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Nahrungsmittel: Gifte im Haushalt

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Es gibt viele Lebensmittelsorten, die bei uns Menschen auf dem regulären Speiseplan stehen, für unsere Hunde aber ungenießbar oder sogar wirklich giftig sind. Wir haben hier eine Auswahl zusammengestellt, die Klarheit schaffen soll: Zum Wohle deines vierbeinigen Freundes.

Zum Hundefutter-Sortiment

Im Folgenden haben wir die schädlichen Lebensmittel in Kategorien eingeteilt. Wie so oft gibt es bei manchen Lebensmitteln nur geschätzte Werte, so dass die gefährlichen Mengenangaben nicht immer auch auf Deinen Hund zutreffen müssen. Es spielen zusätzlich immer Werte wie Größe, Alter, Gewicht und Gesundheitszustand eine Rolle, die die Reaktion auf das Produkt beeinflussen können. Hast Du den Verdacht, dass dein Hund etwas Falsches in einer gefährlichen Menge gefressen hat, solltest Du ihn aufmerksam beobachten und bei Verhaltensänderung sofort zum Tierarzt fahren.

Gefährliche Obstsorten

Die Avocado findet vor allem in Salaten und Guacamoles einige Verwendungsmöglichkeiten. Neben gesunden essentiellen Fettsäuren enthält sie allerdings Persin, welches für unsere Hunde absolut giftig ist: Dieses befindet sich nicht nur im Kern der Frucht, sondern auch in Schale und Fleisch. Eine Vergiftung endet meist tödlich, da sie Herzmuskelschäden, Atemnot und Bauchwassersucht hervorruft. Es sind allerdings nicht alle Avocadosorten giftig.

Auch Weintrauben und Rosinen sind schädlich für unsere Vierbeiner. Ein übermäßiger Verzehr zeigt sich zumeist in Magenkrämpfen, Erbrechen und Durchfall. Rosinen sind dabei noch gefährlicher, da sie die schädlichen Stoffe in höheren Konzentrationen enthalten. Schuld daran sind bestimmte hämolytische Substanzen, die die roten Blutkörperchen schädigen. Im schlimmsten Falle kommt es zu erhöhten Nierenwerten mit anschließendem Versagen und einer Hyperkalzämie (zu viel Kalzium im Blut). Eine genaue „Risiko-Dosis“ ist noch nicht bekannt; geschätzt wird, dass rund 12g Trauben pro kg Körpergewicht des Hundes schädlich sind.

Generell gilt, Kerne von Obstsorten wie Kirschen, Aprikosen oder Pflaumen giftig sind. Sie alle enthalten Blausäure, die im Organismus des Hundes die Zellatmung blockiert und ihn so nachhaltig schädigt. Symptome für eine Blausäurevergiftung sind erhöhter Speichelfluss, Erbrechen und Krämpfe. Auch hier gilt: Die Menge macht das Gift.

Schädliche Gemüsesorten

Zwiebeln und Knoblauch, die bei uns als Gewürz bei fast jeder Mahlzeit genutzt werden, sollten beim Hund nicht im selben Maß auf der Speisekarte stehen. Beide Lebensmittel enthalten das für Hunde giftige N-Propyldisulfid und Allylpropylsufid, welches die roten Blutkörperchen zerstört und so zu Blutarmut führen kann. Zwiebeln sind übrigens gefährlicher: Schon eine mittelgroße Zwiebel kann einen kleineren Hund ernsthaft vergiften. Beim Knoblauch ist es vor allem die regelmäßige Fütterung, die gefährlich werden kann: 5g je kg Körpergewicht des Hundes können zu Vergiftungserscheinungen führen.

Auch Brokkoli ist in gewissen Mengen schädlich für deinen Hund. Es enthält den Stoff Isothiocyanat, der das Verdauungssystem des Hundes angreift und schädigt. Das Gemüse führt allerdings erst dann zu Schäden, wenn es mehr als ein Zehntel der gesamten Nahrung ausmacht. Mehr als ein Viertel jedoch sind bereits tödlich: Eine Brokkoli-Diät für Hunde ist somit tabu!

