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Putzzubehör: Styling für das Pferd

putzzubehör
Für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Pferdes ist eine ausgiebige Huf- und Fellpflege unerlässlich. Doch welche Bürsten, Striegel & Co. gehören in den Putzkasten und wofür benutzt man sie im Einzelnen eigentlich genau? Die Antworten darauf erfährst du hier.

Ordnung durch Putzkasten

Die tollste Bürste bringt nichts, wenn sie in einer Boxenecke liegt oder lose im Sattelschrank herumfliegt. Umso wichtiger ist die Anschaffung eines Putzkastens. Diesen bekommst du in unterschiedlichen Materialien, Größen, Farben und Modellen. Ein guter Putzkasten sollte – unabhängig von Design und Farbe – stabil, handlich und gleichzeitig nicht zu schwer sein sowie ausreichend Platz für dein ganzes Putzzubehör bieten. An Putzboxen aus Metall oder festem Plastik ist praktisch, dass man sie als Leiterersatz nutzen kann, um aufzusteigen oder die Mähne einzuflechten.

Ein wichtiger Grundsatz zur Pferdehygiene vorneweg: Jedes Tier sollte sein eigenes Putzzeug haben! Verwendet man dieselben Utensilien für mehrere Pferde können Krankheiten übertragen werden. Die regelmäßige Reinigung und Desinfektionen der Putzutensilien sind natürlich selbstverständlich.

Unterschiedliche Bürsten für jede Gelegenheit

Bürsten spielen bei der Fellpflege eine wichtige Rolle, denn es gibt für jeden Verschmutzungsgrad und jede Körperstelle das passende Modell. Grundsätzlich teilt man sie in drei Überkategorien ein: Striegel, Kardätschen und Wurzelbürsten.

Verschiedene Striegel

Den Striegel findet man in jeder Putzbox, da er ein absolutes Basis-Putzutensil ist. Es gibt ihn in unterschiedlichen Varianten. So nimmt man zur Entfernung von grobem Schmutz und dicken Verkrustungen am besten einen ovalen Metallstriegel mit gezahnten Noppen. Aufgrund des harten Materials solltest du ihn nur an gut bemuskelten Stellen und keinesfalls an Beinen oder am Kopf einsetzen. Für die erste Fellreinigung ist er besonders bei sehr dreckigem Fell geeignet.
Eine etwas weichere, aber ähnliche Bürste ist der Gummi- oder Plastikstriegel. Durch die höhere Flexibilität kann er auch an empfindlicheren Körperstellen angewendet werden. Ein Vorteil ist zudem, dass er sich leicht reinigen lässt, beim Putzen bequem in der Hand liegt und trotz weicherem Material effektiv mit kreisenden Bewegungen groben Dreck aus dem Fell löst.

Unser drittes Exemplar ist der Nadelstriegel, der besonders zur Reinigung von sensiblen Stellen wie Kopf und Beinen geeignet ist. Er kommt zudem beim Fellwechsel verstärkt zum Einsatz, da er zuverlässig die losen Haare aus dem Fell zieht. Zu guter Letzt kann man ihn auch für die Mähne nutzen, aber dabei vorsichtig vorgehen, damit man keine Haare herausreißt.

Der vierte und letzte Striegel ist der Federstriegel, der auch „Amerikanischer Striegel“ genannt wird. Es handelt sich hierbei um einen Kunststoffgriff mit kreisförmig angeordneten, gezahnten Ringen aus weichem Metall, die in der Lage sind, selbst die dicksten, getrockneten Schlammkrusten zu entfernen. Auch er wird gern während des Fellwechsels eingesetzt, sollte allerdings nur an bemuskelten Stellen mit ausreichend Fell genutzt werden.

Kardätsche

Der zweite Bürstentyp ist die Kardätsche, die ebenfalls in jeden Putzkasten gehört. Bei diesem Typ handelt es sich um eine große Bürste mit weichen und dichten Borsten. Da sie oft zum Einsatz kommt, sollte man sich für Naturborsten entscheiden; diese nehmen wesentlich leichter Staub auf als Synthetikborsten. Das ist gleichzeitig der Hauptnutzen einer Kardätsche: Sie nimmt am ganzen Pferdekörper vom Striegel gelösten Staub, Haare und Schmutz auf. Dabei eignen sich lange Borsten zur groben Staubentfernung, während kurze Borsten eher für gründliches Entfernen prädestiniert sind. Hat die Bürste etwas härtere Borsten, kann man sie optimal für eine entspannende Massage nutzen, die gleichzeitig die Durchblutung deines Vierbeiners ankurbelt. Damit du die Bürste bequem ohne Ermüdungserscheinungen benutzen kannst, solltest du darauf achten, dass die Größe der Bürste zu deiner Hand passt und die Handschlaufe eng genug ist.

Zuletzt noch eine besondere Kardätschen-Art: Bei der Kopf- oder Fohlenbürste handelt es sich um eine deutlich kleinere Bürste, die mit sehr viel weicheren Borsten ausgestattet ist. Sie eignet sich perfekt für den empfindlichen Kopf des Pferdes. Neben der Reinigung erfüllt sie noch einen weiteren Zweck: Durch die sanften Bewegungen beruhigt sie das Pferd, so dass sich auch gestresste oder unruhige Pferde sichtlich entspannen.

