Unterwegs mit Hund: die richtige Transportbox

86020
0

Transportbox

Mit dem Hund unterwegs zu sein, ist wunderbar. Schließlich lieben wir Hundehalter es doch alle viel Zeit mit unserem Hund zu verbringen. Auch du möchtest dein Familienmitglied vielleicht viel öfter mitnehmen und gemeinsam viele aufregende Abenteuer erleben, bist dir aber vielleicht unsicher, was den Transport angeht? Die Sicherheit deiner Fellnase steht immerhin an oberster Stelle, so auch die Beförderung im Auto oder auf dem Fahrrad. Eine Transportbox bietet eine sichere und bequeme Möglichkeit dazu. Selbst Daheim kann sie sich für deinen Hund als sicheren Rückzugsort erweisen. Wir wollen dir hier ein paar Modelle und deren Vor- und Nachteile vorstellen.

Welchen Zweck soll die Transportbox erfüllen?

Wenn du dich mit dem Thema Transportbox auseinandersetzt, sind einige Vorüberlegungen von Nöten. Denn es gibt viele verschiedene Modelle aus den unterschiedlichsten Materialien im Fachhandel. Welchen Zweck soll eure Transportbox erfüllen? Soll sie ins Auto, auf dein Fahrrad oder soll dein Hund mit ins Flugzeug? Alternativ kann eine Transportbox auch als sicherer Rückzugsort für deine Fellnase genutzt werden. Ob Zuhause oder auch an anderen Orten spielt keine Rolle. Viele Hunde lieben den höhlenartigen Charakter einer Box und suchen sie gerne auf.

Doch nicht jede Box ist für jeden Verwendungszweck und auch nicht für jeden Hund geeignet. Idealerweise kann dein Hund in der Box sitzen und auch stehen, ohne mit dem Kopf oder Rücken an den Deckel zu stoßen. Schließlich soll er sich sicher fühlen und nicht eingepfercht. Ansonsten muss sie natürlich in bestimmten Situationen besonders stabil sein. Denn gerade im Auto ist die Box, inklusive Hund bei einem Unfall oder einer Vollbremsung enormen Kräften ausgesetzt. Wenn du auf Reisen gehst und dein Vierbeiner mitkommen darf, hat Sicherheit die oberste Priorität. Gerade beim Transport im Flugzeug muss die Box bestimmte Kriterien erfüllen. Seid ihr mit dem Fahrrad unterwegs, darf dein Hund nicht während der Fahrt hinausspringen können.
Zuhause ist die Intention dagegen eine andere. Da muss die Box besonders gemütlich, kuschelig und bequem sein und die Funktion einer Höhle erfüllen. Außerdem sollte sie auch leicht zu handeln sein. Das bietet sich vor allem dann an, wenn du deinen Hund öfters mitnimmst und er sich auch an anderen Orten zurückziehen darf.

Du merkst, es ist sehr wichtig zu überlegen, wofür eine Transportbox genutzt werden soll, um die richtige Wahl zu treffen.

Kriterien für die geeignete Box

Neben der Funktionalität sind noch einige weitere Kriterien zu bedenken. Hast du beispielsweise einen kleinen Hund und nimmst ihn in dieser Box häufig mit, spielt das Gewicht eine Rolle. Schließlich kann eine große Box nicht nur unhandlich, sondern auch schnell ziemlich schwer werden, insbesondere bei längerem Tragen.

Ebenso haben die Boxen in der Regel unterschiedliche Griffe. Es gibt Boxen mit nur einem Griff oder zwei Griffen. Auch Boxen mit Rollen zum Schieben oder Ziehen gibt es. Die faltbaren Boxen haben zusammengeklappt oft eine Umhängefunktion und können so getragen werden.

Wenn du eine Box aus Kunststoff oder Aluminium wählst, lassen sich diese in der Regel einfach mit Wasser und Seife reinigen. Nylonmaterial lässt sich ebenfalls gut säubern. Das Trocknen kann jedoch durch die rauere Oberfläche längere Zeit in Anspruch nehmen.

Bei allen Boxen ist jedoch ein Faktor gleich. Sie alle benötigen ein Hundekissen oder eine Decke. Dies erhöht den Komfort des Hundes während des Aufenthalts in der Box.

