Asiatischer Hausgecko im Rasseportrait

36990
0

asiatischer hausgecko

Rassenmerkmale und Erscheinungsbild

Wie sieht ein Asiatischer Hausgecko aus?

Ein Asiatischer Hausgecko wird bis zu 15cm groß und zeichnet sich durch seinen schlanken schuppigen Körper, mit abgesetztem Kopf, aus. Knapp die Hälfte der Gesamtlänge ist jedoch der Schwanz. Die Kopf-Rumpf-Länge erreicht bis zu 7cm. Durch seine weite Verbreitung gibt es farbliche Unterschiede. Die Oberseite ist von hell- bis dunkel grau-braun, einfarbig, gefleckt oder gestreift. Die Unterseite ist weiß bis gelb und die Schwanzunterseite kann auch rötlich sein.

Ein Merkmal ist sein dunkler Lateralstreifen an den Kopfseiten. Er besitzt 10-12 Oberlippenschuppen und 7-10 Unterlippenschuppen.
An seinen Zähen befinden sich Haftlamellen und Krallen. Die machen ihn zum Kletterkünstler sowohl auf glatten als auch rauen Oberflächen.
Wie alle Gecko-Arten kann auch der Asiatische Hausgecko bei Gefahr seinen Schwanz abwerfen. Dieser bewegt sich dann weiter, um den Feind abzulenken und führt meist zur erfolgreichen Flucht. Der Schwanz wächst wieder etwas dunkler nach.

Seine Augen sind ellipsenförmig und er kann sie mit seiner Zunge reinigen.

Wie erkenne ich das Geschlecht des Asiatischen Hausgeckos?

Männchen haben gut sichtbare, breite und ausgeprägte Femoralporen an den hinteren Innenschenkel. Ebenso kann man ein Männchen an der Hemipenistasche, sichtbare Wölbung am Schwanzansatz, erkennen. Ausgewachsene Männchen haben einen größeren und kräftigeren Kopf.

Herkunft & Geschichte

Wo kommt der Asiatische Hausgecko her?

Der Asiatische Hausgecko stammt ursprünglich aus Asien, Südostasien um genau zu sein. Mittlerweile ist er aber durch die Seefahrt weit verbreitet. Von Ost-Afrika nach Mexiko und Mittelamerika, aber auch in Nord Australien und auf vielen Inselgruppen ist er anzutreffen. Er ist also in vielen Teilen der Erde heimisch geworden.

In der Natur ist er, bei tropischem Klima, in Steinhaufen, Mauern, Palmen und Wäldern zu sehen. Auch in Dörfern und Großstädten, wo man ihn nachts, an Beleuchtungen, beim Jagen von Insekten beobachten kann.

Pflege, Gesundheit und Krankheiten

Von was ernährt sich ein Asiatischer Hausgecko?

Bei der Fütterung ist der Asiatische Hausgecko sehr pflegeleicht. Er frisst alle Insekten, die ins Maul passen. Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Fliegen, Würmer, Spinnen, Schaben und Co stehen auf dem Speiseplan. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist dabei sehr wichtig. An Zusätze wie Vitamin- und Kalzium-Pulver solltet du auch denken.

Asiatischer Hausgecko

Wie wird ein Asiatischer Hausgecko gehalten?

Nachzuchten sind meist tagaktiv und können sogar handzahm werden.
Eine artgerechte Haltung ist in einem Terrarium von mindestens 60x40x60cm (1 Tier) möglich. Größer ist jedoch immer besser. Die Terrarium-Größe muss immer der Größe des Tieres und der Anzahl angepasst werden.

Die Einrichtung sollte so naturnah wie möglich gestaltet werden. Als Bodengrund empfiehlt sich Sand oder ein Sand-Erde-Gemisch. Die Rückwand soll rau sein, Kork zum Beispiel, damit hat er auch einen Eiablageplatz und naturnahe Kletterbedingungen.
Als Rückzugsorte dürfen Höhlen, Wurzeln und Steine, die als Versteck dienen, nicht fehlen. Er ist ein Kletterkünstler und benötigt viel Platz zum Klettern, am besten eignen sich dafür Kletterpflanzen, Wurzeln und Lianen. Echte Pflanzen machen ein natürliches Habitat und der Gecko kann das Regenwasser davon trinken.

