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Outdoor-Hundeerziehung: Hilfreiche Tipps

Hundeerziehung im Freien - so geht's

Sobald die Sonne scheint, verbringt man mit seinem Hund mehr Zeit unter freiem Himmel. Optimal, um Trainings- und Erziehungseinheiten nach draußen zu verlegen. Ob nun auf dem Hundeplatz, beim Spaziergang oder auf einem Agility-Parcours : Hier erfährst du Wissenswertes zur Outdoor-Hundeerziehung.

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Warum überhaupt draußen trainieren?

Neben der Tatsache, dass man dank der Witterungsverhältnisse mehr Zeit draußen verbringt, sprechen natürlich auch andere Gründe dafür, vermehrt „outdoor“ zu trainieren – immerhin ist der Spaziergang nicht nur dazu da, damit der Hund sich erleichtern kann. Grundsätzlich ist es so, dass das Gehorchen des Hundes auf dem eigenen Grundstück nicht automatisch bedeutet, dass alles genauso gut außerhalb funktioniert. Das liegt daran, dass es draußen viel mehr Ablenkungen gibt. Das können z.B. andere Hunde, Gerüche oder Geräusche sein. Umso wichtiger ist es, dass der Vierbeiner weiß, dass der alltägliche Spaziergang keinen uneingeschränkten Freigang bedeutet: Er sollte sich viel mehr weiterhin an seinem Herrchen (= dem Leittier) orientieren.

Grundbedingung für das Training draußen ist also die Aufmerksamkeit des Hundes in Bezug auf seinen Hundeführer – und genau hier hapert es meistens, denn wenn die Spaziergänge langweilig gestaltet sind, suchen Hunde sich eben selber Beschäftigung. Die naheliegende Lösung ist folglich, die Spaziergänge umzugestalten: Durch geeignete Übungen, Trainingseinheiten und Aktivitäten wird die gemeinsame Zeit draußen nicht nur interessanter, man hat auch viel mehr Spaß zusammen, festigt die Rangordnung und arbeitet an der Erziehung. Das sind die Grundbausteine für das Zusammenleben von dir und deinem Hund, die langfristig eure Bindung verstärken.

Vorschläge für das Outdoor-Training

Es gibt eine Menge Übungen, die du gut in den alltäglichen Spaziergang integrieren kannst, um ihn spannender und auch – erziehungstechnisch – lohnenswerter zu machen. Ein paar dieser Übungen wollen wir hier vorstellen.

Zuallererst kann man natürlich Kommandos, die im Haus schon gut funktionieren, auch draußen üben – beispielsweise Sitz, Platz und Komm. Hier ist wichtig, dass sie zuhause gut funktionieren, damit beim Spaziergang auf diese Grundlage aufgebaut werden kann. Allerdings sollte man bedenken, dass draußen mit einer anderen Konzentrationsspanne gerechnet werden muss: Deshalb mit einer kurzen Übungs-Zeitspanne anfangen, in der der Hund in der befohlenen Position bleiben soll und ihn dann mit einem geeigneten Kommando wieder „entlassen“. Die Schwierigkeit hängt natürlich auch davon ab, ob der Vierbeiner an- oder abgeleint ist. Ideal ist es übrigens, wenn man die Kommandos in den üblichen Spaziergangsablauf integriert und den Hund beispielsweise vor jedem Ableinen oder dem Überqueren einer Straße absitzen lassen: So entstehen nützliche Automatismen.

Eine gute Übung, um die Aufmerksamkeit des Hundes während des Spaziergangs zu steigern, ist Verstecken. Die Ausführung sieht dabei so aus, dass man sich ohne Vorwarnung in ein geeignetes Versteck begibt, wenn der nicht darauf achtet, wo sich sein Herrchen gerade befindet (beispielsweise in eine Senke oder hinter einen Baum). Früher oder später wird der Vierbeiner bemerken, dass sein Mensch verschwunden ist und ihn suchen. Der Lerneffekt dieser Übung ist einfach: Der Hund lernt, aufmerksam zu sein und stets darauf zu achten, wo der Zweibeiner ist. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Übung immer mit einem positiven Erlebnis (dem Wiederfinden des Verlorenen) endet und dem Hund bei Bedarf beim Suchen mit einer Lautmeldung helfen.

