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Außenterrarium: Urlaub für Terrarientiere

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Immer mehr Terrarienbesitzer bringen ihre Tiere im Sommer draußen unter – sei es nun nur tagsüber oder gleich für einen längeren Zeitraum: Die Tiere genießen diese Zeit draußen und blühen sichtlich auf. Was du alles bei der Außenhaltung beachten und bedenken solltest, erfährst du hier.

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Generelles zur Außenhaltung

Grundsätzlich gibt es einige Tierarten, die du bei warmen Temperaturen gut draußen unterbringen kannst. So blühen Reptilien wie unter anderem Schildkröten oder Bartagamen draußen sichtlich auf und spiegeln den positiven Effekt auf ihre Gesundheit beispielsweise mit gesteigerter Aktivität deutlich wieder. Viele Besitzer von Chamäleons berichten darüber hinaus, dass ihre Tiere nach dem Aufenthalt draußen viel stärkere und schönere Färbungen zeigen als vor der Außenhaltung. Die „Unterbringungszeit“ kann dabei von reinen Tagesausflügen hin bis zu längerfristigen Umsiedlungen variieren, die den ganzen Sommer über andauern: Hier sind natürlich die Tierart, die Unterbringungsart und die Wetterverhältnisse entscheidend.

Damit der Sommerausflug für Tier und Besitzer auch positiv verläuft und keine Komplikationen wie Gewichtsverlust oder Erkältungen auftreten, ist es natürlich wichtig, sich vor dem Ausquartieren der Tiere zu informieren, ob die Außenhaltung für das entsprechende Tier überhaupt in Frage kommt: Gute Ansprechpartner sind hier Züchter, passende Fachliteratur und immer mehr auch spezielle Terraristik-Communities im Internet, in denen sich Terrarianer unter anderem über die Haltung ihrer Tiere austauschen.

Warum man die Außenhaltung überhaupt in Betracht ziehen sollte, ist leicht erklärt: Im normalen Terrarium versucht man mit passender Inneneinrichtung und vor allem Technik, möglichst natürliche Bedingungen zu schaffen – warum also nicht direkt das Ganze nach draußen verlagern, wo man keine Technik braucht um beispielsweise das überlebenswichtiges Sonnenlicht nachzuahmen?

Das Terrarium an sich

Natürlich muss auch das Terrarium einige Bedingungen erfüllen, um dem Tier einen schönen und vor allem sicheren Außenaufenthalt bieten zu können. Grundsätzlich ist hier erstmal die Größe ein entscheidender Faktor. Es gilt: Je größer, desto besser. Natürlich hängt die Größe auch davon ab, welche Tiere und wie viele dieser Art in dem Außengehege unterkommen sollen. Am besten orientiert man sich hier an den Maßen, die auch für Innengehege gelten. In Frage kommen Netzterrarien (beispielsweise von Exo Terra), aber auch Außengehege Marke Eigenbau.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Maschenweite. Diese sollte so eng sein, dass eventuelle Futtertiere nicht entkommen und Insekten von außen nicht eindringen können. Bei Chamäleons muss man zusätzlich darauf achten, dass die Maschen so klein sind, dass sie nicht mit ihrer Zunge außerhalb des Terrariums nach Insekten „schießen“ können: Beim Zurückziehen der Zunge könnten sie sich sonst verletzen.

Auch die Positionierung des Außenterrariums ist ein wichtiger Punkt: Hier muss man zuerst über den generellen Standort (z.B. Balkon oder Garten) und danach über die unterschiedlichen Aufstellungsmöglichkeiten entscheiden (z.B. stehend oder an einem Ast frei schwingend). Man sollte auch die Art und Heimat des Tieres bedenken, wenn es um die Sonneneinstrahlung am Aufstellort geht: Wüstentiere haben mit ganztägiger Sonne kein Problem, alle anderen Tiere bevorzugen eher halbschattige Plätze. So oder so sollten schattige Plätze geschaffen werden, damit das Tier frei zwischen Sonne und Schatten wählen kann.

Bei diesen Entscheidungen solltest du beachten, dass auf dem heimischen Balkon weniger Gefahren lauern als im Garten, wo sich nicht nur die Nachbarskatze, sondern auch Menschen am Gehege und den Tieren zu schaffen machen könnten. Ein damit zusammenhängender Punkt ist hier die Sicherheit: Um jegliches Risiko auszuschließen, solltest du das Netzterrarium erhöht auf beispielsweise einem Tisch aufstellen, oder noch besser aufhängen. Zusätzlich sollte ein Schloss dafür sorgen, dass das Terrarium nicht geöffnet wird – weder von Unbefugten, noch von anderen Tieren.

