Papagei als Haustier – Tipps zur Haltung und Pflege

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Papagei als Haustier

Von allen Haustieren hat der Papagei die höchste Lebenserwartung. Werden die quirligen Federfreunde richtig gehegt, dann können sie je nach Art sogar um die 100 Jahre alt werden. Häufig machen Menschen den Fehler und entscheiden sich für einen Papageien, weil sie diesen für besonders zahm oder gar dekorativ einstufen. Ein weiterer verlockender Anschaffungsgrund ist die oftmals gegebene Sprachfähigkeit der drolligen Zweibeiner. Die Haltung der gefiederten Lebewesen erweist sich oft als komplizierter als sie auf den ersten Blick scheint. Papageien sind zweifelsohne sehr sensible Vögel.

Jeder Papagei braucht einen geeigneten Besitzer

Mit Papageien als Haustieren erwarten dich im Regelfall viele Jahrzehnte voller Verantwortung. Du solltest dir im Vorhinein der Tatsache bewusst sein, dass du mindestens zwei der quirligen Zeitgenossen beherbergen musst. Papageien sind zudem nicht immer nur liebe Schmusevögel, sondern manchmal sehr eigenwillige und vor allem dickköpfige Begleiter. Darüber hinaus benötigst du ausreichend Platz. Eine angemessen große Voliere ist unerlässlich. Obst- und Gemüsestücke müssen nicht nur mühevoll geschnitten werden, sondern Essensreste auch innerhalb und außerhalb der Voliere entfernt werden. Die Papageien richten gerne mal ein kleines Chaos an und verursachen dabei reichlich Schmutz. Geräuschempfindlich darfst du nicht sein. Es ist stets damit zu rechnen, dass die munteren Tierchen das TV-Programm mit einem Pfeifkonzert begleiten. Für Langschläfer kann das Verhalten der Papageien auf Dauer ebenfalls einen nervenden Effekt haben. Diese und viele weitere Dinge solltest du dir vor der Anschaffung vor Augen führen. Sofern du diesen Anforderungen gerecht wirst, erwartet dich mit einem Papagei ein Begleiter, der nicht nur treu ist und deine Gegenwart zu schätzen weiß, sondern dein Leben in jeglicher Hinsicht bereichert. Die positive Energie der Rabauken wirkt sich sicher gewinnbringend auf deinen Gemütszustand aus.

Verschiedene Papageienarten

Der Papagei zählt zur Ordnung der Psittaciformes. Traditionell lassen sich die gefiederten Tiere in zwei Kategorien unterteilen: die Kakadus und die Eigentlichen Papageien. Erstere besitzen eine aufstellbare Federhaube, während es ihnen hingegen an der sogenannten Dyck-Struktur der Federäste mangelt, an der sich das einfallende Sonnenlicht bricht. Die Eigentlichen Papageien besitzen keine Federhaube. Nichtsdestotrotz gibt es unter diesen einige Arten, die spezielle Nackenfedern ihr Eigen nennen, die als eine Art Krause fungieren. Beiden Familien gemein ist, dass sie eine aufrechte Körperhaltung und einen kräftigen Schnabel sowie einen Kletterfuß haben, bei dem zwei Zehen nach vorne und zwei nach hinten gestellt sind. Sich für die richtige Papageienart zu entscheiden, fällt nicht leicht. Amazonen erfreuen sich beispielsweise deshalb großer Beliebtheit, weil sie für einen recht robusten Charakter bekannt sind. Ihre Sprachbegabung ist hingegen weniger stark ausgeprägt. Dennoch verfügen sie über ein sehr lautes Sprachorgan, mittels welchem sie sich gerne morgens und abends bemerkbar machen. Zu jenen Papageien, die den Haltern besonders viel Feingefühl abverlangen, zählen die Blaustirnamazonen, da sie sich bei Eintritt der Geschlechtsreife von ihrer menschlichen Bezugsperson vorübergehend abwenden und mit aller Kraft ihr Revier verteidigen.

