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Tipps für Terraristik-Anfänger

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Jeder Terrianer hat mal klein angefangen. Bevor er eine gewisse Routine entwickelt, hat er sich meist sein Wissen zuvor hart erarbeitet. Damit der Einstieg in die Terraristik-Welt leichter fällt, wollen wir hier Fragen klären, die Anfänger vor, während und nach dem Kauf beschäftigen.

Zum Terrarien-Sortiment

Generelles zum Einstieg

Bei jedem Haustier – egal ob Maus, Chamäleon, Frettchen oder Guppy – muss man sich im Voraus Gedanken machen, ob eine Anschaffung langfristig das Richtige ist: Denn es geht nicht nur um Kosten und Aufwand, schließlich ist das Tier der Leidtragende, wenn der Halter nach zwei Jahren keine Lust mehr hat und es vernachlässigst oder weitergibt. Darum ist es wichtig, sich vor dem Kauf zu informieren – z.B. Bei Züchtern, in Onlineforen oder in Fachliteratur – und genau abzuwägen, ob man Halter eines Tierchens werden will.
In der Terraristik gibt es eine Reihe von Überlegungen, die du vor der Anschaffung tätigen solltest. Zu allererst kommt die Frage: Warum will ich ein Terrarium? Da Reptilien mitunter eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten haben können. Die Entscheidung sollte aus Interesse und Faszination an diesen Tieren getroffen werden und nicht wegen einem Modephänomen oder, weil ein Terrarium großen Eindruck auf eventuelle Besucher macht. Außerdem solltest du, wenn du zur Miete wohnst, vorher abklären, ob dein Vermieter überhaupt mit der Haltung von Reptilien einverstanden ist.

Vor dem Kauf

Hat man diese Punkte abgearbeitet, dann kommt es langsam zur Phase, in der man zwar sicher ist, dass man Terrarianer werden will, aber die Einzelheiten noch unklar sind. Erst einmal musst du dir bewusst werden, was für ein Tier du überhaupt möchtest: Eine Echse, eine Schlange oder eher etwas in Richtung Skorpion oder Spinne? Wenn du dich diesbezüglich entschieden hast, solltest du dich informieren, welche Arten auch für Anfänger geeignet sind – giftige Tiere sind übrigens für Anfänger absolut tabu. Das Verletzungsrisiko ist einfach zu groß. Man kann nun die Gruppe der potentiellen Tiere weiter eingrenzen, indem man hinzuzieht, was man dem Tier überhaupt bieten kann: Platzverhältnisse, anfallende Kosten, gewünschter physischer Kontakt; alle diese Fragen schränken die möglichen Haustiere immer weiter ein und schließlich sollte man sich auf ein Tier festlegen, damit man sich eingehend mit dieser Art beschäftigen und sich informieren kann.

Danach – lange vor dem eigentlichen Kauf – solltest du dich mit dem Terrarium auseinandersetzen, denn es sollte speziell auf die Bedürfnisse des gewünschten Tieres zugeschnitten sein. Besonders bei der technischen Ausstattung wie Licht und Luftfeuchtigkeit solltest du dich im Fachhandel ausgiebig beraten lassen, damit das Tier auch nachher genau die Bedingungen vorfindet, die ihm an besten gefallen. Steht alles rund ums Terrarium, fallen weitere Überlegungen an: Du solltest dich entscheiden, ob du Frost- oder Lebendfutter verfüttern willst und schauen, wo du die entsprechenden Futtertiere herbekommst. Darüber hinaus solltest du dich vorab mit geeigneten Tierärzten vertraut machen. Denn nicht alle Tierärzte kennen sich „ausreichend“ mit diesen Tieren aus. Im Notfall jedoch, solltest du genau wissen, wo du einen kompetenten Tierarzt in deiner Nähe finden kannst. Zudem solltest du immer jemanden im Familien- oder Freundeskreis kennen, der sich um dein Tier kümmern kann, wenn du im Urlaub oder krank bist.

Die Anschaffung

Jetzt kommt endlich der aufregendste Punkt, bei dem sich die umfassende Vorbereitung bezahlt macht: Es geht endlich zum Aussuchen des Tieres. Aber wohin geht man? Es bietet sich vor allem ein Züchter an, denn dieser besitzt gutes Fachwissen und ist bei Fragen und Problemen konkret ansprechbar. Darüber hinaus dokumentieren viele Züchter alles bezüglich ihrer Tiere sehr ausführlich, was für dich beim Kauf nur von Vorteil sein kann. Man kann auch in gut geführten Reptiliengeschäften gesunde Tiere erwerben. Hier solltest du aber darauf achten, dass du dort fachkundige Mitarbeiter vorfindest und zusätzlich ein gutes Gefühl bezüglich des Ladens und der Tiere hast.

