Welttierschutztag: 10 Tipps für Tierfreunde

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Welttierschutztag

Für alle Tierfreunde ist der 4. Oktober ein wichtiges Datum. Rund um den Welttierschutztag finden viele Aktionen statt, in denen auf das Leid der Tiere aufmerksam gemacht werden soll. Weltweit wird an diesem Tag des Heiligen Franz von Assisi gedacht, der in der Nacht zum 4. Oktober 1226 gestorben ist. Der Geistliche war unter anderem für seine emotionalen Tierpredigten bekannt, weshalb er zum Schutzpatron der Tiere ernannt wurde. Viele Tierheime laden in dieser Zeit Mitglieder und Besucher ein, um ihre großartige Arbeit zu präsentieren, die sie für ihre Schützlinge leisten. Auch du kannst diesen besonderen Tag zelebrieren und ohne großen Aufwand aktiv etwas für Haus- oder Wildtiere tun. Mit den folgenden 10 Punkten geben wir dir einige Anregungen.

1. Unterschlupf bieten und das Laub im Garten liegen lassen

igel im herbst

Im Herbst verlieren die Bäume ihr Laub und werfen abgestorbene Äste und Zweige ab. Für viele Wildtiere wie Igel, Eichhörnchen oder Kröten stellen diese Gartenabfälle das ideale Material dar, um kuschelige Nester für den Winterschlaf oder als Rückzugsort in der kühlen Jahreszeit zu bauen. Daher solltest du nicht alle abgefallenen Blätter in eurem Garten entsorgen. Kehre sie lieber an geschützten Stellen zusammen und schaffe dadurch ein behagliches Winterquartier für deine Gartenbewohner. Damit unterstützt du auch aktiv Insekten oder andere Kriechtiere, die sich ebenfalls gerne ein warmes Plätzchen im Winter suchen. Zum Überwintern kannst du für Igel zudem einen einfachen Holzverschlag bauen und mit Stroh abdecken. Die stacheligen Kleinsäuger werden es dir danken!

2. Den Tisch für Gartenbewohner decken

Früher haben Experten empfohlen, Vögel nur bei Eis und Schnee mit zusätzlichem Futter zu versorgen. Doch durch das zunehmende Insektensterben finden unsere gefiederten Freunde immer weniger Nahrung. Darum stellen ihnen viele Tierfreunde inzwischen ganzjährig Futter bereit. Im Fachhandel findest du eine große Auswahl an artgerechten Futtersorten für unsere heimischen Vögel. Meisenknödel und Fettringe sind besonders gut für den Winter geeignet. Sie lassen sich einfach in Bäume oder Sträucher hängen. Zusätzlich kannst du ein dekoratives Vogelhaus aufstellen und es mit Sonnenblumenkernen, Samen, Nüssen und Trockenfrüchten befüllen. Stell auch eine Schale mit frischem, eisfreiem Wasser zum Trinken und Baden auf. Und über Wal- und Haselnüsse, gesammelte Bucheckern oder Eicheln freuen sich unsere possierlichen Eichhörnchen.

3. Ein naturnahes Zuhause für die Bienen schaffen

Damit sich Bienen, Hummeln und andere nützliche Insekten in deinem Garten ansiedeln, kannst du ihnen einen natürlichen Lebensraum schaffen. Der einfachste Weg dazu ist, ein Feld oder Beet mit speziellen Bienenblumen anzulegen. Den passenden Samen hierfür findest du in jedem Gartencenter und vielfach bereits in Tierfachgeschäften. Wenn du zudem auf klassische Wild- und Gartenpflanzen setzt, ist deine Außenanlage nicht nur außergewöhnlich schön gestaltet, die heimische Insektenwelt fühlt sich darin besonders wohl. Und wann immer möglich, solltest du auf Insektizide und Kunstdünger verzichten – den brummenden und summenden Fliegern zuliebe.

4. Wildtiere nicht aufscheuchen

Wenn im Winter das Unterholz zurückgegangen ist, kannst du beim Waldspaziergang deutlich mehr Wildtiere beobachten, als in den warmen Monaten. Wichtig ist, sie in Ruhe zu lassen und nicht aufzuscheuchen. Tierkinder, die im Gras oder im Geäst liegen, warten meist auf die Rückkehr ihrer Mütter, die sie mit Nahrung versorgen. Viele Waldbewohner verharren bei Gefahr auch ganz einfach in Schockstarre. In solchen Situationen hilfst du den Tieren am besten, wenn du dich leise zurückziehst. Wenn du hingegen ein verletztes, krankes oder offensichtlich verwaistes Wildtier findest, solltest du dich darum kümmern. Dann kannst du es zum Tierarzt bringen oder den Förster informieren.