Gesellschaft als Schlüssel zum Glück

Papageien gelten als sehr gesellig. Nicht grundlos leben sie in der freien Natur in größeren Verbänden zusammen. Berücksichtige diesen Aspekt bei der Haltung. Empfehlenswert ist, dass Papageien in menschlicher Obhut mindestens einen weiteren Artgenossen an ihrer Seite haben. Sind die Vögel lange Zeit auf sich allein gestellt, dann neigen sie dazu, zu vereinsamen. Sie werden oftmals krank und zeigen gewisse Verhaltensstörungen. Das bundeseinheitliche Tierschutzgesetz verweist darauf, dass die Einzelhaltung von Papageien seit Anfang 2005 sogar verboten ist. Natürlich dürfen aber nur jene Arten gemeinsam unter einem Dach leben, die dieselben Bedürfnisse teilen und allgemein miteinander harmonieren. Zu den besonders beliebten Papageien zählen die Graupapageien, die als sehr intelligent und sprachbegabt gelten. Der Tod von Partnern und Bezugspersonen stellt für die Graupapageien einen enormen Verlust dar. Als Folge derartiger Schicksalsschläge tritt häufig das Rupfen auf.

Papageienkäfig und die Haltung in der Voliere

Zunächst stellt sich für dich die Aufgabe, einen geeigneten Platz für die Voliere zu finden. Der Papageienkäfig sollte in mindestens 80 cm Höhe an einem hellen, ruhigen und zugluftfreien Platz aufgestellt werden. Rundkäfige, deren Durchmesser weniger als 2 Meter beträgt, sind verboten. Hinsichtlich der Verwendung einer Außenvoliere ist zu bedenken, dass ein trockener und zugfreier Schutzraum mit mindestens 5 Grad Raumtemperatur zur Verfügung stehen sollte.
Eine Papageien-Voliere kann niemals groß genug sein. Aras benötigen beispielsweise eine Grundfläche, die mindestens 4 x 2 x 2 m beträgt. Zusätzlich muss hierzu ein Schutzraum geboten werden, in den die Vögel sich zurückziehen können. Allgemein ist in Räumen für einen ausreichenden Tageslichteinfall oder zumindest für ein flimmerfreies Kunstlicht zu sorgen, das dem Sonnenlichtspektrum gerecht wird. Die Beleuchtungsdauer richtet sich nach der Papageienart und den Bedürfnissen der Tiere. In der Regel beträgt diese zwischen 8 und 14 Stunden. Der Tag-Nacht-Rhythmus hat für die Vögel einen hohen Stellenwert. Selbiges gilt auch für die richtige Raumtemperatur. Zur Behausung deines geliebten Papageis zählen darüber hinaus Sitzstangen in Form von echten Baumzweigen, die hin und wieder gewechselt werden müssen. Papageien sind schließlich leidenschaftliche Nager. Zu empfehlen ist zusätzlich ein spezieller Papageiensand, der mit Rindenmulch und Holzspänen kombiniert werden kann.

Die Pflege

Unerlässlich ist für deinen gefiederten Begleiter das Vorhandensein eines kleinen Wasserbeckens, denn Papageien haben das Bedürfnis, sich hin und wieder ein Bad zu genehmigen. Steht den geselligen Vögeln kein geeignetes Becken zur Verfügung, dann besprühe sie mindestens einmal wöchentlich mit Wasser. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kannst du regelmäßige Freiflüge im Zimmer gewähren. Schließlich liegt es in deinem Interesse, dass dein Papagei glücklich und zufrieden ist. Häufig kommt es vor, dass die Krallen der Papageien schneller nachwachsen als sie abgenutzt werden. Dieser Hornzuwachs kann in einer Überfütterung mit diversen Nährstoffen begründet liegen. In diesen Fällen sind die Krallen entweder von dir oder einem Tierarzt mit einer speziellen Krallenschere zu stutzen.

