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25 Jahre Erfahrung

Hund und Katze aneinander gewöhnen

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Trotz der Vorurteile und Klischees können Hund und Katze gute Freunde werden und friedlich unter einem Dach zusammenleben. Damit es aber zu diesem Zustand kommt, musst du die beiden zusammenführen und miteinander bekannt machen. Wie das am besten gelingt, erfährst du hier.

Generelles zur Zusammenführung

Wenn es auf beiden Seiten bisher keine unangenehmen Erfahrungen mit der anderen Rasse gab, ist das die beste Voraussetzung für das Zusammenführen. Wichtig ist, dass du als Halter vorher einen genauen Plan festlegst und dir klar bist, wie du den Neueinzug und die ersten Begegnungen durchführen willst. Problematisch kann zuerst vor allem die unterschiedliche Körpersprache sein, aber mit langsamer Gewöhnung kann man auch dieses Hindernis überwinden. Am einfachsten gelingt das Ganze übrigens, wenn beide bereits als Jungtiere zueinander kommen. Wichtig ist, dass der Hund die Katze als Rudelmitglied und nicht als potentielle Beute ansieht. Es ist übrigens einfacher, eine Katze in einen Hundehaushalt zu integrieren als andersrum: Immerhin sind Hunde Rudeltiere und nehmen die Katze deshalb in der Regel besser auf.

Die Vorbereitungen

Wichtig ist, dass der Neuzugang – egal ob Hund oder Katze – zum Charakter des bereits anwesenden Tieres passt. Ein Katzenwelpe oder eine Jungkatze sollte man mit einem Welpen oder Junghund „verkuppeln“, damit keine der beiden Seiten unterdrückt wird; ist der Hund allerdings bereits ausgewachsen, muss die Katze mindestens 4 Monate alt sein. Ist der Hund besonders lebhaft, sollte die Katze zudem eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein besitzen und nicht zu scheu oder gar ängstlich sein. Und alte Tiere passen am besten zu ruhigen oder ebenso alten Neuzugängen.

Bevor der Neuzugang einzieht, sollte man den Geruch des Tieres dem „alteingesessenen Tier“ bereits auf einer Decke zugänglich machen, damit es sich an den Geruch gewöhnen kann. Bringt man einen Hund in einen Katzenhaushalt ist es zudem wichtig, dass sich die Katze an das Bellgeräusch gewöhnen kann. Dazu Aufnahmen von Hundegebell zuerst leise vorspielen, später kann man die Lautstärke langsam steigern.

Außerdem muss man die Wohnung anpassen: Die Futterstellen sollten getrennt sein, damit kein Futterneid entsteht: Am besten die Futterstelle der Katze auf eine erhöhte Stelle verlegen. Wenn das eine Umstellung für die Katze ist, sollte man diese Umgewöhnung langsam vornehmen, damit das nicht als zusätzlicher Stressfaktor zählt. Ebenso wie die Futterstelle muss das Katzenklo für den Hund tabu sein: Hunde neigen dazu, Katzenkot zu fressen und die Katze kann auf eine solche Störung ihrer Privatsphäre mit Unsauberkeit reagieren.

Während der ersten Tage muss zusätzlich eine räumliche Trennung bestehen, du solltest also einen Raum für den Neuankömmling vorbereiten, in dem er sich die ersten Tage aufhält und sich an die neue Umgebung gewöhnt. Parallel dazu können sich beide an den Geruch des anderen gewöhnen, ohne sich direkt zu begegnen.

Die erste Begegnung

Nun ist es soweit, die erste Begegnung steht an. Im Prinzip läuft das Verfahren gleich ab – unabhängig davon, ob ein Hund zur Katze oder eine Katze zum Hund dazu kommt. Um die Formulierung einfacher zu machen, wollen wir hier den Neueinzug einer Katze in einen Hundehaushalt beschreiben.

Während die Katze also bereits für einige Tage in dem isolierten Raum lebt, sollte man auf keinen Fall den Hund vernachlässigen. Sonst kann Eifersucht auftreten, die die Zusammenführung nur verkompliziert. Zusätzlich sollte die Katze bereits – wenn der Hund abwesend ist, beispielsweise spazieren – Streifzüge in der Wohnung unternommen haben und sich ein wenig auskennen.

