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Vogelkrankheiten: Erkennen und behandeln

Vogelkrankheiten

Vogelerkrankungen entstehen durch die vielfältigsten Faktoren und sind nicht immer leicht zu erkennen. Damit deine Vögel lange gesund und munter sind, zeigen wir dir hier häufig vorkommende Vogelkrankheiten, ihre Symptome und Ursachen und wie du sie am besten behandelst.

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Aspergillose

Aspergillose ist eine Schimmelpilzkrankheit, die vom Vogel auch auf den Menschen übertragen werden kann und die Atemwege befällt. Die Atemwegserkrankung kann alle lebenswichtigen Organe befallen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen bei Papageien, doch auch alle anderen Ziervogelarten können betroffen sein. Am Anfang ist die Krankheit einer Erkältung sehr ähnlich, jedoch verschlimmern sich die Symptome schnell. Besonders betroffen sind meist die Bronchien, Lungen und das Herz des Vogels. Die vollkommene Heilung von Aspergillose ist selten, aber nicht unmöglich. Wende dich hierfür an deinen Tierarzt, er wird deinem gefiederten Freund mit speziellen Medikamenten weiterhelfen können.

Federrupfen

Das Federrupfen wird sehr oft bei Papageien und Sittichen beobachtet, aber auch andere Ziervögel können vom Federrupfen betroffen sein. Die Tiere rupfen sich hierbei selbst die Federn aus und hören auch nicht damit auf, sodass ihre Haut sehr gereizt und meist blutig ist. Leider kann dieses Verhalten durch viele Umstände auftreten. Hauptfaktor ist jedoch die Erkrankung der Psyche durch das Fehlen einer Bezugsperson (menschlich und/oder eines Vogelpartners). Aber auch allgemeine Langeweile, Bewegungsmangel oder eine einseitige Ernährung sind nicht selten Ursachen für das Federrupfen. Des Weiteren kann auch die Kürzung der Schwungfeder zu diesem Verhalten führen. Liegt eine falsche Ernährung vor, kann das Zufüttern des fettlöslichen Vitamin K1 für eine Besserung sorgen. Um die Psyche des Tieres zu entlasten und zu beruhigen, ist vor allem die Anschaffung eines Vogelpartners eine empfohlene Maßnahme. Außerdem kann der Käfig noch ansprechender und spannender gestaltet werden, um Langeweile und gefährliches Federrupfen zu vermieden.

Psittakose

Auch die Psittakose kann auf den Menschen übertragen werden. Sollte dein Vogel also an dieser Krankheit leiden, lass ihn auf jeden Fall in einen Quarantänekäfig umziehen! Im Anfangsstadium gleicht die Krankheit einer Grippe, doch schnell kommen Symptome wie stark geschwollene Augenlider, Apathie (Teilnahmslosigkeit) und Durchfall dazu. Im fortgeschrittenen Stadium leiden die Tiere sogar an einer verlangsamten Herztätigkeit, starker Atemnot oder auch einer Hirnhautentzündung. Sollte dein Liebling eines dieser Symptome aufweisen, gehe bitte so schnell wie möglich mit ihm zum Tierarzt. Dieser versorgt das Tier dann mit wichtigen Antibiotika. Zusätzlich solltest du beachten, dass diese Erkrankung meldungspflichtig ist!

Schnabelräude

Die Schnabelräude ist ein akuter Milbenbefall, von dem alle Ziervögel, vor allem aber Wellensittiche, betroffen sein können. Erkennen kannst du den Befall durch schwammartige Wucherungen am Schnabel und/oder Schnabelansatz, die sich rasch verbreitenund starke Deformationen des Schnabels nach sich ziehen können. Wenn du eine solche Wucherung deutlich am Schnabel deines Vogels erkennen kannst, gehe am besten so schnell wie möglich zu deinem Tierarzt. Er kann deinem Vogel durch eine Behandlung und Entfernung der Milben helfen.

Legenot

An Legenot können ausschließlich weibliche Tiere leiden, denn hierbei kommt es zu Beschwerden während des Eierlegens. Das Legen des Eies ist bei der Legenot kaum aus eigener Kraft möglich, weshalb trächtige Weibchen regelmäßig kontrolliert werden sollten. Erkennbar ist die Legenot vor allem an einer starken Erschöpfung des Tieres. Der Vogel bewegt sich kaum noch und macht seinen Schmerz meist laut bemerkbar. Bei dem Versuch, das Ei zu legen, kommt es zu Atemnot und Durchfall und der sogenannte Legesack wird sichtbar und ist stark entzündet. Helfen können bei der Legenot eine sanfte Bauchmassage, der Einsatz einer Wärmelampe oder die Verwundung von beispielsweise Rizinusöl. Wenn du eine Legenot bei deinem Vogel feststellst, massiere den Bauch bitte nur vorsichtig, da das Ei schnell zerdrückt werden kann. Sollte sich der Zustand nicht bessern, ist der Besuch beim Tierarzt ratsam. Grund für die Legenot sind vor allem hormonelle Störungen, aber auch eine falsche Haltung kann zu einer Legenot führen.

Kropfentzündung

Zu einer Kropfentzündung kann es leider sehr schnell kommen, denn sie kann vor allem durch liegengebliebenes Futter entstehen. Weitere Ursachen sind Infektionen oder ein Vitaminmangel. Vor allem Sittiche sind von solchen Entzündungen betroffen, jedoch können sie natürlich auch bei anderen Ziervögeln auftreten. Erkennen kannst du eine Kropfentzündung an Schnupfen, Husten, wiederholtem Kopfschütteln oder verklebtem Gefieder. Auch hier suchst du mit deinem Tier am besten einen Tierarzt auf, der dir und vor allem deinem Vogel weiterhelfen kann.

Weiterführende Informationen zu den häufigsten Vogelkrankheiten

Quelle Artikelbild: petunyia / Fotolia.com

 
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3 Meinungen von “Vogelkrankheiten: Erkennen und behandeln”

  1. Ursula von Allmen sagt:

    Guten Tag,
    ich habe eine Frage bezüglich meiner Rosenköpfli. In letzter Zeit beobachte ich dass eines meiner Rosenköpfli den Kopf nach hinten streckt. Anfangst war es nur ab und zu zu beobachten, inzwischen streckt es den Kopf fast ständig stark nach hinten, so dass der Schnabel senkrecht nach oben schaut. Ansonsten ist es munter, frisst normal. Das Gefieder ist auch normal. Das Rosenköpfli ist 7 Jahre alt. Woran kann dieses Kopfstrecken liegen?
    Bin dankbar für Hinweise…
    LG Ursula

    1. ZooRoyal sagt:

      Liebe Ursula,

      das Kopfstrecken kann viele Gründe haben. Am besten suchst du schnellstmöglich einen Tierarzt auf. Dieser kann dir genau sagen, was dein Vogel hat.

      Liebe Grüße
      Nina

  2. […] sozial und sollten daher immer mindestens zu zweit gehalten werden. Und dann fand ich auch noch einen Artikel über Vogelkrankheiten wie Federrupfen, die ebenfalls bei fehlenden Bezugspersonen […]

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