Katze schnurrt nicht mehr – Ursachen und Hilfe

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Katze schnurrt nicht mehr

Wenn deine Katze nicht in den vertrauten und wohligen Schnurrmodus schaltet, kann das verschiedene Gründe haben. Wir zeigen sie dir auf und geben dir Tipps, was du tun kannst, wenn du plötzlich feststellst: die Katze schnurrt nicht mehr.

Warum schnurren Katzen überhaupt?

Das Schnurren der Katzen hat verschiedene Bedeutungen und tritt nicht nur in Situationen auf, in denen sich die Tiere wohlfühlen. Es dient bspw. zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte oder der Selbstberuhigung in stressigen Situationen wie beim Tierarzt, um dem gruseligen Gegenüber zu zeigen, dass es bitte freundlich sein soll. Diese Vielseitigkeit macht das Schnurren zu einem faszinierenden und komplexen Verhalten, das die emotionale und physische Verfassung der Katze auf verschiedene Weisen reflektiert. Wenn du mehr über das Schnurren wissen möchtest, lies gern in unserem Artikel „Warum schnurren Katzen?“ dazu nach.

Katze schnurrt nicht mehr: 3 häufige Gründe

  1. Stress und Unsicherheit
    Katzen sind sensible Tiere, die durch vieles aus der Fassung gebracht werden können. Sei es ein Umzug, neue Familienmitglieder oder Veränderungen in ihrem Alltag – all das kann bewirken, dass die geliebte Schnurrmelodie verstummt.
  2. Gesundheitliche Gründe
    Katzen sind Meister im Verschleiern gesundheitlicher Probleme. Meist können wir an veränderten Verhaltensweisen Hinweise erhalten, dass es der Miez‘ nicht gut geht. Achte daher auf ein regelmäßiges Check-Up beim Tierarzt und sprich Veränderungen an, die du beobachtet hast – wie bspw. das ausbleibende Schnurren.
  3. Individuelles Temperament
    Jede Katze hat ihre eigene Persönlichkeit. Einige sind von Natur aus zurückhaltend und schnurren nicht so häufig oder nicht so laut wie ihre extrovertierten Artgenossen. Das ist völlig normal. Fühle vorsichtig am Hals deiner Katze, wenn sie wohlig eingekringelt bei dir liegt. Vielleicht fühlst du ihr Schnurren, ohne es zu hören.

Wie der Schnurrmotor in die Gänge kommt

Katzen lieben ihre gewohnten Abläufe und Routinen. Schau am besten, wie du euren Alltag mit vielen, kleinen Highlights strukturieren kannst und gib der Samtpfote damit Sicherheit und Verlässlichkeit. Nimm dir bewusst Zeit für deine Begleiterin und entdecke, welche Berührungen ihr besonders gefallen. Achte dabei unbedingt auf die feinen Signale deiner Katze. Ein leichtes Schwanzschlagen oder auch nur eine geringe Körperverlagerung zeigen dir, was deine Begleiterin nicht so gern mag und respektiere ihre Grenzen.


Carmen Schell, Inhaberin von Cattalk®, ist als ausgebildete Tierpsychologin (ATN) mit dem Fachgebiet Katze im Rhein-Main-Gebiet, überwiegend rund um Darmstadt und Frankfurt sowie im Online-Coaching tätig. Sie bietet professionelle Unterstützung bei allen Fragen zu der Haltung und Problemverhalten von Samtpfoten. Neben der persönlichen Beratung gibt sie regelmäßig Vorträge und bundesweite Seminare für interessierte Laien und Profis. Ihr Herz hat die Autorin besonders an Katzen aus dem Tierschutz verloren und engagiert sich ehrenamtlich im regionalen Tierschutz.


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