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Vogelhaltung in einer Außenvoliere

Vogelhaltung in Außenvoliere

Der Traum eines jeden Vogelbesitzers ist es, seine Vögel in einer möglichst großen Voliere zu halten, um ihren natürlichen Flugtrieb vollkommen auszuleben. Am schönsten ist das wohl, wenn es in einer gut konstruierten und schönen Außenvoliere realisiert wird. Mit diesem Thema wollen wir uns hier befassen und speziell auf die Punkte Planung und Bau eingehen.

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Vorüberlegungen

Es gibt einige Punkte, die du als Vogelhalter überdenken musst, wenn du dich an den Bau einer Außenvoliere machen möchtest: Zu den wichtigsten Punkten zählen vor allem die anfallenden Kosten. Diese sollten auf keinen Fall unterschätzt werden, denn im Laufe der Zeit werden immer weitere Kostenfaktoren dazukommen. Natürlich ist so eine Voliere schon in der Anschaffung oder im Bau nicht billig, zusätzlich kommen aber regelmäßig wiederkehrende Ausgaben für Zubehör wie Futter und Einstreu dazu. Auch Kosten, die man nicht kalkulieren kann, können auftreten, beispielsweise Tierarztkosten. Besonders diese Ausgaben sollte man nicht unterschätzen, da es bei vielen Vögeln (mehr als bei der Indoor-Haltung) auch generell öfter zu Krankheitsfällen kommt. Zu guter Letzt kommen Renovierungsarbeiten und die dazugehörigen Erneuerungskosten (die spätestens nach ein paar Jahren unweigerlich auftauchen) zur Aufstellung dazu.

Der nächste wichtige Punkt, den du bedenken musst, ist der Aufwand. Natürlich macht eine Voliere nicht jeden Tag viel Arbeit, denn füttern, Wasser wechseln und die Vögel in Augenschein nehmen muss man auch bei einem kleineren Vogelheim; die Reinigung dagegen ist hier wesentlich aufwändiger. Dazu gehört nicht nur die größere Fläche, es müssen auch körperliche Aufgaben erledigt werden wie das Schleppen von Einstreusäcken oder das Sieben des Vogelsandes. Generell ist ein jährlicher Frühjahrsputz Pflicht, der schon mal gut einen oder zwei ganze Tage lang in Anspruch nehmen kann.

Zwei weitere Punkte betreffen nicht nur dich, sondern auch andere Personen. Zum einen benötigst du eine geeignete Urlaubsvertretung, wenn du mal länger als zwei Tage lang verreisen willst: Im Idealfall hat diese Person selber Ahnung von Vögeln und kann selbstständig handeln, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten. Zum anderen solltest du vorher deine Nachbarn befragen: Schon so manche lautstarken Vögel haben in einer Außenvoliere für einen Nachbarschaftsstreit gesorgt.

Zu guter Letzt muss man nach der Planung der Voliere beim zuständigen Amt nachfragen, ob das Vorhaben überhaupt erlaubt und genehmigt ist. Nicht, dass du deine geliebte und gelungene Voliere später abreißen nusst, weil sie gegen gewisse Auflagen verstößt.

Die Planungs- und Bauphase

Diese Phase macht wohl am meisten Spaß, denn hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Wie der Name schon sagt (Voliere kommt vom französischen „voler“, was fliegen bedeutet), ist der Zweck einer Voliere, den Vögeln Platz zum Fliegen zu bieten: Das Fliegen trägt übrigens stark zu Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere bei. Es gilt also: Je größer, desto besser; immerhin muss man bedenken, dass die Bewohner langfristig mit dem Platz in der Voliere auskommen müssen, da kein zusätzlicher Freiflug möglich ist wie bei der Indoor-Haltung.

Die letztendliche Größe der Voliere richtet sich nach verschiedenen Punkten. Selbstverständlich spielen erst mal die Gesamtzahl der Vögel und die der unterschiedlichen Vogelarten eine Rolle. Unser Typ: Keine quadratischen, sondern längliche Grundrisse wählen – diese Formen bieten längere Flugstrecken.

Man sollte auch miteinbeziehen, ob die Vögel regelmäßig brüten sollen. In diesem Fall muss es einen abgetrennten Bereich geben, in dem die brütenden Paare ungestört sind: Ein weiterer Platzfaktor.

