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Haarballen: Kleines Knäuel, große Probleme

61918530_Fellwechsel_Haarballen_bei_Katzen_neuer_BlogDass die Katze sich häufig putzt, weiß jeder Katzenbesitzer. Das Herauswürgen der Haarballen ist hingegen durchaus irritierend und unangenehm. Für dich und deine Katze gleichermaßen. Trotzdem ist dieser Vorgang wichtig. In diesem Beitrag erklären wir dir, was im Körper deiner Katze vorgeht.

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Haarballen, im Fachjargon auch Trichobezoare genannt, sind ein typisches Katzenproblem. Doch auch andere Haustiere, die ihr Fell selbst pflegen, sind betroffen, bspw. Kaninchen und Frettchen. Verschluckte Haare werden häufig erbrochen, können jedoch unter Umständen zu ernsten Gesundheitsproblemen führen. Mit einfachen Mitteln ist es dir aber möglich, deine Lieblinge zu entlasten, so dass sie gar nicht erst so viele Haare verschlucken.

Haarballenbildung ein Problem?

Mit ihrer rauen Zunge durchziehen Katzen ihr Fell und entfernen so abgestorbene und lose Haare. Auch Kaninchen und Frettchen nehmen durch die Fellpflege jede Menge Haare auf. Diese können im Magen jedoch nicht verdaut werden. Kleine Haarmengen werden über die normale Darmpassage mit dem Kot entsorgt. Die Katze reagiert auf größere Haarmengen, indem sie in regelmäßigen Abständen Haarknäuel hochwürgt und ausspuckt.

Haarballen werden erst dann zum Problem, wenn sie nicht mehr hervorgewürgt werden können und das verfilzte Knäuel im Magen zu groß wird. Eine Einschränkung der Magentätigkeit, Schleimhautveränderungen bis hin zu einer Blockierung des Magenausgangs oder einem Darmverschluss sind die Folge. Kaninchen können aufgrund ihrer Anatomie überhaupt nicht erbrechen! Verschluckte Haare müssen daher den Verdauungskanal immer auf natürlichem Weg passieren. Geschieht dies nicht, wird die Bildung eines Bezoars hier schnell lebensbedrohlich.

Haarballenbildung: mögliche Gefahren

Besonders anfällig sind langhaarige Tiere und solche mit viel Unterwolle. Zudem begünstigen Übergewicht, ein hohes Alter und Bewegungsarmut – resultierend in Darmträgheit – die Bildung von Bezoaren. Damit sind vor allem Wohnungskatzen und Angorakaninchen gefährdet. Doch auch bei Frettchen ist die Ansammlung von Haaren im Magen eine sehr häufige Erscheinung (besonders bei älteren Tieren), deren Entfernung zu einem kostspieligen und risikobehafteten chirurgischen Eingriff führen kann.
Um das Hochwürgen eines Haarballens zu stimulieren, nehmen Katzen grobfaserige Pflanzenteile wie beispielsweise Gras auf. Auch Wohnungskatzen scheinen instinktiv zu wissen, dass Pflanzenfasern eine gute Hilfe sind, das Hochwürgen und Ausspucken von Haarballen zu fördern und vergreifen sich gerne an Zimmerpflanzen. Dabei unterscheidet die Katze leider selten zwischen Katzengras und dekorativen Zimmerpflanzen, wodurch nicht nur das schöne Grün in Mitleidenschaft gezogen wird, sondern auch die Gefahr von Vergiftungen entsteht, da die meisten Zimmerpflanzen für die Stubentiger unverträglich sind. Auch können scharfkantige Gräser zu Verletzungen in Mund- und Rachenraum führen. Grundsätzlich ist es zwar von Vorteil, wenn es der Katze u.a. durch das Fressen von Katzengras gelingt, die Haarballen auszuspucken, diese kleinen „Überraschungspakete“ auf dem Teppich oder sogar im Bett rufen verständlicherweise Ekel bei dir hervor. Doch was kannst du als Haustierbesitzer tun, um der Bildung von Haarballen vorzubeugen?

