Munchkin

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Munchkin

Munchkin Steckbrief

Name
Munchkin Steckbrief
FIFe-Standard
Bei TICA anerkannt
Funktion
Hauskatze
Lebenserwartung
13 bis 20 Jahre
Charakter/Wesen
Anhänglich und lebhaft, sowie verspielt
Größe
Klein mit bis zu 23cm Schulterhöhe
Gewicht
bis 3 kg (Katze), bis 4 kg (Kater)
Herkunft
USA
Körperbau
Die Beine sind kurz, der Körper lang. Sie erinnert ein wenig an einen Dackel.
Fellfarbe
mehrfarbig
Felllänge und Fellstruktur
Gibt es als Kurzhaarkatze und Langhaarkatze
Kopfform
Das Gesicht ist recht klein, keilförmig und mit eher größeren Ohren. Das Kinn ist nicht zu groß und passt zum restlichen Gesicht.
Augen
Walnussförmig und weit auseinander, Augenfarben sind alle erlaubt, auch mehrfarbige Augen können vorkommen.
Pflege
Ein bis zwei Mal pro Woche bürsten
Klassifikation
Kurzhaarkatze und Halblanghaarkatze
Ernährung
Fleischhaltige Ernährung ist wichtig
Besonderheiten

Hat sehr kurze Beine.

Rassemerkmale und Erscheinungsbild

Wie sieht die Munchkin aus?

Die Munchkin erinnert mit ihren kurzen Beinen und dem langen Rücken an einen Dackel. Das ist auch das Markenzeichen dieser jungen Katzenrasse, welche bei TICA anerkannt ist. Die Beine sind aber dennoch kräftig und muskulös. Das Gesicht dieser Katzenrasse erinnert an ein süßes Kittengesicht. Die Ohren sind überproportional groß und der Kopf ist keilförmig. Die Beine sollten theoretisch alle gleich lang sein, aber längere Hinterbeine als Vorderbeine sind ebenso normal.
Die Munchkin ist eine eher kleine Katzenrasse. Sie erreicht bis zu 23 cm Schulterhöhe und 4 Kilogramm an Gewicht. Das Fell kann sowohl kurz als auch halblang sein. Farbtechnisch werden alle Farben anerkannt und auch die Augen können alle Farben aufweisen sowie sogar mehrfarbig sein. Diese Katze kann trotz ihres außergewöhnlichen Aussehens ein Alter von 20 Jahren erreichen.

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Welche Eigenschaften hat die Munchkin?

Die Munchkin ist eine lebhafte Katze, welche den Familienanschluss schätzt und sehr anhänglich sowie gesellig ist. Rennen und Spielen zählen zu ihren liebsten Hobbys, denn der Bewegungsdrang dieser Katze ist nicht so klein, wie man es vermuten mag. Sie kann lediglich aufgrund der kurzen Beine nicht ganz so hochspringen wie andere Katzenrassen.
Die Munchkin versteht sich normalerweise gut mit Kindern, Katzen und anderen Haustieren. Wichtig ist, dass sie viel Zuneigung und Beschäftigung bekommt. Auch die Neugierde dieser Katze sollte man nicht unterschätzen und fördern. Ganz viele Munchkins halten sich oft auf ihren Hinterbeinen auf, um besser beobachten zu können.

Gibt es noch andere Arten der Munchkin?

Man darf die Munchkin nicht einfach so mit nicht reinrassigen Katzen oder der Europäisch Kurzhaar verpaaren, das ist verboten. Man muss den Genpool genau anschauen, denn das M-Gen ist für die kurzen Beine dieser Katzenrasse verantwortlich. Dieses ist rezessiv und je nach Kombination kann es folgende Auswirkungen haben:
Mm = kurze Beine
Mm = normal lange Beine
MM = nicht lebensfähige Kätzchen

Herkunft und Geschichte

Wo kommt die Munchkin ursprünglich her?

