Metallpanzerwels im Portrait

16813
0

Metallpanzerwels

Kobolde im Aquarium, so nennt man nicht nur die Metallpanzerwelse auch. Ihr lebhaftes und friedliches Wesen, die geringe Größe sowie die leichte Haltbarkeit machen sie zu besonders beliebten und geeigneten Aquarienfischen. Welche Bedingungen für Metallpanzerwelse ideal sind, erfährst du hier.

Steckbrief

Name: Metallpanzerwels (Corydoras aeneus)
Systematik: Panzerwelse
Größe: 6-7 cm
Herkunft: nördliches und mittleres Südamerika
Haltung: einfach
Aquariengröße: ab 54 Liter (60 cm)
pH-Wert: 6 -8
Wassertemperatur: 20-28°C

 

Wissenswertes über den Metallpanzerwels

Wissenschaftliche Bezeichnung

Corydoras aeneus
Andere Bezeichnungen
Goldstreifenpanzerwels

Systematik

Klasse: Actinopterygii (Strahlenflosser)
Ordnung: Siluriformis (Welse)
Familie: Callichthyidae (Panzer- und Schwielenwelse)
Gattung: Corydoras
Art: Corydoras aeneus (Metallpanzerwels)

Größe

Die maximale Länge beträgt 6,5 cm. Männchen bleiben kleiner als die Weibchen.

Farbe

Aufgrund seines großen Verbreitungsgebiets ist die Färbung sehr variabel. Neben der namengebenden metallisch blauen Körperfarbe gibt es auch schwärzliche und grünliche Varianten und solche, bei denen der Seitenstreifen mehr oder weniger stark ausgeprägt ist.

Herkunft

Im Norden und Nordwesten Südamerikas weit verbreitet (Venezuela, Guyana-Staaten, Brasilien, Trinidad).

Geschlechtsunterschiede

Weibchen sind etwas größer und deutlich fülliger. Von oben gesehen, sind die Bauchflossen bei den Männchen oft spitz auslaufend, bei den Weibchen rund. Der Körper der Männchen ist – ebenfalls von oben betrachtet – in Höhe der Brustflossen am breitesten, der der Weibchen unterhalb der Rückenflosse. In der Farbe unterscheiden sich die Geschlechter der Metallpanzerwelse nicht.

Fortpflanzung

Oft ausgelöst durch einen Wechsel mit etwas kühlerem Wasser beginnen die Männchen, ein Weibchen zu verfolgen und dicht über ihren Kopf zu schwimmen. Nach einiger Zeit stellt sich ein Männchen quer vor das Weibchen und klemmt dessen Barteln mit einer Brustflosse ein. In dieser T-Stellung lässt das Weibchen einige Eier in eine Tasche gleiten, die sie aus den zusammengelegten Bauchflossen bildet. Dann trennen sich die Partner und das Weibchen sucht sich eine glatte Stelle (Scheibe, Stein, Blatt), an der es die stark klebenden Eier anheftet. Nach Ende des Ablaichens kümmert es sich nicht mehr um die Eier und Larven, frisst sie aber manchmal. Die nach etwa knapp einer Woche frei schwimmenden Jungen können mit feinstem Trocken- und Lebendfutter aufgezogen werden.

Lebenserwartung

Der Guppy wird ca. 10 Jahre alt.

Wissenswertes zur Haltung

Ernährung

Bei der Nahrungssuche taucht der Panzerwels bis über die Augen in den Bodengrund ein und sucht hier nach Lebendfutter. Er lässt sich aber sehr gut mit Trockenfutter ernähren, einmal wöchentlich sollte Lebend- oder Frostfutter (wurmähnlich, etwa Mückenlarven) gereicht werden. Wichtig ist, dass das Futter in Bodennähe ist.

Gruppengröße

Metallpanzerwelse fühlen sich nur in der Gruppe wohl. Mindestens sechs Welse sollten es sein. Wie groß diese Gruppe sein kann, hängt von der Größe des Aquariums ab. Generell kann man sagen, dass je zehn Liter Aquarienwasser ein Wels gepflegt werden kann. Wenn man größere Exemplare erwerben kann, sollte man ein paar mehr Männchen als Weibchen pflegen, aber die Geschlechterverteilung spielt fast keine Rolle.

Aquariengröße

Das Becken sollte für diese Panzerwelse mindestens ein Volumen von 54 Litern haben. Schon ein kleines Standardaquarium mit den Maßen 60 x 30 x 30cm erfüllt diese Kriterien. Dort können sechs Exemplare gehalten werden.

Beckeneinrichtung

Der Bodengrund sollte feinkörnig (grober Sand, feiner Kies) und vor allem nicht scharfkantig sein. Wer einen gröberen Bodengrund hat, sollte eine kleine Sandkiste eingraben und dort auch füttern. Einige Pflanzen können auch als Ablaichplatz dienen.

Metallpanzerwelse vergesellschaften

Als ausschließlich bodennaher Bewohner können Metallpanzerwelse mit allen anderen friedlichen Fischen der mittleren und oberen Aquarienregionen vergesellschaftet werden. Vorsicht aber vor Flossenbeißen wie Sumatrabarben, die den Rückenflosse dieser friedlichen Kobolde gefährlich werden können.

Erforderliche Wasserwerte

Die Temperatur sollte zwischen 20 und 28°C, der pH-Wert bei 6,0-8,0 liegen.


Ingo Seidel ist seit seiner Kindheit von der Natur begeistert und bekam im Alter von sechs Jahren sein erstes Aquarium. Sein Spezialgebiet sind die Welse, aber als engagierter Mitarbeiter im Zierfischgroßhandel hat er mittlerweile sehr gute Kenntnis von den meisten Süßwasserfischen erlangt. Er ist Autor unzähliger Berichte in Aquarienzeitschriften und veröffentlichte mittlerweile auch diverse Fachbücher. In der Internationalen Gemeinschaft Barben-Salmler-Schmerlen-Welse war er jahrelang Leiter der Sparte Welse, aktuell ist er dort Redakteur des BSSW-Reports.


Hilf uns, unseren Service weiter zu verbessern. War dieser Artikel hilfreich für dich?

Kommentare, Fragen und Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.