Ein Unternehmen der REWE
 Kostenloser Versand in Deutschland ab 19€
 Wir sind für Sie da 0221/1773-1000
 25 Jahre Erfahrung im Bereich Heimtierbedarf
Sie sind hier:

Amphibien im Gartenteich

frosch,-molch&co_amphibien-im-gartenteich

Oft ist es bei Amphibien im Gartenteich so: Wer keine will, hat sie und wer sich welche wünscht, wartet oft monatelang und verliert alle Hoffnung. Dabei ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass der Gartenteich zum Lebensraum heimischer Frösche, Molche und Kröten wird, wenn man manches beachtet. In diesem Eintrag haben wir ein paar Informationen über generelle Dinge, den perfekten Amphibienteich und die häufigsten heimischen Arten zusammengestellt.

Zum Teich Shop

So sollte der Teich aussehen

Amphibien bevorzugen einen naturnahen Teich mit einer Fläche von mindestens 20m² und Stockwerkbau. Das heißt, dass es eine flache Uferregion und einen zentralen Tiefenteil gibt. Es können auch noch mehrere Stufen eingeteilt werden, die mit einer Kiessandschicht bedeckt werden sollten. Frosch, Salamander & Co. fühlen sich wohl in Gartenteichen, die sonnig oder halbschattig liegen und nährstoffarm, aber nicht sauer sind. Auch wichtig sind die richtigen Pflanzen: Heimische Wasserpflanzen bieten den Tieren genügend Platz zum Sonnen und  Verstecken. Was viele Amphibien gar nicht mögen, ist zu viel Wasserbewegung:  Sollte man sich also Besuch von ihnen wünschen, muss man wohl oder übel auf den Springbrunnen und die Teichfontäne verzichten.

Der Teichmolch: In fast jedem Teich zuhause

Der Teichmolch ist in ganz Europa weit verbreitet und nutzt so gut wie jedes stehende Gewässer als Lebensraum. Besonders liebt er sonnige und pflanzenreiche Teiche. Der Teichmolch wird bis zu 11cm lang und hat eine bräunliche Grundfärbung mit dunklen Flecken auf der Bauchunterseite. Wenn man einmal einen Molch im Teich hat, ist die Chance groß, dass noch weitere folgen. Außerdem erhöht es die Wahrscheinlichkeit, wenn man Frösche und Kröten hat: Molche fressen gerne deren Laich.

 Ebenso häufig: Die Erdkröte

Wie der Teichmolch hat auch die Erdkröte ein sehr weites Verbreitungsgebiet: Sie lebt über den ganzen Kontinent verbreitet und fehlt nur in Island und im Norden Skandinaviens. Sie sind auch nicht besonders wählerisch, was „ihr“ Gewässer angeht und sind so in den verschiedensten Lebensräumen zu finden. Die Erdkröte ist mit bis zu 11cm eine der größten heimischen Amphibienarten. Sie ist braun gefärbt und hat jede Menge Warzen. Ihre Unterseite ist heller und manchmal grau gesprenkelt. Erdkröten stellen keine permanenten Teichbewohner dar, da sie nur zum Ablaichen ans Gewässer kommen. Es kann jedoch gut sein, dass ihnen der ganze Garten gut gefällt und sie öfter zurückkommen und ihn nachts auf Beutesuche durchstreifen.

Im Süden und Mitteldeutschland anzutreffen: Die Gelbbauchunke

Anders als die verwandte Rotbauchunke bevorzugt sie Berg- und Hügelland im mittleren und südlichen Europa. Sie war häufig in NRW anzutreffen, doch mittlerweile ist sie akut vom Aussterben bedroht und kommt seltener vor. Sie bevorzugt kleine Gewässer, die häufig ohne Vegetation sind. Durch das Fehlen von Fressfeinden und der schnellen Erwärmung der Gewässer ist eine ideale Entwicklung des Laichs und der Larven gewährleistet. Sie erreicht eine Größe von 3,5 bis 5cm und hat eine graubraune Oberseite mit flachen Warzen. Die Unterseite ist blaugrau bis schwarz und weist die charakteristischen gelben Flecken auf, die der Gelbbauchunke ihren Namen geben. Typisch für Unken ist auch die herzförmige Puppillenform.  Wegen der Bedrohung der Art kann man sich als Teichbesitzer freuen, wenn sie den Gartenteich als Lebensraum wählt.

Der lautstärkste Bewohner: Der Teichfrosch

Der Teichfrosch kommt auch in ganz Europa vor und bewohnt bevorzugt stehende Gewässer mit viel Sonneneinstrahlung. Er ist ursprünglich  eine Kreuzung aus dem Seefrosch und dem kleinen Wasserfrosch und weist deshalb Merkmale beider Eltern auf, was es schwer macht, ihn klar zu identifizieren. Der Teichfrosch wird zwischen 6 und 12cm groß und ist meist grün, manchmal bräunlich gefärbt. Auf dem Rücken hat er schwärzliche Flecken, die sich auf den Hinterbeinen zu einer Marmorierung verdichten. Die grauen Schallblasen sind für seine laute Stimme verantwortlich. Da er nicht besonders wählerisch ist, was seinen Lebensraum angeht, hat man als Teichbesitzer gute Chancen, auch irgendwann von Froschgequake geweckt zu werden.