Die Wohlfühltemperatur von 26-30 Grad Celsius untertags ist für ihn sehr wichtig. Nachts kann die Temperatur auf 20 Grad Celsius abgesenkt werden. 60-90% beträgt die ideale Luftfeuchtigkeit. Um diese konstant zu halten, empfiehlt sich eine Regenanlage. Eine Wasserschale darf auch gerne eingesetzt werden, diese aber bitte täglich reinigen.

Anfänger Tipp: Die Luftfeuchtigkeit zu halten erfordert Fingerspitzengefühl. Bevor du ein Tier einsetzt, solltest du im eingerichteten, aber ohne Tier besetzten, Terrarium üben, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Überlegungen vor der Anschaffung

Wie funktioniert die Zucht eines Asiatischen Hausgeckos?

Die Zucht ist einfach. Geschlechtsreif ist ein Asiatischer Hausgecko mit ca. 1 Jahr. Ist ein Pärchen im Terrarium, werden sie sich paaren. Ungefähr 4 Wochen nach der Paarung legt das Weibchen die Eier in eine Spalte. Da man sie hier oft nicht rausbekommt, verbleiben sie im Terrarium. Meistens legen die Weibchen die Eier an denselben Platz. Somit kann man eine Ablage gestalten, die ein- und ausgebaut werden kann, um die Eier im Inkubator auszubrüten. Ein Weibchen legt, auch ohne Männchen, 4-6mal im Jahr 2 runde Eier. Diese sind bis zu 10mm groß.

Nach 6-10 Wochen schlüpfen die Jungtiere, sie haben dann eine Größe von bis zu 45mm. Spätestens jetzt sollte man sie aus dem Terrarium herausfangen und in einem eigenen Terrarium aufziehen. Jungtiere haben die gleiche Farbe wie ausgewachsene Tiere nur etwas intensiver im Kontrast.

Wissenswertes über den Asiatischen Hausgecko

Der Asiatische Hausgecko hat eine Besondere Lautäußerung, er klickert. Diese Laute kann man in der Natur auch untertags hören, wenn sie um ihr Territorium streiten.
So gut wie er klettern kann, kann er auch springen.

Hinweis: Leider wird der Hausgecko bis heute noch häufig importiert. Einige Tiere überleben den Transport nicht oder sind krank. Kauft für das Wohl der Tiere bitte nur Nachzuchten.

Wie Aufwendig ist die Pflege eines Asiatischen Hausgeckos?

Ein Asiatischer Hausgecko ist für Anfänger und Einsteiger geeignet, da sie recht unkompliziert sind. Neben den Terrarium-Bedingungen müsst ihr sie täglich füttern, täglich das Terrarium besprühen oder die Regenanlage mit frischem Wasser auffüllen. Dabei sollte auch immer die Temperatur und Luftfeuchtigkeit überprüft werden. Mindestens 2 mal pro Woche muss der Kot der Tiere entfernt werden. Die Scheiben und die Deko sind, je nach Verschmutzung, zwischendurch zu reinigen. Einmal im Jahr sollte der Bodengrund getauscht werden.


Shaka Animal StudioShaka Animal Studio, Jacky und Tobi. Jacky hat die Faszination Reptilien schon vor langer Zeit gepackt. Seit über 15 Jahren hält sie Reptilien aller Art. Sie ist gelernte Tierpflegerin und Tiertherapeutin. Sie hat Berufserfahrung sowohl in Zoos als auch bei Tierärzten. Tobi ist Fotograf und von klein auf begeistert von der Tierwelt. Die Unterwasserwelten sind sein Herzstück, die er schon seit vielen Jahren betreibt. Im Laufe der Zeit entstand zu Hause ein privater Zoo, den sie täglich voller Liebe gemeinsam versorgen und den sie regelmäßig auf ihrem. Youtube Kanal präsentieren.


Hilf uns, unseren Service weiter zu verbessern. War dieser Artikel hilfreich für dich?

Kommentare, Fragen und Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.