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Meerschweinchen Rassen und ihre Unterschiede

Meerschweinchen
Aus der Meerschweinchen-Zucht sind in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Rassen entstanden, die sich durch unterschiedliche Felllängen, Farben und Fellstrukturen auszeichnen. Welche Unterschiede du kennen solltest, erfährst du hier.

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Die Entstehung verschiedener Meerschweinchen Rassen

Die Geschichte der Meerschweinchen reicht tausende von Jahren zurück. Ursprünglich stammen sie aus Brasilien und dem Hochland Perus ab. Die Indus begannen schließlich damit, die kleinen Nagetiere als Nutztiere zu halten. Die Züchtung der kleinen Vierbeiner setzte ca. im 16. Jahrhundert ein, als spanische Invasoren die Meerschweinchen mit nach Europa brachten. Aufgrund der hohen Fruchtbarkeit vermehrten sich diese rasch und wurden fortan von den Europäern als Haustiere gehalten. Um das Aussehen der Tierchen entsprechend der eigenen Wünsche zu verändern, folgte eine gezielte Zucht.

Kurzhaarrassen & Glatthaarmeerschweinchen

Kurzhaarige Meerschweinchen sind in weitere Unterklassen gegliedert. Zu diesen zählt mitunter das Glatthaarmeerschweinchen, das durch sein kurzes, eng am Körper anliegendes Fell hervorsticht, das circa drei Zentimeter lang wird. Insbesondere bei Kindern ist diese Unterrasse sehr beliebt.

Das Rexmerkmal: Zottelige Haarpracht

„Rex“ lautet die Bezeichnung für die süßen Vierbeiner, die vor allem aufgrund ihrer drahtigen und krausen Haarpracht geschätzt werden. Das Fell, das an allen Körperstellen dieselbe Länge aufweist, ist circa zwei Zentimeter lang und steht senkrecht vom Körper ab. Zu den gängigen Fellfarben zählen neben Beige und Schokolade auch Goldagouti und Schildpatt. Rex Meerschweinchen verfügen über eine solide Muskulatur, weisen eine Körperlänge von 20 bis 25 Zentimetern auf und wiegen zwischen 800 und 1400 Gramm. Markant sind neben den Fell-Besonderheiten auch die runden, glänzenden Augen sowie die Ohren, die waagerecht angesetzt sind und hängend getragen werden.

Beliebt sind Rexe auch aufgrund ihres Charakters, der sich als besonders treu und munter beschreiben lässt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Meerschweinch Rassen können Rexe bei der Züchtung nicht untereinander gepaart werden. Das Rexmerkmal wird nur rezessiv vererbt, weshalb sogenannte Trägertiere bei der Zucht hinzugezogen werden. Im ersten Schritt wird dabei das zuvor erwähnte Glatthaarmeerschweinchen mit einem Rexmeerschweinchen gepaart. Die entstehende Generation der Vierbeiner besteht ausschließlich aus Glatthaartieren, die später wiederum mit Rexen gepaart werden. In der dritten Generation erhält man schließlich 50 Prozent der gewünschten Rexe.

Das Ridgeback Meerschweinchen

Ebenfalls den Kurzhaartierchen zugehörig ist das Ridgeback Meerschweinchen, eine relativ junge Rasse, die gleichsam wie das Rex Meerschweinchen aus England stammt. Gezüchtet werden die kleinen Fellnasen nun seit knapp 15 Jahren. Die Fellfarbe tritt dabei in unterschiedlichen Varianten auf. Zu diesen zählen schwarze, rote und bräunliche Färbungen, die in zahlreichen weiteren Aufhellungstönen auftreten können. Ein besonderes Merkmal dieser Rasse bildet die Fellstruktur, die sich durch einen Rückenkamm auszeichnet, der sich von der Nackenpartie bis zur Hinterhand entlang der Wirbelsäule erstreckt. Die Ursache für den auffälligen Kamm ist das auf dem Rücken gegen den Strich wachsende Fell. Die restliche Fellpracht der hübschen Tiere ist besonders glatt und fein und weist eine Länge von circa 2,5 Zentimetern auf.

Bemerkenswert ist insbesondere auch das Sozialverhalten der kleinen Nager. Sowohl in gleichgeschlechtlichen als auch in gemischten Haltungen verstehen sich die Vierbeiner untereinander bestens. Darüber hinaus sind sie sehr aktiv und werden schnell zutraulich. Die perfekten Haustiere für kinderreiche Familien!

