Die häufigsten Gartenvögel (Teil 1)

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BuchfinkIn unseren Gärten leben viele heimische Vogelarten. Einige Gartenvögel, wie z.B. die Amsel oder die Elster, zeigen sich fast täglich. Andere heimische Vögel sind eher schüchterne Gesellen. Doch wenn du weißt, wo du schauen musst, und etwas Geduld hast, bekommst du auch diese Gartenvögel zu Gesicht. Hier stellen wir dir 10 bekannte Gartenvögel im Steckbrief vor.

Amsel

Name: Turdus merula
Familie: Drosseln (Turdidae)
Beschreibung: schwarz mit orange-gelbem Schnabel (Männchen); dunkelbraun (Weibchen)
Gesang: melodisch; oft bei schlechtem Wetter
Vorkommen: ganzjährig
Lebensraum: Parkanlagen, Garten, Wälder
Nahrung in der Natur: 
Würmer, Schnecken und Insekten; im Winter zusätzlich Beeren, Früchte und Sämereien
So kannst du zufüttern: Rosinen, Nüsse, Meisenknödel,  Äpfel, Mehlwürmer; Amseln fressen vom Boden
Nest:
Bäume, Gebüsch, an Gebäuden
Sonstiges: einer der häufigsten Gartenvögel, wenig scheu

Bachstelze

Name: Motacilla alba (Motacillidae)
Familie: Stelzen und Pieper
Beschreibung: schwarz-weißes Gefieder, langer Schwanz
Laut: lange, zweisilbige Töne
Vorkommen: März bis November
Lebensraum: offenes Gelände in der Nähe von Wasser; häufig in ländlichen Gegenden
Nahrung in der Natur:
Spinnen, Insekten, kleine Fische
Nest: Gebäudenischen (z.B. in Gartenhäuschen), Felsspalten, entwurzelte Baumstümpfe, Kletterpflanzen
So kannst du zufüttern: Weich- und Fettfutter vom Boden
Sonstiges: Wird auch „Wippstiärtken“ genannt, weil die Schwanzfedern ständig wippende Bewegungen machen.

Bachstelze

Blaumeise

Name: Parus caeruleus
Familie: Meisen (Paridae)
Beschreibung: grün mit gelber Brust, blauen Flügeln und Schwanzfedern, blauer Kappe, schwarzes Band um Augen und Wangen
Laut: tiefes Trillern
Vorkommen: ganzjährig
Lebensraum: Garten mit älteren Bäumen (benötigt Baumhöhlen), Parks, Wälder (v. a. Eichenwald)
Nahrung in der Natur:
bevorzugt kleine Insekten, Larven, Läuse, frisst auch Sämereien
So kannst du zufüttern: Meisenknödel, Sonnenblumenkerne (im Winter); Futter in einen Baum hängen
Nest:
Baumhöhlen, Nistkästen, Mauerritzen
Sonstiges: Die Blaumeise lässt sich an der blauen Färbung an Flügeln, Schwanzfedern und Kopf von der Kohlmeise unterscheiden.

Buchfink

Name: Fringilla coelebs
Familie: Finken (Fringillidae)
Beschreibung: Männchen: blau-graue Kappe, rot-braune Brust und Wangen; Weibchen: grün-braun
Laut: abfallende Tonfolge oder einzelne Töne
Vorkommen: ganzjährig
Lebensraum: Wald, Garten mit vielen Bäumen; Baumkronen und Büsche
Nahrung  in der Natur:
Sämereien, während der Brutzeit Insekten
So kannst du zufüttern: Körnermischung, Erdnussbruch, Hanf- und Mohnsamen, Sonnenblumenkerne; Futter in Futtersäulen oder Vogelhäuschen anbieten
Nest:
in Astgabeln und höheren Büschen
Sonstiges: Die am häufigsten anzutreffende Finkenart. Auf dem Titelbild dieses Beitrags zu sehen.

Buntspecht

Name: Dendrocopos major
Familie: Spechte (Picidae)
Beschreibung: schwarz-weiß-rotes Gefieder, Männchen besitzt rotes Gefieder im Nacken
Laut: Trommeln, einzelne Töne
Vorkommen: ganzjährig
Lebensraum: Laub- und Nadelwälder, Parks, Alleen, Gärten mit vielen Bäumen
Nahrung in der Natur:
Holzinsekten, Nadelbaumsamen
So kannst du zufüttern: Körnermischung, Nüsse, Meisenknödel, Mehlwürmer
Nest:
Bruthöhlen in morschen Bäumen
Sonstiges: Leicht mit dem Mittelspecht zu verwechseln. Dieser hat jedoch einen roten Scheitel, während der Buntspecht dort schwarz ist.