Drei andere beliebte Lebensmittel

Mittlerweile ist es allgemein bekannt, dass Schokolade und Kakao für den Hund schädlich sind. Beide enthalten Theobromin, welches durch ein fehlendes Enzym nicht bzw. nur langsam abgebaut werden kann. Folgen von Schokoladen-Genuss sind unter anderem ein erhöhter Blutdruck bei einer Verengung der Blutgefäße: Todesursache sind dabei oftmals Herzrhythmusstörungen oder Atemstillstand. Die tödliche Dosis liegt bei etwa 100mg Theobromin pro kg Körpergewicht des Hundes: Somit können 60g Milchschokolade oder 8g Blockschokolade (abhängig vom Kakaogehalt) bereits zu viel sein.

Fleisch ist gesund für Hunde: Klar! Das gilt allerdings nicht für rohes Schweinefleisch. Es enthält das Aujetzki-Vorus (auch Herpes-Virus genannt), dass für Hunde und Katzen absolut tödlich ist. Man sollte das Fleisch deshalb erst auch auf mindestens 60°C erhitzen, da das Virus diese Temperaturen nicht übersteht.

Auch Nüsse sind nicht förderlich für den Organismus des Hundes, denn sie haben einen sehr hohen Phosphorgehalt. Dieser belastet die Nieren stark und sollte so nicht regelmäßig und zu oft verfüttert werden.

Getränke

Dass Alkohol für uns ab einer bestimmten Menge nicht mehr förderlich ist, sollte bekannt sein. Ähnliches gilt, wenn Hunde an Alkohol kommen. Schon geringe Mengen können zu Erbrechen, Koordinationsschwierigkeiten und im schlimmsten Fall zum Koma führen. Hunde leiden an ähnlichen Symptomen wie Menschen, ihnen reichen allerdings schon deutlich geringere Mengen aus.

Auch koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee und Energy Drinks sind tabu für den Hund. Sie enthalten Methylxanthin, welches den Blutdruck und die Pulsfrequenz erhöht und die neurologische Reizschwelle im Gehirn senkt. Es kommt zu ähnlichen Symptomen wie beim Fressen von Schokolade.

In vielen Haushalten zu finden

Auch Nikotin, das in Tabak zu finden ist, ist für deinen Hund schädlich. Schon 5 bis 25g getrockneter Tabak reicht aus, um zum Tode zu führen. Die Symptome sind auch hier erhöhte Atem- und Herzfrequenz, Speichelfluss und Bewegungsstörungen. Man sollte den eigenen Hund deshalb nie aus Pfützen trinken lassen, in denen Zigarettenkippen liegen.

Der Hund hat Schmerzen, weil er sich den Fuß vertreten hat? Man selber würde in einem solchen Fall Schmerzmittel nehmen, um die Schmerzen zu lindern. Warum also nicht dem Hund eine Tablette geben? Eine solche Selbstmedikation sollte niemals vorgenommen werden, denn nicht alle Stoffe, die beim Mensch helfen, tun auch dem Hund gut. Es kann sogar eine Vergiftung durch Schmerzmittel beim Hund auftreten. Der Tierarzt ist der einzige, der Schmerzmittel verschreiben sollte.

Der Süßstoff Xylit befindet sich in niedrigen Konzentrationen beispielsweise in Früchten und Gemüse, wird aber häufig auch als Süßstoff in zuckerfreien Nahrungsmitteln wie Bonbons oder Kaugummis genutzt. Xylit kann die Ausschüttung des körpereigenen Insulins ins Blut deutlich steigern, so dass es bei Hunden zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels kommen kann, zusätzlich treten Leberschäden auf.

Weiterführende Informationen zu giftigen Stoffen im Haushalt

Bildquelle: Lindsay_Helms / Fotolia.com

 
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