Sonstiges

Du solltest dir vorher überlegen, ob du den Fokus eher auf Teichfische oder die Neuzugänge wie Lurch oder Kröte legen möchtest: Viele Fische ernähren sich von dem Laich der Amphibien und deren Larven. Sind die Fische groß genug, können auch die Amphibien selbst ihnen zum Opfer fallen. Wenn man also seinen Teich zu einer Brutstation machen möchte, muss man auf Fische wie das Moderlieschen zurückgreifen; dieser Fisch ist ungefährlich für Amphibien.

Wenn man sich die Arbeit mit einem amphibienfreundlichen Teich gemacht hat, sollte man auch bedenken, dass der restliche Garten ebenso ausgelegt sein sollte: Viele Amphibien freuen sich über Plätze zum Sonnen, Verstecken und Fressen. Lasse hierzu ein gewisses Maß an Wildblumen zu, die mit ihrer Insektenwelt eine wunderbare Nahrungsquelle darstellen. Viele Amphibien legen außerdem Wert auf Stauden, Reisig oder Hecken, die ideale Plätze zum Überwintern darstellen.

Es sollten übrigens keine Amphibien selber eigenmächtig eingesetzt werden: Erstens ist das rechtlich verboten und zweitens werden sie abwandern, wenn es ihnen nicht im Teich gefällt. Im schlimmsten Fall werden sie dann beim Verlassen des Gartens auf der nächsten Straße überfahren. Hab Geduld, die Lurche werden selber kommen, wenn ihnen dein Teich gefällt.

Weiterführende Informationen zu Amphibien im Gartenteich

 
War der Artikel hilfreich?
23
4

2 Meinungen von “Amphibien im Gartenteich”

  1. Birgit Fink sagt:

    Hallo, wollte hier nur mal mitteilen, daß ich jedes Jahr Kröten im Teich habe. Auch jetzt sind z.Zt. wieder 4 Stück da. Aber bisher nur die kleinen Männchen. Was mich fast wundert, ist die Tatsache, daß sie total zutraulich sind. Gebe ich meine Hand ins Wasser, klettern sie freiwillig darauf, sogar den Arm zu Zweit! hoch. Dann hab ich manchmal sogar Mühe, sie wieder loszuwerden. Die Männchen klammern sich total fest, manchmal hab ich schon fast den Gedanken, sie wollten sich dabei “vermehren”, also, als ob sie meine Hand für ein Weibchen hielten. Selbst meine Nachbarin sagte sowas. Kann das irgendwie sein, daß sie das verwechselten oder warum? Jedenfalls finde ich das Ganze total irre, so lieb und zutraulich! Ich liebe diese kleinen Wesen sehr und tue alles, daß der Laich dann durchkommt. Sogar Schmusen lassen sich sich gerne gefallen. Leider hatte ich die letzten 2 Jahre total Pech, die haben gelaicht, die Kleinen haben sich entwickelt und sind in Massen im Teich geschwommen. Und auf einmal wurden es immer weniger von Tag zu Tag, als hätte der Teich sie verschluckt! Letztendlich hatten nur 2-3 Krötchen überlebt. Wie kann das sein? War sehr traurig darüber, da ich diese Tiere sehr liebe, und habe Angst, daß das dieses Jahr wieder passiert! Habt Ihr eine Erklärung dafür? Würde mich über eine Antwort sehr freuen, LG von Biggi

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Birgit,

      in der Regel laichen Kröten zur Vermehrung in das selbe Gewässer, in dem sie selber geschlüpft sind. Wenn die Metamorphose (Entwicklung vom Jungtier/ Kaulquappe mit außenliegenden Kiemen zum Landtier mit inneren Atmungsorganen) abgeschlossen ist, verlassen sie den bisherigen Lebensraum. Wenn es wirklich Kröten sind, die du in deinem Teich beobachtest, ist es somit nicht verwunderlich, dass du die Jungtiere nach einigen Wochen nicht mehr siehst. Höchstwahrscheinlich sind sie dann bereits auf dem Weg in ihr neues Leben, das sie größtenteils außerhalb des Teiches verbringen. Einzelne Tiere behalten jedoch den bisherigen Lebensraum.

      Das zutrauliche Verhalten ist nicht eindeutig. Oft sind Kröten und Frösche eher scheu und meiden die Anwesenheit möglicher „Feinde“.
      Bei direktem Hautkontakt mit deinen Schmuse-Kröten solltest du darauf achten, dass du dir direkt im Anschluss die Kontaktstellen gründlich mit Wasser und Seife wäschst, denn die Hautsekrete der Kröten und Frösche können, je nach Art, zu Hautreizungen und bei Aufnahme des Sekretes über Mund- oder Augenschleimhäute zu Unwohlsein oder Magenbeschwerden führen.

      Wenn die Jungtiere jedoch vor der vollständigen Entwicklung zum Landtier nicht mehr zu finden sind, ist es möglich, dass die Natur den Grund darstellt. Fressen und gefressen werden ist hier das Motto. Abhilfe schaffen Schwimmpflanzen, die als Versteck dienen. Solltest du jedoch verendete Tiere in größerer Mengen vorfinden, sollte die Wasserqualität auf Schadstoffe überprüft werden.

      Weiterhin wünschen wir dir viel Spaß bei der Entdeckung der Natur.

      Alles Gute,
      dein ZooRoyal Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.