Insektenfutter für Hunde: 5 Gründe es zu testen

5264
0

Insektenfutter für Hunde

Hast du schon einmal über Insektenfutter für deinen pelzigen Freund nachgedacht? Es mag zunächst etwas ungewöhnlich klingen, aber Insektenfutter für Hunde erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Doch sind sie wirklich eine gesunde und nachhaltige Alternative zum herkömmlichen Hundefutter? Wir beleuchten die Vor- und Nachteile von Insektenfutter für Hunde.

Wie gesund ist Insektenfutter für Hunde?

Ernährungsphysiologisch kommen Insekten dem Fleisch sehr nahe und können 1:1 verwendet werden. Sie liefern essentielle Proteine, wichtige Omega Fettsäuren, notwendige Mineralstoffe und Spurenelemente. Insektenprotein bietet eine hochwertige und leicht verdauliche Proteinquelle. Darüber hinaus sind Insekten für ernährungssensible Hunde geeignet, da sie als hypoallergen gelten (kaum bis nie allergieauslösend), was bedeutet, dass es für Hunde mit Futtermittelallergien eine gute Option sein kann.

Brauchen Hunde Insektenprotein?

Vorab: Insekten sind natürlich nicht vegan oder vegetarisch und zählen zu einer tierischen Proteinquelle, wie auch Fleisch. 1kg Rindfleisch kann durch 1kg Insekten ersetzt werden. Also ja, ich kann meinen Hund vollwertig mit Insekten ernähren. Grundsätzlich sind sie für alle Hunderassen geeignet, aber eben auch für Allergiker-Hunde.
Natürlich ist Insektenprotein kein absolutes Muss für Hunde, aber es kann eine gesunde und abwechslungsreiche Ergänzung zu ihrer Ernährung sein. Wenn dein Hund also gerne Insektenfutter frisst und davon profitiert, spricht nichts dagegen, es ihm zu geben.

Was sind die Vor- und Nachteile von Insektenprotein?

Insekten haben viele Vorzüge, aber auch Nachteile. Ein großer Vorteil sind die gesundheitlichen Aspekte, die sie mitbringen. Sie sind hypoallergen und oft für Hunde mit Futtermittelallergien geeignet, sie sind Purin ärmer als andere Fleischarten, womit u.a. Leishmaniose-Patienten geholfen werden kann und sie bringen viele ernährungsphysiologische Nährstoffe mit sich, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten.

Zudem weisen Insekten einen ganz anderen Geschmack auf als bekanntes Hundefutter, weshalb sie mäkeligen Hunden eine tolle Alternative stellen können. Aber genau hier liegt auch der Nachteil: Da Hunde oft ihre Vorlieben und Abneigungen haben, kann es sein, dass nicht alle Hunde den Geschmack von Insektenprotein mögen oder sich nur schwer daran gewöhnen. Auch Hunde sind Gewohnheitstiere!

Ist Hundefutter mit Insekten besser für die Umwelt als herkömmliches Hundefutter?

Die herkömmliche Fleischproduktion belastet unsere Umwelt in vielerlei Hinsicht. Die Aufzucht von Rind, Schwein & Geflügel erzeugt große Mengen an Treibhausgasen, verbraucht Unmengen an Wasser und trägt zur Entwaldung bei. Im Gegensatz dazu verbrauchen Insekten während der Mastphase weniger Ressourcen und erzeugen weniger Treibhausgase. Insekten können vertikal gezüchtet werden. Dafür werden einzelne Mastkästchen übereinandergestapelt und sparen Produktionsfläche. Es gibt unterschiedliche Insektenarten, die für Insektenfutter verwendet werden wie z.B. Mehlwürmer, Grillen oder Seidenraupen. Unter den verschiedenen Arten weist die Larve der Soldatenfliege in Hinblick auf die Nachhaltigkeit noch mehr Vorteile auf, da sie zu 100% verwertet werden kann und sich von jeglichen pflanzlichen Reststoffen ernährt. Die Schwarze Soldatenfliege (Hermetia illucens) ist eine ursprünglich aus Südamerika stammende Art. Mittlerweile wird sie aber auf der ganzen Welt gezüchtet und ist somit auch in der deutschen Landwirtschaft als Proteinquelle angekommen. Insekten lieben es in Massen zu leben, daher spielt Massentierhaltung keine Rolle. Im Gegensetz zur üblichen Massentierhaltung, findet die Insektenzucht frei von Antibiotika und Wachstumshormonen statt. Das kann auch gesünder für deinen Hund sein.

5 Gründe ein Hundefutter mit Insekten zu wählen

  1. Gesundheitliche Vorteile: Insektenprotein bietet hochwertige und leicht verdauliche Nährstoffe, die den Muskelaufbau, das Immunsystem und die Gewebereparatur deines Hundes unterstützen.
  2. Umweltfreundlichkeit: Die Insektenzucht verursacht deutlich weniger Treibhausgasemissionen, benötigt weniger Wasser und Land im Vergleich zur konventionellen Fleischproduktion, was zur Reduzierung der Umweltbelastung beiträgt.
  3. Nachhaltigkeit: Insekten vermehren sich schnell und können effizient gezüchtet werden, was eine nachhaltige Proteinquelle für Hundefutter ermöglicht.
  4. Hypoallergene Option: Insektenprotein ist oft hypoallergen, was bedeutet, dass es für Hunde mit Futtermittelallergien und/oder einem empfindlichen Magen eine gute Wahl sein kann.
  5. Vielfalt und Abwechslung: Hundefutter auf Insektenbasis bietet mittlerweile eine alternative Proteinquelle, die Abwechslung in der Ernährung deines Hundes ermöglicht und für neue Geschmackserlebnisse sorgt.

Wie gewöhne ich meinen Hund an Insektenfutter?

Da einige Hunde den Geschmack von Insektenfutter nicht sofort mögen, empfehlen wir eine langsame Futterumstellung. Mische das Insektenfutter zunächst mit dem bisherigen Hundefutter und steigere allmählich den Anteil des Insektenproteins. Auf diese Weise gewöhnt sich dein Hund langsam an den neuen Geschmack und die Textur des Futters. Probiere verschiedene Sorten von Hundefutter auf Insektenbasis aus. Es gibt eine Vielzahl von Variationen, die unterschiedliche Geschmacksprofile bieten. Finde heraus, welches Futter deinem Hund am besten schmeckt.

Hilf uns, unseren Service weiter zu verbessern. War dieser Artikel hilfreich für dich?

Kommentare, Fragen und Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.