Dürfen Katzen Kartoffeln essen?

- Dürfen Katzen Kartoffeln essen?
- Wie viele Kartoffeln darf eine Katze fressen?
- Dürfen Kitten Kartoffeln essen?
- Sind gekochte Kartoffeln gesund für Katzen?
- Sind rohe Kartoffeln giftig für Katzen?
- Dürfen Katzen Pommes essen?
- Dürfen Katzen Kartoffelbrei essen?
- Dürfen Katzen Süßkartoffeln essen?
- Welches Gemüse dürfen Katzen essen?
- Was passiert, wenn Katzen zu viele Kartoffeln fressen?
- Was sollte ich beachten, wenn ich meiner Katze Kartoffeln gebe?
- Fazit: Kartoffeln sind ein gelegentlicher Snack für Katzen
- Quellen
Kartoffeln sind kein geeignetes Nahrungsmittel für Katzen, da sie reine Fleischfresser sind. Sie sollten Kartoffeln höchstens in kleinen Mengen essen. Vorsicht ist geboten bei rohen Kartoffeln, Pommes und anderen Zubereitungsarten. Diese können unverträglich oder sogar giftig sein.
Wie viele Kartoffeln darf eine Katze fressen?
Eine Katze sollte höchstens ein kleines Stück gekochte Kartoffel essen. Anders als bei Hunden hat sich ihr Verdauungsapparat nicht über viele Generationen hinweg an eine Ernährungsform angepasst, die auch Kohlenhydrate zu einem gewissen Anteil einschließt. Diese können Katzen nur in sehr geringem Umfang verwerten und zu Energie umwandeln. Bei unseren Hauskatzen handelt es sich weiterhin um reine Fleischfresser, die tierische Proteine für eine gesunde Ernährung benötigen. Mit einem hochwertigen Katzenfutter kannst du deinem Tier alle wichtigen Nährstoffe liefern. Auf pflanzliche Proteine und Kohlenhydrate in Form von Kartoffeln können sie weitestgehend verzichten.
Dürfen Kitten Kartoffeln essen?
Kitten sollten besser keine Kartoffeln essen, denn ihr Verdauungssystem ist sehr empfindlich. Idealerweise beschränkst du dich ausschließlich auf ein gutes Kittenfutter, das dein Kleines mit allen Nährstoffen versorgt, die es für ein gesundes Wachstum benötigt. Ungewohnte Nahrung solltest du besser vermeiden, auch wenn dein neugieriges Kitten daran vielleicht Interesse hat. Kohlenhydrate (wie Kartoffeln) können schnell zu Verdauungsproblemen führen, da diese nicht optimal verarbeitet werden können. Ist die Verdauung gestört, kann dadurch die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt sein. Konzentriere dich bei der Ernährung von Kitten daher ausschließlich auf maßgeschneidertes Futter und katzengerechte Snacks.
Sind gekochte Kartoffeln gesund für Katzen?
Gekochte Kartoffeln enthalten zwar Vitamin B und C sowie Kalium und Magnesium – ihren Nährstoffbedarf decken Katzen aber weit effizienter über tierische Proteine. Das gilt auch für ihre Energieversorgung. Zwar liefern Kartoffeln aufgrund ihrer Kohlenhydrate Energie, aber auch diese ziehen Katzen naturgemäß besser aus Muskelfleisch und Organen. Da gekochte Kartoffeln jedoch im Allgemeinen leicht verdaulich sind, dürfen Katzen hin und wieder eine kleine Menge essen. Sie stellen aber keinesfalls einen vollwertigen Ersatz für Fleisch dar. Dies bestätigen unsere Stubentiger zumeist auch eindeutig, indem sie eine Kartoffel im Napf links liegen lassen.
Sind rohe Kartoffeln giftig für Katzen?
Ja, rohe Kartoffeln sind für Katzen giftig, denn sie enthalten Solanin. Dieser Giftstoff dient den Pflanzen zur Abwehr gegen Schädlinge und kommt vor allem in der Schale, aber auch in Keimen und grünen Stellen vor. Bereits in geringer Menge Solanin kann bei Katzen zu Symptomen wie Erbrechen, Zittern, Teilnahmslosigkeit und Durchfall führen. Falls du also eine extrem naschfreudige Katze zu Hause hast, die möglicherweise selbst vor rohen Kartoffeln nicht zurückschreckt, solltest du diese sicher aufbewahren.
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Dürfen Katzen Pommes essen?
Pommes sind für Katzen vollkommen ungeeignet. Sie enthalten große Mengen an Salz und Fett. Zudem ist nicht auszuschließen, dass bei der Erstellung weitere Gewürze und Zusatzstoffe zum Einsatz kamen. Biete deiner Katze daher auch nicht zum Spaß eine Pommes an. Dies gilt auch für Ofenpommes, die möglicherweise bereits vorfrittiert sind und behandelt wurden. Schon eine geringe Menge an Pommes kann zu Unwohlsein und Durchfall führen.
Dürfen Katzen Kartoffelbrei essen?
