Ein Unternehmen der REWE
 Kostenloser Versand in Deutschland ab 19€
 Wir sind für Sie da 0221/1773-1000
 25 Jahre Erfahrung im Bereich Heimtierbedarf
Sie sind hier:

Wie man den Nagerstall winterfest macht

Nagerstall sicher für den Winter machen

Meerschweinchen und Co. sind gern an der frischen Luft, nicht nur im Sommer. Viele Halter haben in der kalten Jahreszeit Mitleid mit ihren Tieren und holen sie ins Haus. Dabei ist es kein Problem die vierbeinigen Freunde auch im Winter draußen zu lassen. Erfahre hier, was du dabei beachten solltest.

Generelles

Von vorneherein muss beachtet werden, dass nur gesunde, ausgewachsene Tiere in der Lage sind, problemlos draußen zu überwintern: Für Jungtiere oder trächtige Weibchen ist ein solcher Winter zu anstrengend. Wenn du dich entschieden hast, deine Kleinen draußen durch den Winter zu bringen, musst du bereits früh mit den Vorbereitungen anfangen. Man sollte die Nager bereits ein halbes Jahr vorher raussetzen, damit sie sich auf den Temperaturwechsel einstellen und ihr Haarkleid entsprechend anpassen können. Auch hier gilt: Nie nur ein Tier alleine halten. Erstens sind Kaninchen und Meerschweinchen ausgesprochene Gruppentiere, die sich alleine nicht wohlfühlen und zweitens können sie sich im Winter gegenseitig wärmen, was das Überwintern deutlich angenehmer macht. Und auch wenn es richtig kalt wird: Auf keinen Fall die Tiere über die schlimmsten Tage zu sich ins Haus nehmen und dann wieder raussetzen: Dadurch wird die körpereigene Temperaturregulation durcheinander gebracht und die Tierchen bekommen schneller eine dicke Erkältung.

Der Stall

Der wichtigste Punkt bei einer erfolgreichen Überwinterung im Freien betrifft das Gehege und den Stall der Nager. Beide sind Zuflucht und Heim der Tiere über den Winter, in dem sie die ganze Zeit verbringen werden. Deshalb muss hier auf einiges geachtet werden.

Kaninchen und vor allem Meerschweinchen sind besonders empfindlich gegen Zugluft und Nässe. Deshalb muss der Stall von allen Seiten isoliert und wetterfest sein, am besten mit doppeltem Boden ausgestattet. Er darf außerdem keinen direkten Bodenkontakt haben, sondern sollte auf Stelzen stehen, damit eine gute Luftzirkulation gewährleistet ist.

Du kannst zur zusätzlichen Isolation eine bei uns erhältliche Schutzhülle für Außenställe erwerben oder du wirst selber handwerklich aktiv und isolierst das Gehege mit einer dicken Schicht Styropor. Diese muss allerdings noch einmal mit einer dünnen Schicht Holz bedeckt sein, damit das weiße, mitunter nicht ungiftige Isoliermaterial nicht angeknabbert wird.

Das komplette Gehege solltest du mit trockener Einstreu auskleiden, besonders Heu und Stroh kann großzügig verwendet werden. Am besten ist es, wenn unter Heu und Stroh noch weitere 5 – 10 cm Einstreu liegen. Nasses Material muss dabei täglich entfernt werden, da dieses Kälte von unten begünstigt.

Das Häuschen selber ist außerdem ein weiterer Schutz gegen Kälte. Man sollte es stärker noch als das restliche Gehege mit Heu ausstatten. Es sollte zwar geräumig sein, aber dennoch nicht zu groß. Wenn die Größe stimmt, haben die Tiere die Chance, die Temperatur im Häuschen durch ihre eigene Körperwärme zu erhöhen. Hier muss die Anzahl der Tiere beachtet werden.

Wenn man Strom im Garten hat, ist es zudem eine gute Idee, eine Wärmelampe im Stall anzubringen, der beim Aufheizen des Häuschens hilft. Meerschweinchen und Co. Haben so in ihrem Ruheplatz immer angenehme Temperaturen. Ein weiterer wichtiger Punkt beim Gehege: Niemals einen Stall mit einer Metallwanne als Untergrund zum Überwintern nehmen. Die geringste Feuchtigkeit gefriert hier schnell und führt zu schwerwiegenden Erfrierungen bei den Tieren.

