Dürfen Hunde Weintrauben essen?

- Dürfen Hunde Weintrauben essen?
- Wie viele Weintrauben darf ein Hund fressen?
- Warum sind Trauben für Hunde giftig?
- Dürfen Hunde Rosinen essen?
- Dürfen Welpen Weintrauben essen?
- Mein Hund hat 5 Weintrauben gefressen – was tun?
- Wann treten Symptome auf, wenn der Hund Trauben gegessen hat?
- Welches Obst dürfen Hunde essen?
- Welches Obst dürfen Hunde nicht fressen?
- Fazit
- Quellen
Weintrauben zählen zu den gefährlichsten Früchten für Hunde. Manche vertragen sie problemlos, bei anderen kann bereits eine kleine Menge Vergiftungserscheinungen hervorrufen.
Sicherheitshalber solltest du deinem Hund keine Trauben anbieten. Hat er sich welche stibitzt, solltest du nicht zögern und einen Tierarzt aufsuchen.
Wie viele Weintrauben darf ein Hund fressen?
Hunde sollten keine Trauben essen, denn es ist nicht vorhersehbar, wie sie darauf reagieren. Zwar gibt es Berichte von Hunden, die regelmäßig Trauben fressen und keinerlei Probleme haben, auf der anderen Seite kommt es aber auch immer wieder vor, dass bereits wenige Weintrauben eine Vergiftung auslösen. Das Problem ist, dass niemand vorhersagen kann, wie ein Hund auf Trauben reagiert.
Tierärztliche Fallberichte zeigen, dass bereits eine kleine Menge zu einer schweren Vergiftung führen kann. Dabei scheint weder die Größe noch das Gewicht des Hundes eine verlässliche Rolle zu spielen. Ein großer Hund kann ebenso betroffen sein wie ein kleiner. Diese Unberechenbarkeit macht Weintrauben so gefährlich.
Warum sind Trauben für Hunde giftig?
Der exakte Giftauslöser in Weintrauben ist bis heute nicht mit Gewissheit identifiziert. Lange wurde vermutet, dass Pestizide oder Schimmelpilze verantwortlich sein könnten, doch dies gilt inzwischen als widerlegt. Tiermediziner gehen heute davon aus, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Traube für Hunde giftig sind. Vermutungen betreffen die Weinsäure bzw. deren Kaliumsalze. Hunde können diesen Stoff offensichtlich nicht (ausreichend) abbauen oder ausscheiden. So gelangt der Giftstoff ins Blut und von dort in die Nieren. Die Folge kann eine Schädigung der Nieren sein, die sich rasch verschlechtern kann. Unbehandelt kann der Zustand innerhalb weniger Tage zu einem lebensbedrohlichen Nierenversagen führen.
Soweit bislang bekannt ist, geht die Gefahr von allen Trauben aus, egal ob rote, grüne oder blaue. Auch der Reifegrad, ob mit oder ohne Kerne oder ob es sich um Bio-Trauben handelt, gibt keine Auskünfte darüber, ob ein Hund die jeweiligen Früchte vertragen könnte.
Dürfen Hunde Rosinen essen?
Rosinen sind nichts anderes als getrocknete Weintrauben. Daher sollten Hunde diese genauso wenig fressen, wie Trauben. Sie können sogar noch gefährlicher als Weintrauben sein, da der potenzielle Giftstoff durch den Trocknungsprozess noch konzentrierter ist. Dementsprechend kann von einer Handvoll Rosinen eine größere Gefahr ausgehen als von einer Handvoll Trauben. Unter Umständen kann ein empfindlicher Hund bereits nach drei Rosinen erste Vergiftungserscheinungen zeigen.
Davon abgesehen, dass Müsli, Kuchen, Studentenfutter oder Energieriegel sowieso ungeeignet für Hunde sind, sollten diese absolut tabu sein, da sich in ihnen Rosinen befinden könnten.
Dürfen Welpen Weintrauben essen?
Welpen dürfen auf keinen Fall Weintrauben essen! Zum einen haben sie noch ein sehr anfälliges Verdauungssystem, zum anderen sind ihre Organe noch nicht vollständig entwickelt. Da Trauben in erster Linie für die Nieren eine Gefahr darstellen, können bereits kleinste Mengen gravierende Folgen haben.
Sowohl Trauben als auch Rosinen sollten so gelagert werden, dass ein Welpe sie keinesfalls erreichen kann. Die Kleinen sind oft deutlich neugieriger als erwachsene Hunde und könnten die süßen Früchte unkontrolliert fressen. Solltest du dies beobachtet haben oder auch nur vermuten, empfiehlt sich ein sofortiger Termin beim Tierarzt. Die Vergiftung kann zeitverzögert auftreten, während im Körper bereits Schäden entstehen. In der Tierarztpraxis kann der Welpe untersucht und überwacht sowie notfalls zum Erbrechen gebracht werden.