Kartoffelbrei klingt harmlos, aber in Fertigprodukten können Milch, Butter, Salz, Muskatnuss und weitere Zusatzstoffe wie Stabilisatoren und Aromen enthalten sein. Deshalb ist er für Katzen nicht geeignet. Eine Ausnahme ist, wenn du den Kartoffelbrei selbst zubereitest, indem du Kartoffeln kochst und lediglich mit ein wenig Wasser zerstampfst und anrührst. Dann kann deine Katze ein Löffelchen probieren. Wahrscheinlich zeigt sie aber wenig Interesse. Viel mehr Freude kannst du ihr mit katzengerechten Leckerlis machen.
Dürfen Katzen Süßkartoffeln essen?
Süßkartoffeln sind für Katzen nicht giftig. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kartoffeln enthalten sie kein Solanin. Dennoch gilt auch hier: Katzen sollten sie nur gekocht, ungewürzt und in kleinen Mengen fressen. Ebenso wie Kartoffeln enthalten sie pflanzliche Nährstoffe in Form von Ballaststoffen und Kohlenhydraten, die für die Verdauung von Katzen ungewohnt und belastend sind. Belasse es daher bei einem kleinen, gelegentlichen Snack.
Welches Gemüse dürfen Katzen essen?
Gemüse sollte kein Hauptbestandteil der Ernährung einer Katze sein. Bei den Tieren handelt es sich um echte Fleischfresser. Gemüse kommt daher nur als kleine Ergänzung auf dem Speiseplan in Frage.
Folgende Gemüsesorten dürfen Katzen (in geringem Umfang) im gekochten Zustand essen:
- Karotten
- Erbsen
- Kürbis
- Zucchini
- Brokkoli
- Pastinake
- Spinat
Vermeide giftige Gemüsesorten wie:
- Zwiebeln
- Lauch
- Tomaten
- Knoblauch
Was passiert, wenn Katzen zu viele Kartoffeln fressen?
Eine zu große Menge an Kartoffeln kann bei Katzen Verdauungsprobleme wie Durchfall, Erbrechen und Blähungen auslösen. Langfristig könnten zudem Mangelerscheinungen und Übergewicht die Folge sein. Außerdem können zu viele Kohlenhydrate den Blutzuckerhaushalt deiner Katze durcheinanderbringen und das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes mellitus erhöhen. Achte daher darauf, dass Kartoffeln lediglich eine gelegentliche, kleine Beilage darstellen.
Was sollte ich beachten, wenn ich meiner Katze Kartoffeln gebe?
Wenn deine Katze Interesse an Kartoffeln zeigt und du ihr ab und zu ein Stückchen geben möchtest, beachte Folgendes:
- Nur gekochte, geschälte und ungewürzte Kartoffeln füttern.
- Wenn du die Kartoffeln zerstampfst und einen Kartoffelbrei daraus machst, füge keine Butter, Milch, Sahne oder Salz hinzu.
- Nur kleine Mengen anbieten (ein bis zwei Stückchen).
- Achte auf die Verträglichkeit. Eine zu große Menge an Kartoffeln kann zu Verdauungsproblemen führen.
- Kartoffeln sind kein adäquater Ersatz für tierische Proteine, auf die Katzen angewiesen sind.
- Lasse keine rohen Kartoffeln oder Schalen im Haus offen herumliegen, da diese giftig sind.
Fazit: Kartoffeln sind ein gelegentlicher Snack für Katzen
Kartoffeln eignen sich für Katzen nur als gelegentlicher, kleiner Snack. Sie sollten kein regelmäßiger Bestandteil der Nahrung sein. Für Hunde ist das in Ordnung, da sie sich vom Fleischfresser zum Allesfresser entwickelt haben. Katzen sind jedoch trotz ihrer Sozialisierung weiterhin zum allergrößten Teil auf tierische Proteine angewiesen. Nur so erhalten sie alle lebenswichtigen Nährstoffe. Eine vegane Ernährung oder ein zu hoher Anteil pflanzlicher Bestandteile ist nicht artgerecht. Achte darauf auch bei der Auswahl des Futters und entscheide dich für ein Katzenfutter mit hohem Fleischanteil.
Quellen
- Simon, Swanie (2008). BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde. Drei Hunde Nacht
- Esch-Völkel, Sylvia (2014). Buntes für den Hund. Kalidor
- Dr. Bucksch, Martin (2017). Gesunde Ernährung für Hunde: Fertigfutter oder selbstgemacht - gesundes Futter für jeden Hund. KOSMOS Verlag
- Meyer, Helmut (2016). Ernährung des Hundes: Grundlagen - Fütterung - Diätetik. Enke
Thomas Brodmann, Autor & Tierfotograf
Als freier Journalist und Fotograf ist Thomas auf Haustiere und Wildtiere spezialisiert - mit mittlerweile bereits über 20 Jahren Erfahrung. Er schrieb bereits für zahlreiche bekannte Tiermagazine und veröffentlichte 2017 sein Buch "Unser Hund fit und gesund", in dem er wertvolle Tipps rund um die Ernährung und Gesundheit von Hunden gibt.
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