Die Ernährung

Papageien benötigen täglich unterschiedliches und frisches Futter. Der Vitaminbedarf der Zweibeiner ist sehr hoch. Zu empfehlen sind vor allem Obst- und Gemüsesorten, die ungespritzt und unbehandelt sind. Dazu zählen neben entkernten Äpfeln unter anderem auch Bananen und Maiskolben. Bei Tieren, die unter Nierenproblemen leiden, dürfen keine Orangen, Mandarinen, Grapefruits und Clementinen verfüttert werden. Als generell giftig gelten vor allem unreife Holunderbeeren, Apfel- und Kirschkerne sowie Avocados. Im Handel findest zu zustätzlich das passende Papageien-Futter für deinen Federfreund.

 

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Kommentare, Fragen und Antworten
  1. Jeanette Markgraf sagt:

    Hallo,

    wir haben seit zwei Tagen einen Ara in unserm Büro, er ist 2 Jahre alt, rotzfrech und sehr zutraulich.
    Wir wissen das er unbedingt einen Kumpel braucht, daher meine Frage…. Muss es ebenfalls ein Ara sein oder kommen auch andere Amazonen in Frage?

    Wie verhält es sich mit einem Standortwechsel? Wir möchten Ihn gerne tagsüber in unseren Hof stellen, allerdings ist es ein ziemlich belebter Hof, da wir ein Kaffee und eine kleine Kneipe betreiben.
    Natürlich haben wir eine ausreichend große Voliere mit Windschutz und Schattenspender 🙂
    Dennoch sorgen wir uns ob es vielleicht zu viel für das Tier sein kann täglich neue Menschen zu sehen und täglich Nachts wieder ins Büro zu gehen. Das heißt morgens runter und abends wieder hoch. 🙂 Ich hoffe dass ist okay für das Tier.

    Wir möchten natürlich das es unserem Dinero gut bei uns geht.
    Es wäre sehr nett wenn Sie meine Fragen beantworten können.

    Viele Grüße

    Jeanette

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Jeanette,

      wir freuen uns sehr darüber, dass ihr euch so sehr um das Wohlergehen eures Schützlings sorgt! Passende Gesellschaft für Dinero ist ausschließlich ein weiterer Ara. Andere Arten, wie beispielsweise Amazonen, sind keine geeigneten Partnertiere. Bitte hier auch unbedingt auf die richtige Ara-Art achten – denn auch innerhalb der Aras gibt es unterschiedliche. Angenommen, Dinero wäre beispielsweise ein Gelbbrustara, sollte er auch mit einem Gelbbrustara vergesellschaftet werden. Wendet euch am besten an einen Züchter eures Vertrauens. Verantwortungsvolle Züchter bieten häufig einen Vergesellschaftungsservice an, bei dem sie den „alleinstehenden“ Ara für einige Zeit zu sich aufnehmen um einen wirklich geeigneten Partnervogel zu finden. Das gestaltet sich nämlich meist nicht so leicht, wie oft angenommen wird. Die Tiere müssen zueinander passen und sich gut verstehen, um dauerhaft friedvoll miteinander gehalten werden zu können.
      Zu den Aufenthalten im Freien:
      Generell gilt: Bei Papageien ist Abwechslung willkommen! Die intelligenten Vögel langweilen sich sonst schnell. Die Aufenthalte draußen sind sicherlich eine gute Idee. Allerdings solltet ihr hierbei Dineros Verhalten beobachten. Falls ihr den Eindruck habt, dass es ihn stresst, verzichtet besser darauf. Die Außenvoliere sollte selbstverständlich die erforderlichen Mindestmaße für ein Ara-Paar erfüllen und außerdem einen Schutzraum bieten, in den sich die Vögel zurückziehen können. Fremden, in eurem Fall also beispielsweise euren Gästen aus Kaffee und Kneipe, sollte der direkte Zugang zu den Vögeln verwehrt bleiben – auch das Gitter sollten sie nicht erreichen können. Aus guten Gründen: Zum einen um euren Vögeln unnötigen Stress zu ersparen und zum anderen zur Sicherheit eurer Besucher: Papageienschnäbel sind kräftig und könnten auch schwere Verletzungen verursachen. Und noch ein praktischer Tipp: Achtet darauf, dass die Vögel nicht von anderen gefüttert werden – das Risiko von ernährungbedingten Krankheiten wäre sonst sehr hoch.

