Ein Unternehmen der REWE
 Kostenloser Versand in Deutschland ab 19€
 Wir sind für Sie da 0221/1773-1000
 25 Jahre Erfahrung im Bereich Heimtierbedarf
Sie sind hier:

Schwimmteich: Planung, Bau & Reinigung

Schwimmteich selber bauen - so geht's

Was fällt dir ein, wenn du das Wort „Schwimmteich“ hörst? Selbst wenn man dieses Wort noch nie gehört oder sich nie damit beschäftigt hat, kann man sich etwas darunter vorstellen: Eine Kombination aus Fischteich und Swimmingpool. In diesem Eintrag wollen wir das Prinzip eines solchen Schwimmteichs erläutern und vor allem auf die Planung und Reinigung genauer eingehen.

Zum Teichbau-Sortiment

Generelles zum Schwimmteich

Der Schwimmteich stellt eine Mischung aus Biotop und Swimmingpool dar. Ersteres ist eher ein ästhetisches Gestaltungselement, was den Garten ursprünglich und naturnah wirken lässt. Da das Wasser in einem solchen Biotop nicht chemisch gereinigt wird, sondern durch biologische Selbstreinigung von allein klar bleibt, hat man nicht viel Arbeit mit dem Teich.

Der Swimmingpool ist dagegen mehr etwas für die Aktiveren. Hier kann man sich austoben, heiße Tage entspannt genießen und ein meist hellblaues Becken regelmäßig reinigen, damit es auch farblich so bleibt. Der Nachteil beim Swimmingpool ist die chemische Keule: Diese wird benötigt, damit das Wasser frei von Algen und Bakterien bleibt.

Was aber tun, wenn man das Beste aus beiden Welten möchte? Ganz einfach: Ein Schwimmteich!

Eine solche Kombination aus Biotop und Pool schafft einen neuen gemeinsamen Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen: Der Mensch kann sowohl die Natur genießen als auch Spaß im Wasser haben, wo sich je nach Teichstil auch Fische und andere Teichtiere tummeln. Das hautfreundliche, saubere Wasser benötigt kein Chlor, es reinigt sich fast ganz ohne Hilfe (dazu später).

Generelle Vorteile zum normalen Pool sind dabei ein geringerer Pflege- und Wartungsaufwand, das völlige Fehlen von Chemie, geringere jährliche Kosten und die ganzjährige Nutzbarkeit.

Die Planung

Der Teich sollte an der tiefsten Stelle um die 2m tief sein. Ein solches Gewässer ist stabiler, da es durch natürliche Einflüsse nicht so schnell veränderte Wasserwerte bekommt. Das Wasser in den tiefer gelegenen Schichten ist auch im Sommer kühler und bietet so doppelte Erfrischung; darüber hinaus kann es so auch besser Sauerstoff binden, was dem Wasserniveau und den Teichbewohnern zugutekommt. Natürlich entsteht bei einem so großen Teich mehr Aushub, was den Bau teurer machen kann und auch die Grundreinigung nach dem Winter aufwändiger gestaltet.

Bei der Wahl der besten Lage bist du natürlich von deinem Grundstück abhängig: Generell gilt, dass man Windrichtung, Teilschatten durch Pflanzen oder Gebäude und Laubfall mit einplanen sollte. Auch genügend Randabstand zum Nachbargrundstück ist zu empfehlen.