Bei der Munchkin handelt es sich noch um eine recht junge Katzenrasse, obwohl kurzbeinige Rassen bereits Anfang des 20. Jahrhunderts beschrieben wurden. Während dem zweiten Weltkrieg gerieten sie jedoch in Vergessenheit. Sie tauchten dann allerdings in New England und Louisiana wieder auf. Sandra Hochenedel nutzte die schwarze Katze mit kurzen Beinen Namens „Blackberry“ dann für die Zucht und mehrere Kitten pro Wurf hatten kurze Beine. Ein Kater aus einem Wurf wurde dann nach Toulouse weiter gegeben. Damit war der Grundstein für die Munchkin Zucht gelegt.
Anerkannt wird die Munchkin-Katze seit 1994 von der TICA. Fife und einige andere Verbände erkennen diese Katzenrasse nicht an, weil sie der Meinung sind, dass sie gesundheitliche Probleme haben muss.

Pflege, Gesundheit und Krankheiten

Gibt es bei der Munchkin rassetypische Krankheiten?

Die Munchkin zählt zu den robusten Katzenrassen. Es gibt wenige Krankheitsbilder, welche rassenbedingt auftreten. Eine Erkrankung muss jedoch erwähnt werden, nämlich die sogenannte Lordose. Dabei handelt es sich um eine Krankheit der Wirbelsäule, welche dazu führt, dass die Muskeln, welche die Wirbelsäule stützen, zu kurz sind. Die Wirbelsäule dringt dadurch unter anderem in den Brustkorb ein und drückt auch auf die Lunge, das Herz und die Luftröhre. Jedoch ist die Anlage für diese Erkrankung auch bei der Munckin nur „leicht“ bis „moderat“.
Andere Krankheiten, welche auch Hauskatzen haben können, natürlich auch bei ihr auftreten.

Welches Futter braucht die Munchkin?

Der Stoffwechsel dieser Katzenrasse unterscheidet sich nicht vom Stoffwechsel anderer Katzenrassen. Die Portionen müssen der Auslastung und der jeweiligen Katze angepasst werden. Wichtig ist, dass man die Katze mit hochwertiger Ernährung versorgt, also zum Beispiel Nassfutter mit hohem Fleischanteil oder frisches Fleisch.

Wie pflegt man die Munchkin?

Die Munchkin sollte man ein bis zweimal pro Woche bürsten, je nach Haarstruktur (also ob Kurzhaar oder Halblanghaar).

Erziehung und Haltung

Wie viel Bewegung braucht eine Munchkin?

Der Bewegungsdrang der Munchkin ist recht groß, dennoch sollte man sie nicht in einen ungesicherten Freigang lassen, sondern sie drin mit angepassten Springhöhen, Jagdspielen und Intelligenzspielen versorgen.

Was brauche ich für die Haltung einer Munchkin?

Die Munchkin sollte keinesfalls den ganzen Tag alleine gelassen werden, da sie den Familienverband und die Gesellschaft liebt. Ein unbeschränkter Freigang wird nicht empfohlen, da die Munchkin nicht ganz so hochspringen kann.
Zur Grundausstattung sollte bei dieser Katzenrasse neben dem Katzenklo, Futternäpfen und Katzengras sowie mehrere Schlaf- und Kratzmöglichkeiten auch ausreichend Abwechslung in Bezug auf Spiele gehören. Die Katzenrasse eignet sich jedenfalls auch für Clickertraining, denn das stärkt auch die Bindung. Intelligenzspielzeuge sollte ebenfalls im Haushalt zu finden sein.

Überlegungen vor der Anschaffung

Wo kann man eine Munchkin kaufen?

Die Munchkin kostet zwischen 1.000 € und 2.000 €, wenn sie aus einer seriösen Zucht kommt. Bei dem Preis sind aber sowohl die Grundimmunisierung als auch die Papiere enthalten. Ein Kitten aus guter Zucht ist normalerweise auch gut sozialisiert. Reinrassige Munchkin-Katzen gibt es lediglich beim Züchter.


Laura GentileLaura Gentile ist Coach für Mensch&Tier und unterstützt als geprüfte Katzenverhaltensberaterin und Hundetrainerin Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Ursprünglich hat die Halbitalienerin Medien und Kommunikationswissenschaften studiert. Durch ihre eigenen Haustiere kam sie dann zu ihrer Berufung. Katze Kiwi und Hündin Lychee unterstützen Laura auch in ihrem beruflichen Alltag. Pfötchentraining ist spezialisiert auf Problemfälle und unterstützt seit Jahren Menschen dabei, mit ihrem Haustier endlich einen entspannten Alltag zu führen.


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