Die Zusammenführung sollte auf jeden Fall mit zwei Personen durchgeführt werden, das vereinfacht das Ganze enorm. Es sollte eine stressfreie Atmosphäre herrschen, die nicht durch lästige Geräusche gestört ist. Zusätzlich sollten beide Tiere vorher gefressen haben, dann sind sie prinzipiell „satt und zufriedener“. Man selber fungiert bei der Begegnung als Moderator und sollte entspannt und ruhig sein: Deine Emotionen übertragen sich auf die Tiere, also nicht nervös oder ängstlich sein! Wichtig ist, dass du geduldig bist und Einfühlungsvermögen beweist. Man muss sich dabei bewusst sein, dass die Gewöhnung anstrengend und auch aufwändig sein kann, Rückschläge sind normal und die Tiere bestimmen immer die Zeit der Eingewöhnungsphase. Deshalb Scheinattacken nicht dramatisieren, aber klar kommunizieren, dass ein solches Verhalten nicht erwünscht ist. Zusätzliche Leckerchen lockern die Situation auf und machen das Ganze zu einem positiven Erlebnis.

Wenn man den Raum für das Zusammentreffen ausgewählt hat, sollte man den Hund anleinen und festhalten oder irgendwo fest anbinden. Es darf auf keinem Fall zu einer Jagd kommen, da das die Arbeit um ein Vielfaches erschwert. Es hilft, wenn der Hund vorher ordentlich ausgelastet wurde.

Nun lässt du die Katze in den Raum: Sie bestimmt den Abstand zum Hund selber und ihn zu sehen und „aus der Ferne“ zu riechen reicht für die erste Begegnung völlig aus. Man sollte sie nicht in eine Transportbox packen, denn dort hat sie keine Fluchtmöglichkeit. Reagiert der Hund mit Bellen oder Zerren, sollte man versuchen, ihn abzulenken: Beruhigt er sich, ausgiebig loben. Wird es nicht besser, die Begegnung erst mal abbrechen. Das sollte auch passieren, wenn sich eins der Tiere zu ängstlich zeigt: Ein erhöhter Aussichtspunkt ist übrigens förderlich, da die Katze hier in Sicherheit ist und ruhig beobachten kann. Während sich die Vierbeiner anfreunden, sollte sich je eine Person einem Tier zuwenden, es streicheln, beruhigend auf es einreden und positives Verhalten mit Leckerchen bestärken. Wenn alles gut läuft, solltest du die Begegnung nach ein paar Minuten beenden (die Katze sollte stets die Möglichkeit haben, den Raum wieder zu verlassen). Beide Tiere danach noch mal ausgiebig loben und mit ihnen spielen oder rausgehen.

Weiterüben

Diese Art von Kontakt so lange praktizieren, bis keine starken Emotionen oder Abwehrreaktionen zu erkennen sind. Achte darauf, dass du die Tiere nicht überforderst. Du als Besitzer merkst am besten, wann du die Leine beim Hund weglassen kannst und die „freie“ Begegnung an der Reihe ist. Bei diesen Begegnungen sollte man zwar aufmerksam sein, aber normale Alltagstätigkeiten weiterführen. Die Tiere merken so, dass der Kontakt etwas Normales ist. Parallel sollte man immer den normalen Tagesablauf beibehalten, das gibt zusätzlich Sicherheit.

Mehr Informationen erhaltet ihr hier: ZooRoyal_Studie Hund Katze

Bildquelle: Hagit Berkovich / Fotolia.com

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Kommentare, Fragen und Antworten
  1. Petra sagt:

    Hallo, ich bin mit meinem mittelgroßen Mischling in eine neue Wohnung mit einem kleinen Garten gezogen. Zuerst war alles ok. Doch seit drei Wochen schleicht besonders wenn es dunkel ist eine Katze im Garten herum. Das macht den Hund verrückt, er riecht und sieht sie und rennt bellend im Garten herum und kriegt sich kaum ein. Er ist ein ehemaliger Straßenhund und da ist auch nix zu machen. Er hasst Katzen. Gibt es eime wirkungsvolle Methode, die Katze aus dem Garten fernzuhalten? Bei Regen hilft dieses Minzöl auch nicht sonderlich und diese stinkende Pflanze ist auch nur für den Sommer. Auf jeden Fall wird mein Hund immer unruhiger, weil er weiss, dass die Katze dort ist. VieleGrüße und vielen Dank. Petra

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Petra,

      wir können die als Alternative noch „Katzengranulat“ anbieten. Das hat einen Knoblauchgeruch, der Katzen ebenfalls fern hält. Du kannst auch direkt Knoblauch und Zwiebeln in den Beeten verteilen. Allerdings müssen Knoblauch und Zwiebeln immer wieder neu ausgestreut werden. Eventuell wäre auch eine Teichabwehr etwas für dich. Diese stößt einen Alarmton aus, wenn sich eine Katze nähert.