Abhilfe durch Ergänzungsfuttermittel

Nahrungsergänzungsmittel wie Malzpasten („Bezoarlaxanzien“) zeichnet ein hoher Fett- und Ölanteil aus, der die abgeschluckten Haare ummanteln und gleitfähig machen soll, so dass diese besser auf dem natürlichen Weg ausgeschieden werden können. Von Vorteil ist, dass die meisten Katzen und Frettchen den Geschmack lieben und diese Belohnung gerne annehmen. Da der gewünschte Effekt jedoch nur eintritt, wenn die Paste regelmäßig verabreicht wird, bedeutet dies aber auch immer eine Extraportion Fett und dementsprechend eine erhöhte Kalorienzufuhr. Insbesondere bei zu Übergewicht neigenden Tieren und Wohnungskatzen ist dies kontraproduktiv und sollte vermieden werden. Zudem wird durch die Gabe der Kot weicher, mitunter tritt sogar Durchfall auf – ein Effekt, der insbesondere bei Tieren, die ihr Geschäft nicht im Freien verrichten, schnell sehr unangenehm werden kann.

Viele Futtermittelhersteller bieten inzwischen Futter an, die dabei helfen sollen, die Bildung von Haarballen zu minimieren. Eine Kombination von Ballaststoffen, pflanzlichen Wirkstoffen und Ölen soll die Darmbewegungen erhöhen sowie die Haare gleitfähiger machen und dadurch die Ausscheidung der Haare begünstigen. Diese Produkte werden jedoch nicht von allen Tieren gemocht und vertragen.

Ein neuer Haarschnitt

Oft reicht es nicht aus, ausschließlich auf Ergänzungsmittel zu vertrauen. Am sinnvollsten ist es, wenn du deinen Vierbeiner direkt bei der Entfernung der losen Haare unterstützt und so das Herunterschlucken auf ein Minimum reduzierst. Besonders wichtig ist dies bei langhaarigen Tieren und in Zeiten des Fellwechsels. Dabei ist der Gebrauch eines FURminator deShedding Fellpflegewerkzeugs wesentlich effektiver als alleiniges Bürsten und Kämmen, da diese nicht nur bereits loses Fell entfernen, sondern auch abgestorbene Haare regelrecht herausziehen.

Im Auftrag der Marke FURminator wurde die Wirksamkeit der FURminator deShedding Fellpflegewerkzeuge mit einem unabhängigen Institut an 98 in privaten Haushalten lebenden Katzen untersucht: 76,6 % der Besitzer berichten, dass das Auftreten von erbrochenen Haarballen nach nur vier Wochen reduziert (35,1 %) oder sogar deutlich (41,5 %) reduziert war! Das Haaren war deutlich geringer als zu Beginn der Studie, bestätigen 92,7 % der Katzenbesitzer. Schöner Nebeneffekt: 92,6 % stellen darüber hinaus fest, dass deutlich weniger lose Haare im Wohnbereich und an den von der Katze bevorzugten Plätzen zu finden waren! *Unabhängige Marktforschungsstudie (Produkttest), 2012

Tägliches Schönheitsprogramm

Tierhaare sind ein lästiges Übel, welches Besitzer nur zu gut kennen: Egal, ob Wollmäuse in den Ecken oder Katzenhaare an der Jeans, die Haare des geliebten Tieres sind allgegenwärtig. Doch auch für Katze und Co. sind Haare beziehungsweise die Haarballenbildung, unangenehm und mitunter sogar lebensbedrohlich. Egal, ob du dich für Ergänzungsfuttermittel, die klassische Bürste oder den modernen FURminator entscheidest, als Besitzer solltest dich natürlich dieses Problems annehmen und dein Haustier – besonders während des Fellwechsels – täglich pflegen. Deine Katze wird es dir danken und die tägliche Schönheitspflege sichtlich genießen.

Hilfreiche Tipps gegen Haarballen


Bildquelle: fotosmile777 / Fotolia.com

 
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