Elbsandsteingebirge, Sächsische Schweiz

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Elbsandsteingebirge

Wo liegt das Wandergebiet Elbsandsteingebirge?

Das Elbsandsteingebirge ist ein Mittelgebirge im Osten Deutschlands (Sachsen) und verläuft hinter Dresden über die Grenze nach Nordböhmen, Tschechien. Wegen der Lage wird das Gebiet auch die Sächsisch-Böhmische Schweiz genannt. Die Sächsische Schweiz bezeichnet daher den in Deutschland liegenden Teil des Nationalparks. Das überwiegend aus Sandstein bestehende Gebirge ist ungefähr 700 km2 groß und bietet Besuchern eine abwechslungsreiche, beeindruckende Natur.

Welche Art von Wanderwegen gibt es im Elbsandsteingebirge?

Für Wanderer ist die Sächsische Schweiz ein wahres Paradies. Hier gibt es für jedes Niveau, ob Einsteiger oder Wanderprofi, eine geeignete Route. Vorbei geht es dabei an großen Felsformationen, durch dichtes Grün der Wälder und teilweise auch mal steil hinab oder hoch hinauf. Wer sich große Steigungen nicht zutraut, kann dies bei der Planung natürlich berücksichtigen und eine Route mit angenehmerem Wanderprofil auswählen. Als gut besuchtes Urlaubsziel hat die Sächsische Schweiz hervorragend geplante Wanderwege, die stets auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Ist das Elbsandsteingebirge zum Wandern mit Hund geeignet?

Das Wandergebiet Elbsandsteingebirge ist grundsätzlich sehr hundefreundlich. Die Wanderwege können größtenteils wunderbar mit dem Vierbeiner erkundet werden. Aufgrund der meist dichtbewachsenen Wege ist auch genug Schatten vorhanden, um bei stärkerer Sonneneinstrahlung keinen Sonnenstich zu riskieren. Zwar geht es auch – je nach Route – gern an Bächen und Flüssen vorbei, dennoch sollte (wie beim Wandern mit Hund immer) ein Napf und eine Flasche Wasser dabei sein. Über eine Abkühlung im Bach wird sich dein Vierbeiner bestimmt dennoch noch freuen. Da die Sächsische Schweiz eine sehr abwechslungsreiche Natur bietet, kann es auch gern mal einen großen Anstieg geben, der mit einer Leiter überbrückt wird. Hier gilt es, vorab zu überlegen, ob der eigene Hund getragen werden kann oder ob lieber ein Alternativweg herausgesucht werden sollte. Zur besseren Sicherung des Hundes sollte er zudem ein Geschirr tragen. So kann man auch ohne Probleme schnell ins Geschirr greifen und ihn halten. Zudem kann er sich mit dem Geschirr vorteilhafter bewegen, ohne den empfindlichen Halsbereich zu belasten.

Welche Highlights bietet das Wandergebiet Elbsandsteingebirge?

Das absolute Highlight der Sächsischen Schweiz ist die Bastei, eine Felsformation, über die eine steinerne Brücke als Aussichtsplattform führt. Ein Besuch lohnt sich allemal, sollte aber bestenfalls in den Morgenstunden eingeplant werden, um die Besuchermassen zu umgehen. Wen das nicht stört, kann die Bastei auch als Zwischenziel einer Wanderroute einplanen und vorher etwa zu den Schwedenlöchern wandern. Das ist eine klammartige Seitenschlucht des Amselgrundes, in der sich die Einwohner während des 30-jährigen Krieges vor den Schweden versteckten und die heute Wanderern einen spannenden Weg bietet. Vorbei an großen Felsen geht es auch einige Stufen und zwei Leitern entlang. Etwa 900 Stufen sind zu überwinden, welche Bastei und Schwedenlöcher verbinden.

Auch das Schrammsteintor ist als Wanderpunkt absolut lohnenswert. Das Tor wird durch zwei beeindruckende Felsen gebildet, die weit hinaufragen und auch bei Kletterern beliebt sind. Hierhin führen zudem leicht begehbare Wanderwege, die einen gut zu bewältigenden Untergrund bieten. Holzbohlen und Sandwege, die nicht allzu steil hinaufführen, machen es Wanderern aller Konditionslevel angenehm. Lediglich der Jägersteig, eine Treppe mit Gitteruntergrund, ist Teil des Weges. Es ist empfehlenswert, für einen großen Hund vier Pfotenschuhe in den Rucksack zu stecken, um eine solche Passage überwinden zu können, ohne ihn tragen zu müssen. Führst du deinen Hund unterstützend am Geschirr, solltet ihr ohne Probleme oben ankommen.

Fazit

Generell lässt sich sagen, dass die Sächsische Schweiz ein wahres Wanderparadies ist und Strecken für jedermann bietet. Durch die gut erkundeten Wege lässt sich vorab beurteilen, ob der jeweilige Weg mit dem Hund zu meistern ist oder nicht.

Es gibt einige Highlights im Nationalpark, die typischerweise weit oben liegen. Es sind tolle Aussichtspunkte und beeindruckende Felsen, die aufgrund ihrer Lage entsprechend anspruchsvoller zu erreichen sind. Mit geeignetem Schuhwerk, einem gesunden, fitten Hund und den erwähnten Pfotenschuhen, um diese vor Gittern zu schützen, können diese beliebten Ausflugsziele erreicht werden. Wer sich für gemäßigtere Wege entscheidet, wird aber ebenso auf seine Kosten kommen, denn das Elbsandsteingebirge ist einfach beeindruckend und die ruhige, malerische Natur ringsum ein Traum.

 


KristinaKristina Ziemer-Falke ist zertifizierte Hundetrainerin und Verhaltensberaterin durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein und das Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Darüber hinaus verfügt sie über viele Zusatzausbildungen und Schwerpunkte und ist im Prüfungsausschuss der Tierärztekammer Niedersachsen für die Hundetrainerzertifizierungen.
Mit ihrem Mann Jörg Ziemer gründete sie das Schulungszentrum Ziemer & Falke, in dem sie seit vielen Jahren mit viel Herz, Leidenschaft und Kompetenz Hundetrainer in ganz Deutschland ausbilden und viele Weiterbildungsangebote anbieten. Viele kennen Kristina außerdem als erfolgreiche Autorin von Fachbüchern für Hundetrainer und Hundehalter sowie aus Artikeln beliebter Hundezeitschriften.


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