Langhaarzottel

In Hinblick auf die Anschaffung eines Langhaarmeerschweinchens, solltest du dir im Vorfeld darüber Gedanken machen, ob du bereit bist, genügend Zeit in die Pflege des Fells deines zukünftigen Mitbewohners zu investieren. Das Haarkleid der Vierbeiner muss regelmäßig gestutzt werden. Vor allem in den Sommermonaten, wenn die Temperaturen die 30 Grad Marke knacken, ist das Schneiden des Fells unerlässlich, um einem möglichen Hitzeschlag vorzubeugen. Um die Bewegungen des Nagers nicht einzuschränken, sollte das Fell ungefähr Bodenlänge haben.

Der gemütliche Vertreter unter den Langhaarmeerschweinchen

Auch wenn die Haare im Gesicht verhältnismäßig kurz sind, zählt das Texel dennoch zu den Langhaarmeerschweinchen, da das restliche Fell ausreichend lang und auffällig gelockt ist. Die meisten Vertreter dieser Rasse sind entweder rot/weiß, schoko oder schwarz. Auch Sonderfärbungen wie Brindle und Schimmel treten gelegentlich auf. Der Körperbau der Vierbeiner ist sehr kompakt. Selbiges gilt für den auffallend gerundeten und breiten Kopf der Meerschweinchen.

Anfänglich sind die kleinen Fellnasen sehr aktiv und bewegungsfreudig. Mit zunehmendem Alter werden sie hingegen immer ruhiger und gemütlicher. Ganz nach dem Motto: In der Ruhe liegt die Kraft!

Gesundheitliche Makel

Charakteristisch für die Merino Meerschweinchen sind die eleganten Locken sowie die Krone zwischen den Augen, die in der Mitte geschlossen ist. Auffällig ist auch das kurze Kopfhaar mit der kleinen Rosette, die dem Vierbeiner ein besonders niedliches Erscheinungsbild verleiht. Insgesamt ist die Fellpracht sehr fein und weich. Interessant ist, dass die Lockenpracht im jungen Alter nicht direkt ersichtlich ist. Erst nach einem halben Jahr setzt das Wachstum ein und ist nach dem zwölften Monat vollendet. Erlaubt sind bei der Züchtung der Merinos alle gängigen Farbkombinationen.

Das Wesen der Langhaarmeerschweinchen lässt sich als munter und treu beschreiben. Eine weniger erfreuliche Eigenschaft der kleinen Vierbeiner ist das sogenannte Roll-Lid, ein gesundheitlicher Makel, der Entzündungen an der Hornhaut verursachen kann. In schwerwiegenden Fällen kann das eingerollte Lid sogar zu einer Erblindung führen. Regelmäßige Tierarztbesuche sind deshalb zu empfehlen. Natürlich muss auch das Fell der Merinos wöchentlich gebürstet werden, da es aufgrund der Locken sehr anfällig für Schmutz, Parasiten und Verfilzungen ist.

Nackmeerschweinchen: Es geht auch ganz ohne Fell

Die Nacktmeerschweinchen sind in die Rassen Skinnys und Baldwins gegliedert. Seit Mitte der 1970er Jahre werden die felllosen Vierbeiner gezüchtet. Während die Meerschweinchen in Kanada und Nordamerika weit verbreitet sind, ist die Zucht der kleinen Tiere in Deutschland sehr umstritten. Bemängelt wird insbesondere das Fehlen der Tasthaare, die im Fachjargon auch als Vibrissen bezeichnet werden. Grundlegend sind die Bedürfnisse der Nacktmeerschweinchen deckungsgleich mit denen der behaarten Artgenossen. Durch das fehlende Fell verlieren die Nackttierchen jedoch viel schneller Wärme und müssen den Energieverlust folglich durch größere Futterrationen ausgleichen. Baldwins und Skinnys benötigen in etwa ein Drittel mehr Nahrung. Auch ist aufgrund der Haarlosigkeit eine ganzjährige Außenhaltung nicht möglich. Darüber hinaus solltest du bedenken, dass die Nacktmeerschweinchen nicht zusammen mit anderen Fellnasen gehalten werden sollten, da wegen des mangelnden Fellschutzes häufig Bissverletzungen auftreten.

Glückliche Meeris

Für welche Rasse du dich letzten Ende entscheidest, obliegt natürlich deinen eigenen Vorlieben. Jedes Meerschweinchen benötigt neben einer gehörigen Portion Liebe und Zuneigung natürlich ein artgerechtes Zuhause und – je nach Rasse – die richtige Pflege. Bevor du dich also zu einem Spontankauf der süßen Tiere hinreißen lässt, solltest du dich bereits vorab unbedingt über die jeweiligen Pflegeeigenschaften deines neuen Mitbewohners informieren. Nur so trägst du zu einem glücklichen und zufriedenen Meerschweinchenleben bei.

Meerschweinchenrassen im Überblick

Quelle Artikelbild: vioma / Fotolia.com

 
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