Dürfen Hunde Kartoffeln essen?

- Dürfen Hunde Kartoffeln essen?
- Sind Kartoffeln gesund für Hunde?
- Dürfen Hunde gekochte Kartoffeln essen?
- Dürfen Hunde rohe Kartoffeln essen?
- Dürfen Hunde Kartoffelbrei essen?
- Wie viele Kartoffeln darf ein Hund fressen?
- Dürfen Welpen Kartoffeln essen?
- Was passiert, wenn Hunde zu viele Kartoffeln essen?
- Was sollte ich beachten, wenn ich für meinem Hund Kartoffeln zubereite?
- Rezept mit Kartoffeln
- Fazit
- Quellen
Gekochte Kartoffeln versorgen den Hund mit Energie und verschiedenen Nährstoffen. Rohe Kartoffeln sind für Hunde dagegen giftig. Vorsicht geboten ist auch bei der Zubereitung und der Menge.
Sind Kartoffeln gesund für Hunde?
Kartoffeln bestehen zum Großteil aus Wasser. Dennoch stellen sie eine hervorragende Kohlenhydratquelle dar, die den Hund sättigt und ihm Energie liefert. Von Vorteil ist auch, dass Kartoffeln glutenfrei sind und daher bei einer entsprechender Futtermittelallergie zum Einsatz kommen können.
Zudem versorgen sie den Hund mit folgenden Nährstoffen:
- Vitamin C: stärkt das Immunsystem
- Vitamin B6: gut für den Stoffwechsel und die Nerven
- Kalium: unterstützt Herz, Muskeln und Nerven
- Magnesium: wichtig zur Blutbildung
- Ballaststoffe: fördern die Verdauung
- Kohlenhydrate: für langanhaltende Energie
Dürfen Hunde gekochte Kartoffeln essen?
Gekochte Kartoffeln sind für Hunde gut geeignet und werden häufig in Nass- und Trockenfutter verwendet. Durch das Erhitzen wird das in rohen Kartoffeln befindliche Solanin zerstört. Zudem wird die Stärke aufgeschlossen, wodurch Kartoffeln für den Hund gut verdaulich sind. Denke aber daran, die Kartoffeln zuerst gut zu waschen und grüne Stellen sowie Keime zu entfernen. Verzichte darauf, Salz ins Kochwasser zu geben. Nach ca. 20 bis 30 Minuten sind die Kartoffeln fertig. Lasse sie abkühlen und entferne die Schale vollständig. Leicht zerkleinert darf dein Hund anschließend Kartoffeln essen. Die Menge hängt vor allem von der Größe des Hundes ab.
Dürfen Hunde rohe Kartoffeln essen?
Hunde dürfen keinesfalls rohe Kartoffeln essen. Sie enthalten das giftige Alkaloid Solanin. Es ist sowohl in der Kartoffel selbst, vor allem aber in der Schale, an grünen Stellen und Keimen vorhanden. Bereits eine kleine Menge kann Vergiftungserscheinungen auslösen, die sich in Form von Erbrechen, Durchfall, Unruhe und Zittern bemerkbar machen.
Sollte sich dein Hund über einen Sack roher Kartoffeln hergemacht haben, muss er sofort zum Tierarzt.
Dürfen Hunde Kartoffelbrei essen?
Selbstgemachter Kartoffelbrei ist kein Problem für Hunde. Fertiger Kartoffelbrei beinhaltet jedoch unter Umständen auch Öl, Milchpulver, Salz, Muskatnuss, Aromen und Emulgatoren. Gekaufter Kartoffelbrei ist daher in den meisten Fällen ungeeignet. Wenn also Kartoffelbrei, dann bitte selbst machen. Dazu musst du lediglich die fertig gekochten Kartoffeln schälen und mit einem Stampfer oder einer Gabel fein zerdrücken. Statt Milch, die üblicherweise für den menschlichen Verzehr verwendet wird, kannst du etwas Wasser unterrühren.
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Wie viele Kartoffeln darf ein Hund fressen?
Die Menge an Kartoffeln hängt von der Größe, der Aktivität und dem Futterplan deines Hundes ab. Sie sollten stets nur als Beilage angesehen werden und nur einen relativ geringen Teil der Ernährung ausmachen. Bei kleinen Hunden sollten es nicht mehr als zwei mittelgroße Kartoffeln sein, bei großen dürfen es auch einmal fünf bis sechs sein. Sollte dein Hund eher inaktiv oder leicht übergewichtig sein, reduzierst du besser den Umfang, denn Kartoffeln liefern viel Energie und können somit Übergewicht fördern. Möchtest du sie im Zuge einer Ausschlussdiät einsetzen, besprichst du dich am besten mit deinem Tierarzt oder einem Ernährungsberater.
Dürfen Welpen Kartoffeln essen?