Zuletzt bleibt zu beachten, dass Terrarientiere während des Aufenthalts im Freien einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf haben als drinnen: deshalb immer darauf achten, dass genügend Trinkbares im Terrarium vorhanden ist und immer großzügig mit dem Besprühen sein.

Einrichtung

An dieser Stelle kommen wir zum Thema Einrichtung, die unkomplizierter ist als die im „normalen“ Terrarium: Man kann hier getrost auf Bodengrund und Dekoration verzichten, wohl sollte man Pflanzen einsetzen. Echte Pflanzen sind hier immer künstlichen vorzuziehen, denn sie tragen besser zum natürlichen Klima im Außengehege bei. Ideal ist es, wenn man die Pflanzen aus dem Indoor-Terrarium nutzt. Man nimmt einfach die in herausnehmbare Kisten gepflanzten Pflanzen, auf denen das Tier sitzt, und stellt sie mitsamt Bewohner ins Außengehege. Die Tiere haben so nicht nur weniger Stress, sie müssen sich auch weniger umgewöhnen. Darüber hinaus muss man so die Pflege und Technik des Terrariums in der Zeit, in der das Tier draußen lebt, nicht betreiben, was wiederum Arbeit, Strom und Kosten spart.

Jetzt ein paar Worte zur Technik im Außengehege. Viele Terrarianer verzichten draußen völlig auf den Einsatz von Technik, doch kann sie durchaus von Vorteil sein, wenn die Temperatur doch mal tiefer sinkt als eigentlich gedacht oder vorhergesagt. In einem solchen Fall ist das Anschalten von zusätzlicher Beleuchtung oder Heizeinheiten mit weniger Stress verbunden, als das Tier schnell von außen nach innen zu bringen. Ob nun mit oder ohne Technik: Im Außengehege lohnt es sich (je nach Umgebung, Aufstellort und Witterung), Teile des Deckels oder Daches zu nutzen, um einen Schutz vor Sonne und Regen zu bieten.

Äußere Einflüsse

Generell gilt, dass Regen und Wind nicht unbedingt schädlich sind oder gar Gründe, das Tier reinzuholen – immerhin sind die Tiere in der Natur auch solchen Wetterverhältnissen ausgesetzt. Bei stärkerem Wind sollte man allerdings darauf achten, dass das Netzterrarium sicher steht: Hängende Terrarien sollten also von oben und unten fixiert werden und stehende Varianten können gut mit ein paar schwereren Pflanzkübeln beschwert werden. Regen kann sich darüber hinaus sogar als positiv herausstellen, nämlich als willkommene Abkühlung.

Ein ganz heißes Thema sind natürlich auch die Temperaturen: Zu Beginn solltest du die Nachttemperaturen als Richtwert nehmen: Sind diese lau genug, dürften auch die Temperaturen tagsüber kein Problem sein. Zusätzlich geben die meisten Terrarianer an, dass sie ihre Tiere ab einer Temperatur von rund 15°C draußen unterbringen– natürlich gibt es hier Abweichungen, manche beginnen schon früher, manche erst später mit dem Raussetzen der Tiere. Wie bereits gesagt, es kommt auch stark auf die individuellen Eigenschaften der Tiere an: So vertragen Wüstenbewohner Temperaturschwankungen besser als reine Regenwaldbewohner, da Erstere solchen Temperaturunterschieden auch in der Natur ausgesetzt sind.

Man sollte allerdings immer beachten, dass den Tieren die natürlichen Schwankungen der draußen herrschenden Temperatur weniger schaden als die extremen Temperaturunterschiede, die auftreten, wenn sie beispielsweise bei 10°C Außentemperatur reingeholt und innerhalb von Minuten in ein 28°C warmes Terrarium gesetzt werden: Das ist Stress pur! Generell gilt: Ein bisschen Kälte ist nicht schlimm, solange die Tiere trockene Unterschlüpfe zur Verfügung haben.

Weitere Tipps zur Einrichtung des Terrariums

Bildquelle: Jan Prchal / Fotolia.com

 
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