So erkennst du gutes Zierfischfutter

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Fütterung Aquarienfische

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Angebote an Zierfischfutter. Doch woran erkennst du, ob das Futter für deine Fische geeignet ist?
Das erfährst du hier!

Kennzeichen eines guten Zierfischfutters

  • vielseitig & ausgewogen
  • nachhaltig
  • Transparenz
  • gute Akzeptanz
  • hohe Verdaulichkeit
  • geeignete Schwimm-/Sinkeigenschaften
  • an den Entwicklungsstand der Fische angepasst
  • Wasserstabilität

Vielseitig & ausgewogen

Gutes Zierfischfutter ist vor allem eines: Ausgewogen. Fische ernähren sich in der Natur sehr vielseitig. Deshalb musst du bei der Wahl deines Futters darauf achten, dass es deine Fische mit allem versorgt, was sie für Gesundheit und Wohlbefinden brauchen. Beachte dabei unbedingt auch, welche Fischart du füttern möchtest. Ein Raubtier braucht eine andere Nährstoffzusammensetzung als ein Pflanzenfresser.

Nachhaltigkeit

Stammt der verwendete Fisch aus nachhaltiger Fischerei? Wird in der Produktion auf Emissionsreduktion und Verringerung des Energieverbrauchs geachtet? Achte bei der Wahl deines Fischfutters auch darauf, dass es nachhaltig produziert wurde.

Transparenz

Eine klare Deklaration der für das Futtermittel verwendeten Einzelfuttermittel erleichtert dir die Einschätzung der Fischfutterqualität.

Zierfischfutter

Gutes Zierfischfutter wie das von Sera ist ausgewogen, nachhaltig produziert und liefert deinen Fischen alle wichtigen Nährstoffe.

Gute Akzeptanz

Was nutzt das beste Futter, wenn es nicht gefressen wird? Wähle besser ein Futter, das von deinen Fischen sehr gern verzehrt wird.

Hohe Verdaulichkeit

Ein hochverdauliches Futter reduziert die Ausscheidungen deiner Fische. Das ist ein großer Vorteil, da die Ausscheidungen deiner Fische sonst das Wasser unnötig belasten.

Geeignetes Schwimm- und Sinkverhalten

Fische, die von der Oberfläche fressen, brauchen schwimmendes Futter. Welse und andere Bodenbewohner dagegen sind darauf angewiesen, dass das Futter schnell sinkt. Insbesondere im Gesellschaftsbecken ist das wichtig. Sonst fressen andere hungrige Mäuler das Futter, bevor es beim Bodenbewohner angekommen ist.

An den Entwicklungstand angepasst

Junge Fische brauchen für ihr Wachstum viel Energie und eine angepasste Nährstoffzusammensetzung. Auch das Angebot kleinerer Futterbrocken ist hierbei meist sinnvoll.

Nährstoffe

Wie oben beschrieben, muss gutes Futter vor allem ausgewogen sein. Das heißt, dass alle Nährstoffe enthalten sind, die deine Fische brauchen. Um welche Nährstoffe handelt es sich hierbei?

Protein (Eiweiß) – unverzichtbare Bausteine

Proteine (oder Eiweiße) liefern Aminosäuren. Das sind Bausteine, aus denen der Fisch körpereigene Proteine (zum Beispiel in der Muskulatur) aufbauen kann. Sie sind unerlässlich im Futter. Geeignete Proteinlieferanten weisen ein passendes Aminosäureprofil auf, das heißt, sie sind für den Fisch gut nutzbar. Naheliegend, dass Proteinquellen aquatischer Herkunft oft besonders gut für die Ernährung von Fischen geeignet sind. Dazu zählt beispielsweise Fischmehl, das aus frischen, ganzen Fischen (am besten aus nachhaltiger Fischerei!) hergestellt wird.

Lipide (Fette & Öle) – Energie pur

Lipide strotzen quasi vor Energie. Sie sind die Hauptlieferanten selbiger und bringen dem Körper die wichtigen (Omega-)Fettsäuren. Besonders gut eignet sich für die Fischfütterung die Verwendung von Fischöl. Es bleibt auch bei niedrigen Temperaturen flüssig und gut verdaulich. Die Vitamine A, D, K und E sind fettlöslich und werden daher zum Teil direkt mit Fetten und Ölen aufgenommen. Enthält die Nahrung geeignete Fette & Öle in passender Menge, kann das einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Fische haben.

Kohlenhydrate – Gutes in Maßen

Schnell verfügbare Energie liefern Kohlenhydrate (zum Beispiel aus Getreide). Sie sind außerdem für einige Körperfunktionen wichtig. So werden sie etwa zum Aufbau des schützenden Schleimes auf der Fischhaut benötigt und können auch prebiotische Funktionen im Verdauungstrakt haben. Ein Übermaß in der Kohlenhydratversorgung kann aber zu Fetteinlagerungen und Fettleber führen – deshalb sollten sie eher maßvoll gefüttert werden.

Ballaststoffe – gesunde Verdauung

Ballaststoffe sind unverdauliche Faserstoffe und werden energetisch nicht verwertet. Der findige Fischhalter fragt sich jetzt sicherlich, weshalb sie dann überhaupt im Futter enthalten sein sollten. Aus gutem Grund: Sie tragen zu einer guten Verdauung bei. Pflanzenfresser benötigen sie mehr als Raubfische. Rohfaserreiche Kräuter und Gemüse sind sinnvolle Ballaststofflieferanten.

Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitalstoffe

Diese Stoffe haben Schlüsselrollen im Stoffwechsel und beim Wachstum. Bei unzureichender Versorgung zeigen Fische schnell Mangelerscheinungen. Mit naturnahen und abwechslungsreichen Zutaten wie beispielsweise Spirulina, Hefe, Zooplankton und Seealgen wird die Mahlzeit aufgewertet.

Pigmente

Für die strahlende Farbgebung deiner Fische solltest du außerdem auf eine geeignete Versorgung mit Pigmenten achten. Einige naturnahe Zutaten, beispielsweise Spirulina und die besonders hochwertige Haematococcusalge, liefern diese Farbstoffe. Zu den wichtigsten Pigmenten, die deine Fische zum Strahlen in prächtigen Farben bringen, zählen etwa Astaxanthin, die Carotinoide und Phycocyanin.

Gutes Zierfischfutter

Mit diesen Tipps findest du nun auch das richtige Futter! Und das Wichtigste nicht vergessen: Achte auf die arteigenen Bedürfnisse deiner Fische. Das perfekte Pflanzenfresser-Futter nutzt deinen Fischen nichts, wenn es sich bei ihnen um fleischfressende Tiere handelt.

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