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Der Miniteich: Ruheoase im Kleinformat

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Viele Menschen wünschen sich einen Teich – er bringt Entspannung, Abkühlung und ist ein optischer Hingucker. Aber was, wenn es keinen großen Rasen gibt, sondern nur Balkon, Terrasse oder Veranda? Hier unsere Empfehlung: Ein Miniteich! Wir wollen heute diesen Teich vorstellen und Tipps geben, wie auch Du dir ganz einfach einen Miniteich bauen kannst.

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Was ist Miniteich?

Was ein solcher Miniteich ist, lässt sich ganz einfach sagen: Ein kleiner Teich in einem Gefäß wie zum Beispiel einem Eimer, alten Fass oder Bottich. Natürlich kann man auch kleine Teichschalen verwenden. Diese Gefäße sind entweder von sich aus wasserdicht, man kann aber auch mit Folie oder Dichtungsschlamm nachhelfen. Wie genau ein solcher Teich aussieht, ist völlig der Kreativität des Besitzers überlassen: Groß, klein, in den Boden eingelassen oder auf einer Steinplattform stehend – Dir sind keine Grenzen gesetzt! Allen gemein ist, dass sie die Atmosphäre des Raumes unheimlich entspannen. Kommt noch das Geplätscher von einem Wasserspiel dazu oder die Möglichkeit, von einem bequemen Platz aus zu beobachten, wie Vögel den Teich als Tränke oder Badestation nutzen, ist die harmonische Stimmung wohl nicht mehr zu toppen.

Lage

Natürlich ist bei einem noch so kleinen Teich wichtig, wo man ihn lokalisiert. Dabei gibt es einige wichtige Faktoren, die den Standort mitbestimmen: Die Lichtverhältnisse, gewünschte Pflanzen und praktische Konsequenzen. Fangen wir bei dem ersten Kriterium an. Ein Miniteich kann grundsätzlich überall stehen, außer an der kühlen und schattigen Nordseite. Ideal sind sechs Stunden Sonne am Tag – wenn möglich nicht genau die pralle Mittagssonne. Zum einen verdunstet dort im Sommer viel zu viel Wasser, zum anderen verstärkt zu viel Sonne das Algenwachstum. Und wer will schon einen trüben Teich? Wenn die Position nicht anders möglich ist, kann ein Sonnensegel oder ein Schirm Abhilfe schaffen. Dann die Pflanzen: Entweder ich richte meine Pflanzen nach dem Standort aus oder umgekehrt: Will man unbedingt Wasserminze im Teich haben, dann muss man den Standort die Pflanzeneigenschaften anpassen – wenn ich den Teich dagegen neben meiner Gartenbank im Halbschatten stehen haben will, muss ich im Halbschatten wachsende Pflanzen wählen. Zuletzt der praktische Aspekt: Wenn der Teich erst mal befüllt ist, lässt er sich nicht mehr wirklich bewegen: Wie ich am besten drumherum Rasen mähe oder ob ich vom Fenster aus freie Sicht auf mein Biotop haben will, muss ich vorher in die Standortfrage einbeziehen. Achtung: Bei einem Miniteich auf dem Balkon muss man immer die Statik beachten: Nicht dass der Teich zu schwer wird und noch der Balkon einstürzt: Bei Bedenken mit einem Sachverständigen oder dem Vermieter reden.

Gefäße

Der nächste Punkt ist das passende Gefäß: Da es eine große Zahl von Möglichkeiten gibt, solltest du dich an diese Grundregeln halten: Eine Höhe von mindestens 10 cm und ein Wasservolumen von mindestens 40 l. Beachtet man diese Werte, ist man schon gut vorbereitet.

Zu empfehlende Gefäße sind prinzipiell alle, die dicht sind: Holzbottiche, ausrangierte Futtertröge, alte Weinfässer, Keramiktöpfe oder auch Plastikwannen: Alles ist möglich. Wenn das Gefäß doch nicht ganz so dicht ist oder du Dir nicht 100%ig sicher bist, dann nutze einfach eine Folie zum Abdichten oder arbeiten mit Dichtungsschlamm  Weniger gut geeignet sind entgegen der weit verbreiteten Meinung Zinkbadewannen: In der Erde enthaltene Huminsäurem lösen mit der Zeit Zink aus der Wanne. Dieser stört in gelöster Form das Wachstum von Pflanzen und Tieren und ist somit nicht geeignet für einen Miniteich.

