Damit du den richtigen Wassertest für dein Aquarium findest, solltest du einen Überblick über die wichtigsten Werte haben, die es regelmäßig zu überprüfen gilt. Dazu gehören:
- Karbonat- und Gesamthärte (KH und GH)
- Nitrat (NO3-)
- Nitrit (NO2-)
- Chlor (Cl)
- Sauerstoff (O2)
- Kohlendioxid (CO2)
- pH-Wert
Die KH (Karbonathärte) misst die Menge an Karbonaten und Hydrogencarbonat-Ionen (HCO3-) im Aquariumwasser. Sie wirkt als Puffer und stabilisiert den pH-Wert. Ein angemessener KH-Wert schützt vor pH-Schwankungen. Die GH (Gesamthärte) gibt die Gesamtkonzentration von Calcium- und Magnesiumionen im Wasser an. Dies ist besonders wichtig für die Entwicklung von Wirbellosen und Schalentieren.
Ein zu hoher Nitratgehalt kann das Wachstum von Pflanzen begünstigen, aber ein übermäßiger Anstieg ist für Fische schädlich. Nitrit ist ebenfalls giftig und entsteht durch den Abbau von Ammoniak. Ein Aquarium sollte nitritfrei sein, um die Gesundheit der Tiere zu gewährleisten.
Chlor kann in Leitungswasser vorhanden sein und ist giftig für die meisten Aquarienbewohner. Es wird oft durch Wasseraufbereitungsprodukte neutralisiert, die vor der Zugabe von Leitungswasser ins Aquarium verwendet werden sollten.
Fische und andere Aquarientiere benötigen ausreichend Sauerstoff. Pflanzen produzieren tagsüber Sauerstoff, während nachts und durch biologische Prozesse Sauerstoff verbraucht wird. Ein Wassertest mithilfe eines Sauerstoffmessgeräts ist daher nützlich.
Pflanzen benötigen Kohlendioxid für die Photosynthese. Einige Aquarianer:innen fügen mit einer CO2-Anlage gezielt Kohlendioxid hinzu, um das Pflanzenwachstum zu fördern. Ein ausgewogenes Verhältnis von CO2 ist wichtig, um das Algenwachstum zu kontrollieren und Pflanzen zu unterstützen. Übermäßige Mengen an Kohlendioxid können jedoch schädlich für deine Fische sein, daher ist eine regelmäßige Kontrolle erforderlich.
Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder basisch das Wasser ist. Die meisten Süßwasseraquarienbewohner bevorzugen einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5.