      Liebe Grüße
      dein ZooRoyal Team

  2. Ralf sagt:

    Hallo,

    Zu dem Thema Hund und Katze haben wir hier ein Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=NTh6anIip38

    „Böser Kampfhund“ mit Babykätzchen

    Grüße

  3. Mario sagt:

    Hallo

    Habe ne 4 jahre alte Katze und ein 2 Jahren alten Hund der Hund ist ganz entspannt aber die Katze knurrt und faucht ihn nur an er ist an der Leine aber sie wird aggressiv zum Hund soll man es trotzdem weiter ausprobieren oder her lassen…

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Mario,

      wir würden dir empfehlen, es mit den im Beitrag erklärten Schritte zu versuchen. Wenn du deiner Katze klar machst, dass dein Hund ein Freund und kein Feind ist, kann das auf jeden Fall klappen. 🙂

      Liebe Grüße
      dein ZooRoyal Team

  4. Samira sagt:

    Hallo
    Ich habe zwei ca 8 jährige katzen die beide noch keine schlechten Erfahrugen mit einem Hund gemacht haben. Wir haben einen Hund aus Rumänien adoptiert der lt Verein mit Katzen zurecht kommen sollte. Die Hündin ist jetzt etwa 10 monate alt.
    Meine Katzen sind scheu dem neuen Mitbewohner gegenüber
    Ich habe ein türschutzgitter angebracht dass die Katze das Schlafzimmer als Rückzug hat aber trotzdem den hund schon einmal sehen kann
    Nach drei Tagen trauen sie sich jetzt schon aus dem Schlafzimmer von alleine
    Allerdings knurrt der Hund wenn die katze sich zum gucken nähert
    Habt ihr eine Idee wie ich die drei sozialisieren kann
    Gruss

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Samira,

      das klingt doch schon ganz gut! Dass dein Hund noch etwas misstrauisch ist, ist ganz normal. Versuche noch ein paar Mal, die drei durch das Gitter einander anzunähern, dann sollte es bald mit der Vergesellschaftung klappen!

      Liebe Grüße
      dein ZooRoyal Team

  5. Katrin sagt:

    Hallo,
    Wir haben eine Katze die 7 Jahre alt ist. Ihre vorherigen Erfahrungen mit Hunden war nicht gut, da wir in unSeren alten Wohnung einen Nachbarshund hatten, der sie immer angebellt hat. Nun wollen wir einen Hund aus einer Organisation aufnehmen wo allerdings vorausgesetzt wird, dass die Katze mit Hunden klar kommt. Dort war die Aussage wir sollten es mAl mit einem anderen Hund von Bekannten der zu Besuch kommt ausprobieren…
    Was meinen Sie dazu?

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Katrin,

      das ist eine gute Idee! So lernt die Katze, dass Hunde auch Freunde sein können und ist bestimmt entspannter, wenn dann ein neuer Vierbeiner bei euch einzieht. 🙂

      Liebe Grüße
      dein ZooRoyal Team

  6. Lisa.D. sagt:

    Hallo, ich hätte da auch eine Frage.

    Ich hab eine 4 monatige Katze, die sehr eifersüchtig und anhänglich ist. Sie wohnt jetzt seit 2 Monaten bei uns und bisher lief alles bestens.
    Gestern haben wir zur Not einen 1 jährigen Schäferhund-Akita Mischling zu uns aufgenommen. Er lebte vorher in einer 1 Raum Wohnung und wurde nicht recht gut erzogen. Klar, ist er noch etwas wild, aber trotz allem ist er total lieb. Er ist auch an Katzen gewöhnt gewesen. Nun haben wir die beiden gestern Abend mit viel Geduld zusammengeführt. Unsere Katze hat sich sehr langsam rangetastet und jetzt laufen beide in der Wohnung rum. Meine Katze ist wie immer, sie liegt auf ihren Plätzen und verhält sich sonst normal. Nur starrt sie den Hund die ganze Zeit an und knurrt extrem. Er traut sich nicht an ihr vorbeizugehen, allgemein ist es ihm unangenehm im selben Raum zu liegen. Sie beschnüffelt ihn, doch kaum schaut er sie an, faucht und knurrt sie. Und wie gesagt, er traut sich nicht an ihr vorbeizugehen. Total schlimm. Was mache ich jetzt? Ist das normal? Legt sich das? Ist sie Zusammengeführung geglückt? Kann ich die beiden alleine lassen?

