Die süßen Nagetiere stammen ursprünglich aus Südamerika, wo sie in vegetationsarmen Regionen leben. Das spiegelt sich auch im Ernährungsplan der Chinchillas wider: Gräser, Kräuter und Kakteen stehen auf dem täglichen Speiseplan, nur selten naschen sie an kostbaren Beeren oder sonstigem Obst. Somit muss auch das Futter der Haustiere entsprechend angepasst werden, um einen Chinchilla artgerecht zu halten und zu ernähren.
Heu steht beim Chinchilla-Futter auf Platz 1 und sollte den Tierchen jederzeit zur freien Verfügung stehen. Die zahlreichen Rohfasern fördern den natürlichen Zahnabrieb und halten zugleich den Darm gesund, da es viele Vitamine und Mineralien enthält. Wichtig: Wechsle das Heu im Nagerstall täglich, um deinem Chinchilla frische Nahrung mit hochwertigen Bestandteilen zu bieten.
Alternativ kannst du deinem Nagetier auch Grünfutter wie Gräser, Blätter, Blüten und Kräuter anbieten:
- Möhren, Pastinaken, Fenchel
- Blattgemüse wie Salat
- Knollgemüse nur in kleinen Portionen
- Obst wie Apfel oder Rosinen: nicht täglich
- Zweige unterstützen den Zahnabrieb
Unser Tipp: Getrocknete Pellets enthalten alle wichtigen Inhaltsstoffe und decken den Vitamin- und Nährstoffbedarf des Nagetiers ideal. Das Trockenfutter eignet sich hervorragend für zwischendurch, sollte jedoch für mehr Abwechslung mit Kräutern und Blüten verfeinert werden.
Insgesamt gilt als wichtigste Regel: Beobachte dein Haustier nach Fütterung eines neuen Lebensmittels besonders gut. Kommt es zu Durchfall oder sonstigen Unverträglichkeiten, vermeidest du das Futter in Zukunft lieber. Nach einigen Wochen findest du sicherlich den perfekten Futtermix für deinen Chinchilla.
Rote Liste: Welche Lebensmittel sind für Chinchillas ungeeignet?
Auch wenn Kaninchenfutter oder Fertigmischungen für Hamster ähnlich aussehen, sind sie als Chinchilla-Futter absolut ungeeignet. Fett und Zucker schaden – daher sollte auf Nüsse oder süßes Obst verzichtet werden.
Hülsenfrüchte wie Bohnen, Zwiebelgewächse, rohe Kartoffeln, Steinobst oder exotische Lebensmittel wie Avocados sind allesamt ungeeignet oder sogar giftig für die Kleintiere. Informiere dich unbedingt ausgiebig über das jeweilige Chinchilla-Futter, bevor du es deinem Liebling anbietest.
Futterumstellung leicht gemacht: In der Ruhe liegt die Kraft
Das perfekte Kleintierheim für den Nager besteht aus weichem Kleintierstreu, einer Nagertränke mit ausreichend frischem Wasser und dem ein oder anderen Nagerspielzeug. Mit dem richtigen Chinchilla-Futter fühlt sich dein Liebling wohl und wird viele gesunde und glückliche Jahre verbringen.
Zu experimentierfreudig solltest du bei der Ernährung jedoch nicht sein: Der
Chinchilla besitzt eine äußerst
reizbare Darmflora, die auf die Umstellung von Futter empfindlich reagiert. Erneuere den Speiseplan also nur, wenn es unbedingt sein muss und erstrecke den Prozess über einen längeren Zeitraum. Dabei mischst du gewohntes Futter mit dem Neuen und erhöhst den Anteil jede Woche, bis nach etwa
5-6 Wochen die Umstellung vollendet ist.