      Wir wünschen euch ganz viel Spaß und Freude mit dem kleinen Clown und viel Erfolg bei der Suche nach dem richtigen Partnervogel!
      Viele Grüße,
      dein ZooRoyal Team

  2. Sasha sagt:

    Sehr geehrtes ZooRoyal-Team,

    Meine Freundin und ich waren am überlegen uns Papageien zuzulegen. Einer der beiden ist uns bereits bekannt, eine Gelbwangenamazone, den Partner würde uns das Tierheim ermitteln. Nun ist jedoch meine Freundin am Verzweifeln. Wir beide haben uns in Ra (Die Gelbwangenamazone) verliebt, jedoch hält sie es für unmöglich diesen glücklich zu halten.

    Folgende Situation:
    Ich bin 19 Jahre alt und mache eine Ausbildung bis vorraussichtlich 2020-21, meine Freundin ist 18 und fängt mitte des Jahres ihre Ausbildung an, diese geht 2,5 Jahre. Beide Papageien würden bei ihr untergebracht werden, sie hat eine Kellerwohnung mit „Terasse“. Es ist ein großer Raum der etwa 2 Meter hohe Betonwände hat und darauf ein Geländer, dort ist der Garten ihrer Eltern. Unser Plan war wiefolgt: Eine Plexiglasscheibe über die Terasse setzen, das Geländer mit zusäzlichem Zaun umgeben, da die Papageien sonst möglich durch die Stäbe des Geländes könnten und der Kontakt mit Hunden dadurch unmöglich wird, und über das Plexiglas noch einen Ausrollbaren Sonnenschutz, um die Sonnenstunden regulieren zu können. So würde die Terasse ihr „Käfig“ werden. Innerhalb des Käfigs sollen verschiedene Spielzeuge in der Luft hängen, sowie ein großes Häuschen, zur Ruhefindung für die Papageien. Ebenso wollten wir den Boden mit einer Sand / Holzspahn Mischung bedecken. Ab und zu will sie auch die Papageien in ihrem Zimmer fliegen lassen. Im Winter würden die beiden in einen Raum kommen, in dem ein großer Käfig zur Verfügung stehen wird. Sobald wir ausziehen wählen wir eine Wohnung mit Balkon, auf dem wir einen großen Käfig stellen würden, und das selbe für den Winter innerhalb der Wohnung.

    Aber sie sagt es wird nicht funktionieren, da sie während ihrer Ausbildung eine feste Arbeitszeit von 9 – 17 Uhr hat (Dazu kommen noch Fahrzeit, etc.) und die Papageien dadurch zu wenig Aufmerksamkeit bekommen würden. Ich habe Gleitzeit, sprich ich kann kommen und gehen wann ich möchte, solange ich meine 40 Stunden Woche einhalte. Meistens kann ich um 14-15 Uhr schon aus dem Büro, und könnte daraufhin zu den Tierchen gehen und sie etwas bespaßen. Zudem sind ja noch ihre Eltern und Geschwister daheim, die sicherlich öfters am Tag nach den Tieren schauen werden wollen, sind ja auch unfassbar schöne Wesen. Außerdem haben wir noch keine Vorstellung davon, wie viel das alles Kostet, also was Futter im Monat, Tierarzt, evt Abgaben an die Gemeinde (Meine ich gehört zu haben), Spielzeuge (Und wie oft man neue holen müsste), Belag des Bodens (Erneuern etc.), und was es noch so alles gibt. Man muss bedenken, dass ich ein durchschnittliches Azubi-Gehalt habe, meine Freundin ebenso.

