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Kitten: Entwicklung und Aufzucht

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Nichts ist für Katzenbesitzer spannender, als mitzuerleben, wie die eigene Katze Kitten zur Welt bringt. Auch wenn das Muttertier einen Großteil der Pflege übernimmt, können Katzenbesitzer helfend zu Seite stehen. Erfahre hier, wie du deine Katze unterstützen kannst.

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Trächtigkeit und Geburt

Sobald du die Vermutung hast, dass deine Katze schwanger sein könnte, ist es sinnvoll die Trächtigkeit unbedingt von einem Tierarzt bestätigen zu lassen. Der Tierarzt deiner Katze kann dir deine Fragen beantworten und die Schwangerschaft deiner Katze begleiten.

Vor der Geburt selbst macht die Katze häufig eine relativ lange Zeit der Wehen durch – die Geburt an sich geht aber meist relativ schnell, oftmals sogar unbemerkt vom Besitzer in einem von der Katze ausgesuchten Nest. Sobald das Muttertier die Welpen aus der Fruchtblase befreit hat, schiebt sie die Kitten an ihren Bauch, wo sie gewärmt und gesäugt werden: Die Muttermilch ist immens wichtig, da sie wichtige Antikörper enthält, die das Junge in der ersten Zeit vor Krankheiten schützt. Im Abstand von rund fünf bis sechzig Minuten folgen dann die anderen Kätzchen: Beim ersten Wurf sind es meistens nur drei Jungtiere, generell sind aber Würfe mit bis zu acht Welpen keine Seltenheit. Die Jungtiere sind bei der Geburt rund 10 cm groß und wiegen zwischen 70 und 100 g.

Die Entwicklung der Kätzchen

Schaut man sich die Entwicklung von Katzenjungen an, kann man die ersten sieben Monate in drei unterschiedliche Phasen einteilen:

Woche 1 – 2: Die Neugeborenen-Phase

Die blinden und tauben Welpen sind vollständig auf ihre Mutter angewiesen Außerdem ist diese Phase vor allem durch Schlafen und Trinken geprägt. Das Muttertier ernährt die Welpen nicht nur und spendet lebenswichtige Wärme, ebenso regt durch Lecken des Bauches die Verdauung der Kleinen an und sorgt für Hygiene im Nest.

Zwischen dem 10. und 14. Lebenstag öffnen die Kleinen die Augen und beginnen zu hören. Allerdings bleiben sie zunächst im sicheren Nest. Hier starten sie am Ende dieser Phase auch die ersten Gehversuche. Sie sind mittlerweile fast 20 cm groß und wiegen um die 200g. Am besten wiegst du die Kleinen regelmäßig. Nur so kannst das Gewicht kontrollieren und rechtzeitig feststellen, wenn sich ein Kätzchen weniger gut entwickelt. So können gesundheitliche Probleme früh erkannt und entsprechend behandelt werden. Wichtig sind ab der zweiten bis vierten Woche auch regelmäßige, allmonatliche Wurmkuren.

Woche 3 – 7: Die Sozialisierungs-Phase

In dieser Phase schlafen die Kätzchen immer noch viel, aber die Wachphasen werden immer länger. Ihre Sinneswahrnehmung verbessert sich zunehmend, bis sie am Ende der 6. Woche vollständig ausgebildet ist. Zusätzlich entwickeln sich das Laufvermögen und das Milchgebiss. Mit der Entwicklung dieser Fähigkeiten kommen auch die Neugierde und der Wunsch, das Leben um sich herum wahrzunehmen. Das sichere Nest wird verlassen und die Gegend erkundet. Nun kommt die Zeit, wo es an dir liegt, dein Haus oder deine Wohnung welpensicher zu machen. Achte darauf, mögliche Gefahren zu vermeiden: Kabel sollten versteckt, Treppen abgesperrt und andere Gefahrenquellen entschärft werden.

Diese zweite Lebensphase ist geprägt von der Sozialisierung, was bedeutet, dass die Kätzchen vieles entdecken, kennenlernen und sich aneignen: Die Erfahrungen, die die jungen Katzen in dieser Zeit machen, prägen den Charakter des Tieres für den Rest ihres Lebens. Deshalb ist es auch wichtig, dass die Kätzchen möglichst viel kennenlernen, auch unterschiedliche Menschen. Hier sind sanfte Streicheleinheiten und eine ruhige Stimme förderlich, damit die Kleinen von Anfang an gute Erfahrungen mit Menschen machen und ein Grundvertrauen entwickeln können. Das gilt auch für andere Tiere, beispielsweise den Familienhund. Wenn die Katzen in dieser Phase mit Hunden vertraut gemacht werden, wird es später leichter sein, sie zu vergesellschaften. Neben anderen Lebewesen gilt es aber auch, die Kätzchen an Alltagsgeräusche und Dinge wie Staubsauger, Regenschirme und Co. zu gewöhnen. Wenn du Ihnen von Anfang an beibringst, dass sie keine Angst vor diesen Dingen haben müssen, entwickeln sie sich besser und wachsen zu souveränen Katzen heran.