Hast du dich vorerst gegen einen Tierarzttermin entschieden, beobachte deinen Kleinen in den nächsten Stunden und Tagen genau. Treten Veränderungen in Form von Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen oder Appetitverlust auf, solltest du sofort handeln.
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Mein Hund hat 5 Weintrauben gefressen – was tun?
Wenn du nicht aus Erfahrung weißt, dass dein Hund Weintrauben verträgt, können bereits 5 Trauben eine ernsthafte Gefahr darstellen. Leider lässt sich nicht vorhersehen, ob die jeweilige Anzahl der Weintrauben für deinen Hund schädlich sein kann. Bei vielen ungeeigneten Lebensmitteln lässt sich sagen, dass große Hunde eine größere Menge davon vertragen. Doch bei Trauben gibt es hierzu keine gesicherten Daten. Jeder Hund reagiert anders auf Weintrauben, weshalb ein Tierarztbesuch immer anzuraten ist.
Der Tierarzt kann den Hund untersuchen, ihn unter Beobachtung halten, eventuell Aktivkohle verabreichen, ihn zum Erbrechen bringen oder Infusionen zum Schutz der Nieren verabreichen. Auch wenn sich herausstellen sollte, dass der Hund die Trauben problemlos zu vertragen scheint, ist es immer besser, einen Tierarzttermin zu viel wahrgenommen zu haben, als dass man plötzlich mit einem Notfall konfrontiert ist.
Wann treten Symptome auf, wenn der Hund Trauben gegessen hat?
Erste Symptome können bereits nach wenigen Stunden, aber auch erst nach ein bis drei Tagen auftreten.
Häufige Symptome beim Verzehr von Weintrauben sind:
- Erbrechen
- Durchfall
- Appetitlosigkeit
- Lethargie
- Bauchschmerzen
- Verändertes Trinkverhalten
- Geringerer Urinabsatz
- Zittern
- Desorientierung
Da die Symptome zeitverzögert auftreten können, ist die Situation tückisch. Wenn Auffälligkeiten in Erscheinung treten, ist der Zustand oft bereits fortgeschritten. Besser ist daher frühzeitiges Handeln in Form eines Tierarztbesuchs, bevor erster Anzeichen sichtbar werden.
Welches Obst dürfen Hunde essen?
Als gelegentlichen Snack dürfen Hunde viele Obstsorten essen – darunter folgende:
- Bananen
- Äpfel (ohne Kerne)
- Birnen
- Blaubeeren
- Wassermelone (ohne Kerne)
- Erdbeeren
- Papaya
- Brombeeren
- Mango
- Ananas
Belasse es stets bei einer kleinen Menge. Obst sollte nur eine Ergänzung des Speiseplans eines Hundes darstellen. Gemeinsam mit Leckerlis sollte der Anteil der Tagesration bei maximal 10 Prozent liegen. Der überwiegende Teil sollte immer aus einem guten Hundefutter bestehen.
Welches Obst dürfen Hunde nicht fressen?
Du solltest deinem Hund nicht nur keine Weintrauben und Rosinen geben, sondern auch keine Avocado, Johannisbeeren, Zitronen, Limetten, Granatäpfel und Feigen. Sie können den Magen reizen bzw. giftige Stoffe enthalten. Zudem sollten alle Trockenfrüchte sowie Dosenobst gemieden werden, denn in diesen können sich Konservierungsstoffe und eine erhöhte Menge von Zucker befinden. Sei außerdem vorsichtig mit Mandarinen und Orangen. Sie sind aufgrund ihrer Säure nur in sehr kleinen Mengen verträglich.
Fazit
Hunde sollten weder Weintrauben noch Rosinen essen. Sie zählen zu den gefährlichen und unberechenbaren Lebensmitteln für Hunde. Bereits kleine Mengen können zu einer Vergiftung und im schlimmsten Fall zu Nierenversagen führen. Besonders tückisch ist die individuelle Reaktion: Während manche Hunde zunächst oder auf Dauer keine Symptome zeigen, geraten andere unter Umständen in Lebensgefahr. Trauben sollten daher so aufbewahrt werden, dass Hunde sie keinesfalls erreichen können.
Quellen
- Simon, Swanie (2008). BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde. Drei Hunde Nacht
- Esch-Völkel, Sylvia (2014). Buntes für den Hund. Kalidor
- Dr. Bucksch, Martin (2017). Gesunde Ernährung für Hunde: Fertigfutter oder selbstgemacht - gesundes Futter für jeden Hund. KOSMOS Verlag
- Meyer, Helmut (2016). Ernährung des Hundes: Grundlagen - Fütterung - Diätetik. Enke
Thomas Brodmann, Autor & Tierfotograf
Als freier Journalist und Fotograf ist Thomas auf Haustiere und Wildtiere spezialisiert - mit mittlerweile bereits über 20 Jahren Erfahrung. Er schrieb bereits für zahlreiche bekannte Tiermagazine und veröffentlichte 2017 sein Buch "Unser Hund fit und gesund", in dem er wertvolle Tipps rund um die Ernährung und Gesundheit von Hunden gibt.
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