Die faltbare Hundebox

Sie ist schön handlich, leicht und schnell aufgebaut. Die faltbaren Hundeboxen gibt es in diversen Ausführungen. Von leichten Metallstäben, meist aus Nylonmaterial bis hin zu verstärkten Stäben oder Kunststoffmaterial. Faltbare bzw. klappbare Hundeboxen sind schnell aufgestellt und ebenso schnell wieder abgebaut. Sie sind in der Regel in verschiedenen Farben und Größen erhältlich. Viele Boxen haben nicht nur vorne einen Reißverschluss, sondern ebenso an den Seiten oder auch oben. Dies bietet eine oft größere Variabilität, was Aufstellungsort und Verwendung angeht. Diese leichten Transportboxen eignen sich ideal für Zuhause als Ruheort und Hundebett. Sie sind einfach zu handhaben und sehr praktikabel. Hat dein Hund diese Box als sicheren Ort kennengelernt, kannst du sie auch überall mit hinnehmen und hast so immer das mobile Heim deines Hundes dabei.
Verwendest du diese Box allerdings eher für einen z. B. kaufreudigen Hund, hält solch ein Modell eventuell nicht sehr lange. Durch das Nagen wird das Nylonmaterial schnell dünn und löchrig. Auch für das Autofahren ist eine Nylonbox nicht stabil genug.

Die starre / feste Hundebox

Metall

Nicht sehr häufig als Transportbox zu sehen, aber dennoch eine Möglichkeit der Unterbringung ist die Gitterbox. Sie ist aus Metallstäben und hat manchmal auch unten einen Einsatz aus Plastik. Sie hat vorne eine Drahtgittertür. Du wirst solche Boxen bestimmt schon auf Messen oder Ausstellungen gesehen haben. Sie dienen in solchen Momenten nicht zum Transport, vielmehr als Ruheort.

Aluminium

Meist im Kofferraum von Autos zu finden, gilt die Aluminiumbox als sehr sicher. Es gibt sie in diversen Größen und manche Hersteller bieten sogar Sonderanfertigungen an. So gibt es sie beispielsweise als Einzel- oder auch Doppelbox. Sie besteht aus starken Aluminiumstangen und hat vorne eine Tür mit Schnappverschluss. Sie ist überaus stabil und bietet ausreichend Schutz für deine Fellnase während der Fahrt. Durch ihre Größe und Unhandlichkeit bleibt sie auch in den meisten Fällen fest installiert im Kofferraum oder auf dem Rücksitz.

Kunststoff

Geht es für deinen Hund mit in den Flieger, muss er in einer speziellen Transportbox untergebracht werden. Sie besteht aus Hartplastik, hat meist Rollen und vorne eine Tür mit Klickverschluss. An den Seiten und hinten befinden sich Lüftungsschlitze. Ein Griff oben ermöglicht das Tragen der Box.

Der Korb für das Fahrrad

Auch für das Fahrrad gibt es verschiedene Modelle aus bspw. Weidematerial, Kunststoff oder Stoff. Die Varianten sind sehr vielfältig. Hinsichtlich der Absicherung gibt es ebenfalls verschiedene Systeme. Einige Modelle sind mit Netzen oder Drahtgitter über den Körben versehen, um ein Hinausspringen zu verhindern. Die Netze und ebenso die Gitter haben unterschiedliche Maschenweiten. Schaue dir diese genau an. Dein Hund darf seinen Kopf nicht dadurch stecken können. Die Verletzungsgefahr wäre viel zu groß.
Auch gibt es für die unterschiedlichen Körbe diverse Herstellerangaben. Achte hier speziell auf die Gewichtsangaben, denn nicht jedes dieser Transportmittel ist für jedes Hundegewicht geeignet.


KristinaKristina Ziemer-Falke ist zertifizierte Hundetrainerin und Verhaltensberaterin durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein und das Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Darüber hinaus verfügt sie über viele Zusatzausbildungen und Schwerpunkte und ist im Prüfungsausschuss der Tierärztekammer Niedersachsen für die Hundetrainerzertifizierungen.
Mit ihrem Mann Jörg Ziemer gründete sie das Schulungszentrum Ziemer & Falke, in dem sie seit vielen Jahren mit viel Herz, Leidenschaft und Kompetenz Hundetrainer in ganz Deutschland ausbilden und viele Weiterbildungsangebote anbieten. Viele kennen Kristina außerdem als erfolgreiche Autorin von Fachbüchern für Hundetrainer und Hundehalter sowie aus Artikeln beliebter Hundezeitschriften. Als Dozentin ist Kristina Ziemer-Falke sehr gefragt und deutschlandweit auf Seminaren und Vorträgen zu Themen rund um den Hund anzutreffen.


Hilf uns, unseren Service weiter zu verbessern. War dieser Artikel hilfreich für dich?

Kommentare, Fragen und Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.