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Katzenflöhe – was tun, wenn’s juckt?

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KatzenflöheJeder, der schon einmal mit Ihnen zu tun hatte, weiß, wie lästig diese blutsaugenden Insekten werden können. Flohbefall ist nicht nur für die betroffene Katze äußerst unangenehm. Die meisten Besitzer ekelt schon der bloße Gedanke an Katzenflöhe. Denn nicht nur Katzen werden gebissen. Auch der Mensch kann von Flöhen zur Blutmahlzeit aufgesucht werden. Es ergeben sich juckende Flohstiche, die sich sogar fies entzünden können.

Der Katzenfloh (Ctenocephalides felis)

Der Katzenfloh ist bloß wenige Millimeter groß, hat dafür aber Beine wie Sprungfedern. Diese nutzt er, um auf sein Wirtstier zu gelangen. Also eine Katze? Nein, es muss nicht zwingend eine Katze sein. Der Name “Katzenfloh” ist etwas irreführend. Denn auch Hunde sind häufig von ihm betroffen. Und auch dich könnte er stechen: Wenn ein Floh hungrig ist und gerade keinen “passenden” Wirt findet, saugt er auch das Blut der Menschen in der direkten Umgebung. In diesem Fall dann zumeist das der Tierbesitzer.

Hat der Parasit nun seinen Wirt gefunden, wird er nicht lange warten, bis er sich die erste Mahlzeit gönnt. Diese besteht aus Blut. Dafür sticht er mit seinen Mundwerkzeugen durch die Haut der Katze und saugt, bis er gesättigt ist.

Die Eiablage durch die Katzenflohweibchen findet im Fell der Katze statt. Allerdings fallen die Eier danach vom Tier in die Umgebung. Dort entwickeln sich die Flohlarven und daraus dann wieder erwachsene Flöhe. Dieser Entwicklungszyklus dauert etwa 3-4 Wochen. Leben Flöhe in der Wohnung, können sie auch im Winter Eier legen und sich vermehren. Der Entwicklungszyklus von anderen Floharten ist vergleichbar, die Zeit von der Eiablage bis zum ausgewachsenen Floh dauert ebenfalls etwa einen Monat. Einige von ihnen befallen entgegen ihrer Spezialisierung gelegentlich auch die Katze.

Flöhe können übrigens nicht bloß für juckende Stiche sorgen, sondern auch größere Schäden anrichten. So sind sie beispielsweise Überträger des Gurkenkernbandwurms, eines Darmparasiten. Auch andere Krankheiten können durch Katzenflöhe übertragen werden. Bei sehr starkem Befall kann sogar eine Blutarmut (Anämie) bei dem betroffenen Wirtstier auftreten.

Katzenflöhe erkennen

Befallene Tiere kratzen und putzen sich exzessiv aufgrund des Juckreizes. Bei starkem Befall können auch Symptome wie Haarausfall und eine lokale Entzündung der Haut auftreten. Durch das Kratzen verschlechtert sich der Zustand der Haut zusätzlich. Im Extremfall ist fast die gesamte Haut der Katze stark betroffen. Dann kann man beim Scheiteln der Haare und genauerer Betrachtung auch gelegentlich schon Flöhe mit dem bloßen Auge erkennen. Bei milderem Befall ist dem nicht unbedingt so.

Wenn du herausfinden möchtest, ob dein Haustier betroffen ist, bediene dich eines einfachen Tests: Du brauchst bloß etwas Wasser, ein Taschentuch und einen speziellen Flohkamm. Streiche deiner Katze mit dem Kamm durchs Fell. Auf seinen besonders eng stehenden Zinken sammeln sich bei betroffenen Tieren kleine schwarze Krümel. Diese Krümel lege nun auf das Taschentuch und feuchte sie mit etwas Wasser an. Färben sie sich rötlich, kannst du dir sicher sein, dass es sich um Flohkot handelt. Manchmal sieht man sogar ausgewachsene Flöhe vom Flohkamm springen.

Wichtig: Nicht nur Freigänger erkranken! Auch Wohnungskatzen infizieren sich, wenn zum Beispiel an Kleidungsstücken oder Schuhen Floheier oder Larven in die Wohnung hinein getragen werden.

Katzenflöhe behandeln

Wenn du Flohbefall bei deiner Katze feststellst, solltest du handeln und diesen zügig bekämpfen. Denn die kleinen Plagegeister vermehren sich rasend schnell und werden zur Qual für deine Katze. Das heißt, dass du zum einen die Katze gegen die lästigen Parasiten behandeln musst. Dazu gibt es zum Beispiel Spot-On-Präparate oder Pulver, der Tierarzt kann auch Tabletten verschreiben. Aber damit ist es nicht getan. Denn in der Umgebung deines Haustiers wimmelt es noch immer von Larven und Eiern. Diese fallen schließlich, wie oben erwähnt, einfach zu Boden und entwickeln sich dort wieder zu blutsaugenden und vermehrungsfähigen Flöhen. Das heißt, dass auch die Umgebung, also die gesamte Wohnung,einer Behandlung mit Insektiziden unterzogen werden muss.

Hierzu solltest du zunächst alles gründlich reinigen. Alle waschbaren Textilien sollten bei möglichst hohen Temperaturen, am besten bei 90°C, gewaschen werden. Das, was nicht gewaschen werden kann – zum Beispiel ein Teppich – sollte gezielt mit einem Spray oder Fogger behandelt werden. Bei der Anwendung von Foggern ist zu bedenken, dass der Wirkstoffnebel sich in den Räumen verteilt und von oben auf die Einrichtungsgegenstände fällt. Die Fläche darunter bleibt oft unberührt. Unter dem Sofa oder dem Tisch zum Beispiel solltest du also zusätzlich mit einem Spray nachbehandeln. Um den Befall mit Flöhen effektiv zu bekämpfen, musst du deine ganze Wohnung einer Behandlung unterziehen. Anderenfalls riskierst du, dass die Parasiten sich wieder vermehren. Vorsicht ist geboten, wenn Schwangere oder kleine Kinder in den zu behandelnden Räumlichkeiten wohnen. Bei Unsicherheiten bezüglich einer passenden Therapie wende dich bitte an deinen Tierarzt.

Katzenflöhe verhindern

Das oben beschriebene aufwendige Prozedere, die juckenden Stiche sowie das Risiko übertragbarer Infektionskrankheiten möchte man sich und seiner Katze natürlich lieber ersparen. Daher ist es ratsam, sich schon vor einem Flohbefall regelmäßig mit passenden Mitteln dagegen zu schützen. Als Flohschutz verfügbar sind beispielsweise Spot-On-Präparate zum einfachen Auftropfen oder auch diverse Flohhalsbänder. Gemeinsam mit einer guten Haushaltshygiene kannst du damit einen Flohbefall wirksam verhindern.

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