an der Tür. Grund dafür kann das sogenannte Stressmarkieren sein, weil die eigene Katze nicht ins Schlafzimmer darf, zum Beispiel.

Aber nicht nur dann kratzen Katzen an Türen. Viele Katzen kratzen außerdem nicht nur, sondern sie miauen auch noch. Wir schauen uns an, wie du deiner Katze das Kratzen an der Tür abgewöhnen kannst.

Warum kratz meine Katze an der Tür?

Wenn Katzen an der Türe kratzen, könnte dies ein Ruf nach Aufmerksamkeit sein. Ein Beispiel für dich:

Wenn deine Katze brav ist und irgendwo liegt oder spielt – wie oft belohnst du sie dann? Wie oft schenkst du ihr dafür Aufmerksamkeit? Wahrscheinlich selten, oder?

Sobald deine Katze jetzt aber an der Türe kratzt und unerwünschtes Verhalten zeigt, wirst du wahrscheinlich sofort reagieren. Auch wenn du schimpfst, hat deine Katze das, was sie wollte: Aufmerksamkeit!

Achte einmal darauf in deinem Alltag und belohne sie für erwünschtes (ruhiges) Verhalten mit Aufmerksamkeit.

Ursachen für nächtliches Kratzen

Die Gründe dafür, dass die Katze nachts an der Tür kratzt:

  • deine Katze markiert
  • deine Katze möchte zu dir
  • deine Katze hat die Orientierung verloren
  • deine Katze hat Hunger

Katze markiert

Dass Kratzen auch Markieren sein kann, wissen ganz viele Menschen nicht. Doch normales Markieren ist immer noch anders als Stressmarkieren durch Kratzen.

Die Katze zeigt dieses Verhalten nur in bestimmten Situationen. Zum Beispiel, wenn sie etwas Neues erlebt oder etwas Unangenehmes wahrnimmt. Das kann eine neue Situation sein oder ein unangenehmer Geruch.

Katze möchte zu dir

Ganz viele Katzen kratzen und miauen nachts an der Schlafzimmertür des Menschen. Das passiert nicht nur, weil sie zu ihren Menschen wollen, sondern oft auch, weil die Katze verwirrt ist. Darf die Katze tagsüber schon ins Schlafzimmer, nachts aber nicht, dann kann das durchaus zu Verwirrung führen.

Katze hat die Orientierung verloren

Katzen können außerdem im Alter die Orientierung verlieren. Viele Katzenbesitzer:innen berichten, dass ihre Katzen plötzlich nachts an der Tür kratzen. Vorher ist das nie passiert. Hier empfiehlt es sich, einen Tierarzt aufzusuchen, um die Katze durchchecken zu lassen sowie Nachtlichter zu nutzen.

Katze hat Hunger

Natürlich kann auch ein leerer Futternapf oder Hunger zum Kratzen an der Türe führen. Denke immer daran, wie du deine Katze am besten füttern kannst. Überlege auch, ob du ihr nachts Futter geben solltest. Tausche dich hier bestenfalls mit einer Ernährungsberaterin oder einem Ernährungsberater aus.

Katze kratzt an Tür: Was tun?

Wenn deine Katze an der Tür kratzt, kannst du das Verhalten verringern oder stoppen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Möglichkeiten zum Kratzen an der Türe abgewöhnen sind:

  • alternative Kratzmöglichkeiten in der Nähe der Tür anbringen / aufstellen
  • deine Katze artgerecht(er) zu beschäftigen und zum Beispiel Clickertraining mit ihr machen
  • Pheromonsprays verwenden

Massives Kratzen kann Ausdruck von Unwohlsein sein. Meistens sind Katzen, die dieses Verhalten zeigen, gestresst. Sowohl neue Gerüche als auch eine neue Umgebung kann zu solch einem Stressverhalten führen.

Wenn Katzen an Türen oder Durchgängen kratzen, handelt es sich quasi immer um Reviermarkierungen. Hier hilft es, irgendwo in der Umgebung eine Kratzmöglichkeit aufzustellen.

Auch Pheromonsprays können dabei helfen, dass Kratzen an Türen zu vermeiden. Es gibt viele Angebote, also informiere dich gut und sprich bei Bedarf mit dem Tierarzt oder einer Verhaltensberatung.