Wurzelbürste

Unser letzter Bürstentyp ist die Wurzelbürste, die auch als Mähnenbürste bezeichnet wird. Sie besitzt deutlich dickere und festere Borsten als die Kardätsche und hat meist eine schmalere Form. Hier sollte man sich für Synthetikfasern entscheiden, damit man die Bürste auch nass benutzen kann. Grundsätzlich nutzt man sie für die Pflege von Mähne und Schweif, aber auch für die Reinigung von Beinen und Hufen sowie für grobe Verkrustungen am ganzen Pferd.

Von der Trocken- zur Nasswäsche

Zum Putzzubehör, welches auch für die „Nasswäsche“ geeignet ist, gehört unter anderem das Schweißmesser, welches in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich ist. Grundsätzlich besteht es aus einem Griff, der eine Metall- oder Gummi-Klinge hält. Keine Sorge, dieses als Klinge bezeichnete Stück ist keinesfalls scharfkantig: Es funktioniert ganz wie ein Abzieher beim Fensterputzen. Ein Schweißmesser nutzt man unabhängig vom Namen dafür, um das Pferdefell nach dem Waschen oder Abspritzen von Wasser zu befreien. Es kann fast am ganzen Pferdekörper angewendet werden, für Kopf und Beine sollte man allerdings auf ein Handtuch zurückgreifen.

Wenn es an die Reinigung von besonders sensiblen Stellen geht, greifen viele Pferdebesitzer auf Schwämme aus Naturmaterial zurück. Wichtig ist, dass man immer mehrere Schwämme nutzt: Einen für die Nüstern, einen für die Augenregion und einen für den After. Selbsterklärend ist, dass man die Schwämme nicht heute für die eine, morgen für die andere Region nutzt und sie regelmäßig säubert.

Gerade weil dieses regelmäßige Säubern häufig untergeht und die vielen Schwämme reichlich Platz wegnehmen, nutzen viele Pferdebesitzer alternativ Feuchttücher. Diese werden einfach für die zu reinigende Region genutzt und anschließend entsorgt, was die ganze Prozedur für Pferd und Reiter deutlich einfacher und hygienischer macht. Achte darauf, dass du Tücher ohne Parfüm oder sonstige Zusätze nutzt, da viele Pferde hierauf empfindlich reagieren.

Pflege für Mähne & Schweif

Natürlich geht es beim Putzen des Pferdes auch um das Langhaar, denn nichts spricht mehr für ein gepflegtes Pferd als eine seidige Mähne und ein glänzender Schweif. Dazu benötigt man einen grobzinkigen Kamm, mit dem Mähne und Schopf vorsichtig von Knoten befreit werden. Solche Kämme bestehen meist aus Kunststoff oder Aluminium, aber viele Reiter nutzen auch ganz normale Haarbürsten, da sie besser in der Hand liegen.

Ein guter Kompromiss zwischen Kamm und „Human-Haarbürste“ stellt eine Mähnenbürste dar. Diese hilft vor allem dabei, eine seidige, locker fallende Mähne zu erzielen. Man kann sie auch nutzen, um den Schweif „aufzufrischen“; dieser sollte vorher aber von Hand verlesen werden, was deutlich schonender und gründlicher ist.

Eine gute Ergänzung zu den Pflegemitteln für das Langhaar ist Mähnen- oder Glanzspray, das sich besonders bei Pferden mit dickem Langhaar anbietet. Eine wertvolle Hilfe ist es zudem für Chaoten, die nach dem Weidegang oder Schlafen immer besonders hartnäckige Knoten in der Mähne haben. Das Spray hilft beim Entknoten und pflegt das Langhaar, sollte aber nicht genutzt werden, wenn man es einflechten will, denn es macht die Haare rutschig.

Pediküre fürs Pferd

Natürlich musst du dich auch um die Hufe deines Pferdes kümmern, immerhin stehen sie unter Dauerbelastung und sind wichtig für Mobilität und Wohlbefinden deines Tieres. Das wichtigste Werkzeug ist hier der Hufkratzer, der mehrmals täglich benutzt wird: Mindestens nach dem Herausholen aus der Box, nach jedem Weidegang sowie vor und nach dem Reiten. Außerdem sollte man immer einen beim Ausritt dabeihaben, falls sich das Pferd etwas eintritt.

Ein Hufkratzer besteht in der Regel aus einem Griff mit metallenen Picker und einer harten Bürste. Während man mit dem Dorn Sohle und die v-förmige Strahlspitze des Hufes von Steinchen und groben Verschmutzungen befreit, kann man mit der Bürste Sand und feineren Dreck entfernen und behutsam die Strahlfurche reinigen.
Neben dem Hufkratzer sollte man auch immer etwas Huffett sowie einen dazugehörigen Pinsel mit Schutzkappe im Putzkasten lagern. Welches Hufpflegemittel (ob nun Fett, Öl oder Spray) für deinen Liebling in Frage kommt, hängt mitunter von Beschlag, Hufgesundheit und Bodenbeschaffenheit ab.

Arbeitserleichterung

Damit dein Pferd sich so richtig wohlfühlt und rundum gepflegt und gesund ausschaut, solltest du es unbedingt regelmäßig pflegen. Das richtige Zubehör kann dabei eine hilfreiche Arbeitserleichterung sein und sollte deshalb in keiner Putzbox fehlen – dein Pferd wird es dir danken!

Quelle Artikelbild: Jürgen Fälchle / Fotolia.com

 
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