    Ich würde mich über eine Antwort riesig freuen.
    Danke.

    Liebe Grüße.

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Lisa,

      in der Anfangszeit ist das ganz normal. Solange deine Katze ihn nicht angreift, besteht kein Grund zur Sorge. Die beiden so alleine zu lassen, würden wir dir allerdings noch nicht raten.

      Liebe Grüße,
      Dein ZooRoyal Team

  7. Isabell sagt:

    Hallo,

    wir stehen momentan vor einen großen Problem. Unsere „Nachbarn“, einen Einödhof weiter, sind am 31.12.2016 ausgezogen. Leider haben sie nie etwas gegen ihre verwilderte Katzenplage getan. Da haben sich wahllos Katzen vermehrt. Die sitzen nun alleine auf dem Hof. 7 Stück sind es. Sie sind alle aus diesem Jahr. Manchen sind etwas größer, manche etwas kleiner. Sie kommen zum Füttern. Vor lauter Hunger kommen sie auch gleich zum Futter auch wenn ich noch da stehe. Anfassen traue ich mich sie aber nicht.

    3 haben wir bereits im Tierheim abgegeben. Doch das Tierheim ist voll. Wir finden keine Möglichkeit, wo wir die anderen 4 unterbringen können. Kein Tierheim nimmt sie und niemand möchte solche Fundkatzen die nicht stubenrein sind.
    Daher würde ich gerne eine aufnehmen. Allerdings habe ich 2 Pudel, eine 4-jährige Toypudelhündin und einen 4-jährigen Kleinpudelrüden.

    Die Hündin ist mit Katzen aufgewachsen, da ich damals welche mit der Hand aufgezogen habe. Sie spielt auch mit diesen. Allerdings kann sie im Alltag schwer unterscheiden welche Katze mit ihr spielen möchte und welche nicht. Sie geht davon aus, dass die alle so spielfreudig sind wie meine Handaufzuchten. Der Pudelrüde kennt keine Katzen, draußen jagt er sie allerdings wenn man ihn lässt.

    Ich stehe nun aber vor dem Problem: entweder eine Katze aufnehmen oder sie jetzt im Winter sterben zu lassen, da sie recht unterernährt sind. Auf dem Hof können sie auch nicht bleiben, da rückt in den nächsten Wochen eine Baufirma an und wird einige Gebäude abreisen.

    Ich habe eine 2-Zimmer-Wohnung mit 70 qm. Wohnzimmer, Flur, Schlafzimmer und ein Bad und eine Küche ohne Fenster.

    Besteht bei dieser Konstellation Hoffnung, dass das ein gutes Ende nimmt? Ich würde mir für die Katze auch einen Platz mit Freigang wünschen. Es muss also nicht unbedingt eine Endlösung sein. Allerdings ist die Bleibe bei mir momentan ihre einzige Möglichkeit.

    Wie würde denn hier eine Vergesellschaftung aussehen? Ich würde 2 große Kratzbäume aufstellen bis zur Decke hoch. Da kommen die Hunde in keinster Weise dran. Allerdings ist die Katze wahrscheinlich nun nicht wirklich selbstbewusst gegenüber Hunden, da sie auch nicht menschenbezogen ist.

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Isabell,

      erst einmal finden wir es toll, dass du dich um die Katze kümmern möchtest! ♥
      Am besten gehst du so vor, wie in unserem Beitrag beschrieben. Halte die Katze für ein paar Tage in einem separaten Zimmer. Besorge dir ein Trenngitter, das du zwischen die Türe stecken kannst, um nach ein paar Tagen mit der Vergesellschaftung zu beginnen. Lass die deine drei Fellnasen sich ganz behutsam kennen lernen und zeige Ihnen, dass sie Freunde und keine Bedrohung sind. Klappt dies gut, kannst du nach ein paar Versuchen die Katze aus dem Zimmer lassen.

      Liebe Grüße und viel Erfolg
      dein ZooRoyal Team

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