Ein Unternehmen der REWE
 Kostenloser Versand in Deutschland ab 19€
 Wir sind für Sie da 0221/1773-1000
 25 Jahre Erfahrung im Bereich Heimtierbedarf
Sie sind hier:

Im Notfall – Erste Hilfe bei Katzen

erste-hilfe-bei-katzen

Manchmal bringen sich Katzen durch ihre Neugierde in Gefahren, aus denen sie nicht ungeschoren heraus kommen. In solchen Momenten ist es für dich als Katzenbesitzer wichtig zu wissen, was zu tun ist. Erfahre hier, wie du dich richtig verhältst, wenn deine Katze in brenzliche Situationen gerät.

Zu den Katzenpflegeprodukten

Äußere Verletzungen

Kleine Verletzungen wie Abschürfungen oder Kratzer heilen am besten an der Luft, bei größeren oder tieferen Wunden benötigt es eine schnelle und umfassende erste Hilfe durch dich und deinen Tierarzt.

Stiche und Bisswunden

Egal, ob auf der Pirsch, beim „Spielen“ mit Insekten oder bei Auseinandersetzungen mit Artgenossen oder Hunden: Häufig kommt es in solchen Situationen zu Biss- beziehungsweise Stichverletzungen. Obwohl diese Wunden auf den ersten Blick nicht immer schlimm aussehen, sollte man sie ernst nehmen, denn es kann schnell zu einer gefährlichen Infektion kommen. Besonders bei Stichen sollte man näher hinsehen, denn nicht wenige Katzen sind allergisch gegen Bienen, Wespen und Co.: Je nachdem, wo die Katze gestochen wurde, kann ein solcher Stich sogar lebensgefährlich sein.

Symptome für Stiche sind unter anderem Druckempfindlichkeit, häufiges Lecken der betroffenen Stelle und Schwellungen; auch bei Bisswunden sind die Symptome ähnlich: Hier kommen allerdings noch Übelkeit, verstärkter Speichelfluss, erweiterte Pupillen und Zittern dazu. Ist die Katze gestochen worden, sollte man versuchen, den Stachel zu kühlend. Anschließend sollte man das allgemeine Verhalten der Katze beobachten, bei Stichen im Mund- oder Rachenraum jedoch solltest du mit deiner Katze sofort den Tierarzt aufsuchen. Das gilt auch für Bisswunden, denn diese besitzen eine hohe Infektionsgefahr, deshalb immer direkt zum Doc!

Offene Wunden

Offene Wunden müssen nicht unbedingt immer stark bluten und sind unter dem dichten Fell oftmals schwer zu erkennen. Symptome sind neben Blutspuren im Fell, auch Lahmheit, vermehrtes Lecken und empfindliche Reaktionen auf Berührungen der Körperregion. Wenn man eine offene Wunde entdeckt hat, sollte man erstmal alle Fremdkörper entfernen und sie mit lauwarmem Wasser auswaschen. Befinden sich noch größere Fremdkörper in der Haut, die die Wunde an erster Stelle verursacht haben, zum Beispiel Splitter oder Scherben, sollte man diese auf keinen Fall entfernen: Sie verschließen die Wunde und verhindern so eine stärkere Blutung: Das Entfernen solltest du deshalb unbedingt deinem Tierarzt überlassen.

Ist die Wunde nun gesäubert, sollte man sie mit Zellstoff oder einem Papiertaschentuch abdecken und das dann mit einem geeigneten Tuch umwickeln, man kann auch einen Strumpf oder eine Krawatte nehmen. Dieser Notverband sollte so fest anliegen, dass er die Blutung stoppt und die Fahrt zum Tierarzt übersteht.

Verbrennungen

Besonders in der Weihnachtszeit oder bei Alltagstätigkeiten wie dem Kochen kommt es häufig zu Verbrennungen an den Pfoten oder Nasen unserer Stubentiger. Ist die Stelle „nur“ gerötet und weist weder Brandblasen noch offene Wunden auf, sollte man sie sofort kühlen – entweder mit kaltem Wasser oder mit einem Eisbeutel, den man in ein Tuch gewickelt hat; auch beruhigende Salben können helfen. Großflächigere Verbrennungen dagegen sollten mit einem Tuch oder Verband abgedeckt werden und sofort von einem Tierarzt untersucht werden.

Innere Verletzungen

Nun kommen wir zu Verletzungen, die sich oftmals erst mit der Zeit bemerkbar machen, da Katzen häufig still leiden.

Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen

Solche „leichten“ Verletzungen kommen schnell mal zu Stande, wenn die Katze beim Spielen zu übermütig ist, sich mit ihren Artgenossen rauft oder bei einem Sprung die Entfernung falsch einschätzt. Helfen kann man mit Umschlägen: Kalte helfen dabei, den Schmerz zu lindern, warme fördern dagegen die Heilung und Durchblutung. Solange sich die Katze unauffällig verhält und bald eine Besserung eintritt, braucht man nicht unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Knochenbrüche

Ernster sieht die Situation jedoch aus, wenn tatsächliche Knochenbrüche vorliegen: Egal ob offene oder geschlossene Brüche, in einem solchen Fall sollte man sofort zum Tierarzt, denn oft hat die Katze auch noch weitere Verletzungen davongetragen, die weniger offensichtlich sind. Für den Transport zum Tierarzt sollte man die Samtpfote so lagern, dass die betroffene Stelle möglichst nicht bewegt wird und außerdem mit einer Decke verhindern, dass sie auskühlt.

Verletzungen der inneren Organe

Wie bereits angedeutet liegen nach Stürzen auch oft innere Verletzungen vor, die man oft erst nach einigen Tagen bemerkt. Deshalb sollte man nach Unfällen immer aufmerksam das Verhalten des Tieres beobachten und im Zweifel sofort den Tierarzt aufsuchen. Symptome für solche inneren Verletzungen und Blutungen können beispielsweise Schmerzen beim Hochheben sein, außerdem blasse Schleimhäute in Maul und Augenlidern und Schwierigkeiten beim Absetzen von Kot und Harn.
Da eine Katze mit inneren Verletzungen schockgefährdet ist, muss sie unbedingt ruhig und warm gehalten und schnell zum nächsten Tierarzt gebracht werden. Auch die Tage nach der Behandlung sollte sie aufmerksam beobachtet werden und bei Verdacht sofort wieder zur Nachuntersuchung gebracht werden: Oftmals sind blutiger Urin und Schmerzen beim Wasserlassen Zeichen dafür, dass noch immer etwas nicht stimmt.

Wichtiges zum Schluss

Natürlich sind die oben genannten gesundheitlichen Probleme nur ausgesuchte Verletzungstypen, unter denen eine Katze nach einem Unfall leiden kann. Neben äußerlichen und inneren Verletzungen gibt es schließlich immer noch Verhaltensänderungen beispielsweise nach einem Schock, einer allergischen Reaktion oder Atemproblemen. Grundsätzlich ist es wichtig, seine Katze stets im Auge zu behalten und nach Auffälligkeiten in ihrem Verhalten Ausschau zu halten: Wie bereits gesagt – Katzen leiden häufig still. Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dass man im Zweifelsfall immer den Tierarzt aufsuchen sollte, wenn man den Verdacht hat, dass etwas nicht stimmt: Lieber einmal zu viel in die Tierarztpraxis gefahren als einmal zu wenig. So oder so ist es wichtig, als Katzenbesitzer Grundlagen zu kennen, damit man für den Fall der Fälle gerüstet ist.

Weiterführende Infos zur ersten Hilfe bei der Katze

Bildquelle: Jens Klingebiel / Fotolia.com

 
War der Artikel hilfreich?
18
4

3 Meinungen von “Im Notfall – Erste Hilfe bei Katzen”

  1. Bogdan Dimitrescu sagt:

    Das mit dem Mut der Katzen kann ich bestätigen: Unser Raufbold Felix hat alles und jeden angegriffen. Einmal, das letzte Mal, einen Marder. Sein Todesurteil.

    1. Zlatko Parcina sagt:

      Hallo Bogdan, ich hatte einen Main Coon Mix Kater, der hat vor gar nichts und niemanden Angst gehabt, Leider 🙁 Mit 8 bzw 9 Monaten hat er sich auf die Gleiße gestellt und er wollte das der Bummelzug wohl anhält oder ausweicht. Sein Tod 🙁
      Ich liebe ihn bis heute , es ist nun 15 Jahre her.
      In tiefer trauer an meinen Mikesch.

      (> ” ” <)
      ( ='o'= )
      -(,,)-(,,)-

  2. Ajlin Dena sagt:

    Mein Beileid, Bogdan Dimitrescu… :/

    Gut zu wissen, dass Marder auch sehr gefährlich sein können…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.