    Meine Frage an euch, wie klingt das alles an sich? Wie gesagt, wir haben uns in Ra verliebt und wollen nur das Beste für ihn, aber wenn das nunmal nicht optimal für ihn wäre, wäre es auch besser, wenn jemand anderes ihn adoptiert.

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Sasha

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Sasha,

      vorweg wollen wir ein großes Lob aussprechen: Es ist vorbildlich von euch, euch all diese Gedanken VOR der Anschaffung von Papageien zu machen! Und ihr habt vieles schon sehr gut durchdacht und man merkt, dass ihr euch intensiv mit dem Thema befasst habt. Wirklich toll, so soll es sein!
      Ihr werdet verstehen, dass wir die Haltungsbedingungen, wie ihr sie bei euch vor Ort plant, nicht anhand einer bloßen Beschreibung endgültig bewerten können. Hierfür wäre ein Experte vor Ort gefragt. Sehr wohl können wir euch aber sagen, welche Mindest(!)anforderungen an die Haltung von Amazonen gestellt werden. Das wird euch sicherlich schon weiterhelfen.
      Je nach Quelle findet man etwas unterschiedliche Angaben. Wir raten euch, die Mindestgröße von 3x2x2m (BHT) bei einer Voliere zur dauerhaften Unterbringung von Gelbwangenamazonen unbedingt einzuhalten. Bei der dauerhaften Haltung im Außenbereich muss – spätestens sobald die Temperaturen unter 15 Grad fallen – außerdem ein beheizter Schutzraum zur Verfügung stehen. Zusätzlich muss die Möglichkeit zum Freiflug bestehen, Gerade, wenn in näherer Zukunft auch ein Umzug geplant ist, ist das alles natürlich nicht einfach umzusetzen. Ein Käfig auf einem durchschnittlich großen Balkon wird diese Anforderungen nicht erfüllen können. Übernehmt euren Liebling nur, wenn ihr euch einigermaßen sicher seid, eine solch große Voliere Ra und seinem Partnertier auch zukünftig zur Verfügung stellen zu können. Andernfalls nehmt lieber Abstand davon – auch wenn es verständlicherweise sehr schwer fällt.
      Falls das notwendig sein sollte, müsst ihr dennoch nicht gänzlich auf die Haltung von Papageien verzichten! Wie wäre es beispielsweise mit einer kleinen Gruppe Agaporniden? Vertreter dieser Gattung bleiben wesentlich kleiner und haben auch nicht so immense Ansprüche. Hier kommt ihr mit einem Käfig mit den Mindestmaßen von 200x150x60cm (BHT) für bis zu 3 Paare aus. Und unterhaltsam sind die kleinen Kerlchen dennoch!

      Die Zeit, in der die Tiere allein wären, erscheint für uns anhand deiner Beschreibung akzeptabel. Wichtig ist, dass ihr bewusst täglich viel Zeit einplant, um euch mit euren Papageien zu beschäftigen, sie und die Haltungseinrichtung zu pflegen und ihr Wohlbefinden zu kontrollieren.

      Die Kosten sind sehr variabel und stark abhängig davon, wie ihr eure Vögel haltet. In jedem Fall aber solltet ihr Rücklagen gebildet haben, von denen auch der Tierarzt im Notfall für eine (hoffentlich nie notwendige) kostenintensivere Untersuchung und Behandlung bezahlt werden könnte. Hier können schnell mehrere Hundert Euro fällig werden. Ein regelmäßiger Gesundheitscheck beim Tierarzt macht in jedem Fall Sinn und ist nicht so sehr teuer. An laufenden Kosten für die Ernährung, Unterbringung und Beschäftigung etc. solltet ihr für 2 Amazonen mindestens 100-150€ monatlich einplanen.