Auch der Auslauf ist ein wichtiger Punkt: Die Tiere sitzen ja nicht den ganzen Winter über in ihrem Häuschen und halten Winterschlaf. Für 2 Tiere ist eine Fläche von 4 – 6 m² ideal zur Bewegung. Diese sollte möglichst spannend eingerichtet sein, damit die Tiere zur Bewegung animiert werden und sich so selber auch im Freigehege warmhalten können. Auch hier gilt: Der Bodengrund sollte stets matschfrei sein, da Nässe schneller zur Unterkühlung führt. Ideal ist hier beispielsweise Rindenmulch als Einstreu.

Auch die Wahl des Standortes ist wichtig: Am besten ist ein windgeschützter Ort, an dem es nicht zieht, beispielsweise an einer Häuserwand. Das Plus hier ist, dass die von den Mauern abgestrahlte Heizwärme auch im Gehege spürbar ist.

Futter

Da die Tiere beim Überwintern im Freien mehr Energie verbrauchen, kommt dem Futter eine besondere Bedeutung zu: Bereits im Voraus kann man etwas zufüttern, damit die Nager sich einen schützenden Speckmantel zulegen. Keine Angst, sie bleiben nicht dick, sondern zehren wirklich von diesem Körperschutz. Deshalb kann man auch schon mal etwas Getreide oder mehr Kraftfutter zufüttern.

Bei Frischfutter muss man aufpassen: Immer nur in kleinen Portionen füttern und nicht gefressenes Futter schnell entfernen, da angefrorenes Futter zu schweren Magen-Darm-Problemen führen kann. Auch beim Wasser muss man aufpassen: Dieses muss in einem Napf gegeben werden, da die Trinkflaschen meistens aus Metallteilen bestehen, die einfrieren können. Das Wasser sollte mehrmals am Tag lauwarm aufgefüllt werden, da es sonst einfriert. Ebenso sollte man darauf achten, stets hochwertiges Heu nachzuliefern, da es nicht nur isoliert und wärmt, sondern den Nagern auch wichtige Energie liefert.

Bildquelle: lightpoet / Fotolia.com

 
War der Artikel hilfreich?
21
1

5 Meinungen von “Wie man den Nagerstall winterfest macht”

  1. Friederike sagt:

    Hallo 🙂
    Ich halte meine 3 Meerschweinchen draußen in einem ausgebauten Schuppen.
    Letzten Winter ist das Trinkwasser und teilweise das Futter eingefroren 🙁
    Ist der Schuppen vielleicht nicht genug isoliert??
    Außenwand-gelbe Dämmwollplatten-Holzplatten.
    Bei der Eingangstür haben wir jetzt eine Wolldecke vor gehängt.
    Was kann ich noch tun???

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Friederike,

      da wir deinen Stall nicht genau kennen, ist es natürlich nicht leicht, dir einen hilfreichen Ratschlag zu geben. Achte aber grundsätzlich darauf, dass das Nagerheim optimal – von allen Seiten – isoliert ist. In unserem Blogbeitrag stehen dazu einige Tipps. Eine Wärmelampe kann zusätzlich Abhilfe schaffen und deine Meerschweinchen vor der Kälte schützen.

      Die Wassernäpfe deiner Lieblinge solltest du regelmäßig (mehrmals täglich) kontrollieren und mit lauwarmen Wasser befüllen. So verhinderst du, dass das Wasser direkt einfriert. Auch solltest du während der kalten Tage keine Nippeltränken verwenden. Das innenliegende Kügelchen friert schnell fest was dazu führt, dass deine Tiere kein Wasser aufnehmen können.

      Liebe Grüße und einen guten Rutsch wünscht dir
      dein ZooRoyal Team

  2. Bruno Horn sagt:

    Hallo Friederike,
    hab bei Annette Beisert Kuschelrollen gesehen, die Sie selber näht. DIese haben an beiden Seiten einen Draht mit eingearbeitet und sind innen kuschelig warm. wird von den Meerschweinchen sehr gut angenommen und ist kuschelig warm.
    Habe mit Ihr zusammen an Weihnachten ein paar Hütten gebaut, mit 2 integrierten Kuschelrollen. die “resthütte” haben wir mit stroh gefüllt. es wahr sehr kuschelig warm und wurde super angenommen.
    Google mal nach “Kreuzholzenener Schweinchen”

  3. sahra sagt:

    ich habe mir alles durch gellesen. Jetzt stelle ich mir die Fragen: Kann ich die gitter auch mit Folie abdichten von außen,welches Getreide ist gut geignet?

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Sahra,

      leider ist Folie ungeeignet. Diese hat – anders als Styropor – keine wärmeisolierende Wirkung. Welches Getreide meinst du? Zur Fütterung?

      Wir wünschen dir eine schöne Woche!
      Liebe Grüße
      Dein ZooRoyal Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.