 Der Aufbau

Die Aufteilung eines Schwimmteiches besteht – egal ob eine große Wasseroberfläche oder räumlich getrennte Zonen – generell aus einer Schwimm- und Regenerationszone. Die Schwimmzone ist der Bereich, wo man seine Züge machen, planschen und relaxen kann. Das Wasser ist hier dementsprechend tief, damit der Schwimmspaß im Vordergrund steht. Die Regenerationszone, auch Aufbereitungs- oder Flachwasserzone genannt, dient dagegen eher der Nützlichkeit und sollte zwischen 30 – 70% der gesamten Fläche einnehmen. Dieser Anteil hängt von der Nutzungsintensität, den Besonnungsverhältnissen und dem Nährstoffgehalt des verwendeten Wassers ab. In diesem Bereich wachsen Wasser- und Sumpfpflanzen, die der Säuberung des Wassers dienen. Zusammen mit den dort lebenden Mikroorganismen befreien sie das Wasser von Keinem und anderen Schadstoffen, so dass es danach wieder in den Schwimmbereich geleitet werden kann. Ein Schwimmteich ist ein Kreislaufsystem, indem die Reinigung zum Großteil von der Natur übernommen wird.

Die natürliche Teichreinigung

Das Schöne an einem Naturpool ist das Fehlen von Chlor und anderen chemischen Mitteln, die das Wasser zwar „sauber“, aber unnatürlich chemisch machen. Hier spielt die biologische Reinigung eine große Rolle. Dabei gibt es 5 Punkte, die zusammen ein ideales natürliches Filtersystem ergeben.

Zunächst ist das Ufersubstrat zu nennen, was in der Flachwasserzone den Untergrund von 30 bis 70cm Dicke bildet. Dieses entzieht dem Wasser Nährstoffe durch sich dort ansiedelnde Bakterien. Des Weiteren sind in der Flachwasserzone Repositionspflanzen angesiedelt. Es gibt verschiedene Pflanzen mit artspezifischen Auswirkungen auf die Wasserqualität. In ihrer Zusammenstellung sollten sie angepasst werden auf die Beschaffenheit des eingespeisten Wassers und die zu erwartende Badegästezahl. Auch die Umwälzung des Wassers ist sehr wichtig. Hierzu kann ein Pumpensystem das Wasser beispielsweise durch einen mit Natursteinen angelegten Bachlauf strömen lassen, in dem was Wasser mit Sauerstoff angereichert wird, der gut für das Niveau des Teichvolumens ist.

Den vierten Punkt bilden „planktrische Filtrierer“: Das sind Kleinstorganismen, die in einem gut angelegten Schwimmteich optimale Lebensbedingungen vorfinden. Sie leisten einen maßgeblichen Beitrag zur Wasser-Reinhaltung: Algenentwicklung wird so ideal vermieden. Den letzten Punkt bilden andere für den Schwimmteich nützliche Tiere, die alle einen Beitrag leisten. Wasserschnecken beispielsweise fressen Algen von der Folien- oder Steinoberfläche, Libellenlarven verhindern erhöhtes Mückenaufkommen und Flusskrebse oder Muscheln beseitigen organisches Material am Grund.

 Benötigte Technik

Die meisten Schwimmteiche kommen jedoch nicht ganz ohne Technik aus. Besonders bei intensiv genutzten Teichen bietet es sich an, das biologische Filtersystem durch ein technisches zu unterstützen, jedoch nicht zu ersetzen. Zu den Arbeiten der Filterung gehört die Dezimierung von Keimen, das Absorbieren von Nährstoffen (zum Verhindern von Algenwachstum) und der Umwandlung von Giftstoffen.

Zuerst saugt ein Oberflächenskimmer organisches Material wie Pflanzenteile und gefallene Blätter von der Wasseroberfläche, damit sie nicht erst absinken und Nährstoffe bilden können (Algengefahr!). Das Wasser wird dann durch einen Schacht von einer Pumpe in den Flachwasserbereich gepumpt, wo er durch eine mechanische Feinfiltrierung läuft. Anschließend gelangt das Wasser durch den in der Regenerationszone gestreuten Kies wieder in die Schwimmzone.

Die hier vorgestellte Technik ist dabei nur ein Beispiel von verschiedenen Schwimmteich-Varianten. Wichtig ist, die Technik an die Nutzung und deinen individuellen Teich anzupassen.

Tipps zum Selbstbau eines Schwimmteichs

 
War der Artikel hilfreich?
5
0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.