Buntspecht

Eichelhäher

Name: Garrulus glandarius
Familie: Rabenvögel (Corvidae)
Beschreibung: rosa-brauner Körper, schwarz-weiße Flügel mit blauen Federn, weißer Bürzel
Laut: heiseres Rufen
Vorkommen: ganzjährig
Lebensraum: Wälder, Alleen, Parks, Gärten am Waldrand
Nahrung in der Natur:
vielfältig. Eicheln und Nüsse werden bevorratet, Insekten vor allem während der Brutzeit gefressen
So kannst du zufüttern: Erdnussbruch, Haselnüsse, Walnüsse; Maiskörner; Futter in Vogelhäuschen anbieten
Nest: Baumwipfel
Sonstiges: Der Eichelhäher kann mit seiner Stimme andere Vögel imitieren und warnen damit auch andere Tiere vor Raubvögeln

Elster

Name:Pica pica
Familie: Rabenvögel (Corvidae)
Beschreibung: schwarz-weißes Gefieder
Laut: singt selten, raue Rufe
Vorkommen: ganzjährig
Lebensraum: lichte Wälder, offene Flächen, Parks, Gärten, Städte und Dörfer
Nahrung in der Natur:
Insekten, Regenwürmer, Vogeleier, Abfälle und Aas, Sämereien, Beeren und Früchte
Nest:
kugelförmige, selbst gebaute Nester in hohen Bäumen oder Hecken
Sonstiges: Diese häufigen Gartenvögel waren früher einmal vom Aussterben bedroht.

Feldsperling

Name: Passer montanus
Familie:  Sperlinge (Passeridae)
Beschreibung: grau-braunes Gefieder, weißer Halsring, schwarzer Wangenfleck
Laut: einsilbiges, hohes „Tschip“
Vorkommen: ganzjährig
Lebensraum: landwirtschaftliche Gegenden, lichte Wälder, Stadtränder
Nahrung in der Natur:
Sämereien, Insekten zur Aufzucht
So kannst du zufüttern: Körnermischungen, Erdnüsse, Sonnenblumenkerne; Fettknödel; Futtersäule oder Futterhäuschen
Nest:
in Obstbäumen und Büschen, an Gebäuden
Sonstiges: Unterscheidet sich vom Haussperling durch den weißen Halsring und den schwarzen Wangenfleck.

Gimpel (Dompfaff)

Name: Pyrrhula pyrrhula
Familie:  Finken (Fringillidae)
Beschreibung: grauer Rücken, schwarzer Kopf, weißer Bürzel; Männchen: roter Bauch und Brust; Weibchen: Brust und Bauch graubraun
Laut: leiser Gesang aus Pfeifen, Trillern und Flöten
Vorkommen: ganzjährig
Lebensraum: dichtes Gebüsch und Bäume, Parks und Gärten mit immergrünen Pflanzen
Nahrung in der Natur:
Sämereien; Beeren; Knospen und Insekten für Jungvögel. Liebt die roten Beeren des Schneeballs.
So kannst du zufüttern: Körnermischung, Erdnussbruch, Hanf- und Mohnsamen, Sonnenblumenkerne; Futter in Futtersäulen oder Vogelhäuschen anbieten
Nest:
in Nadelhölzern
Sonstiges: Zeigt kein Territorialverhalten gegenüber Artgenossen. Im Winter sind sie gelegentlich in Gruppen an Futterstellen zu sehen.

Dompfaff / Gimpel

Girlitz

Name: Serinus serinus
Familie:  Finken (Fringillidae)
Beschreibung: gelb-grünes Gefieder mit dunklen Streifen auf dem Rücken
Laut: hoher Gesang
Vorkommen: März bis August
Lebensraum: halboffene Landschaften mit offenen Flächen und lockeren Baum- und Buschbeständen
Nahrung in der Natur:
Sämereien, Knospen im Frühjahr
Das kannst du zufüttern: Waldvogelfutter oder Kanarienfutter
Nest:
in dichten Bäumen, Sträuchern und Kletterpflanzen
Sonstiges: Stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Ist häufig am Stadtrand zu finden.

 

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