Eine abgeschwächte Variante dieser Übung sieht so aus, dass man sich nicht versteckt, sondern einfach in die entgegengesetzte Richtung wegläuft, wenn der Vierbeiner wieder mal unaufmerksam ist und sich zu weit von einem entfernt hat: Der Lerneffekt – das Hinterherkommen und die Reaktion, generell aufmerksamer zu sein – ist hier der gleiche.

Darüber hinaus gibt es natürlich eine Menge Übungen, die man einbauen kann, wenn die Umgebung stimmt. Vielen Hunden macht es beispielsweise großen Spaß, über Bänke und Baumstämme zu balancieren und über Hindernisse wie kleinere Gräben oder heruntergefallene Äste zu springen. Besonders groß ist der Motivations- und Spaßfaktor dabei, wenn Hund und Herrchen diese Hindernisse gemeinsam überwinden: Das stärkt die Bindung zwischen Zwei- und Vierbeiner.

Erziehung draußen mit passendem Zubehör

Sollte das Gelände solche oben genannten Herausforderungen nicht hergeben, kannst du sie einfach selber aufbauen – mit Zubehör aus dem Agility-Bereich. Hürden, Slalomstangen, Tunnel und Ringe sind nur Beispiele von geeigneten Trainingsgeräten, die man schnell und einfach an passenden Stellen aufbauen kann, ob nun auf der Wiese hinterm Haus oder im Park. Besonders viel Spaß macht Agility übrigens mit mehreren Mensch-Hund-Gespannen. Wenn also keine geeignete Hundeschule mit Agility-Kursen in der Nähe erreichbar ist, kann man sich so einfach mit anderen Hundebesitzern zusammentun und selbst einen Agility Parcours aufbauen.

Zu guter Letzt bleibt noch die Möglichkeit, den Spaziergang mit geeignetem Spielzeug in eine spannende Angelegenheit zu verwandeln. Mit Zubehör wie Futterbeuteln, Trainingsangeln und schwimmendem Apportierspielzeug lässt sich jeder noch so energiegeladene Hund auspowern und spielerisch erziehen.

Hinweise zum erfolgreichen Outdoor-Training

Zum Schluss wollen wir dir noch ein paar Hinweise zum idealen Draußen-Training geben. Wenn du mit deinem Vierbeiner unterwegs ist, solltest du ihn nicht nur zum Anleinen abrufen: Hunde lernen in solchen Fällen schnell, dass auf das Abrufen das Ende des Spaziergangs folgt und da es draußen meist interessanter ist als drinnen, kommt es zwangsläufig zu Abrufproblemen. Deshalb immer mal wieder den Hund abrufen, belohnen und dann wieder wegschicken.

Ein anderer wichtiger Punkt, der generell immer gilt, betrifft schmerzhafte Erziehungshilfen. Solche Hilfsmittel sind nicht nur schlimm für deinen Vierbeiner, sie zerstören auch das Vertrauen in dich als Besitzer. Darüber hinaus haben diese Mittel meist nur Effekt, solange sie wirklich verwendet werden, denn aufgrund von Stress oder Schmerzen in der Trainingssituation bleibt der langfristige Lerneffekt aus.

Besser ist es, den Hund bei positivem Verhalten zu belohnen. Wichtig ist, dass der Hund die entsprechenden Leckerchen sehr mag, damit die Trainingsmotivation möglichst groß ist. Bei schwierigen Fällen kann man auch das Futter grundsätzlich nur noch aus der Hand geben, so dass der Vierbeiner sich seine Mahlzeiten beim Training erarbeiten muss. Unser Tipp: Schnell belohnen, sonst kann der Hund die Belohnung nicht mit dem positiven Verhalten verknüpfen.

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Bildquelle: Denis Babenko / Fotolia.com

 
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