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Zwergkaninchen: Anspruchsvolle Langohren

kaninchen

Zwergkaninchen sind besonders beliebte Haustiere. Doch immer wieder kommt es vor, dass sie nicht artgerecht gehalten werden und ein tristes, einsames Leben in zu kleinen Käfigen führen. Erfahre deshalb hier, was du alles bei der Haltung und Pflege der Tiere beachten solltest, damit sie ein glückliches Kaninchenleben verleben können.

Die Anschaffung

Wenn du mit dem Gedanken spielst, dir ein Kaninchen zuzulegen, musst du dich bereits vor dem Kauf mit den Tieren auseinandersetzen. So solltest du beispielsweise wissen, dass ein Jungtier bei der Abgabe mindestens neun Wochen alt sein sollte. Jüngere Tiere sind sonst oft noch sehr schreckhaft und können durch die frühe Trennung vom Muttertier enorme psychische Schäden zurück behalten. Darüber hinaus solltest du dein Kaninchen nie alleine halten. Es empfiehlt sich, mindestens zwei – besser mehr – Kaninchen gemeinsam zu halten. So haben die Tiere ein Mindestmaß an Abwechslung und fühlen sich nicht allein, sondern haben einen Partner oder eine ganze Gruppe für schöne Spiel- und Kuscheleinheiten. Natürlich solltest auch du als Kaninchen-Besitzer ausreichend Zeit zur Verfügung haben und dich um deine Tiere kümmern.

Gesellige Tiere

Du kannst dir entweder eine kleine Gruppe ausschließlich kastrierter Böcke anschaffen, oder aber du entscheidest dich für eine der nachfolgenden Kombinationen: Zwei bis drei Weibchen und ein kastrierter Bock, zwei bis vier Weibchen und zwei kastrierte Böcke. Aufgrund des Aggressionspotenzials weiblicher Zwergkaninchen, solltest du eine reine Weibchen-Haltung vermeiden.

Kastration – Voraussetzung für die Gruppenhaltung

Männliche Tiere sollten bei der Gruppenhaltung immer kastriert sein. Auf diese Weise verhinderst du neben der Forpflanzung auch Revierkämpfe und Rangordnungsstreitereien. Bitte bedenke, dass die Böcke noch bis zu vier Wochen nach der Kastration zeugungsfähig sind.

Die Vermeidung von Revierkämpfen

Neben der Kastration gibt es weitere Möglichkeiten, Revier- und Rangordnungskämpfen präventiv entgegenzuwirken. Ganz wichtig ist die Größe des Geheges. Ist das Kaninchenheim ausreichend groß, können sich die Tiere aus dem Weg gehen. Streitereien kommen dann nur noch selten vor. Sollte es trotzdem zu Reibungen kommen, musst du geduldig bleiben. Bereits nach einigen Wochen können aus „Feinden“ beste Freunde werden.

Das Kaninchenheim

Der Bewegungsdrang von Zwergkaninchen ist besonders ausgeprägt. Die gängigen Käfige, die man im Handel erwerben kann, bieten zumeist nicht ausreichend Platz. Eine artgerechte Haltung im Käfig ist beinahe unmöglich. Natürlich kann man argumentieren, dass sich der geringe Platz mit reichlich Auslauf ausgleichen lässt. Diese Annahme ist jedoch falsch. Bereits das dauerhafte Nächtigen einem zu kleinen Käfig kann zu Muskulaturschäden und Verhaltensstörungen führen. So beißen und nagen die Tiere dann beispielsweise an dem Käfiggitter, um so ihren Unmut über das mangelnde Platzangebot zu kommunizieren.

Natürlich gibt es auch spezielle Maßanfertigungen aus Holz. Diese bieten mehr als genug Platz. Der Nachteil ist jedoch, dass diese äußerst teuer sind.

Die Einrichtung des neuen Heims

Aus Kostengründen sollte der Eigenbau eines Geheges in Betracht gezogen werden. Kaninchen lieben Höhlen und benötigen somit ein Schlafhäuschen, das ungefähr die Maße 20 x 30 x 20 cm aufweisen sollte und gleichzeitig als Versteck geeignet ist. Solltest du mehrere Tiere halten, was wir dir empfehlen, dann benötigt jedes Tier sein eigenes Häuschen.

Kaninchen lieben aber nicht nur Rückzugsmöglichkeiten, sondern auch Erhöhungen, die eine tolle Aussicht gewähren. Eine solche Ebene kannst du beispielsweise ganz einfach mit einer Kiste anfertigen.

Natürlich darf es in der neuen Behausung auch nicht an Beschäftigungsmöglichkeiten mangeln. Sowohl kleine Äste zum Anknabbern als auch Röhren sind bei den Langohren sehr beliebt. Zum Graben eignen sich hervorragend kleine Sandbehälter.

Zur Gestaltung des Gehegebodens kannst du Zeitungen, Rindenmaterial und Heu verwenden. Zur Schaffung einer tollen Wohlfühlatmosphäre solltest du diese Reihenfolge beachten. Bitte vermeide die Verwendung von Sägemehl oder Torf. Insbesondere Sägemehl kann zu unangenehmen Augenreizungen führen. Die Anbringung von Trinkflaschen und die Verwendung von Töpfen ermöglicht eine unkomplizierte Versorgung mit Wasser und Nahrung.

