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Vogelvoliere im Winter: Artgerechte Haltung

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Zahlreiche Vogelarten können den Winter im heimischen Garten verbringen. Was du genau beachten musst, damit du rechtlich keine Schwierigkeiten bekommst und wie du deinem gefiederten Freund zugleich eine artgerechte Unterkunft bietest, erfährst du hier.

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Welche Vogelarten dürfen überwintern?

Vorweg sei gesagt, dass nur gesunde Tiere den Winter in einer Außenvoliere verbringen sollten. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, die Tiere bereits von klein auf an die Temperaturen und die Natur zu gewöhnen.

Der Wellensittich ist nicht nur einer der beliebtesten Vogelarten, sondern gehört mehr noch zu den gefiederten Tieren, die die kalte Jahreszeit in einer Außenvoliere verbringen können. Papageien benötigen viel Sauerstoff und vor allem Sonnenlicht, da dieses für die Produktion von Vitamin D zuständig ist. Dabei muss jedoch dringend beachtet werden, dass die quirligen Zweibeiner keine Zugluft vertragen. Selbiges gilt beispielsweise bedingt auch für Zebrafinken, Rotkardinäle, Nymphensittiche und Wachteln.

Vorteile einer Außenvoliere

Außenvolieren sind für Vögel auch im Winter eine tolle Angelegenheit. Sie bieten ausreichend Platz, um die Flügel auszubreiten und um in Bewegung zu bleiben. Auf diese Weise kannst du vermeiden, dass dein geliebtes Tier an Gewicht zunimmt und sorgst außerdem dafür, dass es vital und munter bleibt. Der Freiraum bereitet den Tieren Freude und gewährleistet eine artgerechte Haltung.

Außenvoliere ─ Was muss ich beachten?

Nachdem du dich ausreichend beim Tierarzt, in Fachbüchern oder im Internet darüber informiert hast, ob dein Federfreund die kalte Jahreszeit in einer Außenvoliere verbringen kann, ist es zwingend notwendig, einen geeigneten Standort für die Voliere zu finden. Dieser muss ausreichend Platz und eine direkte Sonneneinstrahlung bieten. Empfohlen wird deshalb eine Ausrichtung in südliche oder östliche Richtung. Auch solltest du deine Nachbarn ─ je nach Garten- oder Balkonlage ─ über dein Vorhaben informieren. Zudem ist es wichtig, dass du deine Stadt oder Gemeinde kontaktierst und dich über die geltenden Vorschriften informierst. In den meisten Fällen müssen einige Bestimmungen beachtet und diverse Genehmigungen eingeholt werden.

Sicherheitsmaßnahmen der Außenvoliere

Unwillkommene Gäste können für deine gefiederten Freunde zur Gefahr werden. Sowohl Katzen als auch Wiesel und Füchse sehen die Tiere als eine schmackhafte Beute an. Umso wichtiger ist es, dass du zunächst den Boden der Voliere ausreichend sicherst. Geeignet ist ein Fundament aus Beton in Kombination mit mehreren Lagen rostfreiem Stahldraht, der enge Maschen aufweist und tief in der Erde verankert ist. Auch kann der Boden des Vogelheims mit Ziegelsteinen ausgelegt werden, die ein Absickern des Regenwassers ermöglichen. Zusätzlich kannst du den Bodenbereich mit Metall- oder Holzplatten absichern, die am Rand entlang ein Stück nach oben verlaufen. Natürlich sollten auch die Seiten und die Decke aus robustem Draht angefertigt sein, da Katzen die Voliere zumeist problemlos erklimmen können. Sobald du die Unterkunft betrittst, läufst du Gefahr, dass deine Federfreunde ausbüxen. Um ein derartiges Szenario zu verhindern, ist es empfehlenswert, zwei Eingangstüren einzurichten, sodass du zunächst nur einen Vorraum betrittst, den du in aller Ruhe hinter dir schließen kannst.

Temperatur in der Außenvoliere

Die Außenvoliere muss sowohl wind- als auch witterungsgeschützt sein. Ebenfalls wichtig ist ein gut isolierter Innenraum. Wahlweise können ein Wärmestrahler oder eine Heizlampe installiert werden, die für eine optimale Wohlfühlatmosphäre in der Unterkunft sorgen. Zur Überprüfung der Temperatur eignet sich ein klassisches Thermometer, das fest angebracht werden kann. Über die jeweilige Temperaturvorliebe, die von Vogelart zu Vogelart variieren kann, solltest du dich im Vorfeld informieren. Ratsam ist auch die Anbringung einer künstlichen Lichtquelle, sodass deine Vögel mit Einbruch der Dunkelheit ihr trautes Heim von selbst aufsuchen. Damit die Licht- und Wärmequellen nicht zur Gefahr werden, sollten diese ausreichend gesichert sein. Mehr noch empfiehlt es sich, auch eine Tränke mit Trinkwasser sowie eine weitere zum Baden im Inneren zu positionieren, da diese dort auch bei Minusgraden nicht einfrieren.