5. Nicht kaufen, sondern adoptieren

Wenn du die Anschaffung von Hund, Katze, Kaninchen oder Meerschweinchen planst, dann muss es nicht immer ein Jungtier aus der Zoologie oder vom Züchter sein. In unseren Tierheimen warten viele großartige Vierbeiner, Stubentiger oder Langohren nur darauf, von dir gefunden zu werden. Jedes Einzelne von ihnen hat einen einzigartigen Charakter und bringt seine eigene Geschichte mit. Lass‘ dich von den Fachkräften im Tierheim oder Tierschutzverein beraten, welches der Vermittlungstiere am besten zu deinem Leben passt. Mit einer Adoption rettest du nicht nur dauerhaft ein Tier in Not und gibst ihm ein neues, liebevolles Zuhause, du bekommst auch einen wahren Freund dazu.

6. Werde ehrenamtlicher Helfer und pack‘ mit an

Hunde fühlenAuch wenn es dir nicht möglich ist, ein Tier bei dir aufzunehmen, kannst du aktiv unterstützen. Ehrenamtliche Helfer sind in Tierheimen immer gerne gesehen: Ganz gleich, ob du Hunde zum Gassi gehen abholst, mit Streicheleinheiten verwöhnst oder mal ein neues Körbchen oder Spielzeug spendierst. Bei vielen Tierschutzvereinen sind auch Helfer willkommen, die sich beim Gehegeschrubben, Näpfespülen oder Fellbürsten schmutzig machen möchten. Ein treuer Hundeblick oder ein sanftes Schnurren sind dann Belohnung genug.

7. Jeder Euro hilft

Nicht selten leben in den örtlichen Tierschutzeinrichtungen mehrere Hundert Katzen, Hunde und Kleinsäuger, die alle versorgt werden wollen. Die meisten Verbände finanzieren sich allein über private Spenden oder Sammlungen. Daher hilft jeder Euro, um die hungrigen Mäuler zu stopfen. Wenn du stattdessen lieber mit Sachspenden wie Hundebettchen, Kratzbäumen, Streu oder Futter unterstützen möchtest, solltest du dich vorab nach dem aktuellen Bedarf erkundigen. In vielen Tierheimen ist es auch möglich, Patenschaften für spezielle Tiere zu übernehmen.

8. Bewusst einkaufen

Ganz gleich, ob du dich vegetarisch ernährst oder gerne Fleisch isst, solltest du sehr bewusst einkaufen. Auch unsere Nutztiere, wie Kühe, Schweine oder Geflügel haben ein Recht auf eine artgerechte Haltung. Daher solltest du beim Einkaufen auf die Herkunft des Fleisches oder der Eier achten. Bei Bio-Produkten kannst du in der Regel davon ausgehen, dass sie aus Freilandhaltung stammen. Und wenn es nicht immer tierische Lebensmittel sein müssen, dann kommen vielleicht auch mal fleischlose Alternativen oder leckeres Gemüse auf den Tisch.

9. Werde Tierschutz-Lehrer

Der Deutsche Tierschutzbund e.V. ermöglicht jedes Jahr einer begrenzten Anzahl von Teilnehmern eine Weiterbildung zum Tierschutz-Lehrer. Fokus der einjährigen Ausbildung ist das Vermitteln von Tierschutz-Themen aus den Bereichen: Haus- und Heimtiere, Nutz-und Wildtiere, Schule und Lernen sowie Mensch und Tier. Ziel sind Unterrichtsbesuche von der Grundschule bis zur sechsten Klasse. In Vorträgen und Diskussionsrunden bringen die Lehrer den Kindern und Jugendlichen jeweils altersgerecht die Aufgaben des Tierschutzes nahe. Dabei unterstützen unter anderem anschauliche Gruppenausflüge in Tierheime oder Versuchslabore. Auf diese Weise kannst du dich aktiv im Tierschutz engagieren und dein fundiertes Wissen weitergeben.

10. Die eigenen Haustiere nicht vergessen

KatzenhaltungBei allem Einsatz für Wildtiere und Tierheimbewohner solltest du zu guter Letzt deine eigenen Haustiere nicht vergessen. Durch einen stressigen Alltag, die zahlreichen Aufgaben und unsere schnelllebige Zeit mit vielen Ablenkungen, verlieren wir manchmal die scheinbar selbstverständlichen Dinge aus den Augen. Unabhängig vom Welttierschutztag, empfiehlt sich von Zeit zu Zeit zu fragen: Erhält mein Hund genug Bewegung und Aufmerksamkeit? Fühlt sich meine Katze wohl oder ist sie zuweilen einsam? Kann ich mehr Zeit mit meinen Meerschweinchen, Kaninchen oder Vögeln verbringen? Unsere Haustiere brauchen eigentlich nicht viel zum Glücklichsein – dafür geben sie uns ungleich mehr zurück.

Fazit: Mit nur wenig Aufwand können wir das Leben unserer Tiere verbessern oder bereichern. Dazu haben wir dir hier einige Tipps gegeben. Hast du noch weitere Ideen? Dann hinterlasse einen Kommentar und teile deine Vorschläge mit anderen Lesern.

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