Aufbau

Wir wollen nun darstellen, wie ein solcher Teich aufgebaut wird. Natürlich kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen, aber die Grundschritte beim Aufbau ähneln sich meistens. Zuerst wird der betreffende Behälter mit Teichfolie ausgeschlagen (sicher ist sicher), danach wird der Boden mit Kies bedeckt. Dieser sollte vorher gründlich ausgespült werden, damit das Wasser schön klar wird. Für die Pflanzen sollte man sich Pflanzkörbe besorgen: Am besten aus Plastik und wasserdurchlässig. Diese dienen dazu, das Wurzelwachstum einzugrenzen und das Umpflanzen einfacher zu machen. Dazu den Boden der Körbe mit Kies bedecken, die Pflanze darauf setzen, Erde einfüllen und nochmals mit etwas Kies beschweren. Anschließend werden die Pflanzen nach eigenem Geschmack und der entsprechenden Wassertiefe angeordnet. Nun steht das Grundgerüst des Miniteiches! Ein Tipp: Je weniger Wasseroberfläche unbedeckt ist, desto weniger Mücken stören sie im Sommer bei ihrem Teichspaß.

Anschließend kommt der Wassereinsatz: Die 1. Füllung sollte mit Wasser aus einem Tümpel oder Gartenteich erfolgen, damit sich schneller ein ökologisches Gleichgewicht einstellt. So beleben auch bald Kaulquappen oder Wasserläufer den Teich – mit etwas Hilfe auch beispielsweise Krebse. Da auch in einem Miniteich so einiges an biologischen Prozessen abläuft, ist der Einsatz einer Teichpumpe ratsam. Diese vermindert die Algenbildung und sorgt so für ein ausgeglichenes Wasserniveau. Will man keine Pumpe, kann man auf Teichschnecken wie die Posthornschnecke oder Wasserflöhe setzen – diese sind natürliche Feinde der Algen. Auch hilfreich und dazu schön anzusehen sind Wasserspiele. Hier muss man allerdings an seine Pflanzen denken: Manche wie Seerosen mögen nur stille Gewässer und fühlen sich nicht wohl, wenn zu viel Wasserbewegung herrscht. Auch ein toller Blickfang in den Abendstunden ist der Einsatz von Beleuchtung: Schon ein kleiner Scheinwerfer am Miniteichgrund schafft tolle Einblicke.

Pflanzen

Wie bei der Lage beschrieben, ist es wichtig, beim Auswählen der Pflanzen auf ihre Eigenschaften zu achten. Grundsätzlich ist es ratsam, kleinwüchsige Pflanzen zu wählen, da die Bepflanzung sonst die Ausmaße des Miniteiches sprengt. Wichtigstes Kriterium bei der Pflanzenauswahl ist die richtige Wassertiefe: Es gibt grundsätzlich 5 Zonen im Teich: bis zu 15cm Wasserhöhe wachsen Sumpf- und Feuchtpflanzen (Zonen 1 bis 3), dann folgen die Schwimmblattpflanzen mit mindestens 40cm Wassertiefe (Zone 4) und dann Zone 5, die Pflanzen beschreibt, die im oder auf dem Wasser treiben. Ein weiterer Tipp: Mit Backsteinen oder umgedrehten Blumentöpfen kann man im Miniteich unterschiedliche Höhen erreichen und auch beispielsweise in der Mitte eines 50cm tiefen Teiches eine 10cm tiefe Sumpfzone kreieren. Werft doch mal einen Blick in den letzten Blogeintrag und informiert euch, welche Pflanzen in welche Zone passen.

Schwierigkeiten

So schön ein Miniteich auch ist, man muss auf einige Dinge achten, damit er eine Ruhequelle bleibt. Aufgrund der geringen Wassermenge kann das Wasser schnell kippen; besonders im Sommer ist diese Gefahr sehr groß, wenn viel Wasser verdunstet. Wichtig ist hier, rechtzeitig genug weiches Regenwasser nachzufüllen und regelmäßig abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen. Dauerstoffbildende Unterwasserpflanzen wie Tausendblatt oder Wasserpest helfen außerdem gegen trübes, veralgtes Wasser; Ebenso ist der Einsatz von Pumpe oder Wasserspiel ratsam (siehe Aufbau).

Wissenswertes zum Miniteich1

 
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