Außenvoliere im Winter – Ernährungsfragen

Wenn du dich dafür entscheidest, deinem geliebten Vogel eine Außenvoliere für den Winter einzurichten, dann darfst du nicht vergessen, dass auch die richtige Ernährung eine wichtige Rolle spielt. Im Gegensatz zur Haltung in der Wohnung muss der Speiseplan für den Aufenthalt in der Außenvoliere deutlich nahrhaftere Speisen bereithalten, da die Zweibeiner bei kalten Temperaturen mehr Energie aufbringen müssen. Insbesondere Wellensittiche sind auf eine großzügige Energiequelle angewiesen, um die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten und vital zu bleiben. Eine gehaltvolle Nahrung kann beispielsweise aus der gewohnten Körnermischung bestehen, die mit Sonnenblumenkernen angereichert wird.

Einrichtung der Außenvoliere

Nachdem du dich über die Eigenarten deines geliebten Tieres informiert, einen wind- und wettergeschützten Standort gefunden, die Gemeinde oder Stadt kontaktiert und einen Innenraum entsprechend der zuvor genannten Tipps eingerichtet hast, kannst du schließlich mit der liebevollen Gestaltung der Voliere beginnen. Im Inneren kannst du nach Belieben Kletterbäume und Sitzstange anbringen, die für reichlich Abwechslung sorgen. Auch das Einrichten von mehreren Etagen ist eine tolle Möglichkeit zur Aufmachung des Vogelheims. Außerdem lieben es die Zweibeiner, wenn im Vogelheim verträgliche und winterfeste Grünpflanzen wachsen, die für eine gelungene Atmosphäre sorgen und eine beruhigende Wirkung auf sie haben. Deiner Fantasie sind bei der Gestaltung beinahe keine Grenzen gesetzt. Auch Vögel lieben eine abwechslungsreiche und spannende Umgebung. Du musst lediglich darauf achten, dass die Einrichtung in keiner Weise zum Gesundheitsrisiko wird.

Artgerechte Vogelhaltung: Haus oder Frischluft?

Gewöhnst du die kleinen Fiederfreunde von klein auf an die Außenvoliere, dann werden sie diese gewiss zu schätzen wissen und bei Wind und Wetter gerne als ihr Heim akzeptieren. Papageien hingegen, die häufiger auch ins Haus dürfen, wollen oftmals nicht mehr gerne nach draußen zurückehren, da sie sich aufgrund ihrer sozialen Einstellung als Teil der Familie betrachten und zusammen mit dieser unter einem Dach leben möchten.

Kosten der Außenvoliere

Bei dem Bau einer Außenvoliere, die für die kalte Jahreszeit geeignet ist, musst du einige Punkte beachten. Zu den wichtigsten Faktoren zählt ohne Zweifel der Kostenaufwand. Bereits das Errichten einer standardmäßigen Außenvoliere schlägt mitunter aufgrund der Materialkosten nicht unerheblich auf den Geldbeutel. Teuer wird es vor allem dann, wenn die Voliere für den Winter eingerichtet werden muss. Heizelemente, die für das Wohlbefinden der Tierchen und für die Temperatur des Trink- und Badewassers unerlässlich sind, haben ihren Preis. Auch musst du bei der Kalkulation natürlich die Ausgaben für anderes Zubehör und Futter, mögliche Tierarztbesuche – im Freien kommt es häufiger zu Krankheitsfällen – sowie die Einstreu miteinrechnen. Wenn dir dein gefiederter Freund am Herzen liegt, was hoffentlich der Fall ist, darfst du keine Kosten und Mühe sparen.

Weitere Tipps zur Überwinterung von Vögeln

Quelle Artikelbild: Uwe Stohrer / Fotolia.com

 
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Eine Meinung von “Vogelvoliere im Winter: Artgerechte Haltung”

  1. Melli sagt:

    Sehr gut, endlich mal ein Artikel der die Funktion der Außenvoliere richtig und vor allem tiergerecht darstellt. Chapeau!

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