Die Auswahl des Tieres

Wenn du dein Wunschtier gefunden hast, solltest du einige Sachen beachten. Auch als Anfänger kann man feststellen, ob ein Tier gesundheitlich in Ordnung ist. Auf den ersten Blick kannst du erkennen, wie der Ernährungszustand des Tieres ist. Es sollte weder zu dick noch zu dünn sein. Zudem solltest du darauf achten, ob das Tier Verletzungen oder Missbildungen hat und im Falle des Falles den Besitzer des Tieres unbedingt darauf ansprechen. Auch solltest du abklären, ob das Tier frei von Häutungsresten ist und das Maul vollständig geschlossen ist. Etwas genauer hinsehen muss man dagegen, wenn man beurteilen will, ob Nasenlöcher und Augen frei und sauber sind und ob die Atmung ruhig und gleichmäßig ist. Stimmt einer dieser letzten Punkte nicht, kann das Tier erkältet sein oder zum Beispiel unter einer Lungenentzündung leiden. Der letzte Punkt, der eigentlich selbstverständig sein sollte, ist, dass das Tier parasitenfrei ist: Guck hier genau hin! Kleine schwarze Punkte könnten Milben sein.

Nach dem Kauf

Hat man nun sein Wunschtier endlich erworben, geht es zuerst einmal um den Transport. Eine Grundregel besagt dazu, dass ein gefüttertes Tier erst 3 Tage ruhen soll, bis es transportiert werden kann: Das hängt mit dem Transportstress und dem dann anfälligen Immunsystem zusammen. Auch der Transportbehälter muss stimmen: Hierzu eignen sich vor allem Faunaboxen oder bei Schlangen spezielle Schlangenbeutel. Bei Kartons (unbedingt mit Styropor auskleiden) oder Styroporboxen ist es wichtig, dass sich das Tier im Inneren nicht verletzten kann, d.h. unter anderem, dass die Luftlöcher von innen nach außen gestochen werden. Während des Transports ist es wichtig, dass das Tier nicht zu starken Temperaturschwankungen ausgesetzt ist: Auch hier eignen sich Styroporboxen zur Isolation. Man sagt grob, dass die Temperaturen für einen Reptilientransport zwischen 5 und 20 Grad liegen sollten.

Wenn ihr den Weg nach Hause geschafft habt, kannst du das Tier vorsichtig ins Terrarium setzen. Dieses sollte vor Einzug des Tieres schon mindestens eine Woche lang einen Testlauf gemacht haben, um herauszufinden, ob die Werte von Temperatur und Luftfeuchtigkeit stabil sind: Mehrmals nachmessen während des Testlaufs. Wenn das Tier da ist, ist man sicherlich ganz aufgeregt und würde sich am liebsten den ganzen Tag mit seinem neuen Schützling beschäftigen, doch man sollte sich zurückhalten: Das Tier braucht vor allem in der ersten Woche Ruhe, um sich an die Umgebung zu gewöhnen. Weil es noch unter Stress steht und auch anfälliger für Krankheiten ist, solltest du auch erst nach fünf bis sieben Tagen zum ersten Mal füttern. Keine Angst, Reptilien kommen länger bequem ohne Nahrung aus als wir.

Weiterführende Informationen für Terraristik-Neulinge

Quelle Artikelbild: Jessica Bethke / Fotolia.com

 
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2 Meinungen von “Tipps für Terraristik-Anfänger”

  1. Reptilien Mel sagt:

    Sehr schöne und so verdammt wichtige Zusammenfassung! Hoffentlich lesen das ganz, ganz viele angehende Reptilienhalter aufmerksam durch…

  2. Tessa sagt:

    Wirklich toll zusammengefasste Facts! Aber am aller-aller-wichtigsten ist, sich wirklich im Klaren zu ein, was es heißt ein Tier zu haben: Über einen längeren Zeitraum und man es nicht einfach aussetzen kann. Das ist das Schlimmste, was man einem Haustier antun kann!! LG, Tessa

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