      Wir wünschen euch alles Gute und freuen uns über eine Nachricht von dir, wie ihr euch entschieden habt!
      Viele Grüße,
      dein ZooRoyal-Team

  3. FELIX sagt:

    Hallo ,
    ich heiße Felix und würde mir gern
    Papagein anschaffen
    Doch leider habe ich nicht das Gefühl die
    Anforderungen eines Papageis erfüllen kann.
    Ich hab nähmlich nicht viel Platz zur Verfügung
    (ca. 5 Quadratmeter max.)
    Ich will aber unbedingt Papagein
    so wie man sie kennt
    (Rot, Blau, Grün bzw. bunt)

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen!

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Felix,

      wenn du schon selber sagst, dass du die Anforderungen nicht erfüllen kannst, solltest du dich evtl. nach einer Alternative umschauen. Überlege dir gut, wie viel Platz du schaffen kannst und welches Tier für dich in Frage kommt. Hilfe und Tipps bekommst du sicher auch bei einem Züchter oder Tierheim in deiner Nähe.

      Wir wünschen dir alles Gute!
      Viele Grüße,
      dein ZooRoyal Team

  4. Sonnyyy sagt:

    Ich habe eine Frage zur artgerechten Haltung:

    Meine Freunde haben einen Graupapagei der jetzt 2 Wochen bei mir ist, da sie im Urlaub sind. Die Familie hat den Papagei via via quasi geerbt, da eine entfernte Großtante verstorben ist, danach hat ihn die Tochter geerbt und aus irgendwelchen Gründen abgeben müssen Wie auch immer wohnt er jetzt schon ca. 10 Jahre bei meinen Freunden.

    Leider beschäftigen die sich wirklich null mit dem Tier und ich möchte jetzt mit ihnen darüber sprechen. Da ich selbst überhaupt kein Vogelmensch bin und auch nichts darüber weiß möchte ich mich vergewissern, dass ich nicht überreagiere.

    Der Papagei lebt in einem Käfig der 60×60 cm ist und 1 Meter hoch. So weit ich das beurteilen kann darf er maximal einmal im Monat ne Stunde oder so im Wohnzimmer rum laufen. Seit einem Jahr haben sie jetzt wieder ein Baby/Kleinkind und ich denke, dass er seitdem nie draußen war. Er lebt alleine. Der Käfig wird denke ich mal 1x alle 2 Wochen saubergemacht. Ich denke der Papagei langweilt sich zu Tode und rupft sich selbst deshalb am Bauch die Federn aus. Er hat deswegen riesige kahle Stellen.

    Ich hab den Papagei jetzt innerhalb von 2 Jahren zum 4. Mal oder so und jedes mal muss ich sagen bricht es mir das Herz. Ich kann ihn selber nicht raus lassen weil ich 1. nicht weiß wie man mit ihm umgehen muss 2. er mag keine Frauen und beißt dann gerne. Aber es geht hier sowieso um eine langfristige Lösung. Ich hab letztes Jahr schon mal angedeutet, ob sie den Papagei nicht abgeben wollen da sie jetzt inzwischen 4 Kinder und einen Hund haben sowie selbstständig sind und damit sehr wenig Zeit für den Papagei bleibt. Sie dann beide so „nein, auf keinen Fall! Es ist so toll wenn ich dann arbeite und pfeife und er gesellig mit pfeift!

    Die Familie ist vor etlichen Jahren ins europäische Ausland gezogen und da musste der Papagei ein paar Monate bei einem Bekannten verweilen. Der hat ihn mega verwöhnt (er durfte mit unter die Dusche, er hatte in der ganzen Wohnung Stangen aufgehängt, sodass der Papagei überall hin konnte etc.). Ich hab auch angedeutet ob sie es dem Papagei nicht gönnen würden wieder bei dem Mann wohnen zu dürfen Und da kam nur als Antwort „Nö, der hat jetzt eine Freundin, die mag glaub ich keine Vögel“.