Neben der Sozialisierung ist auch der Punkt des Lernens ein wichtiger Bestandteil dieser Phase. Der Lernprozess erfolgt vor allem durch zwei Motivationen, die erste ist Spielen. Durch das Toben mit ihren Geschwistern schärfen die kleinen Katzen ihre Sinne, werden immer koordinierter und lernen zudem katzentypisches Verhalten wie anschleichen, angreifen und verstecken. Darüber hinaus bekommen sie wichtige Lektionen im Bereich Sozialverhalten. Zusätzlich lernen die Kleinen viel durch das Imitieren der Mutter: Sie ahmen dabei ihr Verhalten nach, beispielsweise das Benutzen der Katzentoilette und darüber hinaus die Körperpflege – ab der 6. Woche übernehmen die Kätzchen diese meist selbst.
Auch wollen die Kleinen immer öfter festes Futter ausprobieren, was man ab der 6. Woche langsam zufüttern kann. Ideal ist hier spezielle Welpennahrung, dessen Nährstoffgehalt an die Bedürfnisse der heranwachsenden Katzen angepasst ist. Man sollte darauf achten, die Stückchengröße der Futterbestandteile nur langsam zu steigern, damit man Schritt für Schritt auf feste Nahrung umsteigt. Diese sollte ab der 12. Woche nach Absetzen der Muttermilch alleinige Hauptnahrung sein.

Woche 8 – 28: Die Jugendphase

Auch diese Phase ist weiterhin von Lernen und Sozialisierung geprägt, besonders das Verhältnis zwischen Kätzchen und Mensch entwickelt sich. Ein gutes Verhältnis zu den Kleinen aufzubauen ist dabei einfacher, wenn man zum Muttertier eine gute Beziehung hat. Denn nicht zuletzt lernen die Jungtiere von der Mutter, dass man Menschen vertrauen kann. Grundsätzlich gilt, dass man den Wurf bis zur 12. Woche zusammen lassen sollte. Verbringen die Jungtiere diese Zeit mit Ihren Geschwistern, sind sie später anderen Artgenossen gegenüber deutlich aufgeschlossener, zeigen ein gutes Sozialverhalten, entwickeln ein gesundes Selbstbewusstsein und sind weniger ängstlich.

Damit die Kleinen sich auch körperlich gut entwickeln, sollten sie in der 8. Woche die Erstimpfung gegen Infektionskrankheiten wie Katzenseuche und Katzenschnupfen bekommen, die nach vier Wochen wiederholt wird. Auch im Wachstum ergibt sich um die 10. Woche herum noch mal einiges: Die Kätzchen bekommen immer mehr „Erwachsenen-Proportionen“ und beginnen mit dem Zahnwechsel – dieser kann sich bis zum 6. Monat hinziehen. Auch wenn Katzen erst ab einem Jahr als erwachsen gelten, können sie bereits ab dem 4. Lebensmonat ihre Geschlechtsreife erlangen: Man sollte also früh genug eine Kastration in Betracht ziehen.

Weiterführende Informationen zur Katzenaufzucht

Bildquelle: jeanclicla / Fotolia.com

 
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4 Meinungen von “Kitten: Entwicklung und Aufzucht”

  1. Caroline Nolden sagt:

    Ein Artikel mit Mehrwert! Jeder Mensch der plant, dass seine Katze Junge bekommt, sollte sich Informationen wie diese beschaffen. Die Katzenmutter versorgt ihre Kitten zwar selbst, jedoch können die Katzenbesitzer das Muttertier unterstützen und ihr ihre Mutterzeit angenehmer gestalten. Dafür muss man sich lediglich mit der Thematik beschäftigen…

  2. Ajlin Dena sagt:

    Da bin ich ganz der Meinung von Caroline Nolden. Vor allem können sich reine Hauskatzen nur an dem Futter bedienen, was ihnen zur Verfügung gestellt wird. 🙂

    D.H. : Wir Menschen sollten für eine artgerechte Haltung sorgen!!!

  3. silvya sagt:

    hallo, ich hätte da eine Frage. Was könnte es sein wenn eine 14 Wochen alte Katze zwar Trockenfutter alleine frisst aber nicht alleine trinkt? Man muss sie immer hinsetzen zur Milch.

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Silvya,

      hast du es vielleicht schon einmal mit Wasser probiert? Mit 14 Wochen dürfte deine Katze schon alt genug sein, um keine Milch mehr zu benötigen. 🙂

      Liebe Grüße,
      Dein ZooRoyal Team

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