Neben der Größe gibt es natürlich auch andere Punkte, die wichtig sind, beispielsweise die Sicherheit: Die Voliere muss so gebaut werden, dass weder ein- noch eingebrochen werden kann. Ist diese Sicherheit nicht gegeben, können Katzen, Marder & Co. eine ernsthafte Gefahr für Ihre Lieblinge werden. Zum Wohle der eigenen Vögel sollte man also auf eine Doppelverdrahtung und ein festes Fundament zurückgreifen. Ein ebenso wichtiger Punkt für die Sicherheit ist eine Schleuse: So wird sichergestellt, dass kein Vogel unbemerkt mit Ihnen hinausschlüpfen kann. Falls es doch einer mal mit durch die erste Tür schafft, kannst du ihn wieder zurücksetzen, bevor du durch die Außentür trittst.

Wenn die Vögel ganzjährig draußen gehalten werden, ist zudem ein Schutzhaus notwendig. Dieses sollte zugfrei sein und eine schützende Rückzugsmöglichkeit vor Hitze, Nässe und Kälte bieten. Es ist wichtig, dass die Vögel nicht schutzlos den Elementen ausgeliefert sind, denn sowohl Hitze als auch Kälte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Ideal ist ein beheizbares Schutzhaus, das im Winter vor Frost schützt.

Auch wenn der Bau von einer solchen „idealen“ Außenvoliere eine nicht ganz billige Angelegenheit darstellt, sollte man nicht auf hochwertige Materialien verzichten, um zu sparen. Zum einen muss man diese Teile dann schneller ersetzen (beispielsweise modert unlasiertes Holz schneller), zum anderen können sie auch gesundheitliche Risiken bergen: Hasendraht beispielsweise enthält Zink, welches für Vögel hochgiftig ist. Deshalb niemals zu preiswerteren Alternativen greifen, wenn man nicht weiß, dass sie 100%ig ungefährlich und sicher sind. Man muss die Voliere übrigens nicht selber bauen, es gibt auch Anbieter, die sich speziell auf die Fertigung von Vogelvolieren spezialisiert haben.

Vor- und Nachteile einer Außenvoliere

Zuletzt wollen wir uns noch mit den Vor- und Nachteilen von Außenvolieren beschäftigen, um eine objektive Betrachtungsweise zu garantieren.

Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand: Natürlich ist der wichtigste Punkt hier, dass den Vögeln viel Platz zum Fliegen bleibt, sie so ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben und zusätzlich ihre Rumpfmuskeln trainieren können. Darüber hinaus kommen ihnen auch die vielen Sinnesreize durch verschiedene Wetterlagen zu Gute: Sie sind ausgeglichener und genießen die natürlichen Begebenheiten. Die beiden vorigen Punkte zusammen ergeben, dass die Haltung in einer Außenvoliere generell wesentlich artgerechter ist als die beengte Käfighaltung.

Allerdings muss man auch die Nachteile beachten, vor allem die nicht zu unterschätzenden Kosten, die wesentlich höher sind als bei der Käfighaltung. Auch gibt es gesundheitliche Risiken, die man drinnen nicht fürchten muss: Durch den näheren Kontakt zur Natur können sich die Vögel durch Wildvögel oder Nager mit Infektionen, Würmern oder anderen Krankheiten anstecken. Auch muss man auf die Tierliebe seiner Nachbarn hoffen. Eine Außenvoliere voller ständig schreiender Aras ist garantiert nicht das förderlichste für eine gesunde Nachbarschaftsbeziehung.

Da wir uns nun heute auf Planung und Bau fokussiert haben, wollen wir uns in einem zukünftigen Blogeintrag näher mit der richtigen Einrichtung und dem Vogelleben in der Voliere beschäftigen.

Wissenswertes zur Außenvoliere

 
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2 Meinungen von “Vogelhaltung in einer Außenvoliere”

  1. Johann sponner sagt:

    Ich habe ein großes Problem seit 20 Jahren habe ich eine Aussenfoliere jetzt habe ich seit 6 Jahren einen neuen Nachbarn dem mit einem Mal das zwitschern der Vögel stört er fordert mich auf die Vögel abzuschaffen muss ich das ich wohne in einer Siedlung bis jetzt hat sich nie ein Nachbar belästigt gefühlt Darf ich eine Foliere haben oder muss ich die Vögel jetzt abschaffen

    1. ZooRoyal sagt:

      Lieber Johann,

      ob und inwieweit du hier das Recht auf deiner Seite hast, darüber können auch wir nur mutmaßen. Am besten holst du dir Rechtsbeistand und lässt dich beraten. Wir hoffen, dass alles gut ausgehen wird und wünschen dir einen schönen Tag!

      Liebe Grüße,
      dein ZooRoyal Team

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