Nordic Walking mit Hund

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Nordic Walking mit Hund

Nordic Walking ist eine der beliebtesten und unkompliziertesten Sportarten, da man kein umfangreiches Equipment benötigt. Im Gegensatz zum klassischen Joggen, ist das schnelle Gehen für die meisten Menschen auch gesundheitlich kein Problem und vor allem als Einsteigersportart wunderbar geeignet. Als Hundehalter liegt es nahe, den eigenen Vierbeiner bei den großen Spazierrunden gleich zu integrieren.

Was wird zum Nordic Walking benötigt?

Sieht man ambitionierte Nordic Walker ihre Runden drehen, so fallen die typischen Stöcke direkt ins Auge. Die Stöcke werden durch die Armbewegung abwechselnd nach vorn gesetzt, sodass eine fließende Bewegung entsteht. Möchtest du mit dem Nordic Walking beginnen, solltest du dir also grundsätzlich die Anschaffung geeigneter Stöcke überlegen, um die Technik korrekt umsetzen zu können. Um erst einmal ein Gefühl zu bekommen, ob dieser Sport etwas für dich ist, könntest du zunächst die Bewegung ohne Stöcke imitieren oder dir welche ausleihen.

Wie beim Jogging oder Wandern, ist auch bei dieser Laufsportart das richtige Schuhwerk sehr wichtig. Es werden regelmäßig längere Strecken zurückgelegt, weshalb die Belastung auf den Gangapparat möglichst angenehm sein sollte. Lasse dich am besten in einem Fachgeschäft in deiner Nähe beraten, damit dein persönlicher Schuh gefunden werden kann, der zu deinem Fuß und deinem Gehstil passt. Eine professionelle Laufanalyse kann dabei helfen.

Wie beginne ich mit dem Nordic Walking?

Bevor du deinen Hund mitnimmst, solltest du zuerst die richtige Technik ohne deinen Vierbeiner üben. Achte dabei auf die diagonale Ausführung – rechter Arm schwingt gleichzeitig mit dem linken Bein nach vorn und linker Arm mit dem rechten Bein. Hast du höhenverstellbare Stöcke, solltest du sie so einstellen, dass dein Arm etwa im rechten Winkel liegt, wenn du den Stock gerade aufsetzt.

Gehst du zügig los, sollten deine Arme abwechselnd aus der Schulter mitschwingen. Dabei sind sie nach vorne durchgestreckt und der Stock setzt schräg auf. Vielleicht schaust du dir vorab ein, zwei Videos von Profis an, um es dir besser vorstellen zu können.

Der Hund wird integriert

Nun darf aber auch dein Hund mitmachen. Wichtige Voraussetzung hierfür: Er sollte nicht ziehen. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Leine zu befestigen, einmal am Handgelenk und einmal an einem Bauchgurt. Welche Variante für dich besser funktioniert, hängt davon ab, wo du möchtest, dass dein Hund läuft. Er kann entweder neben dir gehen oder vor dir. Dabei ist es wichtig, dass du jederzeit Stockfreiheit hast und die Stöcke ganz normal setzen kannst, so, als wärest du allein unterwegs.

Da die Stockbewegung sehr dynamisch ausgeführt wird, könnte es sein, dass sie deinem Hund zunächst nicht geheuer ist. Zeige ihm die Stöcke in Ruhe und lasse ihm am Anfang mehr Leine, falls er sich unwohl fühlt, so dicht daneben zu gehen. Mit der Zeit wird dein Vierbeiner sehr viel sicherer und wird schnell verstehen, wie das Ganze ablaufen soll. Lasse ihn vorher in Ruhe schnüffeln und sein Geschäft erledigen, sodass er danach keinen „dringenden“ Grund haben kann, ständig am Straßenrand stehen bleiben zu wollen.

Mit Sicherheit wird er bald hellauf begeistert sein, wenn er sieht, dass du Zuhause zu deinen Stöcken greifst!


KristinaKristina Ziemer-Falke ist zertifizierte Hundetrainerin und Verhaltensberaterin durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein und das Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Darüber hinaus verfügt sie über viele Zusatzausbildungen und Schwerpunkte und ist im Prüfungsausschuss der Tierärztekammer Niedersachsen für die Hundetrainerzertifizierungen.
Mit ihrem Mann Jörg Ziemer gründete sie das Schulungszentrum Ziemer & Falke, in dem sie seit vielen Jahren mit viel Herz, Leidenschaft und Kompetenz Hundetrainer in ganz Deutschland ausbilden und viele Weiterbildungsangebote anbieten. Viele kennen Kristina außerdem als erfolgreiche Autorin von Fachbüchern für Hundetrainer und Hundehalter sowie aus Artikeln beliebter Hundezeitschriften.


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