Laura GentileLaura Gentile ist Coach für Mensch&Tier und unterstützt als geprüfte Katzenverhaltensberaterin und Hundetrainerin Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Ursprünglich hat die Halbitalienerin Medien und Kommunikationswissenschaften studiert. Durch ihre eigenen Haustiere kam sie dann zu ihrer Berufung. Katze Kiwi und Hündin Lychee unterstützen Laura auch in ihrem beruflichen Alltag. Pfötchentraining ist spezialisiert auf Problemfälle und unterstützt seit Jahren Menschen dabei, mit ihrem Haustier endlich einen entspannten Alltag zu führen.


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Kommentare, Fragen und Antworten
  1. Thomas Kristott sagt:

    warum kommen Kater nachts auf mein Bett und machen lange eine Art Milchtritt, wobei sie mit den Krallen auf der Decke oder der Matratze kratzen. Außerdem: Warum beißen Kater beim Streicheln oft recht stark einfach zu, in Hand oder auch schon mal in mein Kinn, wenn ich sehr nahe bin? Kann sehr weh tun.

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Thomas,

      vielen Dank für deine Frage – es ist schön zu sehen, dass du das Verhalten deiner Kater so aufmerksam beobachtest. Was du hier beschreibst, ist beides sehr typisches Katzenverhalten, auch wenn es für uns Menschen manchmal unangenehm oder sogar schmerzhaft sein kann.

      Warum kommen Kater nachts aufs Bett und machen „Milchtritt“?
      Das sogenannte Milchtritt‑Verhalten (rhythmisches Treten mit den Vorderpfoten) stammt aus der Kittenzeit. Schon sehr junge Katzen kneten den Bauch der Mutter, um den Milchfluss anzuregen. Dieses Verhalten behalten viele Katzen ein Leben lang bei.
      Bei erwachsenen Katzen bedeutet Milchtritt meist:

      • Wohlbefinden und Entspannung
      • Vertrauen und Bindung zu dir
      • Markieren des Schlafplatzes mit Duftdrüsen in den Pfoten („Das gehört zu mir“)

      Dass sie dabei mit den Krallen an Decke oder Matratze kratzen, ist nicht böse gemeint, sondern schlicht Teil der Bewegung. Um dich zu schützen kann es hilfreich sein, eine dicke, feste Decke speziell für das Bett zu nutzen und die Krallen deines Katers kurz zu halten. Du kannst ihm auch einen alternativen Kuschelplätze anbieten (z. B. eine weiche Decke neben dir).

      Warum beißen Kater beim Streicheln plötzlich zu?
      Dieses Verhalten nennt man häufig „Überstimulationsbiss“. Katzen genießen Streicheleinheiten, aber oft nur bis zu einem bestimmten Punkt. Wird diese Grenze überschritten, reagieren sie instinktiv. Das ist meist keine Aggression, sondern ein klares „Bitte hör auf“.
      Typische Gründe:

      • Reizüberflutung durch zu langes oder intensives Streicheln
      • Empfindliche Körperstellen (v. a. Bauch, Flanken)
      • Nähe zum Gesicht kann für manche Katzen bedrohlich oder zu intensiv wirken

      Achte auf Warnsignale, wie einen schlagenden Schwanz, nach hinten geneigte Ohren oder vergrößerte Pupillen, die oft Sekunden vorher auftreten. Im Alltag solltest du darauf achten, deinen Kater lieber kürzer und ruhiger zu streicheln, deine Hände nicht als Spielzeug zu benutzen und ihn nicht zu bedrängen.

      Wenn Bisse häufiger sehr heftig sind oder richtig verletzen, kann es sinnvoll sein, das Verhalten mit einer Katzenverhaltensberatung oder dem Tierarzt zu besprechen – meist lässt sich das gut entschärfen.

      Mit etwas Aufmerksamkeit für seine Signale lässt sich das Zusammenleben mit deinem Kater sicher noch deutlich entspannter gestalten. Wir wünschen euch dafür alles Gute!

      Viele Grüße
      dein ZooRoyal-Team

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