    Sorry für die ellenlange Leier aber ich musste mir das jetzt mal von der Seele schreiben. Ich will meine Freundschaft nicht gefährden aber will doch noch einmal einen Versuch unternehmen den Vogel woanders unterbringen zu können, sodass er ein glücklicheres Leben führen kann. Bei der Familie ist das leider nicht möglich. Ich hoffe, dass sie mir zur beschriebenen Haltung etwas sagen zu können.

    1. Sonnyyy sagt:

      Wollte noch sagen, dass es sich um ein Weibchen handelt (obwohl ich immer „er“ gesagt habe) und sie ist so um die 30 Jahre alt +/- 5

    2. ZooRoyal sagt:

      Hallo Sonja,

      oh je, die von dir beschrieben Situation klingt wirklich nicht grade optimal für den Papagei. 🙁
      Wir leiten die von dir beschrieben Situation an unsere Tierexpertin weiter, diese meldet sich so schnell wie möglich bei dir!

      Viele Grüße,
      dein ZooRoyal Team

    3. ZooRoyal sagt:

      Hallo Sonja,

      es freut uns sehr, dass du dich so stark für das Wohlergehen des Vogels einsetzt! Graupapageien sind hochintelligente, sehr soziale Vögel und tatsächlich klingt deine Beschreibung der aktuellen Situation auch ganz und gar nicht nach einer dem Tier gerecht werdenden Haltung. Leider scheint diese auch schon deutlich ihre Konsequenzen zu zeigen: Federrupfen ist, genau so wie beispielsweise häufiges lautes Kreischen und aggressives Verhalten, in den meisten Fällen ein krankhaftes Warnsignal, das keinesfalls unterschätzt werden darf.
      Um deinen Freunden neutral zu veranschaulichen, wie eine artgerechte Haltung von Graupapageien aussehen sollte, sind dir bestimmt die Merkblätter der TVT (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e. V.) eine gute Hilfe. Merkblatt Nr. 168 enthält ein paar grundlegende Informationen zum Graupapagei. Du findest es im Internet auf der Seite der TVT. Hier ein kurzes Zitat daraus: „Als soziale lebende Tiere müssen Graupapageien mindestens paarweise gehalten werden. Für bis zu zwei Paare muss die Volierenfläche mindestens 300 cm x 100 cm bei einer Höhe von mindestens 200 cm sein.“ Allein diese zwei Sätze zeigen schon deutlich, dass die Haltung des Graupapageien deiner Freunde unbedingt verbessert werden muss. Viele weiterführende Infos zu dieser Tierart sind in dem Merkblatt enthalten. Vielleicht kannst du sie hiermit dabei unterstützen, für den Vogel adäquate Haltungsbedingungen zu schaffen. Wenn der Aufwand für sie zu hoch sein sollte, ist das gut nachvollziehbar und gewiss keine Schande. Artgerechte Graupapageienhaltung ist aufwendig. Auch wenn der Trennungsschmerz groß ist: Das Tier ist dann woanders besser aufgehoben – ein gutes Zuhause findet sich bestimmt!

      Da davon ausgegangen werden muss, dass dieser Graupapagei durch die bisherige Haltung möglicherweise schon stark traumatisiert ist, wird die Umstellung der Haltungsbedingungen und auch die Vergesellschaftung mit anderen Vögeln nicht einfach werden. Angesichts der hohen Lebenserwartung des Vogels von annähernd 60 Jahren sollte man den großen (zeitlichen) Aufwand dennoch auf sich nehmen. Sucht in diesem Fall also am besten direkt professionelle Hilfe, zum Beispiel durch einen erfahrenen Graupapageienzüchter und/oder einen auf Verhaltenstherapie/Verhaltenskunde spezialisierten Tierarzt.

      Wir drücken dir und dem Papageien die Daumen! Falls deine Freunde Fragen haben oder du noch etwas wissen möchtest, wendet euch natürlich gerne an uns!
      Viele Grüße
      Dein ZooRoyal Team

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