Auch Welpen dürfen bereits Kartoffeln probieren. Da ihre Verdauung jedoch neue Lebensmittel erst kennenlernen muss, solltest du sehr zurückhaltend sein. Es besteht immer ein wenig die Gefahr von Durchfall, wenn ein Welpe mit neuer Nahrung konfrontiert wird. Gegen ein, zwei Stücke spricht in der Regel jedoch nichts. Wichtig ist aber, dass du die Kartoffeln gut durchkochst, vollständig schälst und alle Keime sowie grüne Stellen sorgfältig entfernst. Du solltest Kartoffeln auch nicht täglich auf den Speiseplan des Hundes nehmen, sondern erst einmal nur ab und zu. Da sie im Allgemeinen gut verdaulich sind und Energie liefern, sind sie in der Wachstumsphase eine gute Unterstützung.
Was passiert, wenn Hunde zu viele Kartoffeln essen?
Wenn Hunde zu viel Kartoffeln essen, kann dies Übergewicht begünstigen und zu Verdauungsproblemen führen. Achte daher darauf, dass Kartoffeln nicht mehr als 10 bis maximal 15 Prozent der täglichen Futtermenge ausmachen.
- Verdauungsprobleme: Verdauungsprobleme können sich durch Blähungen, Durchfall oder Verstopfung bemerkbar machen.
- Übergewicht: Wenn du barfst und dein Hund zu Übergewicht neigt, sollte der Anteil an Kartoffeln relativ gering sein. Kohlenhydrate liefern viel Energie, die der Hund möglicherweise nicht in vollem Umfang verbraucht und somit eine Zunahme seines Gewichts droht.
Was sollte ich beachten, wenn ich für meinem Hund Kartoffeln zubereite?
Wenn du deinem Hund Kartoffeln servieren möchtest, solltest du folgende Punkte beachten:
- Niemals rohe Kartoffeln geben, immer erst kochen.
- Gekochte Kartoffeln schälen und eventuell vorhandene Triebe und grüne Stellen
vollständig entfernen. Auch im gekochten Zustand könnten hier noch Spuren des giftigen
Solanins vorkommen. - Kartoffeln nicht würzen.
- Solltest du Kartoffelbrei machen wollen, verrührst du die zerstampften Kartoffeln am
besten nur mit ein wenig Wasser. - Lasse die Kartoffeln oder den Brei auskühlen, um Verbrennungen zu vermeiden.
- Begrenze die Menge je nach Aktivitätslevel und Größe deines Hundes.
Rezept mit Kartoffeln
Wenn du für deinen Hund ab und zu etwas kochen möchtest, haben wir ein leckeres Rezept für dich:
Zutaten:
- 200 g Huhn
- 100 g Kartoffeln
- 50 g Spinat
- 1 TL Leinöl (oder Lachsöl)
- 30 g Karotten oder Zucchini
Zubereitung:
- Kartoffeln kochen, schälen und in kleine Stücke schneiden.
- Das Huhn separat garen, sowie den Spinat und die Karotten oder Zucchini kurz dünsten.
- Alles abkühlen lassen, zerkleinern und vermischen. Fertig ist eine leckere Mahlzeit für deinen Hund.
Fazit
Gekochte Kartoffeln sind eine gute Beilage und versorgen den Hund mit Energie, Vitaminen und Mineralstoffen. Sie sind leicht verdaulich und eignen sich daher auch für empfindliche Mägen. Allerdings sollte der Anteil an der Ernährung 15 Prozent nicht übersteigen. Wichtig zu wissen ist, dass rohe Kartoffeln für Hunde giftig sind. Sie müssen 20 bis 30 Minuten kochen und anschließend geschält werden. Zudem solltest du grüne Stellen und Triebe entfernen, da hier das Alkaloid Solanin verstärkt vorkommen kann.
Quellen
- Simon, Swanie (2008). BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde. Drei Hunde Nacht
- Esch-Völkel, Sylvia (2014). Buntes für den Hund. Kalidor
- Dr. Bucksch, Martin (2017). Gesunde Ernährung für Hunde: Fertigfutter oder selbstgemacht - gesundes Futter für jeden Hund. KOSMOS Verlag
- Meyer, Helmut (2016). Ernährung des Hundes: Grundlagen - Fütterung - Diätetik. Enke
Thomas Brodmann, Autor & Tierfotograf
Als freier Journalist und Fotograf ist Thomas auf Haustiere und Wildtiere spezialisiert - mit mittlerweile bereits über 20 Jahren Erfahrung. Er schrieb bereits für zahlreiche bekannte Tiermagazine und veröffentlichte 2017 sein Buch "Unser Hund fit und gesund", in dem er wertvolle Tipps rund um die Ernährung und Gesundheit von Hunden gibt.
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