Hygiene fördert das Wohlbefinden

Für das Wohlbefinden der Tiere ist eine hygienische Behausung sehr bedeutsam. Mindestens einmal wöchentlich solltest du deshalb die Streu im Umfeld der Toilettenecke erneuern.

Die Positionierung des Kaninchenstalls

Die Kaninchenbehausung sollte nicht frei um Raum stehen. Kaninchen mögen es nicht, wenn ihr Zuhause von allen Seiten einsehbar ist. Die Positionierung des Stalls am Fenster und in unmittelbarer Nähe der Heizung ist ebenfalls unangebracht. Auch sollte der Bereich ausreichend geschützt sein und nicht für Katzen und andere Haustiere zugänglich sein. Für die Raumtemperatur empfiehlt sich ein Richtwert von 18 bis 20 Grad Celsius.

Täglicher Freilauf

Es reicht keineswegs aus, den Kaninchenstall einfach nur zu öffnen. Im Vorfeld solltest du jegliche Gefahrenquellen beseitigen. Dazu zählen neben Elektrogeräten beispielsweise auch Telefonkabel. Kaninchen lieben es zu nagen. Stromquellen können deshalb schnell zur Lebensgefahr werden.

Möchtest du deinen Lieblingen Freilauf auf dem Balkon gewähren, dann muss dieser ebenfalls ausreichend abgesichert werden. Die Sprungkraft eines Kaninchens ermöglicht es, Hindernisse mit einer Höhe von 70 cm, problemlos zu überwinden.

Kaninchenhaltung in der freien Natur

Zwergkaninchen können das ganze Jahr über im Garten gehalten werden. Bereits zu Beginn der warmen Jahreszeit solltest du deine tierischen Gefährten in das Außengehege setzen und sie auf diese Weise an die Klimaverhältnisse gewöhnen. Auch in diesem Fall benötigen deine Zwergkaninchen ausreichende Versteckmöglichkeiten. Schattenplätze, überdachte Futterstellen, einen wetterfesten Schlafplatz und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Sicherheit, Freilauf, Stallgröße & Nachtaktivität

Damit das Gehege einbruchsicher ist, solltest du es überdachen und fest im Boden verankern. Ausgewachsene Kaninchen können bei Befolgung dieser Tipps problemlos draußen überwintern.

Natürlich solltest du deinen Lieblingen zusätzlichen Auslauf im Garten gewähren. Natürlich muss das Grundstück abgegrenzt sein. Insbesondere vielbefahrene Straßen werden schnell zur Gefahr.

Bedenke bitte auch, dass Kaninchen dämmerungs- und nachtaktiv sind. Die Gehege sollten deshalb nicht zu eng sein. Zwei bis drei Zwergkaninchen sollte mindestens eine Fläche von 6m² zur Verfügung stehen.

Hinweise zur Fütterung

Kaninchen sind klassische Pflanzenfresser, die sich von frischen und getrockneten Pflanzenteilen ernähren. Die Grundlage bildet Heu, das dem Tier stets zur Verfügung stehen sollte. Gerne gesehen sind auf dem Speiseplan der Tiere auch Obst und Gemüse. Sowohl Äpfel und Birnen als auch Karotten, Spinat, Broccoli und Fenchel sind bestens als Mahlzeit geeignet. Selbiges gilt für unbehandelten Salat. Allgemein musst du darauf achten, dass das Futter frei von Pesitiziden ist.
Ein kleiner Tipp: Obst und Gemüse vor der Fütterung schälen! Auch darfst du den Zwergkaninchen kein verwelktes Grünfutter und keinen Kohl anreichen, da dies sehr gefährlich für das empfindliche Magen-Darm-System der Tiere werden könnte.

Darüber hinaus sollte den Tieren stets frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen.

Langohren sind kein Spielzeug

Die Anschaffung von Zwergkaninchen bedeutet Arbeit und eine Menge Verantwortung. Die Tiere werden durchschnittlich 8 bis 10 Jahre alt und benötigen viel Aufmerksamkeit und Liebe. Bedenke also, dass die kleinen Langohren kein Spielzeug sind, die ein Spaß für nebenher sind. Sie brauchen ausreichend Platz, Freunde zum Kuscheln und Spielen und eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Bietest du ihnen all dies und schaffst ihnen einen Wohlfühlort, garantierst du ihnen nicht nur ein glückliches und zufriedenes Kaninchenleben, sondern wirst auch selbst viel Spaß mit den kleinen Langohren haben!

Quelle Artikelbild: amenic181 / Fotolia.com

 
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Eine Meinung von “Zwergkaninchen: Anspruchsvolle Langohren”

  1. Marina Süßkow sagt:

    Ich habe zwei Kaninchen,die überhaupt keinen Käfig kennen. Sie laufen frei in der gesamten Wohnung herum. An Kabel kommen sie nicht dran und sie sind total sauber und benutzen die Katzentoilette.Die beiden sind jetzt 4 Jahre alt, fühlen sich pudelwohl und sind total zahm und anhänglich.Ich möchte die beiden nicht missen und hoffe das sie so gesund bleiben und uralt werden. Ich lasse sie einmal im Jahr impfen und bei der Gelegenheit auch gleich gründlich untersuchen.

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